Eingesandte Texte als Marketing-Instrumente für Kleinstbetriebe

Von Dr. Adis Merdzanovic

Viele Kleinstbetriebe haben aufgrund von beschränkten Budgets Mühe, ein effizientes Marketing zu betreiben. Eingesandte Texte in Lokal- oder Regionalzeitungen, die in der Regel kostenlos abgedruckt werden, können hier Abhilfe schaffen und ein Unternehmen im Markt positionieren. Damit ein Text aber auch wirklich in der Zeitung erscheint, müssen gewisse Feinheiten beachtet werden.

Rund 99 Prozent aller Unternehmen in der Schweiz gehören gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik in die Kategorie der KMU, sind also kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten. Rund 590’000 solcher Unternehmen gibt es insgesamt, wobei gut 530’000 weniger als 10 Beschäftigte ausweisen. Diese sogenannten Mikrounternehmen haben es nicht immer leicht, die für ihr Unternehmen geeigneten Marketingmassnahmen zu finden und umzusetzen, insbesondere auch, weil oftmals kein eigentliches Marketing-Budget zur Verfügung steht.

Anteil der Unternehmen nach Grössenklassen © BFS 2019

Microunternehmen haben aber den Vorteil, dass ihr Einzugsgebiet meistens beschränkt ist und sie beispielsweise durch Sponsoring der lokalen Vereine oder Inserate in der Lokal- oder Regionalzeitung ihre werberelevante Zielgruppe relativ gut erreichen können. Doch auch diese Engagements sind mit Kosten verbunden.

Eingesandte Beiträge als kostengünstiges Marketing

Eine wirtschaftlich bessere Alternative und ein gutes Marketingtool stellen deshalb eingesandte Beiträge in Lokal- und Regionalzeitungen dar. Im Gegensatz zu Inseraten werden diese von den Zeitungen in der Regel kostenlos veröffentlicht, sofern sie ein öffentliches Interesse abdecken, wobei letzteres je nach Zeitung unterschiedlich definiert wird.

Bei diesen «Eingesandten» handelt es sich um eine Art von Medienmitteilungen, die aber ungefiltert an die Leserinnen und Leser weitergereicht werden. Damit dies geschieht, ist zunächst das Thema ausschlaggebend. Hier gilt es, das öffentliche Interesse nachzuweisen. Der Wechsel eines Geschäftsleitungsmitglieds erfüllt die Schwelle in der Regel nicht, die Eröffnung einer neuen Filiale an prominenter Lage in der Regel schon. Auch Auftritte an weit entfernten Messen, zu denen die Leserschaft keinen Bezug hat, haben einen schweren Stand, während die Lancierung eines neuen Produkts oder einer neuen Dienstleistung durchaus Chancen hat, wenn der Text ansprechend daherkommt. Ebenfalls sind die Chancen höher, falls schon einmal Inserate geschalten wurden; in einigen Lokalmedien gilt die ungeschriebene Regel, dass nach einigen Inseraten ein kostenloser Text platziert werden darf.

Eingesandte Beiträge als gutes Marketingmittel © Pixabay

Ziel Leserschaft zu informieren

Um erfolgreich einen eingesandten Text zu platzieren, muss dieser gewissen Kriterien entsprechen, denn in der Regel erscheint er im redaktionellen Teil der Zeitung. Wichtig zu beachten ist, dass es dabei nicht um einen Werbetext im klassischen Sinne geht. Es soll nicht ein Produkt oder eine Dienstleistung als «top» beworben werden. Dies unterscheidet das «Eingesandte» auch von einer kostenpflichtigen Publireportage. Vielmehr ist das Ziel, die Leserschaft zu informieren, was das Produkt oder die Dienstleistung ist und wie diese in deren Alltag passen. Auf Superlative ist deshalb zugunsten einer nüchternen, informativen Sprache zu verzichten. Ebenfalls sollte der Leser keinesfalls direkt angesprochen werden. Auf «Ich»-, «Wir»- und «Sie»-Formulierungen wie auch komplexe Fachbegriffe ist deshalb zu verzichten.

Wie bei einer klassischen Medienmittelung ist dem Text ein «Lead» von einigen Sätzen mit den wichtigsten Informationen vorauszustellen, und der Text ist eher kürzer als länger zu halten. Viele Zeitungen sind zudem über eine passende Bebilderung froh, die gleichzeitig mitgeschickt werden sollte – als separater Anhang und nicht nur in der elektronischen Vorlage des Textes. Je einfacher man es der Redaktion macht, den Text und das Bild weiterzuverarbeiten, umso grösser sind die Chancen, dass er auch wirklich erscheint. Ebenfalls steigt das Interesse für solche eingesandten Texte in Zeiten, in denen «wenig los» ist und die Zeitungen ebenfalls gefüllt werden müssen – also zur Ferienzeit, insbesondere im Sommer, und nach längeren Feiertagen.

Keine Werbung, sondern Content

Mit eingesandten Texten können Unternehmen hervorragend über Veränderungen im Produkt-Portfolio, neue Dienstleistungen oder bevorstehende Anlässe berichten. Ebenfalls sind allgemeine Informationen von öffentlichem Interesse, die das Unternehmen betreffen, der Leserschaft aber einen klaren Mehrwert bieten, gerne gesehen. Insofern fällt der eingesandte Text eher in den Bereich des «Content»-Marketings als in jenen der klassischen Werbung. Im Gegensatz zu einer Medienmitteilung richtet sich der eingesandte Text jedoch nicht in erster Linie an die Journalisten und Experten, sondern an die breite Leserschaft. Unternehmen, die regelmässig in der Lokalpresse vertreten sind – durch Inserate, aber eben auch durch eingesandte Texte – kreieren zudem einen Wiedererkennungswert und steigern so ihren Brand.

Wie Unternehmen mit Kunst kommunizieren können

Von Lucia Angela Cavegn

Viele Menschen beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Kunst und Kultur. Man geht ins Theater, gönnt sich ein Konzert oder besucht ein Museum, um sich zu unterhalten und sich weiterzubilden, oder man erwirbt ein Kunstwerk, um damit Privaträume zu schmücken. Als das gewisse Etwas eignet sich Kunst zudem für die interne und externe Unternehmenskommunikation, wie folgende Beispiele aus Winterthur aufzeigen.

Berührungspunkte zwischen Kunst und Unternehmertum

Zwischen Kunst und Unternehmertum gibt es diverse Berührungspunkte mit Potenzial für gemeinsame, kurz- wie auch langfristige Projekte. Sowohl im Unternehmertum wie auch in der Kunst ist Innovation ein wichtiger Erfolgsfaktor, weshalb ein, in Zusammenarbeit mit einer Künstlerin oder einem Künstler entwickelter und durchgeführter Workshop, neue Impulse für kreatives Denken und Teambildung liefern kann. Die Winterthurer Künstlerin Lena Wenger bietet diese spezielle, auf Firmen ausgerichtete Dienstleitung unter dem Namen artforpeople an. Ebenfalls in diesem Bereich tätig ist der Holzbildhauer Erwin Schatzmann, dessen überaus inspirierendes Atelier «Morgenland» einem Gesamtkunstwerk gleichkommt.

Kunst beflügelt die Phantasie: Morgenland-Gesamtkunstwerk von Erwin Schatzmann © Lucia Angela Cavegn

Ein gelungenes Beispiel eines langfristigen Projekts ist das Raiffeisen Kunstforum, eine Ausstellungsplattform, welche die Bank der Künstlergruppe Winterthur seit sieben Jahren in ihrer Filiale am Bahnhofplatz zur Verfügung stellt. Neben gemeinsam organsierten Vernissagen finden im obergeschossigen Ausstellungsraum auch Kundenanlässe statt. Die halbjährlichen, von einer externen Kuratorin konzipierten Wechselausstellungen sind an den Werktagen nachmittags unter der Aufsicht des Bankpersonals öffentlich zugänglich.

Kunst öffnet Türen: Raiffeisenbank am Hauptbahnhof Winterthur © Lucia Angela Cavegn

Mit Kunst nonverbal und empathisch kommunizieren

Anders als der Name vermuten liesse, ist der Technopark Winterthur ebenfalls ein Ort, wo die bildende Kunst präsent ist. Unter dem Titel expolina TECHNOPARK bespielen Kunstschaffende aus dem Umfeld des Technoparks Winterthur jeweils während der Dauer von drei Monaten mit ihren Werken die Wände der Eurest Cafeteria und sorgen damit für Gesprächsstoff sowie ein ansprechendes Ambiente. Die im Aussenbereich platzierte Arbeit des Eisenplastiker-Duos ChrisPierre Labüsch bezieht sich nicht nur auf das Corporate Design des Standorts, sondern war – in Verbindung mit einem 3D-Kurzfilm – Teil einer Performance, die am Weihnachtsanlass 2017 aufgeführt wurde.

Ein geeignetes Medium, um mit Kunst nonverbal und zugleich empathisch zu kommunizieren, sind zudem künstlerische Bildstrecken, welche inhaltlich, wie auch visuell eine gedruckte Publikation, wie beispielsweise den Tagungsband des Swiss Green Economy Symposiums oder die Programmschrift des Musikkollegiums Winterthur bereichern, oder Bildbände wie «Wald & Wunder. Porträts von Wäldern, Wundern und Waldmenschen», ein Buch des Winterthurer Naturfotografen Heinz Staffelbach, das als Kundengeschenk vom VZ VermögensZentrum herausgegeben wurde. Den immaterielle Wert von Kunst nutzte das Unternehmen als Sympathiebonus.

Kunst setzt Akzente: Werk von Chris Pierre Labüsch, Aussenbereich Technopark Winterthur © Lucia Angela Cavegn

Mit Kunst unkonventionell in Erscheinung treten

Im Januar 2018 fand im Winterthurer Hotel Wartmann die erste Ausgabe der zweitätigen Kunstausstellung «Morgenstund hat Kunst im Mund» statt – ein Projekt, das die Schreibende in Zusammenarbeit mit der Szenografin Anita Bättig und dem Hotelinhaber Rolf Wartmann erarbeitete und durchführte. Rund dreissig Künstlerinnen und Künstler bezogen ein Hotelzimmer, um ihre die Masse eines Koffers nicht überschreitenden Kunstwerke feilzubieten und zu übernachten. Das Hotel offerierte die Übernachtung und das gemeinsame Frühstück, zu dem auch das kunstinteressierte Publikum eingeladen war. Im Gegenzug profitierte es von kostenloser PR in Form von Ausstellungshinweisen in den lokalen Medien und mannigfacher Erwähnung in den Social-Media-Postings der Teilnehmenden. Die Verleihung des «Goldenen Zahnbürstchen» an  Alex Zwalen für das originellste Zimmer bildete den krönenden Abschluss der rege besuchten und sehr positiv aufgenommen Veranstaltung. 

Kunst ermöglicht ungewöhnliche Begegnungen: Der Künstler Alex Zwalen malt im Hotelzimmer – Ausstellung «Morgenstund hat Kunst im Mund» im Hotel Wartemann Winterthur © Lucia Angela Cavegn

https://kunstweise.ch/event-reader/morgenstund-hat-kunst-im-mund-347.html

Facebookgruppe «Morgenstund hat Kunst im Mund»

Über die Autorin

Lucia Angela Cavegn (lic. phil. I) bestreitet ihren Lebensunterhalt als freischaffende Kunstpublizistin, Kunst- und Kulturvermittlerin, Ausstellungskuratorin und Gesprächsmoderatorin. Seit Juli 2014 ist sie Mitglied der Kunstkommission der Stadt Winterthur. Ihren Internetauftritt www.kunstweise.ch teilt sie sich mit der Winterthurer Künstlerin Christiane Ghilardi. Zurzeit absolviert sie das CAS-Studium Marketing- und Corporate Communications an der ZHAW und bereitet eine Ausstellung zum Thema «Selbstporträts» für das Museum Rosenegg in Kreuzlingen vor.

Augmented Reality – Die Wunderwaffe des Marketings in der Zukunft?

Betrachtet man den Hype in der Gaming Industrie um die neuen Virtual Reality Brillen, scheint dies eine neue Ära im erleben Virtueller Welten einzuläuten. Jedoch ist das Potential für das Marketing im Moment sehr klein. Virtuelle Welten müssen aufwendig sowie teuer produziert werden und bieten, zumindest wenn Technologien wie Google Card Board genutzt werden, nur wenige Interaktionsmöglichkeiten.

Augmented Reality, welches die reale Welt als Leinwand nutz und mit virtuellen Informationen anreichert, scheint hier ein grösseres Potential zu haben. Inhalte können günstig produziert werden und die entsprechenden Applikationen für Endgeräte in Form mobiler Telefone oder Tablets sind breitflächig vorhanden. Zudem haben die Applikationen einen gewissen „Coolness-Faktor“, stechen also durch ihr User-Interface heraus.

Doch was ist das Potential für das Marketing für diese Technologie?

Augmented Reality ist nicht wirklich etwas Neues. Schon in den 50er Jahren gab es wissenschaftliche Publikationen mit spannenden Ideen zu Augmented Reality. Speziell in den 90er Jahren in den USA wurde dieser Technologie ein grosses Potential zugeschrieben und viele Einsatzszenarien, speziell in der Serviceindustrie, im Maschinenbau oder in der Lehre, wurden schon damals entwickelt. Was fehlte waren einsprechende mobile Endgeräte. Ein Problem, das heute gelöst ist.

Jedes moderne Smartphone ist in der Lage virtuelle Objekte in der mit der eigenen Kamera aufgenommenen Umgebung darzustellen. Produkte wie Google Glass als Transfertechnologie erlaubt die Darstellung dieser Objekte direkt vor dem Auge über Technologien wie Head-up-displays oder Eye glasses. Endgeräte sind somit verfügbar und die Entwicklung geht noch weiter. Erste Kontaktlinsen mit Displayfunktion sind verfügbar, wenn auch bisher nur im medizinischen Bereich.

Viele Industrien experimentieren mit der Technologie, um z.B. Techniker bei der Reparatur oder Überprüfung zu unterstützen sowie um Navigationssysteme anzureichern. Aber auch im Marketing gab und gibt es einige Aktivitäten.

Über die letzten Jahre gab es einige Marketing Kampagnen, welche Augement Reality nutzen. Es scheint, dass Augmented Reality nur einen geringen Nutzen für Marketingaktivitäten hat, da bisher keine breitflächige Adaption erfolgte.

Woran liegt das? Ist die Technologie für das Marketing ungeeignet oder verstehen die Marketingbereiche nicht, wie sie die Technologie einsetzen können?

Um speziell die letzte Frage beantworten zu können haben Dr. Roger Seiler und ich die bekanntesten Augmented Reality Marketingkampagnen hinsichtlich ihres Einsatz-Szenarios untersucht. Um dies über den gesamten marketingunterstützen Sales-Prozess zu tun, haben wir das AIDA um den Bereich After Sales erweitert.

Untitled

Analysiert man nun, welche Phasen durch die entsprechenden Kampagnen unterstützt werden, gibt es einen klaren Fokus auf „Awareness“ und „Interest“. Dabei steht nicht die Motivation zum Kauf eines Produktes im Vordergrund, vielmehr geht es um die Positionierung der Marke oder des Unternehmens.

Untitled2

In den letzten beiden Jahren, wurde dann der Fokus um die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung erweitert. Aber auch hier fehlt oft die direkte Anbindung an Vertriebssysteme, welche eine integrale, technologiegestützte Kundenbeziehung verunmöglichen.

Dies ist eine Entwicklung, wie sie auch im Social Media Bereich zu beobachten war. Was bei vielen Kampagnen zu fehlen scheint, ist der direkte Bezug zum Vertrieb. Damit fehlt ein entscheidender Treiber für eine Nutzung von Augmented Reality im Marketing.

Aber wie kann Augmented Reality genutzt werden um alle Phasen des AIDAA Modells zu unterstützen? Welche Erfolgsfaktoren gibt es, speziell für KMUs? Wie können solche Kampagnen kostengünstig aufgesetzt und abgewickelt werden? Und nicht zuletzt, welche Technologien sind verfügbar?

Diese und weitere Fragen möchten wir in Zukunft verstärkt betrachten. Haben Sie schon einmal eine Augmented App wie Blippar oder Layar genutzt? Was waren Ihre Erfahrungen und welches Potential sehen Sie für das Marketing? Lassen Sie uns wissen, wie Sie dem Thema gegenüberstehen!

Publizieren an der Hochschule: von Rittersmannen und Knappen

Hochschulen sind spezielle Organisationen. Sie funktionieren gemäss der Ordnung von geheimnisvollen Ritualen. Aussenstehende durchschauen diese kaum und Innenstehende meist auch nicht wirklich. Publikationen sind ein solches geheimnisvolles Ritual. Dazu dieser Beitrag.

In einer Hochschule gibt es zwei Klassen von Personen: AQ und PQ. Die AQ sind Academically Qualified – also Theoretiker – und die PQ sind Professionally Qualified – also Praktiker. Die Hierarchie ist sehr strikte. AQ sind die Rittersmannen und die anderen sind eben die Knappen. Den König lassen wir beiseite, denn der spielt sowieso in einer anderen Liga. Das Volk (die Studierenden und die Angestellten) dient als Hintergrund und sollte im richtigen Moment ehrfurchtsvoll raunen.

Für die Rittersmannen (die AQ) sind die eingangs erwähnten Publikationen wichtig. Bei diesen Publikationen gibt es eine strikte Hierarchie. Gemäss Ritualordnung gibt es ein Punktesystem, das über die Grenze zwischen Rittersmannen und Knappen urteilt. Für diese Publikationen gibt es den Geheimcode mit Buchstaben von A bis E. Englisch ausgesprochen, versteht sich; an Hochschulen spricht man im Gegensatz zum Mittelalter eben Englisch. A bedeutet sehr viel Ehre und E verursacht Stirnrunzeln beim Volk. Zur Bedeutung sei folgendes offen gelegt. A bedeutet „almost nobody reads it“. Die Publikation ist also so kompliziert geschrieben, dass fast niemand sie lesen kann (nur die Eingeweihten). B ist etwas einfacher: „but a few read it“. Nur wenige können es lesen, aber immerhin. C heisst dann: „crowds read it“. Viele können so etwas lesen – also auch die Knappen und das Volk – folglich kann es akademisch nicht wirklich wertvoll sein. Und so geht es weiter bis zum Buchstaben E, der bedeutet: „everybody reads it“. Das Volk liest dieses Zeugs und es kann akademisch keinen Wert haben. Heute würde das etwa im ‚20 Minuten‘ stehen. Das gab es im Mittelalter aber noch nicht.

Beim nächsten lesen einer akademischen Publikation dürfen Sie also getrost mit Schiller fragen:

„Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp, zu tauchen in diesen Schlund?“

Es gilt jedoch zu bedenken, dass der König einen goldenen Becher – also etwas sehr Wertvolles – hinabgeworfen hat. Dies Wertvolle gilt es zu heben und also wird fleissig publiziert! Die Rittersmannen versuchen sich höhere Hierarchiestufen (Punkte aus den Publikationen) zu erkämpfen. Die Knappen versuchen, in den Rang der Rittersmannen aufgenommen zu werden. Meistens finden die Rittersmannen dann doch, dass noch ein Rüstungsteil fehlt und der Knappe nicht in den Elfenbeinturm aufgenommen werden kann.