Wenn das Graffiti nicht wächst und Brezeln in Wädenswil zu reden geben

Das Experiment mit dem Moos Graffiti (Blogbeitrag vom 20. Juli 2012) hat nicht funktioniert. Bisanhin konnte mir niemand sagen, warum es gescheitert ist und wir keinen Mooswuchs an den Wänden verzeichnen konnten. Ist es ein Problem mit der Rezeptur? Liegt es an der Sorte des Mooses oder war der Untergrund nicht perfekt? Weder Pflanzenexperten, Biologen noch Kommunikationsexperten konnten Tipps gegeben, wie wir diese Art des ökologischen Werbens realisieren könnten. Leider. Einen Kommentar haben wir jedoch erhalten und die Tipps darin werden wir in den nächsten Wochen gleich ausprobieren.

In der Zwischenzeit bin ich auf eine andere Graffiti Alternative gestossen: Reverse-Graffiti. Was man benötig ist ein Hochdruckreiniger und eine Schablone.

Reverse Graffiti in der Schweiz? Ja! In Wädenswil hat sich Jemand die Arbeit gemacht und an zahlreiche Wände einen Brezel „gereinigt“. Ob es mit dem hiesigen Okoberfest zu tun hat oder mit der Neueröffnung einer Bäckerei, bleibt allerdings offen und spannend. Passen würde auch ein neuer Brezelkönig-Stand. Der Brezelkönig wirbt ja damit, dass man ihr Logo essen kann. Im unten stehenden Youtube-Video ist ein Lastwagen mit dem Logo der sivex GmbH. Die Event-Agentur bietet alternative Werbemöglichkeiten an, um Veranstaltungen publik zu machen. Nur bleibt dann die Frage offen, warum in Wädenswil überall Brezeln zu sehen sind? Das Logo im Bild oben wurde nämlich erst entdeckt, als das Oktoberfest schon vorbei war… Wir werden mal versuchen, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen!

Haben Sie auch schon eine dieser Graffitis gesehen oder einen Tipp für unser Moos-Graffiti? Oder weiss Jemand, warum in Wädenswil die Brezeln ausgebrochen sind? Wir freuen uns auf Inputs.

Sustainable Communication – wenn das Graffiti wächst (oder auch nicht)

Die Frage, ob man mit „grünen“  Werbeartikeln glaubwürdig kommunizieren kann, haben wir uns im letzten Herbst schon einmal gestellt. Nach eher ernüchtender Antwort habe ich nach weiteren Alternativen gesucht…

… und gefunden. Green Graffiti hat sich zum Ziel gesetzt, weltweiter Markführer in Sachen nachhaltiger Kommunikation zu werden.

„Was, wenn wir eine Schablone auf den Boden legen und durch Beseitigung der Verschmutzungen eine Nachricht erzeugen?“ hat sich der Gründer gefragt und die Idee von GreenGraffiti wurde geboren. Mehr zur Geschichte hier. Mittlerweile bietet das Unternehmen Lösugen von Schnee Graffiti, Kreide und Milkpaint Graffiti, Reverse Graffiti oder Sand Graffiti an. So können Unternehmen oder auch Gemeinden ihre Werbebotschaften auf „…sichtbare, greifbare und erkennbare Art und Weise…“ ins rechte Licht rücken und „…einen wirtschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Mehrwert für Ihre Marke“ generieren.

Die „grüne“ Art zu Werben hat mich fasziniert und ich wollte wissen, wie ein Moos-Graffiti funktioniert und was es für eine Wirkung hat. Anleitungen im Internet gibt es einige – ich habe mich an diese gehalten.

Moos-Ernte

Bei der Moos-Ernte haben wir uns an die Anweisungen gehalten und Moos aus Pflasterfugen verwendet, da dieses besonders zäh und lebenswillig sein soll.

Mix aus Moos, Zucker und Joghurt

Die „Verschwendung“ von Nahrungsmittel für Werbezwecke hat mich in einen ethischen Konflikt gebracht. Der Gedanke an ein chemiefreies und umweltfreundliches Werbemittel hat jedoch zum Weitermachen angetrieben. Die Suche nach einer Wand hat sich als Herausforderung erwiesen. Schattig und feucht sollte sie sein. Wir haben entgegen der Anweisung für diesen Test einen weniger prominenten Ort gewählt, um allfällige Beschwerden aus der Nachbarschaft aus dem Weg zu gehen.

das Moos Graffiti wird angebracht

Vor genau 2 Monaten haben wir das Moos püriert und an verschiendene Mauern gestrichen. Leider ist nicht gewachsen und hat nicht für Aufsehen gesorgt. An machen Stellen ist es gar ganz verschwunden oder existiert noch immer als hellbrauner, lehmartiger Schriftzug. Schade.

Das Moos Graffiti nach 2 Monaten

Was lief falsch? Hat Jemand schon ein Moos-Graffiti erfolgreich unter die Leute bzw. an die Wand gebracht?