«Digital Marketing ist für uns unverzichtbar»

Roman Probst, Absolvent des CAS Digital Marketing

Roman Probst, Absolvent des CAS Digital Marketing

Ein gut orchestrierter Einsatz von digitalen Marketing-Instrumenten ist heute für viele KMU längst keine Kür mehr, sondern vielmehr Pflicht, um sich im Wettbewerb um die Gunst der Kunden zu behaupten. Roman Probst, Geschäftsführer der TRANSLATION-PROBST AG und Absolvent des CAS Digital Marketing, erzählt, wie sein Unternehmen die interaktiven Instrumente für die Kundengewinnung und -bindung einsetzt. Weiterlesen

«Sie lernen digitale Marketing-Instrumente so einzusetzen, dass sie auf übergeordnete Marketing-Ziele einzahlen»

Sandro Graf und Armin Ledergerber, beide verantwortlich für den CAS Digital Marketing an der ZHAW, erläutern im folgenden Video die Besonderheiten des Studiengangs. Dabei streichen sie insbesondere die hohe strategische Orientierung der vermittelten Inhalte und die holistische Betrachtung von Digital Marketing („klassisch“ digitales Marketing und Social Media) hervor. Zudem zeichnet sich der Studiengang dadurch aus, dass auch innerbetrieblichen Aspekten wie Digital Governance, Change Management und Empowerment der Mitarbeitenden eine hohe Bedeutung zugemessen wird. Denn nur wenn das Unternehmen und die Mitarbeitenden selbst verstehen, was der digitale Wandel für das Unternehmen bedeutet, lässt sich das Potenzial der Interaktivität in der Kundenbeziehung erschliessen.

Zudem beantworten Sandro Graf und Armin Ledergerber im Video Fragen zur internationalen Anerkennung des Abschlusses, zu den Teilnehmenden im CAS Digital Marketing und zu den Perspektiven nach Abschluss des Studiengangs.

Gerne stehen Ihnen Sandro Graf und Armin Ledergerber auch für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir beraten Sie gerne!

Publizieren an der Hochschule: von Rittersmannen und Knappen

Hochschulen sind spezielle Organisationen. Sie funktionieren gemäss der Ordnung von geheimnisvollen Ritualen. Aussenstehende durchschauen diese kaum und Innenstehende meist auch nicht wirklich. Publikationen sind ein solches geheimnisvolles Ritual. Dazu dieser Beitrag.

In einer Hochschule gibt es zwei Klassen von Personen: AQ und PQ. Die AQ sind Academically Qualified – also Theoretiker – und die PQ sind Professionally Qualified – also Praktiker. Die Hierarchie ist sehr strikte. AQ sind die Rittersmannen und die anderen sind eben die Knappen. Den König lassen wir beiseite, denn der spielt sowieso in einer anderen Liga. Das Volk (die Studierenden und die Angestellten) dient als Hintergrund und sollte im richtigen Moment ehrfurchtsvoll raunen.

Für die Rittersmannen (die AQ) sind die eingangs erwähnten Publikationen wichtig. Bei diesen Publikationen gibt es eine strikte Hierarchie. Gemäss Ritualordnung gibt es ein Punktesystem, das über die Grenze zwischen Rittersmannen und Knappen urteilt. Für diese Publikationen gibt es den Geheimcode mit Buchstaben von A bis E. Englisch ausgesprochen, versteht sich; an Hochschulen spricht man im Gegensatz zum Mittelalter eben Englisch. A bedeutet sehr viel Ehre und E verursacht Stirnrunzeln beim Volk. Zur Bedeutung sei folgendes offen gelegt. A bedeutet „almost nobody reads it“. Die Publikation ist also so kompliziert geschrieben, dass fast niemand sie lesen kann (nur die Eingeweihten). B ist etwas einfacher: „but a few read it“. Nur wenige können es lesen, aber immerhin. C heisst dann: „crowds read it“. Viele können so etwas lesen – also auch die Knappen und das Volk – folglich kann es akademisch nicht wirklich wertvoll sein. Und so geht es weiter bis zum Buchstaben E, der bedeutet: „everybody reads it“. Das Volk liest dieses Zeugs und es kann akademisch keinen Wert haben. Heute würde das etwa im ‚20 Minuten‘ stehen. Das gab es im Mittelalter aber noch nicht.

Beim nächsten lesen einer akademischen Publikation dürfen Sie also getrost mit Schiller fragen:

„Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp, zu tauchen in diesen Schlund?“

Es gilt jedoch zu bedenken, dass der König einen goldenen Becher – also etwas sehr Wertvolles – hinabgeworfen hat. Dies Wertvolle gilt es zu heben und also wird fleissig publiziert! Die Rittersmannen versuchen sich höhere Hierarchiestufen (Punkte aus den Publikationen) zu erkämpfen. Die Knappen versuchen, in den Rang der Rittersmannen aufgenommen zu werden. Meistens finden die Rittersmannen dann doch, dass noch ein Rüstungsteil fehlt und der Knappe nicht in den Elfenbeinturm aufgenommen werden kann.