Neuer Professor am Institut für Marketing Management

Das Institut für Marketing Management vereint unter sich ein Team, das alle relevanten Marketingbereiche abdecken kann. Die Dozenten sind durch hohe Fachkenntnis, aber auch durch viel Praxiserfahrung gekennzeichnet. Umso mehr freut es, wenn die Leistung der einzelnen Mitglieder honoriert wird. So geschehen bei Dr. Rainer Fuchs, dem der Titel eines Professors ZFH verliehen worden ist.

Prof. Dr. Fuchs, wie haben Sie auf die Nachricht reagiert, dass Sie nun Professor werden?

So eine Nachricht kommt nicht aus heiterem Himmel. Sie ist viel mehr das Ende eines Prozesses, in dem anhand von Publikationen, Forschungsergebnissen und Lehrevaluationen geprüft wird, ob man diesen Titel vom Fachhochschulrat verliehen bekommt. Dennoch ist man in dem Moment, in dem man die Nachricht von Schulleiter überbracht bekommt, natürlich erfreut und auch ein kleines bisschen stolz…

Wie wichtig ist dieser Titel für Sie persönlich, aber auch für das Institut für Marketing Management?

Die mit einem Professorentitel verbundene Reputation kann helfen, Türen zu öffnen. Sei es für Forschungskooperationen mit anderen namhaften Hochschulen, oder für interessante Projekte, in denen wir Unternehmen wissenschaftlich fundiert bei ihren praktischen Herausforderungen helfen. Für unser Institut spiegelt die Vergabe des Titels insbesondere das Wachstum der letzten Jahre wieder. Wir sind nicht nur personell grösser, sondern auch in den Themen viel breiter geworden.

Welche Fachbereiche decken Sie innerhalb des Instituts ab?

Meine Fachstelle, das Product Management Center, beschäftigt sich mit dem Management von Leistungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Dieser beginnt mit der Identifikation eines Kundenbedürfnisses, erstreckt sich über die Entwicklungs-, Einführungs- und Nutzungsphase und endet mit dem Rückzug des Produktes aus dem Markt – und hoffentlich der Einführung des Nachfolgeproduktes. Im Zeitalter der Digitalisierung liegt hierbei der Schwerpunkt auf der Erzeugung und Nutzung produktbezogener Daten aus allen Phasen des Lebenszyklus – dem Digitalen Zwilling des Produktes.

Prof. Dr. Rainer Fuchs deckt wichtige Bereiche am Institut für Marketing Management ab

 

Die ZHAW ist bekannt für ihre praktische Ausrichtung. Hier gibt es nicht nur Akademiker, sondern auch Praktiker. Aus Ihrer Sicht, wie bedeutend ist diese Mischung?

Sie ist die Grundlage unseres Erfolges in Lehre, Forschung und Dienstleistung! Unsere Forschungs- und Projektpartner schätzen, dass wir nicht nur aktuellste Forschungsmethoden und Ergebnisse einbringen können, sondern gleichzeitig den Bezug zur praktischen Umsetzbarkeit herstellen können. Aus persönlicher Sicht kann ich sagen, dass diese Mischung für mich das Salz in der Suppe meiner Arbeit ist.

Das Institut für Marketing Management ist sehr breit aufgestellt und auch in der Weiterbildung aktiv. Kommen auch Erwachsene in den Genuss von Prof. Dr. Fuchs?

Ja, natürlich. Die Weiterbildung stellt für uns Dozenten die Champions League der Lehre dar: Hier wird man als Lehrender einerseits besonders gefordert, die praktische Übertragbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse herauszustellen. Anderseits lerne ich auch jedes Wochenende wieder aufs Neue von unseren Kursteilnehmern, was ihre Herausforderungen sind und was sie benötigen, um mit ihnen klar zu kommen. Das lasse ich mir nicht entgehen!

Zum Schluss, was gefällt Ihnen besonders am Institut für Marketing Management und an der ZHAW?

Meine Kolleginnen und Kollegen. Ich glaube wir haben eine ganz gute Mischung an Experten verschiedensten Hintergrundes: Vollblut-Marketeers, Psychologen, Kommunikationswissenschaftler, Naturwissenschaftler und Ingenieure. Das ergänzt sich fachlich sehr gut, und letztendlich sind es die Menschen, die das Institut ausmachen.

 

Das ganze Team des Instituts für Marketing Management gratuliert Prof. Dr. Rainer Fuchs ganz herzlich und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg!

F&E-Projektförderung für KMU – KTI-Innovationschecks in Zusammenarbeit mit dem ZMM

KMU können mit sehr wenig administrativem Aufwand Forschungsleistungen von der KTI finanziert bekommen. Die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) unterstützt anwenderorientierte Forschung und Entwicklung, die Promotion des Unternehmertums und den Aufbau von Jungunternehmen. In einer erneuten Vergaberunde der Innovationschecks können KMU ihre Gesuche für eine Projektförderung in der Höhe von maximal 7‘500 Franken eingeben. Das ZMM unterstützt als Projektpartner auch die Antragsformulierung.

Neben umfangreichen Projekteingaben, stellt die KTI für den „leichten Einstieg“ seit 2011 Innovationsschecks zur Verfügung, die insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bestimmt sind, die bisher noch nicht in wissenschaftsbasierte Innovationsprojekte investiert haben. Ziel ist es, den Wissens- und Technologietransfer zwischen Forschungsinstitutionen und der Wirtschaft zu verstärken. Das ZMM hat bereits sehr positive Erfahrungen mit Innovationsschecks gemacht und durfte 2011 TVT und ec4u bei ihrer Forschung unterstützen.

Mit dieser Möglichkeit sollen KMU bei der Planung und Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte, Herstellungsverfahren oder Dienstleistungen unterstützt werden und der Anreiz geschaffen werden, vermehrt mit Forschungsinstitution zusammen zu arbeiten.

Mit dem Innovationsscheck können Unternehmen F&E-Leistungen von öffentlichen Forschungsinstitutionen wie dem Zentrum für Marketing Management der ZHAW in der Höhe von maximal 7‘500 Franken beziehen. Das ZMM unterstützt als anwendungsorientierte Forschungsinstitution Unternehmen auch die Antragsformulierung. Die Anträge müssen bis zum 14. Dezember gestellt werden (allerdings Vergabe solange der Vorrat reicht).

Weitere Informationen zur KTI und den Innovationsschecks finden sich hier.

Bei Interesse melden Sie sich bei Dr. Frank Hannich, stv. Zentrumsleiter. Die Mitarbeiter des Zentrums für Marketing Management freuen sich auf spannende Projekte.

Hybride beackern die Städte – Trend Urban Farming

Ein Beitrag von Marilena Palmisano und Christian Wohler, beide wissenschaftliche Mitarbeitende am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (Zentrum Hortikultur, Fachstelle Spezialkulturen) und Verena Berger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Marketing Management:

Es vergeht kaum ein Tag ohne dass uns die Medien an den avancierenden Megatrend Urban Farming erinnern. Zurzeit gärtnert jeder ein bisschen, ob in den Genossenschaften Ortoloco, Agrico, Dunkelhölzli, Stadtlandnetz, Wädichörbli oder einfach vor der eigenen Haustüre – «meh Dräck» ist angesagt.

www.urbangardensweb.com


Urban Farming
oder Urban Gardening ist IN. Der Städter von heute fährt nach dem Feierabend auf das genossenschaftlich organisierte Ackerfeld oder den Gemeinschaftsgarten und jätet bis er müde und zufrieden ist. Der Biss in seine selbst angebaute Tomate lässt jeden Schmerz vergessen und sie gibt ihm Recht – das heiss begehrte Feierabendbier weicht dem „grünen Work-out“.

Früher traf man sich noch im eigenen oder in Nachbars Garten, heute organisiert man sich in urbanen Farmen zum gemeinschaftlichen Gärtnern – grüne Oasen inmitten der urbanen Hektik. Sich selbst zu versorgen steht nicht im Vordergrund, viel mehr möchte der urbane Farmer mit Gleichgesinnten etwas gesundes, naturnahes, frisches, ökologisches säen, die Zöglinge hegen und pflegen und sie schliesslich verkosten.

Was treibt so viele Städter plötzlich auf das Feld? Medienberichte über Label und deren Schwindel verwirren und verunsichern die Konsumenten zunehmend. Einkaufen beim Grossverteiler oder Detaillisten ist daher für einige nur noch eine Alternative. Back to the roots – sich mit den essentiellen Dingen des Lebens – der Nahrung – zu beschäftigen, scheint wieder IN zu sein.

Was heisst dieser Trend eigentlich für das Ansehen Schweizer Landwirtschaft? Was sucht der freakige Stadt-Banker nach Feierabend? Den harten Alltag unserer Bauern oder die schöne heile Welt der Bauernromantik? Für viele ist der «Landwirt» doch eigentlich eine rural oder periurban[1] angesiedelte Spezies, die auf der roten Liste zu finden ist, häufig assoziiert mit den negativen Klischees des stinkenden, umweltverpestenden, tierquälerischen und subventionsfressenden Berufsstands. Weiterlesen