Sustainability Workshop SNMF12

«Die Sprache des besseren Produkts – Wie Design für Nachhaltigkeit funktioniert!» Unter diesem Titel haben Mathias Müller (S2 Sustainability Strategies, The Natural Step, Schweiz) und Albin Kälin (epea Switzerland) das Konzept The Natural Step und Cradle to Cradle vorgestellt und die interessierten Teilnehmer inspiriert, schockiert, motiviert – zu neuem Denken und Handeln angeregt: Cycling statt Recycling.

Am Anfang steht das Marketingverständnis. Marketing ist nicht nur Branding und Kommunikation. Marketing fängt an beim Produktverständnis und einem Nutzen für den Kunden.

Wenn alle Menschen auf der Erde so leben würden wie wir hier in der Schweiz, dann bräuchte es die Ressourcen von 2,8 Planeten. Der grösste Teil der Umweltbelastungen entsteht durchs Wohnen (32%), durch die Ernährung (33%) und die private Mobilität (13%) (Quelle). Kurz gesagt: Wir brauchen zu viel Ressourcen und Energie. Verzicht, Sparsamkeit und Einschränkungen in Zusammenhang mit dem jetzigen Lebensstandard sind für die meisten keine Alternative. Wie aber schaffen wir es nun in Zukunft den zunehmenden Bedarf an Ressourcen in Einklang mit dem Ökosystem zu bringen? Eine Möglichkeit findet sich in der Definition des Nachhaltigkeitsansatzes von The Natural Step. Die 4 Systembedingungen sind sozusagen auch als eine Gebrauchsanweisung für unseren Planeten zu sehen:

Fakt ist, dass die Qualität unserer Produkte, und darunter fallen auch Produkte des luxuriösen Lebensstils wie iPhone oder Porsche, kontinuierlich abnimmt. Auch wenn wir uns vorstellen, dass alle Produkte, also auch die, die nicht im Meer schwimmen und dort in Fischmägen wieder auf den Tisch kommen, recycelt werden, nimmt die Qualität dieser Rohstoffe durch Recycling ab (Downcycling). Weiterlesen