Kommunikationsklinik: Schnelle Hilfe für KMU in Krisenzeiten

Wie vermittelt man der Belegschaft Kurzarbeit? Wie informiert man die Kunden, dass man trotz Krise geöffnet hat? Und sollen laufende Marketingkampagnen gestoppt werden? Die Corona-Krise fordert viele Unternehmen kommunikativ heraus. Mit dem neulancierten Angebot der «Kommunikationsklinik» will die Fachstelle für Communication & Branding des Instituts für Marketing Management an der ZHAW insbesondere KMUs unter die Arme greifen, damit diese die Krise zumindest kommunikativ unbeschadet überstehen.

Die Corona-Krise trifft die schweizerische Wirtschaft hart. Viele kleine und mittlere Unternehmen sind gezwungen, entweder ihre Dienstleistungen ganz einzustellen oder aufgrund der geänderten Auftragslage auf Kurzarbeit umzustellen bzw. ihren Personalbestand zu reduzieren. Die langfristigen Folgen für die Wirtschaft, aber auch für die Unternehmen sind aktuell schwer abschätzbar.

Klar ist indes, dass sich viele KMUs mit kommunikations- und marketingtechnischen Herausforderungen konfrontiert sehen, die sie bisher nicht kannten. Vielfältige Fragen stehen an: Wie informiert man die Belegschaft über Kurzarbeit? Wie lässt man die Kunden wissen, dass das eigene Geschäft immer noch geöffnet hat? Über welche Entwicklungen im Betrieb muss man proaktiv informieren? Und welche geplanten Marketingkampagnen sollte man nun stoppen?

Neues Angebot: die Kommunikationsklinik

Die Fachstelle für Communication & Branding des Instituts für Marketing Management will in dieser schweren Zeit KMU-Betrieben, die sich mit solchen Herausforderungen konfrontiert sehen, unter die Arme greifen und hat dazu ein neues Angebot lanciert: Im Rahmen der «Kommunikationsklinik» stellen die Experten der Fachstelle ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zur Verfügung, um die Unternehmen in konkreten Kommunikations- und Marketingfragen zu beraten. Das Angebot ist kostenlos und richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen und Organisationen, die in der jetzigen Krisenzeit herausgefordert sind und konkrete Kommunikationsmassnahmen ergreifen müssen, gleichzeitig aber nicht die Mittel haben, die grossen Agenturen mit der Krisenkommunikation zu beauftragen.

Die Kommunikationsklinik bietet in Form von rund einstündigen Online-Coachings Unterstützung in allen Kommunikationsanliegen an, die mit der aktuellen Krise in Zusammenhang stehen. Dabei kann es um interne wie auch um externe Kommunikationsmassnahmen gehen, aber auch um kommunikative Herausforderungen für Zeit nach der Krise. Denn auch auf diese gilt es, sich jetzt schon vorzubereiten.

Die Kommunikationsklinik – schnelle kommunikative Hilfe für KMUs © Pixabay

Unkomplizierte und rasche Hilfestellung

Konkret melden sich die Unternehmen mittels eines Emails an, in welchem sie neben einigen Angaben zu ihren Betrieben auch die konkreten Problem- und Fragestellungen, mit denen sie sich aktuell konfrontiert sehen, schildern. Ebenfalls sollten sie angeben, ob es sich um eine zeitlich dringliche Anfrage handelt.

Nach Eingang des Beratungsgesuchs werden die Unternehmen kontaktiert und ein Beratungstermin wird festgesetzt. «Wir wollen den KMUs in dieser schwierigen Zeit unkompliziert und rasch helfen, mit denen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen», erklärt Dr. Adrienne Suvada, Leiterin der Fachstelle für Communication & Branding. «Wir werden uns wirklich bemühen, alle Anfragen so rasch wie möglich zu bearbeiten, doch je nach Andrang kann es auch Wartelisten geben.»

Kontaktemails für die Kommunikationsklinik:

Dr. Adrienne Suvada: adrienne.suvada@zhaw.ch

Dr. Adis Merdzanovic: adis.merdzanovic@zhaw.ch

https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/ueber-uns/fachstellen/communication-branding/kommunikationsklinik/

Herausforderungen in der Kommunikation und im Marketing beim CAS MCC

Nach den Sommerferien starteten diverse Weiterbildungslehrgänge, darunter auch der CAS Marketing- & Corporate Communications. Gleich am ersten Kurstag wurden die aktuellen Herausforderungen in diesen Bereichen thematisiert. Nicht nur das Marketing, auch die Kommunikation wandelt sich. Die beiden Disziplinen gehen mehr und mehr ineinander über und müssen sich den veränderten Rahmenbedingungen stellen. Es gilt also nicht nur die bekannten Theorien zu rekapitulieren, sondern die Teilnehmenden sollen auf die nächsten Jahre vorbereitet werden.

Die gedruckte Ausgabe als Plus

Kommunikation ist immer auch mit Medien verbunden. Hier gibt es weitreichende Veränderungen. Journalisten von heute müssen unter anderen Arbeitsbedingungen wirken, als früher. Reicht daher eine normale Medienmitteilung noch aus? Ist das überhaupt das richtige Zielpublikum und wie steht es denn mit den Printmedien? Das waren einige der Fragen, die behandelt wurden. Dazu wurde auch ein Branchenexperte geholt, der sehr offen von seinen Erfahrungen berichtet hat: Dr. Matthias Ackeret, der Verleger und Chefredaktor des Magazins persönlich ist. Er berichtete sehr humorvoll warum er als promovierter Jurist schliesslich im Journalismus gelandet ist, und warum sein Magazin immer noch in Printform erscheint. Das Branchenmagazin persönlich verbindet digital mit Print und setzt ganz bewusst auf die gedruckte Ausgabe. Ein online Interview wird anders wahrgenommen, als wenn man sich in der gedruckten Ausgabe bewundern kann. 

Dr. Matthias Ackeret erzählte von seinen Erfahrungen und gab Tipps für die Kommunikationsverantwortlichen © Tania Kiarostami

Mut in der Kommunikationsbranche

Ein weiteres Thema, das intensiv diskutiert wurde, war die Rolle der Kommunikationsverantwortlichen. Waren früher Interviews selten ein Problem, so muss heute fast schon jedes Wort gefühlt dreimal durch die Presseabteilung. Korrekt wiedergegebene Aussagen werden redigiert und angepasst. Leider geht so die Persönlichkeit und die Spontaneität etwas verloren. Des Weiteren wurden die Medienmitteilungen erwähnt, die schon fast wie fixfertige Werbetexte aussehen. Natürlich will jeder sein Produkt oder seine Dienstleistung im schönsten Licht erscheinen lassen, journalistisch verwertbar sind solche Texte meist nicht. Was kann man also den heutigen Kommunikationsverantwortlichen als Tipp mitgeben? Authentisch sein und zwar in jeder Form, Verständnis haben für die Medienschaffenden und manchmal gewisse Dinge einfach tun. So wie Dr. Ackeret, der zum Beispiel mit seinen Tele Blocher Videos eine Erfolgsgeschichte kreiert hat, von der niemand gedacht hat, das sie über so viele Jahre andauert. Der CAS Marketing- & Corporate Communications will das nötige Rüstzeug mitgeben, um ebenfalls Erfolgsgeschichten schreiben zu können. Durch diesen spannenden Besuch, konnte bereits ein erster Stein gesetzt werden.

Das Branchenmagazin persönlich als Erfolgsstory © Tania Kiarostami

https://weiterbildung.zhaw.ch/de/school-of-management-and-law/programm/cas-marketing-corporate-communications.html

Erfolgreicher Abschluss des CAS Marketing- & Corporate Communications

Weiterbildungen sind in Zeiten des lebenslangen Lernens sehr beliebt. So auch der CAS Marketing- & Corporate Communications, der Kommunikation und Marketing kombiniert. Für die Teilnehmenden war es eine spannende und intensive Zeit, die mit den Abschlusspräsentationen gekrönt worden ist. In zweier Teams mussten die Teilnehmenden ein Kommunikations- oder Marketingkonzept erstellen und dies dann der Klasse präsentieren. Anwesend war auch ein Überraschungsgast, der durchaus kritische Fragen stellte und damit für zusätzliche Nervosität sorgte.

Erfolgreicher Abschluss des CAS MCC © Anna Rozumowski

Abschlusspräsentationen als wichtiges Element

Die Klasse hat souverän präsentiert und spannende Konzepte aus diversen Unternehmen vorgestellt. Von der kleinen Einzelfirma über den Verein, bis zum Grosskonzern war alles vertreten und die Vielfalt der Marketingkommunikation konnte überzeugend dargestellt werden. Insgesamt ein mehr als gelungener Abschluss dieses Lehrgangs. „Die Abschlusspräsentationen sind für uns keine Alibiübung, sondern sind ein Teil der Ausbildung. Sie simulieren Situationen, die tatsächlich entstehen könnten. Es reicht daher nicht, wenn man eine gute Idee hat, man muss sie auch entsprechend präsentieren„, meint die Studiengangleiterin Dr. Adrienne Suvada.

Das Abschlussbild der CAS MCC Klasse © Anna Rozumowski

Der CAS Marketing- & Corporate Communications war auch für die Dozenten eine interessante Aufgabe. Die Teilnehmenden mit ihren verschiedenen Hintergründen waren eine Bereicherung, forderten aber auch viel ab. Das wertvolle Feedback fliesst in die nächsten Durchführungen ein, so dass der CAS selbst immer genügend Spannung bereithält.

Bereits nach den Sommerferien startet der nächste CAS Marketing- & Corporate Communications und zwar am 17. August 2018. Es gilt schnell zu sein, denn die Plätze sind limitiert. Weitere Informationen findet man auf folgender Seite: https://weiterbildung.zhaw.ch/de/school-of-management-and-law/programm/cas-marketing-corporate-communications.html