Brainfood – gesunde Ernährung im Alltag

Nahrung für das Gehirn bekommen wir einerseits durch spannende Gespräche, interessante Lektüre und praktischer Anwendung unseres Wissens. Um jedoch gesund und fit zu bleiben, müssen wir uns auch gesund ernähren – wir brauchen Brainfood!

Ich beschäftige mich schon länger mit gesunder Ernährung, jedoch bin auch ich zunehmend verwirrt wegen dem vorherrschenden Label-Wahnsinn und der für Laien oft undurchschaubaren Zutaten-Listen. Seit ich Kinder habe, wurde die Ernährung noch einmal sehr viel wichtiger für mich – jedoch fehlt uns im Alltag oft die Zeit für ausgedehnte Einkäufe und und die detaillierte Auseinandersetzung mit Inhaltsstoffen, deren Herkunft und Auswirkungen auf Gesundhet und Umwelt. Es musste also eine pragmatische Lösung her, welche für alle Familienmitglieder stimmt und uns gesunde Energie für den Alltag liefert. Ebenfalls ein wichtiger Punkt: wir wollen keine Lebensmittel verschwenden und die Umwelt und den Geldbeutel nicht unnötig belasten. Was eingekauft wird, kommt auch auf den Tisch oder wird für den späteren Gebrauch verarbeitet und eingefroren.

Seit ein paar Monaten halten wir uns nun an folgende Punkte:

  • Früchte und Gemüse werden nach saisonalem Angebot und von regionalen Produzenten eingekauft. Die Saisontabellen vom WWF helfen dabei.
  • Bei Fleisch und Fisch achten wir darauf, dass es aus der Schweiz kommt. Ausserdem haben wir unseren Fleisch- und Fischkonsum eingeschränkt (ca. 3x pro Woche).
  • Getreide (Pasta, Reis, Mehl etc.) kaufen wir in der ursprünglichen Form (Naturreis, Vollkornpasta und -mehl) und auch raffinierter Zucker kommt nicht mehr auf den Tisch
  • Milchprodukte werden ebenfalls regional eingekauft (das beste Fondue überhaupt gibt es in der Milchhütte Hochfelden)
  • Zum Trinken gibt es hauptsächlich Leitungswasser oder selbergemachte „Limonaden“/Tee-Aufgüsse
  • Wir kochen selbst: Wenn möglich werden Spätzli, Kuchen, Pizzateig und Co., Brot, Saucen und vieles mehr selbst gemacht. Damit wir nicht jeden Tag studenlang in der Küche stehen, machen wir oft die dreifache Menge und frieren den Rest ein.
  • Wir schreiben einen Wochenmenüplan bevor wir einkaufen gehen: So kaufen wir gezielter ein, können in der Küche/Gefrierschank schon vorhandenes besser einplanen und laufen weniger Gefahr, zu viel Lebensmittel zu besorgen.

Die Liste wird laufend ergänzt und angepasst und natürlich gilt „die Ausnahme bestätigt die Regel“ auch bei uns. Dennoch fahren wir mit oben genannten Punkten sehr gut und sparen nebenbei auch noch einiges an Geld.

Gesunde Ernährung ist natürlich nicht nur in unserer Familie ein Thema sondern wird zunehmend zum Trend. Auf instagram.com gibt es eine grosse Community, welche Bilder und Rezepte zu diesem Thema veröffentlicht (zum Beispiel unter dem Hashtag #gesundleben, #healthyliving). Natürlich gehen die Meinungen, was eine gesunde Ernährung genau ausmacht auseinander, jedoch ist es doch spannend zu sehen, wie sich immer mehr auch die jüngere Generation mit dem Thema auseinandersetzt. Instagram und Pinterest dienen mir sehr oft als Inspirationsquelle für neue Rezepte. Meist vereinfache ich die Zubereitung oder ersetze Zutaten, dennoch schätze ich beide Plattformen sehr.

Und hier nun meine liebsten Rezepte der vergangenen Wochen (Bilder alle von mir):

Das geniale 3-Minuten-Brot von draussennurkännchen

Kürbis-Suppe vom Sweethome-Blog

Zwetschgen-Apfel-Wähe (siehe z.Bsp. Betty Bossi, ich habe keine Maizena und „nur“ 50g Rohzucker verwendet)

Kürbis-Muffins

Das Rezept unten habe ich nach meinem Geschmack und den Vorräten in der Küche angepasst. Das Originalrezept stammt von Jamie Oliver, gefunden auf www.weiberkram.eu.

Zutaten:

  • 400 g gewürfelter Kürbis mit Schale ohne Kerne (z. Bsp. Butternut, ich habe einen etwas fleischigeren genommen, dessen Name ich leider nicht weiss)
  • 175 g brauner Zucker (im Rezept stand 350g, die Hälfte hat für meinen Geschmack gereicht)
  • 4 grosse Eier
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Mehl
  • 2 geh. TL Backpulver
  • eine Hand voll Haselnüsse (Jamie nimmt Walnüsse)
  • 1 TL Zimt
  • 175 ml Zitronenolivenöl oder reines Olivenöl mit der abgeriebenen Schale einer Zitrone

Ich habe bewusst keinen Guss gemacht, sondern vor dem Essen einen Löffel Joghurt auf die Muffins gegeben. Ofen auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen. Den Kürbis fein reiben, Zucker, Eier eine Prise Salz, Mehl, Backpulver, Nüsse, Zimt und Öl hinzufügen und alles gut vermischen. Den Teig in die Förmchen füllen und etwa 20 Minuten backen. Eine Garprobe machen und die fertigen Muffins abkühlen lassen.

Ofengemüse, Gemüse klein schneiden, mit etwas Olivenöl, Salz/Pfeffer und weiteren Gewürzen marinieren und auf einem Backblech auslegen. Im Ofen bei ca. 220 Grad backen, bis es gar ist (je nach Gemüse 20-30 Minuten). Auf dem Bild sind Kohlrabi und Kürbis zu sehen, es funktioniert aber auch wunderbar mir Rosenkohl, Blumenkohl, Zucchetti und Karotten.

 

Und wie halten Sie es mit der gesunden Ernährung? Was ist ihr liebster Brainfood?