Erfolgsfaktor Teamteaching am Institut für Marketing Management

Dem Institut für Marketing Management (IMM) liegt die Qualität der Lehre am Herzen. Dabei spielen nicht nur Lehrinhalte eine wichtige Rolle, sondern auch die Lehrmethodik. Das IMM prüft deshalb regelmässig verschiedene Lehrkonzepte auf ihre Einsatzfähigkeit und Praktikabilität im Hochschul-Unterricht. In diesem Zusammenhang sowohl von Lernenden wie auch von Lehrenden besonders positiv bewertet wurde das Teamteaching als neuartige Form des Unterrichts.

Teamteaching ist in der Didaktik ein aktuelles Thema und wird vor allem auf Primarschulstufe vermehrt praktiziert. Teamteaching bezeichnet eine Unterrichtsform, bei der zwei oder mehr Lehrpersonen zur gleichen Zeit in derselben Klasse unterrichten, gemeinsam den Unterricht planen und durchführen sowie auch die Verantwortung dafür gemeinsam tragen.

Die Vorteile von Teamteaching sind vielfältig

Teamteaching als kooperative Lehrmethode ist besonders geeignet, den Unterricht besser auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und die individuellen Bedürfnisse der Lernenden abzustimmen. Aufgrund der unterschiedlichen beruflichen Hintergründe und didaktischen Erfahrungen der Lehrpersonen besteht die Möglichkeit, verschiedene Sichtweisen in den Unterricht miteinfliessen zu lassen. Dadurch kann der Unterricht abwechslungsreicher und flexibler gestaltet und monotone Unterrichtsmuster aufgebrochen werden. Gleichzeitig wird der einzelne Lehrende durch die Zusammenarbeit entlastet. Dies ist insbesondere für noch unerfahrene Lehrpersonen von Vorteil. Durch die Zusammenarbeit erhält der einzelne Lehrende zudem die Chance, seine eigenen didaktischen Handlungen mit Hilfe des Feedbacks des Mitlehrenden zu reflektieren und darauf aufbauend seine didaktischen Kompetenzen zu erweitern.

Teamteaching will gelernt sein

Es ist eine Illusion anzunehmen, Teamteaching funktioniere auf Anhieb. Vielmehr liegt dem ein Prozess zugrunde, der Zeit und Kontinuität erfordert. Die Lehrpersonen müssen sich erst aneinander gewöhnen, die traditionelle Rolle der Einzellehrperson aufgeben und auch bereit sein, die eigene Unterrichtspraxis öffentlich zu machen. Zu diesem Zweck sind Zielvorgaben und eine klare Rollenverteilung unabdingbar. Des Weiteren darf der zeitliche Aufwand nicht unterschätzt werden. Teamteaching erfordert insbesondere in der Anfangsphase ein hohes Mass an Abstimmungs- und Koordinationsbedarf, wenn Synergien genutzt werden wollen.

Werden diese Stolpersteine berücksichtigt, dann ist Teamteaching jedoch eine sehr wertvolle Unterrichtsmethodik, die vielseitig auf unterschiedlichen Stufen und in verschiedenen Lehr-Kontexten einsetzbar ist.

Teamteaching am IMM

Auch am IMM wird Teamteaching seit einiger Zeit verschiedentlich eingesetzt – und dies erfolgreich. Brian Rüeger, Institutsleiter und langjähriger Dozent für Marketing meint dazu: „Ich bin ein grosser Fan von Teamteaching geworden. Das Feedback der Studierenden war bisher ohne Ausnahme sehr positiv, was für mich das Wichtigste ist. Die Studierenden schätzen es vor allem sehr, wenn sich die Dozierenden gut ergänzen. Dabei ist es wesentlich, dass man sich nicht widerspricht und gleichzeitig unterschiedliche Perspektiven einbringt. Dies funktioniert vor allem dann, wenn die Dozierenden unterschiedliche Hintergrunde und Erfahrungen haben.“

Ähnlich der Tenor auch auf Ebene Mitarbeitende des Instituts, die in der Lehre tätig sind und schon mal im Team unterrichtet haben: „Ich erlebe das Teamteaching als sehr angenehm, weil man gegenseitig Verbesserungsvorschläge anbringen und sich so weiterentwickeln kann“, sagt Corinne Scherrer. „Auch können die Lehrpersonen einander unter die Arme greifen, Ergänzungen anbringen und sind noch besser für allfällige Fragen gewappnet. Aus Sicht der Klasse bringt dies mehr Abwechslung in den Unterricht. Ich schätze auch, dass man sich bei disziplinarischen Fragen kurz absprechen kann und so weniger in die Gefahr läuft, zu milde oder zu streng zu reagieren.“

Teamteaching als Investition in die Zukunft

Ob erfahrener Dozent oder Junglehr-Person: Teamteaching ist auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung, welche – gezielt eingesetzt – von Lernenden wie auch von Lehrenden gleichermassen geschätzt wird. Aus diesem Grund wird das IMM diesen Ansatz auch in Zukunft weiterverfolgen und Teamteaching in verschiedenen Formen in die Lehre und Weiterbildung einfliessen lassen.

Kundenbeziehungsmanagement – Trends in der Schweiz

Das Institut für Marketing Management der ZHAW School of Management and Law hat in der Studie Entscheidungsträgerinnen und -träger von Schweizer Unternehmen zum Thema CRM befragt. Auf Basis einer quantitativen Befragung wurden die Datensätze von 279 mittleren und grossen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz ausgewertet. Die Ergebnisse wurden mit CRM-Experten diskutiert und reflektiert.

Bedeutung von CRM höher denn je

Wurde die Bedeutung von CRM bereits im Vorjahr als hoch eingestuft, so ist sie dieses Jahr nochmals gestiegen: Knapp 92% der Unternehmen bezeichnen CRM für den Geschäftserfolg als «eher wichtig» oder «sehr wichtig» (Vorjahr: 89.3%). Dementsprechend wird immer mehr Budget für CRM-Aktivitäten zur Verfügung gestellt.

Obwohl immer mehr Investitionen ins CRM fliessen, stellen für rund die Hälfte der Befragten (50.2%) fehlende Mittel die mit Abstand grösste Herausforderung dar. Hier ist ein starker Anstieg gegenüber 2012 (39.1%) zu verzeichnen, was sich auch im aktuellen Stellenmarkt für CRM-Spezialisten widerspiegelt.

Individualisierung als Top-Trend

CRM-Trends 2013

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