Sind Sie auf der richtigen Welle? Über die Anfänge einer Beziehung zwischen dem IMM und Radio24

radio24Kommunikation ist der Austausch von Informationen zwischen Sender und Empfänger. Denken Sie hierbei auch als aller erstes an «Radio»? Und wenn wir schon dabei sind: An welche Radiostation genau? «Das isch Züri! – so cool. Es Stadtradio halt. Authentisch.»

 

Die Studierenden des Bachelor Lehrgangs für Betriebsökonomie an der ZHAW School of Managememt and Law sind begeistert als Barbara Novak (Marketingleiterin bei Radio 24), ihre neue Marketing-Kampagne vor dem interessierten studentischen Plenum präsentiert. Und Frau Novak macht es gut: Sie schafft Erlebnisse und gute Stimmung im Saal – und sie weckt auch das Interesse der jungen Studierenden und anwesenden Gäste. Wie macht ein Radiosender Werbung? Wie funktioniert das Geschäftsmodell? Wie misst man Hörerzahlen?

Im Rahmen der Vorlesung Branchenspezifisches Marketing integriert Dr. Andreas Lucco, Leiter der Fachstelle Integrated Communication und Digitales Marketing, aktiv Praxisunternehmen in seinen Unterricht und lässt sie in einer kurzen Sequenz ihren Marketingmix präsentieren. Wie kommuniziert eine Versicherung oder eine Online Jobbörse mit ihren Kunden, wie tut dies ein Detailhändler? Oder ein Übersetzungsbüro?

Die Wellenlänge muss stimmen – wussten sie übrigens, dass Radiowellen elektromagnetische Wellen sind und dass sie zwischen 10 Zentimeter und 100 Kilometer lang sein können? Zwischen der ZHAW und Radio24 hat es jedenfalls gefunkt und nach dem erfolgreichen Auftakt im Rahmen des Vortrages über Radio24 von Frau Novak in der Vorlesung, arbeitet die Fachstelle für Integrated Communication derzeit gemeinsam mit dem Radio Bachelor- und Masterarbeitsthemen aus, die auf das Herbstsemester hin an ambitionierte Studierende vergeben werden.

Die Zusammenarbeit mit Praxispartnern ist ein natürliches Grundprinzip am Institut für Marketing Management (IMM) der ZHAW School of Management and Law und wird aktiv gelebt. Insbesondere in der Lehre und Weiterbildung sind Kooperationen und ein reger Austausch mit Unternehmen aus der Region Zürich wesentliche und bereichernde Elemente des Unterrichts. Für Studierende bietet sich die Möglichkeit, Berührungspunkte zu potenziellen Praxispartnern aufzubauen und Einblicke in den Alltag von Marketingtreibenden zu gewinnen. Unternehmen profitieren ebenso aus der Kooperation mit Studierenden. Thematisch ausgerichtete Bachelor- und Masterarbeiten vertiefen häufig relevante Fragestellungen aus der Praxis und führen manchmal auch dazu, dass Praxispartner studentische Beratungsprojekte in Auftrag geben oder zum Schluss gar Studenten ein Jobangebot unterbreiten. «Ja, das isch Züri!»

Es gab einmal vier Marketing Könige…

Die vier Könige des Marketings (Quelle: mit freundlicher Genehmigung, Mattiello, 2009)
Die vier Könige des Marketings (Quelle: mit freundlicher Genehmigung, Mattiello, 2009)

Es gab einmal vier Könige: den König des Kundennutzens, den König der Kundenbeziehungen, den König der Digitalisierung und den König der 7 Marketinginstrumente. Allesamt regierten sie im selben Unternehmen und waren der Meinung, dass Sie im Recht waren, wenn es um die Wahrheit über Geschehen und Erfolg am Markt ging. Der König des Kundennutzens äusserte sich stets lauthals: «Es geht doch um die Customer Experience – unsere Kunden müssen begeistert werden! Wir müssen unseren Kunden eine grossartige Leistung mit einem unübertrefflichen Nutzen schaffen – mit Erlebnischarakter!». «Aber nein doch, werter Hofkollege, es geht doch um das grosse Ganze. Sie greifen hier einmal wieder viel zu kurz… » meinte der König der Kundenbeziehungen und fuhr fort «…wir sind doch einfache Dienstleister. Es geht doch um den Menschen. Die Kundenbeziehung steht im Mittelpunkt!». «Ach was! Alles wird digital!» posaunte der König der Digitalisierung in das Gespräch rein und meinte: «Vom E-Mail, Web über den Social Bereich bis zum letzten Kundendatenbit, das gespeichert wird – selbst die Steuerung der Kampagne läuft doch digital. Wir vom Online und der IT sind das wahre Marketing, denn ohne IT wärt ihr doch alle verloren…!». «Ach», stöhnte der König der Marketinginstrumente: «eine Pizza ohne Oregano, ist halb so gut, wie mit. Es geht doch darum, wie wir meine 7 Ps ausgestalten, liebe Königkollegen! Und wenn ihr da oben auf der Erlebnis und Beziehunswelle nicht so viel Geld rausballern würdet, könnte man hier endlich einmal wieder schöne Kommunikation machen und etwas Ästhetik in den Service bringen….!!!». Und plötzlich waren alle vier Könige still. Schliesslich wurden sie sich einig, dass das Glück auf Erden nicht vollkommen genug sein würde, niemals. Es würde immer und immer noch eine Möglichkeit geben, noch glücklicher zu werden, als jetzt. Und so entschliessen sie, sich an einen Tisch zu setzten, und allesamt, ihre Geschichte des Marketings zu erzählen. Einer nach dem anderen. Jeder seine Perspektive.

In vielen Unternehmen ist es Realität: CRM-Strategen reiben sich mit den Digital-Marketing-Menschen, den Kommunikationsleitern und «Heads of Customer Experience». Aktivitäten zum Leistungs- und Experience Management, dem Customer Relationship Management, der Digitalisierung von Services sowie der Ausgestaltung der Marketinginstrumente wird oftmals individuell, also im Sinne von «jeder für sich» entwickelt. Unsere Denke ist: die oftmals historisch gewachsenen Organisationseinheiten müssen an einen Tisch sitzen. Ein Denken im Total Marketing Integration Modell bedeutet die Abstimmung der einzelnen Perspektiven der Marketing Player untereinander und das Aufzeigen, an welcher Stelle sich die Konzepte von der Denke her berühren oder sogar überschneiden.

Wie Kundenerlebnisse nachhaltig verbessert werden können

Markteinführungen sind teuer und mit grossen Unsicherheiten behaftet. Laut einer 2014 veröffentlichten Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen scheitern drei Viertel aller Produktlancierungen in der Konsumgüterindustrie. Beispiele für Produkte, welche an den Bedürfnissen der Konsumenten vorbei entwickelt wurden, findet man auch unter international renommierten Unternehmen. Die durchsichtige Cola war Anfang der 90er Jahre als Innovation geplant und wurde als koffeinfreie Variante von Pepsi als Pepsi Crystal sowie von Coca Cola als Clear Cola auf den Markt gebracht. Beide Produkte scheiterten und wurden wieder vom Markt genommen. Dies zeigt, dass es essentiell ist, bei der Ideengewinnung, der Entwicklung von Produkten und Services sowie deren Qualitätsmessung den Kunden ins Zentrum zu stellen. Doch wie genau kann dies erreicht werden? Wie sammelt man systematisch Produkt- und Serviceideen von und mit Kunden, wie entwickelt man damit ein marktreifes Angebot und wie stellt man sicher, dass dieses Angebot auch langfristig den Kundenbedürfnissen entspricht und somit erfolgreich ist?

All das und viel mehr lernen Sie im CAS Innovation, Customer Experience Management und Service Design des Instituts für Marketing Management (IMM) der ZHAW School of Management and Law kennen. Einerseits aus einer übergeordneten Management-Perspektive und andererseits aus der Perspektive eines Praktikers, für den die Anwendung spezifischer Methoden vorgestellt und direkt eingeübt wird.


Weitere Informationen finden Sie hier. Bei Fragen stehen Ihnen Marc Blume (Tel. +41 (0)58 934 46 84) und Corinne Scherrer (Tel. +41 (0)58 934 60 24) gerne zur Verfügung.

Rafael oder die RAdFAhrELite am IMM

Rafael – dieser Name steht nicht nur für einen unserer engagierten Mitarbeitern. Hinter diesem Name versteckt sich auch die Bedeutung RAdFAhrELite.


Rafael gibt nicht nur Vollgas im Büro, er tritt auch auf dem Drahtesel in die Pedalen. Und wie – kaum zwei Wochen ist es her, dass er den Zürichsee umrundete – da plant er bereits den nächsten Trip: Zürich – Winterthur und Retour. So wird er in Zukunft seinen Arbeitsweg wohl öfters mit dem Fahrrad als mit der S-Bahn bewältigen. Bravo!
Nebst der sportlichen Betätigung, kommt bei Rafael auch noch das handwerkliche Geschick hinzu. Er repariert Fahrräder aus Leidenschaft und belässt es dabei nicht nur bei seinen eigenen Drahteseln (von denen er übrigens rund 5 besitzt). Aus sozialer Motivation und Kollegialität bietet er seine Dienste allen Bekannten aus seinem Umkreis an. Die Hilfe wird natürlich gerne angenommen und mit einem Nachtessen verdankt.
Helm auf – Wir wünschen gute Fahrt!

Dialogmarketing in der Schweiz – quo vadis?

Das helvetische Dialogmarketing befindet sich im Spannungsfeld zwischen Marketing Automation, den so genannten «Sozialen» Medien und letztlich dem Verständnis, was Dialog wirklich ist.

http://dialogreisen.me/2014/03/07/dialogschreiben/; Zugriff am 21.06.2015

http://dialogreisen.me/2014/03/07/dialogschreiben/; Zugriff am 21.06.2015

Wie wird Dialog in der Schweizer Marketingpraxis gelebt und wohin führt die Reise des Dialogmarketings? Diese Frage beschäftigt derzeit die Fachstelle für Integrated Communication und Digitales Marketing am Institut für Marketing Management an der ZHAW School of Management and Law. Der inflationäre Gebrauch (oder besser Missbrauch) von Hashtags in Werbebotschaften und der steigende Drang, alles zu digitalisieren polarisiert die Praxis von Kommunikationsschaffenden: Einerseits drängt das progressiv denkende Lager der «anything-anytime-anywhere»-Apostel in Richtung eines vollständig digitalisierten Marketing-Mixes. Andererseits beharrt das in diesem Sinne konservativ denkende Lager der Traditionalisten auf die in der Vergangenheit bewährten analogen Medien für die Kundenansprache. Die beiden Perspektiven überscheiden sich beim so genannten Cross-Channel Marketing, also der Berücksichtigung unterschiedlicher – analoger und digitaler – Kanäle in der Interaktion mit dem Kunden.

Und dennoch bleibt der Eindruck, dass sich mit zunehmender Nutzung von Marketing Automation die Dinge in der Marketingwelt scheinbar unkontrolliert verändern. Auch wenn über klassische Direkt Mailings in physischer Form weiterhin Erfolge gefeiert werden – und dies ganz zu Recht, wie die meisten Dialogmarketing-Agenturen verlauten lassen – sind zwei Dinge zu tun: erstens Fakten zu schaffen und zweitens sich bewusst zu werden, was wir eigentlich tun wollen: nämlich zu «Dialogieren» (und bei Bedarf und Gelegenheit natürlich zu verkaufen).

Fakt ist, dass der physische Brief weiterhin das meistgeöffnete Medium ist. Der Brief bleibt – selbst ungeöffnet – in der Regel auf dem Küchentisch oder auf der Ablage unter dem Hausschlüssel liegen, nachdem wir ihn aus dem Briefkasten genommen haben. Und er landet nicht mit einem Mauslick im Papierkorb – oder würden Sie ein Rubbellos «ungerubbelt» wegwerfen? Zweifelsohne sind aber auch Social Medias und das Smartphone mit Push-Notification-Funktion und natürlich auch das Tablet als vorübergehender und in Zukunft vielleicht vollständiger Ersatz des Personalcomputers und des Laptops (also die Dinger, die man auf den Schoss setzten kann) als Elemente eines Kundendialoges nicht mehr wegzudenken. Und schon sind wir erneut in der technisch geprägten Diskussion, wenn es um Dialogmarketing geht. Da wollten wir doch gar nicht hin, oder?

Und wie war das mit dem Dialog? Wenn wir den guten alten Duden fragen, was er zu Dialog meint, lautet seine Antwort: «Dialog ist eine von zwei oder mehreren Personen abwechselnd geführte Rede und Gegenrede». Es geht also um Interaktion und möglicherweise auch um Nachhaltigkeit. Denn wir denken ja in Beziehungen und nicht in Interaktionen, oder? Das Verständnis, dass Unternehmen mit Kunden Beziehungen und nicht Transaktionen zu führen haben, hatten wir doch bereits in den 1990er Jahren. Der Anspruch an die heutige Kundenkommunikation sollte ja darin liegen, dass uns technische Hilfsmittel beim «Dialogieren» helfen. Also ich erzähle dir etwas über mich und du erzählst mir etwas über dich – ja, und dann? Antworten auf diese und noch weitere Fragen liefern in Bälde die Ergebnisse einer Kurzstudie zum aktuellen Stand des Dialogmarketings in Schweizer Banken des Instituts für Marketing Management. Und für alle, die sich vertieft mit dem Thema Kundendialog auseinandersetzen möchten: im Herbst startet der neue CAS Kundendialogmanagement Lehrgang.  «Let’s stay tuned, folks.»

David – der IMM Superstar

Döme und David von Alibi Süd

Döme und David von Alibi Süd

Bei uns am IMM gibt es nicht nur ganz viele kreative und intelligente Köpfe, es gibt auch super gute Musiker. David hat im letzten Jahr die künftige Chart-Band Alibi Süd mitgegründet. Ausgerüstet mit Gitarre, Piano, Base-Drum und Schellenkranz, besingen Alibi Süd auf ehrliche Art und Weise verschiedene Lebenssituationen – ich bin mir sicher, dass sich viele Fans in dem einen oder anderen Lied wiedererkennen. Nebst Musik, ist unser CRM-Tutti-Guy aber auch sehr sportlich und zeigt sich entweder ausgerüstet mit Jogging-Schuhen oder Badehosen an der Limmat. Wir hoffen also auf schönes Wetter und wünschen allen eine warme Sommerzeit.

Erfolgreiche erste Durchführung des CAS Sport Marketing

Das Institut für Marketing Management durfte am Wochenende sämtlichen Teilnehmern des Pionierjahrgangs des CAS Sport Marketing die Diplome verleihen. Damit endet ein spannender und abwechslungsreicher CAS Lehrgang. Nächster Start: Anfang März 2016.

Mit dem Start der Tour de Suisse am Samstag in Risch-Rotkreuz endete gleichzeitig der Weiterbildungskurs CAS Sport Marketing. Im Rahmen des grössten Sportevents der Schweiz übergaben die Studienleiter Dr. Frank Hannich und Marcel Hüttermann den Teilnehmenden ihre Diplome.

Der Besuch der Tour de Suisse war eines von mehreren Highlights im CAS Sport Marketing 2015. Oliver Senn (Kommerzieller Direktor der Tour de Suisse) eröffnete den Tag mit einem Input-Referat bevor Dani Oeschger (Leiter Marketing und Events, SRF Business Unit Sport) einen Einblick in Productionarea des SRF gewährte. Die Zielankünfte durften die Teilnehmenden anschliessend im VIP-Bereich verfolgen.

Dani Oeschger (SRF) mit den Teilnehmenden in der Productionarea

Dani Oeschger (SRF) mit den Teilnehmenden in der Productionarea

Zieleinfahrt Fabian Cancellara

Zieleinfahrt Fabian Cancellara

In den vergangenen vier Monaten konnte das Institut für Marketing Management den Teilnehmenden eine gute Mischung zwischen Sport Marketing Theorie und Praxis bieten. So wurden Themenbereiche wie Stakeholder Management, Kommunikation, Sponsoring oder Eventmarketing (um nur einige wenige zu nennen) den Teilnehmenden von anerkannten Experten anhand praktischer Beispiele aus dem Sport vermittelt.

Dadurch kamen die Teilnehmenden bspw. in den Genuss, einen Blick hinter die Kulissen des SRFs zu werfen, um u.a. zu verstehen welche Sportarten für Medien aus welchen Gründen interessant sind oder wie Übertragungsrechte verhandelt werden. Des Weiteren durften Sie hautnah miterleben, wie es ist, den Sportblock in den SRF1-Nachrichten live zu sprechen.

Teilnehmer des CAS Sport Marketing zu Besuch beim SRF

Teilnehmer des CAS Sport Marketing zu Besuch beim SRF

Ebenfalls sehr aufschlussreich war der zweitägige Trip nach München. Neben dem  Besuch der FC Bayern München Erlebniswelt, einer Stadionführung und des Bundesligaspiels FC Bayern München vs. Eintracht Frankfurt konnte den Teilnehmenden bei einem spannenden Input-Referat von Oliver Kraus (Group Market Management, Allianz SE) die Idee des Allianz-Konzernes an einem Stadion-Namingright vermittelt werden. Am Freitagabend stand Willi O. Hoffmann (Ehem. Bayern-Präsident) den Kursteilteilnehmern im Franziskaner Brauhaus Rede und Antwort. Die Geschichte hinter der Bayern-Einstellung «Mia-san-Mia» und weiteren interessanten Einblicken einer fast 70-Jährigen FC Bayern Geschichte des ehemaligen Präsidenten waren für alle beteiligten äusserst wertvoll.

Was sagen die Absolventen des CAS Sport Marketing?

«Der CAS Sport Marketing war für mich eine fachliche wie persönliche Bereicherung. Sehr interessante und kompetente Dozenten mit grosser Vielfalt, die viel neues Wissen vermitteln und viel Inspirationen mitgeben für die Zukunft. Es war eine super Klasse und last but not least hat sich dank dem Kurs auch eine neue berufliche Möglichkeit ergeben!»

Benjamin Kuster, Sales Manager Sportbooking.ch, Spherix AG

«Durch die vermittelten praxisbezogenen Fallbeispiele bin ich in der Lage die Erfahrungen, die ich als aktiver Sportler gemacht habe, neu mit dem bezogenen Fachwissen optimal zu kombinieren. Ich bin stolz darauf in der Pionierklasse des CAS Sport Marketing dabei gewesen zu sein. Sportler die über Ihre Karriere hinaus im Sportbusiness aktiv sein möchten kann ich den CAS Sport Marketing nur empfehlen.»

Ronnie Rüeger, Projektleiter Sponsoring ZKB und ehemaliger NLA-Goalie

Das Institut für Marketing Management bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Experten und jedem der diesen Kurs mitgestaltet hat. Der nächste CAS in Sport Marketing wird Anfang März 2016 beginnen – wir freuen uns bereits heute!

Falls Sie Interesse an einer Teilnahme am CAS Sport Marketing haben, wenden Sie sich an Marcel Hütterman unter marcel.huettermann@zhaw.ch oder telefonisch unter 058 934 76 98.

 

Das «Wallet Project» – eine Einführung ins Design Thinking im Schnellwaschgang

Workshop_Walletproject_kleinWie lassen sich für die Lösung drängender Probleme leichter Ideen entwickeln? Möglicherweise mit dem kreativen «Design Thinking» Ansatz. Dieser wurde in den 1990er Jahren von der U.S-amerikanischen Innovationsberatungs-Agentur IDEO entwickelt. Design Thinking ist weniger eine einzelne Methode oder ein genau vorab festgelegtes Vorgehen, als vielmehr eine Denk- und Arbeitsweise, die auf drei gleichwertigen Grundprinzipien beruht:

  1. Team – Gruppen lösen Probleme kreativer und effizienter, wenn sie aus Menschen unterschiedlicher Disziplinen zusammengesetzt sind.
  2. Prozess – Lösungsansätze werden konsequent an den Bedürfnissen und Motivationen der Nutzer ausgerichtet. Sie werden zudem bei der schrittweisen Ausarbeitung in mehreren Zyklen gestaltet und getestet.
  3. Raum – Ein Umfeld, das Kreativität fördert, erleichtert es Gruppen, Lösungsansätze zu entwickeln.

Diese Grundprinzipien klingen ebenso eingängig wie theoretisch. Wie kann man daher einem interessierten Publikum den Wert und die Wirkung von Design Thinking anschaulich vermitteln?

Hier bietet sich das «Wallet Project» an – ein pfannenfertig ausgearbeitetes Workshop-Konzept inklusive Arbeitsmaterialien vom Hasso Plattner Institute of Design at Stanford. Es wird von ihm in mehreren Sprachen kostenlos zur Verfügung gestellt und unterliegt der «Creative Commons»-Lizenz vom Typ «by-nc-sa». Unter dieser Lizenz muss der Name des Urhebers genannt werden, das Werk darf nicht kommerziell verwendet werden und muss nach Veränderungen unter der gleichen Lizenz weitergegeben werden.

Die Dokumentation zum Wallet Project trägt den Titel «Eine Einführung in Design Thinking in einer Stunde» und zielt darauf ab, die Prinzipien des Design Thinking durch Selbsterfahrung zu vermitteln. Die Teilnehmer werden dazu in 2er-Teams aufgeteilt. In einer Serie von Übungen gestalten sie gemäss den Prinzipien des Design Thinking eine verbesserte, alltagstaugliche Geldbörse für den jeweiligen Teampartner. Dazu müssen die Teilnehmer unter strengen Zeitvorgaben:

  • mehr über den späteren Nutzer der Geldbörse (den anderen Teampartner) heraus finden
  • aufgrund dieser Erkenntnisse eine Reihe von Designvorschlägen entwickeln
  • die Designvorschläge dem Teampartner präsentieren und durch ihn bewerten lassen
  • das Feedback in ein optimiertes Design einfliessen lassen und erneut testen, und schliesslich
  • die eigene Vorgehensweise zusammen mit dem Teampartner reflektieren

Ein Wallet Project Workshop ist zeitlich sehr eng getaktet: Die Übungen gehen aus den Augen der Teilnehmer mit minimalen Instruktionen des Moderators ineinander über. Da die Selbsterfahrung und das praktische Erleben betont werden, gibt es nur am Ende des Workshops eine kurze gemeinsame Reflexions- und Diskussionsphase.

Im Weiterbildungsunterricht ist das «Wallet Project» eine hervorragende Grundlage, um interessierten Teilnehmern einen schnellen und vielschichtigen Einblick in die Welt des Design Thinking zu vermitteln. Die Teilnehmer können sehr anschaulich den Zweck und die Vorgehensweise der einzelnen Gestaltungsschritte erleben.

Zu Recht wurde allerdings bereits von einzelnen Teilnehmern kritisiert, dass das Grundprinzip «Team» – d.h. die Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlicher Disziplinen – bei dieser Einführung zu kurz kommt. Zum einen sind dafür die 2er-Teams zu klein, zum anderen findet bei den Übungen immer wieder ein Rollentausch zwischen «Designer» und «Nutzer» statt, aber nie ein gemeinsames Gestalten.

Trotz dieser Schwäche vermittelt das «Wallet Project» in einer Stunde erstaunlich viel anschauliches Erfahrungswissen – und ist somit für eine Einführung in Design Thinking bestens geeignet.

Hier erfahren Sie mehr über das «Wallet Project». Falls Sie sich rund um den Bereich «Design Thinking» weiterbilden möchten – im September 2015 starten wir das erste Mal mit unserem Weiterbildungslehrgang CAS Innovation, Customer Experience Management & Service Design – oder ich berate Sie gerne unter marc.blume@zhaw.ch.

 

Neue Karrieremöglichkeiten durch die Verbindung von Sport und Nachhaltigkeit

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(Bildquelle: www.7-themes.com)

Die Forschungsergebnisse der European Outdoor Group (EOG) zeigen auf, dass sich der Outdoor-Markt auch im letzten Jahr trotz widriger Marktbedingungen gut entwickelt hat. Unterstützend war hierbei sicherlich, dass sich der Trend von Aktivitäten im Freien auch bei jüngeren Menschen durchgesetzt hat. Sogar das klassische Wandern hat in den letzten Jahren ein Revival erlebt.

Aufgrund der immer grösseren Beliebtheit von Outdoorsportarten, zeigen sich zunehmend negative Auswirkungen auf die teils sehr sensiblen Landschaften. Damit auch die folgenden Generationen Outdoorsport betreiben können, müssen die Bedürfnisse von Mensch und Natur in Einklang gebracht werden. Hierzu gehört, dass Schutz und Rückzugsgebiete von Tieren respektiert werden und Rücksicht auf die Beanspruchung der Wege genommen wird. Die Vereinbarkeit zwischen Outdoorsport und Umwelt ist aber noch viel weitreichender. Erfreulicherweise haben dies auch die Konsumenten erkannt und interessieren sich vermehrt für Aspekte der Nachhaltigkeit. Sie möchten wissen, unter welchen Umständen ihre Ausrüstung hergestellt wird. Gleichzeitig wollen sie aber nicht auf Innovation und Funktionalität verzichten.

„We will help to make snowboarding – and our lifestyle – sustainable well into the future.“ Ali Kenney, Director of Global Sustainability, Burton Snowboards

Dieses Problems hat sich das Schweizer Zertifizierungsunternehmen Bluesign mit Sitz in St. Gallen angenommen. Das unabhängige bluesign® System ist die Lösung für eine nachhaltige Herstellung von Textilien, welche versucht die Umweltbelastung während des gesamten Produktionsprozesses zu minimieren. Daher setzt das System bereits beim Beginn der Produktion an und schliesst umweltbelastende Substanzen aus dem Fertigungsprozess aus. Gemäss vorgelegten Richtlinien wird deren Einhaltung kontrolliert und somit eine umweltfreundliche Produktion sichergestellt. Basierend auf den fünf Prinzipien Ressourcenproduktivität, Verbraucherschutz, Gewässerschutz, Immissionsschutz und Arbeitssicherheit müssen sich bluesign® Systempartner strengen Prüfungen unterziehen. Dem bluesign® system angeschlossen haben sich bereits international namhafte Unternehmen wie NIKE, Inc., The Burton Corporation, die Mammut Sports Group AG, The North Face und die Adidas Group.

 

Dass Sport und Nachhaltigkeit zusammengehört haben auch Fabian Putzing und Arne Menn erkannt. Die beiden Absolventen des Masters in Sustainable Development haben Ende 2011 die erste Nachhaltigkeitsberatung in der Schweiz, die sich ausschliesslich auf den Sport konzentriert, gegründet. Sustainable///sports berät erfolgreich Sportstättenbetreiber, Sport-Clubs, Sport-Events, Tourismusdestinationen sowie Städte und Gemeinden im Bereich Nachhaltigkeit und Sport. Für Swiss Olympic erarbeitete das Start-up einen Leitfaden zur Einführung und Etablierung von Nachhaltigkeit in Sportverbänden – von der Strategieentwicklung über die Umsetzung bis zur Berichterstattung. Der spezifisch für den Sportbereich entwickelte Leitfaden unterstützt die Verbände Schritt für Schritt mit Anleitungen, Checklisten und Arbeitshilfen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Ausrichtung ihrer Tätigkeit.

Interessieren auch Sie sich für eine Karriere im aufstrebenden Nachhaltigkeitsbereich?In unserem neuen Studiengang CAS in Sustainability Marketing erlernen Sie wie man in B2B-Märkten erfolgreich nachhaltig wirtschaften und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen gezielt als Differenzierungsfaktor einsetzen kann. Sie erwerben Anwendungskompetenz für «Marketing-Tools», die sie darin unterstützen, Marketingmassnahmen umzusetzen und zu kontrollieren.

Mehr Informationen zum Studiengang erhalten Sie an unserer nächsten Infoveranstaltung vom Mittwoch, 17. Juni  2015 um 18.00 Uhr, in Winterthur.