Schweizerischer Nationalpark: Wo die Zeit noch stillsteht

Von Laura Gattlen

In der sich immer schneller drehenden Welt, der dauernden Erreichbarkeit und dem unüberblickbaren Informationsüberfluss steigt der Wunsch nach Entschleunigung. Der Bezug zur Natur gewinnt an Bedeutung. Dabei eignet sich das Wandern besonders gut, wenn man zwischen Himmel und Erde steht, die Geräusche der Natur und des Lebens hört und der Alltagsstress der Naturschönheit weicht.

Ausbrechen & Eintauchen

Als eines der schönsten Wandergebiete gelten die Weiten des Schweizerischen Nationalparks (SNP) im Engadin mit Orten, die so verlassen und unberührt sind, dass der Alltagsstress schnell in Vergessenheit zu geraten scheint.

Val Cluozza © Laura Gattlen

Der SNP wurde 1914 gegründet und ist somit der älteste Nationalpark der Alpen. Er gehört zu den vier Pachtgemeinden Zernez (68,6%), S-chanf (13,5%), Scuol (13,2%), Val Müstair (4,7%). Die Ziele des SNP sind die Natur zu schützen, zu forschen und zu informieren. Auf einer Fläche von 170,3 km2 hat es 80 km offizielle Wanderrouten.

Val Trupchun © Laura Gattlen

Das Ziel des SNP ist es, die Tiere, Pflanzen und all ihre Lebensräume ihren natürlichen Prozessen zu überlassen. Der Mensch ist passiver Gast, Beobachter, Zeuge. Die Natur ist seit über 100 Jahren vor menschlichem Einfluss geschützt. Bis auf wenige Ausnahmen, in denen stark verletzte und leidende Tiere erlöst wurden oder als ein Brand im SNP ausgebrochen ist, greift der Mensch nicht ein, weder in Notzeiten, noch in Zeiten der Überpopulation. Um die natürlichen Prozesse und Zusammenhänge zu verstehen, wird im SNP seit Jahren geforscht.

Das grosse Wildnisgebiet des SNP ist einerseits ein Ort, an dem man die sich selbst überlassene Natur auf sich wirken lassen kann, andererseits bietet er ein wertvolles Freilichtlaboratorium, in dem die wissenschaftliche Forschung wichtige Erkenntnisse gewinnen kann. Dieses Wissen um einen nachhaltigen Umgang mit der Natur lässt sich mittels verschiedener Kommunikationsmassnahmen weitergeben, sodass auch die Besucherinnen und Besucher von diesen Erfahrungen und Erkenntnissen profitieren können.

Murter © Laura Gattlen

Der SNP nutzt diverse Kanäle, um den Besucher zu informieren. Andrea Millhäusler, Mitarbeiterin des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit des SNP, erklärt die Kommunikationskanäle und Werbeziele des SNPs.

Frau Millhäusler, wie macht der SNP Werbung?

Aktiv machen wir via Gratisbroschüren, Besucherzentrum, Webseite, Facebook, Instagram Werbung. Daneben arbeiten wir auch mit Tourismusdestinationen, kantonalen und nationalen Tourismusorganisationen zusammen, die ihrerseits den SNP durch Flyer, Broschüren, Bilder und Informationen aktiv bewerben und schalten sonst im Allgemeinen keine bezahlte Werbung wie Plakate oder Werbespots. Ein wichtiger Teil unserer Kommunikation sind die Public Relations.

Was möchte mit der Werbung erreicht werden?

Wir möchten die Besucher für die Nationalpark-Idee gewinnen, Identifikation schaffen und Interesse an einem Besuch im SNP oder im Besucherzentrum wecken.

Welche Kommunikationskanäle werden zur Information genutzt?

Der Besucher erhält Informationen im Besucherzentrum, auf Exkursionen, bei Schulangeboten und Workshops via Broschüren, Telefon, Webseite, Soziale Medien wie Facebook und Instagram, der kostenlose App iWebpark, an Veranstaltungen, bei Vorträgen, in Publikationen und sämtlichen Public-Relations-Kanälen.

Wie wichtig ist die Kommunikation der Forschungsergebnisse und warum?

Diese ist für uns sehr wichtig, aber nicht unbedingt über die von uns als Kommunikationsbeauftragte bedienten Kanäle, bei denen der Fokus auf der Sensibilisierung liegt, sondern eher wenn es um politische Diskussionen und um die Rechtfertigung unserer Schutzstrategie geht. Die über 100-jährigen Messreihen sind von internationalem Interesse und positionieren das Gebiet auch international als einzigartigen Forschungsstandort. Die kontinuierliche Forschungsarbeit liefert stetig Resultate, welche sowohl für die Wissenschaft als auch für das Laienpublikum von grossem Interesse sind. Dadurch wird ein andauernder News-Wert geschaffen.

Die Zeit der Ruhe: November – Mai

Ab Mitte November, wenn so viel Schnee auf den Wanderwegen liegt, dass das Wandern nur noch mit Schneeschuhen möglich wäre, wird der SNP geschlossen. Ab Mitte Mai können die ersten Besucher in den tieferen Lagen das Erwachen der Natur erleben, während auf den Gipfeln noch Schnee liegt. Ein faszinierendes Naturschauspiel.

Val Trupchun © Laura Gattlen

Jetzt heisst es erst einmal: mit viel Geduld die Kraft des langen Winters spüren, mit Vorfreude die erste Wandertour im SNP planen und sich auf das Erwachen der Natur im Frühling freuen.

Über die Autorin

Laura Gattlen arbeitete nach ihrem Masterabschluss in klinischer Psychologie an der Uni Basel in einem kleinen Marktforschungsunternehmen, bevor sie vor 2 Jahren die Leitung des Bereichs «Kurse und Veranstaltungen» der Lungenliga beider Basel übernahm. Aktuell absolviert sie einen CAS in Marketing & Corporate Communications an der ZHAW in Winterthur. Den Ausgleich zu Konzeptarbeiten, Eventorganisationen und Patientenschulungen findet sie in den Bergen, in der Natur. Besonders das Engadin und der Schweizerische Nationalpark sind ihre persönlichen Tankstellen.

Schweizer Sportbekleidung für Herzogin Kate

Sport ist für viele ein wichtiger Lebensmittelpunkt. Dazu gehört auch die entsprechende Kleidung. Diese soll nicht nur funktional sein, sondern auch modisch ansprechend wirken. Die sportliche Bekleidung ist Teil der eigenen Identität. Im Sportbereich gibt es diverse Marken, eine besondere aus der Schweiz ist KJUS. Wir haben bei Robert den Otter von KJUS nachgefragt, was die Produkte so besonders macht.

Sportbekleidung gibt es in allen Farben und Formen von diversen Anbietern. Können Sie uns erklären, warum KJUS anders ist und was die KJUS DNA ausmacht?

KJUS wird davon angetrieben, die bestmöglichen Ski- und Golfkleider der Welt zu produzieren. Unsere Passion für diese Sportarten lässt uns bestehende Technologien und Konzepte immer wieder hinterfragen – und lässt uns mit Innovationen unsere Kundinnen und Kunden begeistern.

Schweizer Sportbekleidung in hoher Qualität © KJUS

Welche Produkte gibt es bei KJUS zu kaufen und welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?

KJUS produziert hochwertige Ski- und Golfbekleidung und bietet zudem eine Lifestyle-Kollektion für eine sportive, naturbegeisterte urbane Zielgruppe an.

Sportbekleidung soll nicht nur schön, sondern auch funktional sein. Wie funktioniert bei KJUS die Entwicklung von neuen Produkten und wird der Nachhaltigkeit bzw. einer fairen Produktion Rechnung getragen?

Tatsächlich ist Innovation ein Bereich, welcher uns wesentlich auszeichnet. Unser Entwicklungsteam in Hünenberg treibt mit seinen Innovationen immer wieder auch eine ganze Industrie an, so beispielsweise mit Freelite, der ersten komplett gestrickten Skijacke der Welt. Wir sind zudem stolz, Teil der Fair Wear Foundation (https://www.fairwear.org/) zu sein und hier bereits mehrfach mit dem Leader-Status ausgezeichnet worden zu sein.

Die Produkte sind nicht nur schön, sondern auch innovativ © KJUS

Welche Absatzkanäle nutzen Sie? Gibt es neben der Webseite auch stationäre Läden?

Ja, neben E-Commerce setzen wir nach wie vor auch auf eigene Geschäfte. Dabei setzen wir auch auf Pop-Up-Konzepte, wie zum Beispiel diesen Winter an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Wie wird bei KJUS das Marketing genutzt? Auf welche Marketinginstrumente setzen Sie?

Unsere besten Marketinginstrumente sind unsere Produkte. Jede KJUS-Kundin und jeder Kunde bleibt unseren Produkten und unserer Marke über lange Jahre treu. Eine authentischere Kommunikation können wir uns fast nicht vorstellen. Daneben sind wir selbstverständlich immer stärker auf digitalen Kanälen vertreten.

Promis sind gute Werbeträger. Diesen Winter wurde Herzogin Kate mit einer Jacke von KJUS gesichtet. Wie wichtig ist dies für KJUS und haben Sie weitere prominente Markenbotschafter?

Es macht uns sehr stolz, dass die Herzogin unsere Duana Jacket ausgewählt hat. Sie ist bald im siebten Monat schwanger, für den offiziellen Termin in Oslo war ihr darum sicher sowohl eine sehr elegante, als auch äusserst bequeme und warme Jacke wichtig.

Das Modell, das auch Herzogin Kate getragen hat © KJUS

KJUS ist international unterwegs, hat aber doch auch eine Schweizer Identität. Welche Rolle spielt die Schweiz für KJUS?

KJUS ist eine Schweizer Marke, wir sind hier also nicht nur verwurzelt, wir sind hier zu Hause. Das widerspiegelt sich mitunter auch in der Produktentwicklung, bei welcher wir Jacken Namen mit einem Engadiner Hintergrund geben. www.kjus.com/engadin

Welche Herausforderungen sehen Sie für Ihr Geschäft in den nächsten Jahren?

Was uns nicht nur persönlich betrifft, hat auch einen Einfluss auf eine ganze Industrie: Der Klimawandel wird unsere Geschäfte sicher beeinflussen.

Wenn Sie wählen könnten, welche Sportarten würden Sie noch gerne mit entsprechender KJUS DNA ausrüsten?

Wir müssen für eine Sportart dieselbe persönliche Passion verspüren, wie bei Ski und Golf. Solche neuen Geschäftsfelder entstehen also organisch.

https://www.kjus.com/ch/de/

Passion, die sich auch in den Produkten niederschlägt © KJUS