Kategorie: Forschung (Seite 1 von 3)

VS on Tour – Fachexkursion in die Bergregionen

Ein Gastbeitrag von Raphael Hörler

Im Rahmen der Vorlesung «Verkehrsökonomie 2» des Bachelor-Ingenieurstudiengangs Verkehrssysteme wird in diesem Jahr eine Machbarkeitsstudie zur Elektrifizierung der Postauto-Strecke Urnäsch-Schwägalp durchgeführt. Die Idee ist es herauszufinden, ob man den Dieselbus mit einem Elektrobus ersetzen könnte und so eine Vorreiter-Rolle bezüglich nachhaltiger Mobilität in Bergregionen erlangen kann. Als Einführung zur Studie wurde am 1. März 2019 eine Exkursion ins Appenzellerland gewagt, um die Bedingungen an die Strecke vor Ort mit eigenen Augen zu sehen.

Herr Primin Koller und Frau Eveline Wüest von PostAuto haben sich bereit erklärt, einen Einblick in den Betrieb und Motivation von PostAuto für alternative Antriebstechniken zu geben. So ging es mit dem Extrabus zur Schwägalp. Schon nach halber Strecke zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite und führte uns vor Augen, dass jederzeit mit Schnee zu rechnen ist.

Nach Speis und Trank (Kaffee und Gipfeli) erhielten wir einen Rückblick in die Geschichte von PostAuto in der Region und auch, wie man mit den teilweise stark schwankenden Gästezahlen umgeht. Anschliessend wurden die Schwierigkeiten für eine Elektrifizierung mit Frau Wüest rege diskutiert und schon erste Ideen vorgeschlagen.

Zum Schluss führte uns Herr Koller wieder sicher zurück nach Urnäsch, wo wir noch kurz das Depot besichtigen konnten. Ist eine Elektrifizierung möglich? Das werden wir noch herausfinden!

Share your BICAR – ZHAW-Sharingmobil kommt in Fahrt

Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der ZHAW School of Engineering wurde das BICAR als Mobilitätslösung für die urbanen Räume der Zukunft entwickelt – auch mit Unterstützung durch den Studiengang Verkehrssysteme. Jetzt hat das BICAR eine weitere Hürde auf dem Weg zum Pilotbetrieb genommen.

Für das Share your BICAR-Konzept zeigen sich Mobilitätsverantwortliche von London, Madrid, Barcelona, Amsterdam, Antwerpen, Gent und sogar Singapur sehr interessiert. Gerade in der saisonal unabhängigen Nutzung und dem Fahren ohne Helm sehen die Verantwortlichen einen grossen Mehrwert zu den bestehenden Sharingangeboten wie Trottinetts, Fahrräder und Scooters. Nicht ohne Grund konnten daher Kooperationen mit der Stadt Winterthur, dem Regionalverbund Baden Wettingen (RVBW) und dem Pick-e-Bike Sharingdienstleister der Baselland Transport AG abgeschlossen werden, wo das BICAR-Fahrzeug in weniger als einem Jahr als Pilotprojekt eingesetzt werden soll.

Das Entwicklungsteam arbeitet mit Hochdruck am BICAR 3.0 – der Fahrzeugversion, welche die Strassenzulassungskriterien erfüllt und für die Pilotphase eingesetzt wird. Die Firma kann dabei auf Unterstützung der Alternativen Bank Schweiz als weiteren Investor und Kooperationen mit Schweizer Unternehmen (Kyburz, PostAuto, Bosch Car Service, u.v.m) zählen.

Das EU-Parlament und zahlreiche Europäischen Städte haben die Reduktion des innerstädtischen fossil betriebenen Autoverkehrs um bis 100% beschlossen. Dies gibt der Vision der Share your BICAR AG weiteren Antrieb: «Jedes im Sharingbetrieb genutzte BICAR-Fahrzeug reduziert den CO2-Ausstoss um mindestens eine Tonne pro Jahr und macht acht Autos überflüssig», so Burri. «Gemeinsam mit starken Partnern und Investoren, die mit uns die Zukunft der Städte mitgestalten wollen, erreichen wir das Ziel einer nachhaltigen und CO2-freien Mobilität».

Interesse mitzumachen? Auch in der Zukunft wird es den Studierenden des Studiengangs Verkehrssysteme möglich sein, über Projekt- und Bachelorarbeiten an der Erfolgsgeschichte des BICAR mitzuwirken.

Die Scooter kommen! Neue „Shared Mobility“-Studie veröffentlicht

Zum dritten Mal haben ZHAW-Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme die Studie «Shared Mobility» durchgeführt. Hierfür haben sie in sieben europäischen Städten bestehende Sharing-Konzepte im Bereich der Mobilität untersucht. Die Ergebnisse aus Zürich, Berlin, Kopenhagen, London, Paris, Wien und Barcelona zeigen, dass das Wachstum der Sharing-Economy auch im vergangenen Jahr anhielt und zu weiteren Veränderungen führte. Erstmalig wurde die Entwicklung im noch jungen Markt des Scooter-Sharings untersucht.

Das Scooter-Sharing befindet sich laut der von den Studierenden der Klasse VS16a weitestgehend selbständig erstellten Studie in einem rasanten Wachstum. Besonders populär sind die Roller bereits in Berlin und Paris. In Zürich gibt es noch kein solches Angebot. Zwischen den Anbietern bestehen grosse preisliche Unterschiede. Die Kosten liegen, im Gegensatz zum Bike-Sharing, noch weit über dem öffentlichen Verkehr.

Sämtliche Ergebnisse und der Download der kompletten Studie (deutsch/englisch) sind auf den Webseiten der ZHAW School of Engineering zugänglich.

Internationale Kooperation im Studiengang Verkehrssysteme: BA-Forschungsreise zur NASA

Kann ein Algorithmus der NASA dabei helfen, die Zuverlässigkeit der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) zu steigern? Um die Antwort auf diese Frage zu finden, unternahm der Verkehrssysteme-Student Florian Fuchs eine Forschungsreise nach Amerika. Während 14 Tagen diskutierte er mit Experten der NASA und programmierte Algorithmen. Anlass für die Forschungsreise war die Bachelorarbeit, die Herr Fuchs in diesem Semester erstellt. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen.


Bildquelle: VBZ

Heute haben zahlreiche Verkehrsbetriebe bereits automatische Überwachungssysteme, die grosse Datenmengen von hoher Qualität zur aktuellen Betriebssituation generieren. Damit diese Daten aber zu einer Steigerung der Zuverlässigkeit genutzt werden können, gilt es aus der Datenflut die richtigen Informationen zu extrahieren.

Das Ziel der Arbeit ist die Implementierung eines Algorithmus, der die verfügbaren Daten auswertet und Störungen vorhersagt, bevor sie auftreten. Als Grundlage für den Algorithmus soll der ADOPT-Algorithmus der NASA dienen. Dieser muss so angepasst werden, dass er zur Überwachung des Busbetriebs eingesetzt werden kann. Neben der Implementierung und Weiterentwicklung des Algorithmus soll auch untersucht werden, in welchem Umfang Daten bereitgestellt werden müssen, damit eine Vorhersage von Bus Bunching, also der Bildung von Buskolonnen durch das Auffahren nachfolgender Linienumläufe, möglich ist.

Der erste Teil der Arbeit umfasst den Wissenstransfer zwischen ZHAW und NASA. Da der ADOPT-Algorithmus nicht öffentlich verfügbar ist, musste eine andere Lösung gefunden werden. Diese war eine zweiwöchige Forschungsreise zum NASA AMES Research Center in Mountainview, Kalifornien. Während denn zwei Wochen vermittelten Experten das nötige Wissen um den von der NASA entwickelten Algorithmus von Grund auf neu zu programmieren. Als Nebeneffekt ermöglichte der Aufenthalt mögliche Strategien zur Implementation und Erweiterung des Algorithmus zu diskutieren und testen. Nur schon deshalb war der Trip zur NASA spannend und sehr wertvoll.

Der zweite Teil der Arbeit nimmt den entwickelten Algorithmus auf den Prüfstand. Dies geschieht in einer Art virtuellem Sandkasten. Dabei überwacht der Algorithmus simulierte Buslinien und gibt Feedback zum Betriebszustand an einen virtuellen Leitstand. Dabei kann über verschiedene Parameter die Situation in der Simulation verändert werden. Dieses Vorgehen ermöglicht eine kritische Bewertung des Algorithmus. Ebenfalls ist es dadurch möglich, einzelne Anpassungen und deren Auswirkungen zu untersuchen. Schlüsselelement des Simulators ist, dass er in enger Zusammenarbeit mit den VBZ entsteht. Durch die Partnerschaft ist garantiert, dass die Simulation dem Betriebsalltag der VBZ entspricht und diesen abbildet.

Diese Bachelorarbeit zeigt einige charakteristische Merkmale des Studiengangs Verkehrssysteme auf. Beispielsweise demonstrieren die Industriepartner NASA und VBZ die Praxisnähe und -relevanz des Studiengangs. Ergänzend zeigen Umfang und Breite der Arbeit, wie vielfältig das vermittelte Wissen ist. 

Shared Mobility lohnt sich: Studierende veröffentlichen europäische Vergleichsstudie

Barcelona, Berlin, Kopenhagen, London, Paris, Wien und Zürich: Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme der ZHAW School of Engineering haben in sieben europäischen Städten bestehende Sharing-Konzepte im Bereich der Mobilität untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass innerhalb des allgegenwärtigen Trends der Sharing-Economy insbesondere das Teilen des eigenen Autos an Bedeutung gewinnt.

Unter dem Namen Peer-to-Peer-Carsharing (kurz: P2P-Carsharing) verbirgt sich ein neuartiges Sharing-Modell: Anbieter stellen Privatnutzern online Plattformen zur Verfügung, auf denen diese ihr Fahrzeug mit anderen teilen können. In allen sieben untersuchten Städten ist mindestens ein solches Angebot vorhanden. Spitzenreiter ist Paris, wo es fünf Anbieter insgesamt über 2200 Autobesitzern ermöglichen, ihr eigenes Vehikel über eine entsprechende Plattform an Fremde zu vermieten. In Zürich gibt es erst einen Anbieter mit bisher gut 100 Teilnehmern. Die Vorteile liegen auf der Hand: «Auf diese Weise steht das Auto nicht nur auf dem Parkplatz und verursacht Kosten, sondern man kann damit Geld verdienen», weiss ZHAW-Student Christoph Sutter, der das Projekt im Bachelorstudiengang Verkehrssysteme gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Thullen geleitet hat.

Im letzten Jahr wurde zum ersten Mal die Studie zum Thema «Shared Mobility» durch den Studiengang Verkehrssysteme durchgeführt, in der das Sharing-Verhalten ausgewählter Städte analysiert und verglichen wurde. Aufbauend auf den gesammelten Daten ist eine Fortführung geplant, die langfristig eine Art europäisches Sharing-Trendbarometer ergeben wird. Neben dem P2P-Schwerpunkt analysiert die Studie wie im vergangenen Jahr detailliert die Carsharing- und Bikesharing-Angebote der professionellen Betreiber in den verschiedenen Städten.

Komplette Studie „Shared Mobility“ als Online-Download

Kooperation mit Siemens Mobility im Themenfeld „Smart Data“


Bildquelle: Siemens Mobility Schweit

Reale Anwendungsfälle statt theoretische Abhandlungen, das ist das Motto im Studiengang Verkehrssysteme und konkret im Modul „Verkehrspraxislabor 2“. Nach der Kooperation mit SBB Personenverkehr zum Thema Nachtzüge im vergangenen Jahr, analysiert das diesjährige Studierendenprojekt die Chancen von Siemens Mobility für innovative „Big Data“-Lösungen in der Bahnlogistik.

„Big Data“ ist eines der meist genannten Schlagworte, wenn die Potenziale der Digitalisierung im Verkehrsbereich diskutiert werden. Rasante technische Fortschritte in der Sensortechnik und Datenübertragung ermöglichen es heute, grosse Datenmengen rund um das eingesetzte Schienenfahrzeug zu erfassen und in Echtzeit zu übermitteln. Damit aus der „Big Data“-Datenflut jedoch ein sinnvolles „Smart Data“-Datenset wird, das bei den Stakeholdern tatsächlich einen Mehrwert generiert, benötigt es eine umfassende Kenntnis der Kundenbedürfnisse. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach den aktuellen technologischen Möglichkeiten von Siemens und seinen Wettbewerbern.

In dem ein Semester dauernden studentischen Projekt werden die Studierenden des vierten Semesters in enger Zusammenarbeit mit Siemens Mobility die Transportbedürfnisse unterschiedlicher Branchen analysieren. Auf der Grundlage dieser Marktdaten werden dann mögliche „Smart Data“-Angebote entwickelt.

Nachtzug von morgen – VS-Studierende stellen Studie der ÖBB vor

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Im Rahmen des diesjährigen Verkehrspraxislabor-Projekts untersuchten die Studierenden des vierten Fachsemesters Verkehrssysteme mögliche Zukunftspfade für den Nachtzug in Europa. Die auf Anregung und in Zusammenarbeit mit SBB Personenverkehr erstellte Marktanalyse traf in der Schweiz auf grosses Interesse bei den beteiligten Experten. Dank der Vermittlung der SBB erhielten die Studierenden daraufhin eine Einladung nach Wien, um dort ihre Ergebnisse bei den Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) zu präsentieren. Die ÖBB wird sich wahrscheinlich zukünftig zu einem prägenden Akteur des europäischen Nachtzugnetzes entwickeln.

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Ob für ein Meeting oder für ein Wochenende zu zweit – Städtereisen in Europa sind beliebter denn je. Weshalb also nicht mit dem Nachtzug reisen? In Kooperation mit den SBB erarbeiteten 15 Studierende des ZHAW-Studiengangs Verkehrssysteme im Frühlingssemester 2016 eine detaillierte Marktanalyse zum schwächelnden Nachtzugmarkt mit Fokus Schweiz. Hintergrund dafür ist der Rückzug der DB aus dem Nachtzug-Markt auf Ende 2016.

Die Studie umfasst sowohl angebots- als auch nachfrageseitig strukturierte Analysen. Insbesondere wurde gezeigt, wie sich der Nachtzugs im Vergleich zur Konkurrenz im Markt positioniert und mit welchen Ansätzen neuer Schwung und neue Kunden gewonnen werden können. Um mögliche Kostenhebel zu finden, wurden umfangreiche Kostenberechnungen mit diversen Rollmaterial-Typen und Strecken durchgeführt.

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Die nachfrageseitig interessanten Relationen führen Richtung Deutschland und weiter nach Dänemark und in die Benelux-Staaten sowie nach Österreich und England. Auf diesen Korridoren sind die Kosten konkurrenzfähig mit Flugzeug, Fernbus und Co. – insbesondere wenn lange und günstige Leichtbauzüge eingesetzt werden. Problematisch ist hingegen die immer noch mangelnde Normierung sowie die Eurotunnel-Preisgestaltung. Nachholbedarf besteht ausserdem bei der Vermarktung. Kooperationen mit Vergleichsplattformen und Hotels und ein moderner Internetauftritt könnten Abhilfe schaffen.

 

 

Wer „shared“ am besten in Europa? VS-Studierende veröffentlichen „Shared Mobility“-Studie

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Die Shared-Mobility-Branche wächst kräftig, neue Angebote werden laufend in den Medien verkündet. 15 Studierende des ZHAW-Studiengangs Verkehrssysteme haben im Herbstsemester 2015/2016 die Sharing-Mobilitätsangebote in ausgewählten europäischen Städten analysiert. Ziel war es, Preise und Verfügbarkeiten anhand typischer Nutzerprofile zu ermitteln und zu vergleichen.

In Barcelona, Berlin, Kopenhagen, London, Paris, Wien und Zürich wurden mögliche Zusammenhänge zwischen bestehenden Car- und Bike-Sharing-Angeboten, Transportalternativen, Bevölkerungsdichte und Preis gesucht. Fünf Nutzerprofile mit charakteristischen Eigenschaften ermöglichen einen Preisvergleich zwischen den verschiedenen Anbietern, Städten und alternativen Verkehrsmitteln. Kaufkraftunterschiede zwischen den Städten wurden mit dem Big-Mac-Index bereinigt.

Die Gegenüberstellungen zeigen, dass unterschiedliche Sharing-Modelle und Subventionen markante Preisunterschiede in und zwischen den Städten verursachen. Weitere Vergleiche mit Bevölkerungsdichten und Motorisierungsgrad zeigen, dass Shared-Mobility nach wie vor ein Nischenmarkt ist. Die Shared-Mobility-Branche ist noch zu jung und der Marktanteil ist zu gering, um langfristige Zusammenhänge zwischen der Bevölkerungsdichte und dem Angebot zu erkennen. Die Studie stellt daher den Auftakt für weitere studentische Untersuchungen dar. In den kommenden Jahren sollen die Markterhebungen in ähnlicher Weise wiederholt werden, um langfristig ein Trendbarometer zur Shared Mobility in Europa anbieten zu können.

Die komplette Studie steht als PDF-Dokument auf der ZHAW-Webseite zum Download zur Verfügung. Für die Version mit höherer Auflösung kontaktieren Sie bitte das Projektteam (Kontaktdaten im Impressum der Online-Version).

Elektromobilität & Tourismus – neues Forschungsprojekt bietet Studierendenbeteiligung

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Wie kann die Elektromobilität in der Tourismusregion Bodensee gestärkt werden? Das gemeinsame Projekt „E-Destination Bodensee“ der Hochschule Konstanz (HTWG) und der ZHAW School of Engineering wird dies in den kommenden zwei Jahren untersuchen.

Das von der Internationalen Bodensee-Hochschule geförderte Vorhaben ist bewusst so gestaltet, dass sich auch Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme im Rahmen von Semester-, Projekt oder Bachelorarbeiten aktiv beteiligen können. Das Institut für Nachhaltige Entwicklung und der Studiengangleiter Verkehrssysteme leiten jeweils eigene Teilprojekte und stellen eine enge Verknüpfung zwischen dem Forschungsvorhaben und der Lehre sicher.

Studierende, dies sich für die Themenfelder Elektromobilität & Tourismus interessieren, sind herzlich eingeladen, sich beim Forschungsteam zu melden. Weitere Infos zu dem Projekt finden sich u.a. in der gemeinsamen Presseerklärung.

e-destination_02Gehen den Potenzialen der Elektromobilität im Bodensee-Tourismus auf den Grund: Dr. Thomas Sauter-Servaes; Helene Schmelzer; Tobias Michl; Antonia Olivia Sabo; Dr. Merja Hoppe und Prof. Dr. Tatjana Thimm (v.l.)

 

Studierendenprojekt zum Nachtzug der Zukunft

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Japanischer Luxusnachtzug Cassiopeia (Bild: Sui-setz)

Sind Nachtzüge noch ein zeitgemässes Mobilitätsangebot? Wie könnte dieses umweltfreundliche und zeiteffiziente Nachtreiseangebot zukünftig wieder an Attraktivität gewinnen? 15 Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme werden diese Fragestellungen im kommenden Frühlingssemester 2016 untersuchen. Spezialisten von SBB Personenverkehr begleiten das Projekt und stellen Datengrundlagen zur Verfügung. Das Studierendenprojekt ist Bestandteil der Projektschiene des vierten Fachsemesters. Dabei übernehmen die Studierenden die Rolle eines klassischen Beratungsunternehmens. Auf der Basis einer umfangreichen Marktanalyse präsentiert das Projektteam dem Praxispartner SBB am Semesterende bestehende Potenziale und mögliche Gestaltungsansätze für die nächste Generation Nachtzug.

Das traditionelle Geschäftsmodell des Nachtzugbetriebs steht weltweit vor grossen Herausforderungen. Der Nachtzugverkehr sieht sich seit einigen Jahren mit einem steigenden Wettbewerbsdruck konfrontiert. In der Vergangenheit haben die Bahngesellschaften vor allem mit Angebotskürzungen und Kostenoptimierungen im Bestandsnetz auf die wachsende intramodale und intermodale Konkurrenz reagiert. Alternativ kann der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes als Chance angesehen werden, mit altem oder neuem Fahrzeugmaterial deutlich höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten zu erzielen. Innerhalb der bestehenden Zeitfenster zwischen abendlichen Abfahrt und morgendlicher Ankunft liessen sich so erheblich grössere Entfernungsbereiche abdecken.

nachtzug_01Sieht so das Nachtzug-Interior der Zukunft aus? (Bild: „CX First Class Suites 747 nose“ by http://flickr.com/photos/richardmoross/ – Licensed under CC BY 2.0 via Commons)

Hat dieser Ansatz das Potenzial, den Nachtzug zu alter Bedeutung zurückzuführen? Die Studierenden werden darauf eine Antwort liefern. Das Projekt bietet ihnen die Möglichkeit, sich bei ihren Recherchen weitreichende Kenntnisse zum europäischen Personenverkehrsmarkt anzueignen und dieses Wissen direkt praxisnah anzuwenden. Der Partner SBB sichert dabei einen grösstmöglichen Realitätsbezug bei den eingesetzten Methoden und der Bewertung der Analyseergebnisse.

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