Infotage 2021: Gemeinsam die schnellsten Köpfe für die Mobilitätsbranche gewinnen

Am 23. Oktober und 13. November 2021 fanden die Infotage der ZHAW School of Engineering statt. An diesen Tagen haben sich wieder rund 400 Interessierte über die Ingenieurstudiengänge der ZHAW informieren. Neben Präsentationen und Laborrundgängen konnten die Teilnehmenden mit zahlreichen Industriepartnern des Studiengangs Verkehrssysteme ins Gespräch kommen.

Viele Befragungen zeigen, dass potenzielle Studierende mit einzelnen Studiengängen häufig kein Berufsbild verbinden können. Dies trifft insbesondere auf den noch jungen Studiengang Verkehrssysteme zu. Daher ist es inzwischen fester Bestandteil der Infoveranstaltungen des Studiengangs Verkehrssysteme, neben dem Studium auch die späteren Arbeitsfelder und mögliche Arbeitgeber:innen vorzustellen. 

An sogenannten Praxisstationen auf dem VS-Stand können die Unternehmensvertreter:innen potenziellen Studierenden aufzeigen, für welche Tätigkeiten ein Verkehrssysteme-Abschluss im entsprechenden Unternehmen qualifiziert. Durch diese verknüpfte Vorstellung von Praxis und Studium besteht eine deutlich bessere Chance, die „schnellsten Köpfe“ für die Verkehrsbranche zu begeistern.

In diesem Herbst durften wir folgende Unternehmen begrüssen:

Allen Praxispartnern und den vielen beteiligten Alumni ein herzliches Dankeschön für Ihr grossartiges Engagement. Der Studiengang freut sich auf zwei weitere Infotag im Frühjahr 2022 mit weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Mobilitätsbranche.

Angebotsplanung konkret: Lunch-Vorträge von Stadtbus Winterthur

Ende November wird eine alte Tradition des Studiengangs Verkehrssysteme neu aufgelegt. Zunächst unter dem Motto «Am Puls der Praxis», später als Lunchvorträge waren immer wieder Unternehmen zu Gast an der ZHAW School of Engineering, die ausserhalb des normalen Modulbetriebs einen Einblick in aktuelle Themenfelder der Mobilitätsbranche gegeben haben.

In diesem Jahr wird Stefan Gerber, Leiter Angebotsplanung Stadtbus Winterthur zwei Gastvorträge im Technikum halten. Die Veranstaltungen sind offen für alle Studierenden der ZHAW School of Engineering. Nutzen Sie die Chance, mit einem erfahrenen öV-Profi ins Gespräch zu kommen.

Die Vorträge finden im TH 363 zu folgenden Terminen statt.

Freitag, 26. November, 12-13 h
Thema: Rolle des zukünftigen städtischen öV im Kontext von anderen Ansprüchen wie Stadtraum und Umwelt. Fokus: Wachsender Zielkonflikt zwischen Umweltgesetzgebung (Lärm, Luft, Stichwort Tempo 30), der Stadtplanung (Strassenraumgestaltung, Koexistenz zwischen den Verkehrsträgern) und dem Leistungsauftrag des öV.

Freitag, 17. Dezember, 12-13 h
Thema: Mobilitätshub der Zukunft – Welche Faktoren sind bei der Planung von Umsteigepunkten zwischen dem lokalen und regionalen/nationalen öV zu beachten? Das Beispiel HB Winterthur

Veranstaltungstipp zum Spannungsfeld Öffentlicher Verkehr, Tempo 30 und Velos

Unter dem Eindruck der Pandemie nahm die Diskussion zum öffentlichen Stadtraum und die Fortbewegung in diesem an Fahrt auf. Tempo 30 in der ganzen Stadt Zürich steht im Raum, Velos und Taxis wollen Busspuren mitbenützen und der MIV hat in der Pandemie zugelegt. Im Beitrag «Dem öV weht ein rauer Wind entgegen» wird dies von der IGöV Zürich thematisiert. Nun soll eine Vertiefung im Rahmen einer Podiumsdiskussion erfolgen. Das einleitende Impulsreferat wird dabei vom langjährigen VS-Dozierenden Dr. Rolf Bergmaier gehalten.

Mittwoch, 24. November 2021
19:00 – 20:45 Uhr (anschliessend Apéro im Saal «Sihl»)
Stiftung zum Glockenhaus, Saal «London», Sihlstrasse 33, Zürich

Referent: Dr. Rolf Martin Bergmaier
Podiumsteilnehmende:
Rolf Martin Bergmaier
Thomas Hablützel (VBZ, Leiter Unternehmensbereich Markt, GL-Mitglied)
Carsten Hagedorn (OST, Professor Verkehrsplanung)
Viktoria Herzog (Baudirektion Kanton Zürich, Verantwortliche Veloverkehr)
Moderation: Michael von Ledebur (NZZ, Redaktor)

Die Teilnahme an der Podiumsveranstaltung ist kostenlos. Die Teilnehmendenzahl ist beschränkt, die Anmeldung erforderlich (bitte bis 19.11.2021 an mail@igoev-zh.ch). Der Einlass für Podium und Apéro erfolgt nur mit Covid-Zertifikat & Ausweis.

Aufsteigen bitte: Gestalten Sie die Mobilität & Logistik von morgen – Infotag am 23. Oktober 2021

Verkehrswachstum und Klimakrise stellen das Transportsystem vor enorme Herausforderungen. Die Mobilitäts- und Logistikbranche sucht dringend junge Verkehrsingenieurinnen und Verkehrsingenieure, um das zukünftige Transportsystem leistungsfähig und nachhaltig zu entwickeln. Der Studiengang Verkehrssysteme bildet Sie praxisnah den Anforderungen der Wirtschaft entsprechend zum Bacheloringenieur Verkehrssysteme aus. Beweg was – werde VerkehrsingenieurIn!

Der Studiengang Verkehrssysteme gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihr Studium an Ihre Spezialisierungswünsche individuell anzupassen. Aufbauend auf einem soliden ingenieurtechnischen und fachspezifischen Fundament können Sie Ihr Studium im letzten Studiendrittel aktiv gestalten. Neben dem Vollzeitstudium können Sie Verkehrssysteme auch als Teilzeitangebot neben Ihrer beruflichen Tätigkeit absolvieren.

Nutzen Sie die Chance, sich über unser Studienangebot zu informieren. Studierende und Alumni des Studiengangs Verkehrssysteme berichten anlässlich des Infotags über ihre Erfahrungen mit dem Verkehrssysteme-Studium. Mit PostAutoRhätische BahnAtron sowie dem Ingenieurbüro Rudolf Keller & Partner sind zudem vier unserer Praxispartner mit ihren MitarbeiterInnen vertreten. Sie erklären Ihnen gerne, welche herausragenden Berufschancen Sie mit dem Abschluss B.Sc. Verkehrssysteme haben.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch anlässlich des Infotags der ZHAW School of Engineering am 9. November in Winterthur. Alle Details zum Programm finden Sie hier.

Beweg was – werde Verkehrsingenieur(in)!

bewegwas_01

Die Schweiz verfügt über eines der besten Verkehrssysteme der Welt. Doch die Herausforderungen in der Zukunft sind gross. Wachsende Stadtbevölkerungen, drohender Klimawandel und steigendes Durchschnittsalter fordern von der Verkehrsbranche kreative Lösungen für die zunehmende Nachfrage nach Mobilität.

Gleichzeitig ergeben sich durch Digitalisierung, Sharing-Konzepte und bessere Werkstoffe neue Chancen. Vor diesem Hintergrund sucht die Verkehrswirtschaft in allen Bereichen dringend Verkehrsingenieurinnen und Verkehrsingenieure. Daher: Beweg was, werde Verkehrsingenieur(in)! Anmeldungen zum Studienstart im Herbst 2022 sind bis 30. April 2022 auf den Webseiten der School of Engineering möglich.

bewegwas_02

Noch nicht sicher, ob Verkehr das richtige Tätigkeitsfeld für Dich ist? Benötigst Du mehr Insider-Informationen über den schweizweit einzigartigen Studiengang Verkehrssysteme? Kein Problem. Anlässlich der „Beweg was“-Kampagne haben wir Absolventen des Studiengangs, aktuelle Bachelorstudierende und Verkehrsexperten um Hilfe gebeten.

bewegwas_03

Trotzdem noch Fragen offen? Dann zögere nicht und vereinbare einen persönlichen Termin mit dem Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes. Er berät Dich gerne zu allen Fragen rund um das Verkehrssysteme-Studium. Sämtliche Informationen und einen direkten Kontakt zu relevanten Wirtschaftspartnern gibt es zudem anlässlich des nächsten Infotags der ZHAW School of Engineering am 23. Oktober 2021 in Winterthur.

Der VS-Zirkel startet wieder durch!

Gastbeitrag von Ramon Rey

Liebe VS-Absolventin, lieber VS-Absolvent

Nachdem du dich mit dem frischen Bachelor in der Tasche ins Berufsleben gestürzt und dich bereits etwas eingelebt hast, wird es höchste Zeit, das berufliche Netzwerk zu pflegen und zu erweitern. Nach den digitalen Homeoffice-Zeiten ist das wichtiger denn je!

Der VS-Zirkel bietet dafür die ideale Plattform, die neben dem Beruf auch weiterhin über spannende Themen rund um Verkehr, Mobilität und Logistik auszutauschen – und das erst noch in ungezwungener Atmosphäre.

  • Wer wir sind: Nach dem Studium zu dritt gegründet, sind wir auf über 60 Mitglieder angewachsen. Mehrheitlich bestehend aus VS-Absolventinnen und Absolventen, aber grundsätzlich sind wir für alle interessierten Köpfe aus der Branche offen.
  • Unser Ziel: Das Hauptziel des VS-Zirkels ist der Austausch zu Mobilitäts- und Logistikthemen. Unsere Mitglieder sind in den unterschiedlichsten Bereichen tätig, sodass aktuelle Themen aus verschiedenen Blickwinkel diskutiert werden. Das Spektrum reicht von der Schienenfahrzeugherstellung über Verkehrssimulationen bis hin zu kompletten Logistiklösungen.
  • Was wir machen und wofür wir stehen: Der VS-Zirkel trifft sich vier Mal jährlich im Raum Winterthur, wobei jeweils ein Hauptthema im Fokus steht. Situativ werden gemeinsam Fachreferate besucht oder selber organisiert. Die enge Einbindung der Mitglieder ist eines der Merkmale des VS-Zirkels. Des Weiteren stehen wir für eine offene und kollegiale Kommunikation ein.

Unsere nächsten Termine:

  • 15.10.21: Mitgliederanlass bei „Atron AG
  • 26.11.21: Mitgliederanlass bei „Trafiko AG

Schau auf unsere Website, melde Dich bei uns oder komm an den Anlässen vorbei, natürlich völlig unverbindlich! Wir freuen uns auf Dich!

PS: Wenn du noch auf Job-Suche sein solltest: In unsere LinkedIn-Gruppe werden regelmässig spannende Job-Angebote geteilt – ein weiterer Grund also uns, beizutreten.

Transportation Engineers 2021 – ausgewählte Bachelorarbeiten

In der Bachelorarbeit zum Abschluss des Verkehrssysteme-Studiums untersuchen die Studierenden selbständig aktuelle Themen und Problemstellungen, stets in Zusammenarbeit mit Aufträgen aus der Mobilitäts- und Logistikbranche. Eine Auswahl an Diplomarbeiten aus allen neun Ingenieur-Studiengängen wird in der jährlich erscheinenden ZHAW-Publikation ENGINEERS vorgestellt.

In diesem Jahr wurden folgende drei Bachelorarbeiten des Studiengangs Verkehrssysteme ausgewählt. Viel Spass bei der Lektüre der wunderschön layouteten Kurzzusammenfassungen der Projekte.

Eine PDF-Fassung mit Arbeiten aus allen neun Bachelor-Ingenieurstudiengängen der ZHAW School of Engineering findet sich hier.

Stadler Award 2021 für zwei VS-Bachelorarbeiten

Der international renommierte Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail vergibt in jedem Jahr den Stadler Award an hervoragende Bachelorarbeiten im ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme. Trotz der erschwerten Bedingungen in der Covid-Pandemie wurde die Auszeichnung auch 2021 verliehen. Geehrt wurden zwei herausragende Arbeiten. Die Übergabe erfolgte durch Lukas Mani, der selbst das Verkehrssysteme-Studium absolviert hat und inzwischen bei Stadler Rail in Bussnang arbeitet.

Über die Auszeichnung freuen durften sich Felix Angstmann und Robin Jerger. In ihrer Arbeit „Automatisierte Betriebshoffahrten bei den Verkehrsbetrieben Zürich“ beschäftigten sie sich mit den Potenzialen der Automatisierung im Trambetrieb. Ein weiterer Award ging an Nadine Stucki und Sina Tollardo. Sie erarbeiteten für die Rhätische Bahn ein Betriebskonzept im Rahmen eines Weltrekordversuchs mit 25 Capricorn-Zügen.

Diplomfeier 2021 – Smarte AbsolventInnen und Absolventen für die Mobilitätswelt von morgen

Seit dem 14. Juli 2021 gibt es 20 neue Verkehrsingenieurinnen und -ingenieure. Auch wenn die Covid-Pandemie die Feierlichkeiten einschränkten, gab es viel Anlass zum Jubel. Nicht nur die teils hervorragenden Ergebnisse der Bachelorarbeiten durften gefeiert werden, sondern auch die Preisträgerinnen und Preisträger des Stadler Awards 2021.

Der Begriff RoLa: neu geprägt!

Gastbeitrag der Klasse VS19

Ist es denkbar, dass in Zukunft Lastwagen auf der Schiene mit 100 km/h am Gotthardstau vorbeifahren? Dies ist heute schwer vorstellbar. Die RoLa gilt als veraltet und weckt negative Emotionen. Egal ob kurz oder lang, eine RoLa wird aktuell als langsam und teuer wahrgenommen.

Aber: Mit einem neuen, innovativen Angebot und richtiger Kommunikation kann der Begriff RoLa neu geprägt werden! Dieser Herausforderung stellte sich die Klasse VS19 der ZHAW School of Engineering.

Abbildung 1: Die Rollende Landstrasse, Quelle: Alpeninitiative

Industrie beauftragt VS-Studierende

Ein Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) beauftragte im Rahmen des Moduls „Praxisprojekts 2“ das Studierendenteam, das Potenzial einer Kurz-RoLa durch den Gotthard zu ermitteln. Gemäss dem EVU ist die RoLa attraktiv, weil am Stau vorbeigefahren werden kann. Bei einer RoLa werden Lastwagen inklusive Personal auf Züge verladen. Bisher hat sie jedoch im Güterverkehr kaum Relevanz.

Speditionen und Experten sehen kaum Potenzial in Kurz-RoLa

Um die Nachfrage nach einer Kurz-Rola in der Logistikbranche zu verstehen, führten die Studierenden Telefoninterviews mit Speditionen und Fachleuten in der Schweiz durch. Es stellte sich heraus, dass die Branche einer solchen Idee gegenüber skeptisch eingestellt ist. Häufig fielen die Worte: «Ich möchte Sie nicht demotivieren, aber …». Trotzdem liessen sich alle Interviewten auf spannende Gespräche ein. Dabei wurden mögliche Standort- und Streckenvorschläge gesammelt.

Als weiterer Input konnte von Rail Cargo Austria mehr über die bestehende Kurz-RoLa am Brenner erfahren werden. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren in Österreich sind Restriktionen auf der Strasse und die sehr grosszügige Subventionierung.

Konkrete, innovative Angebote sollen es richten

Um den Schweizer Speditionen die RoLa schmackhaft zu machen, muss Ihnen das Konzept eines neuen konkreten Angebots vorgelegt werden. Die Studierenden definierten, dass ein Angebot primär die Faktoren Standorte, Rollmaterial und Preis berücksichtigen muss. Dabei sollten zwei unterschiedliche Strecken entwickelt werden.

Zwei attraktive Strecken als Grundgerüst

Mit den von den Speditionen erhaltenen Standortvorschlägen wurde eine Nutzwertanalyse durchgeführt. Gute Lage und betriebliche Machbarkeit im Norden bieten die Standorte Brunnen und Rotkreuz. Im Tessin sind dies Lugano Vedeggio und Cadenazzo.

Aus diesen Standorten wurden zwei Strecken gebildet. Die längere Strecke Rotkreuz – Lugano Vedeggio hat eine Fahrzeit von zwei Stunden. Bei der kürzeren Strecke Brunnen – Cadenazzo beträgt sie 80 Minuten.

Modernes oder günstiges Rollmaterial

Die wichtigsten Kriterien für die Wahl des Rollmaterials sind die Verladezeit sowie die Anschaffungs- und Unterhaltskosten. Die Wahl fiel auf zwei unterschiedliche Systeme. Einerseits das innovative, aber unerprobte Flexiwaggon-System (siehe Bild unten), andererseits das klassische System mit Flachwagen und Kopframpe. Flexiwaggons sind teuer, aber mit nur 15 Minuten Verladezeit viermal schneller in der Abfertigung als Flachwagen. Die Flexiwaggons setzen auf ausschwenkbare Plattformen. Diese sind direkt im Wagen verbaut und benötigen keine spezielle Infrastruktur.

Abbildung 2: Eine Animation des Flexiwaggon-Systems. Quelle: flexiwaggon.se

Flachwagen können verhältnismässig günstig beschafft werden, jedoch dauert das Verladen der LKW sehr lange.

Für beide Strecken wurde je ein schnelles «Priority»-Angebot mit Flexiwaggons und ein günstiges «Economy»-Angebot mit Flachwagen erstellt.

Preis für eine RoLa-Fahrt zwischen CHF 95 und 170

Zur Berechnung der Fahrtpreise wurde ein Rechenmodell entwickelt, in dem die wichtigsten finanziellen Aspekte berücksichtigt wurden. Dazu gehören beispielsweise die Anschaffungs- und Instandhaltungskosten des Rollmaterials sowie die Einnahmen durch Subventionen. Betreffend der Subvention einer RoLa wird erst im Herbst 2021 ein neuer Entscheid des Bundes erwartet. Deshalb wurden für diese Berechnung Annahmen basierend auf anderen RoLa-Angeboten getroffen. Die «Priority»-Angebote würden CHF 125 und CHF 170, die «Economy»-Angebote CHF 95 und CHF 115 kosten.

Speditionen lassen sich von den zeitgemässen Angeboten überzeugen

An 75 Schweizer Speditionen wurde ein Online-Fragebogen verschickt. In diesem wurden anhand eines Flyers die erarbeiteten Angebote (siehe Bild unten) vorgestellt.

Abbildung 3: Ein Ausschnitt aus dem Flyer, welcher die Angebote im Online-Fragebogen illustrierte. (eigene Darstellung)

Das Projektteam erhielt von 21 Speditionen eine Rückmeldung (siehe Bild unten). Alle Varianten stiessen auf Interesse, wobei jeweils die längere Strecke Rotkreuz – Lugano Vedeggio und das «Priority»-Angebot favorisiert wurden. Das schnelle Verladen und die daraus resultierende Zeiteinsparung des «Priority»-Angebotes scheint den Aufpreis wert zu sein.

Abbildung 4: Wie viele Unternehmen sagen JA zu einem der Angebote? (eigene Darstellung)

Die Nutzung der Angebote ist schlussendlich eine Preisfrage. Wenn das Angebot kostenlos wäre, würden es mit einer Ausnahme alle Unternehmen nutzen. Eine Kurz-RoLa muss also einen attraktiven Preis bieten können.

Potenzial für Mikro-RoLa da, aber Wirtschaftlichkeit offen

Heute können die Studierenden die Einführung einer Kurz-RoLa dem EVU nicht empfehlen. Einerseits ist die Situation mit den Subventionen unklar. Andererseits ist die innovative Flexiwaggon-Lösung unerprobt. Hier müssten weitere Abklärungen in Bezug auf die Markttauglichkeit vorgenommen werden. Ein grundsätzliches Potenzial ist aber vorhanden.

Für eine wirtschaftlich betreibbare Kurz-RoLa sind genügend Subventionen und passendes innovatives Rollmaterial,wie zum Beispiel Flexiwaggons entscheidend.

Der Erfolg eines Angebotes basiert auch auf der richtigen Kommunikation und Technologie. Nur mit dieser kann der negativ behaftete Begriff der RoLa neu geprägt werden.

« Ältere Beiträge