Stauforschung auf Nationalstrassen – zwei VS-Studenten ziehen Bilanz

Gastbeitrag von Ahmed Ahmetovic und Ibrahim Binder

Ahmed Ahmetovic (rechts) und Ibrahim Binder

Wir beide sind mit einem Grundinteresse für den Strassenverkehr in das Studium Verkehrssysteme eingestiegen. Aus unseren beruflichen Hintergründen als Konstrukteur und Hochbauzeichner nicht gerade die Standardwahl, ein Studium in Maschinenbau oder Architektur wäre da näher gelegen. Trotzdem hat uns die Faszination Verkehr dazu gebracht, diesen den Studiengang Verkehrssysteme zu wählen.

Uns wurde der Studiengang als klein und damit sehr individuell vorgestellt, was die vergangenen drei Jahre nun bestätigen. Mit den verschiedenen Modulen, welche sich von der Raumplanung bis zur Verkehrssimulation erstrecken, wird eine breite Palette an Themen behandelt. Dies ermöglicht jedem Studierenden sich individuell zu entfalten. Dabei liegt es aber in der Verantwortung jedes einzelnen Studierenden, die für sich selbst interessanten Fragen zu stellen und so seine Interessen zu vertreten.

Gerade als Interessierte für den Strassenverkehr mussten wir uns immer wieder gegen die breite Meinung stellen, der Strassenverkehr produziere nur Lärm und nehme zu viel Platz weg. Unserer Meinung nach geht es ohne einen funktionierenden Strassenverkehr nicht, weder personen- noch güterverkehrsbezogen. Auch wenn ein Grossteil der Module sehr spezifisch auf Bahntechnik fokussiert ist, war es uns als technisch Interessierte trotzdem möglich, aus den entsprechenden Modulen Relevantes für die Zukunft mitzunehmen.

Bachelorarbeit zur Stauforschung auf Nationalstrassen

Aufgrund des persönlichen Interesses für den Strassenverkehr, welches sich während der Studienzeit weiter verstärkt hat, und bisherigen erfolgreichen Zusammenarbeiten haben wir uns dazu entschlossen, die Bachelorarbeit gemeinsam als Team zu bearbeiten. Als dazu nicht die passende Ausschreibung einer Bachelorarbeit erschien, entschieden wir uns dazu, verschiedene Ideen, welche sich im Verlauf der Studienjahre in unseren Köpfen angesammelt hatten, aufzuschreiben und Kontakt mit Dozierenden für die Betreuung aufzunehmen. Gemeinsam mit den Dozierenden entschieden wir uns, alle Ideen im Zusammenhang mit Nationalstrassen als Bachelorarbeit zu bündeln und das Bundesamt für Strassen (ASTRA) als Industriepartner für uns zu gewinnen.

Zusammenfassung der Bachelorarbeit

Die schweizerischen Nationalstrassen stossen regelmässig an ihre Kapazitätsgrenzen. Um der Überlastung entgegenzuwirken, setzt der Bund Temporeduktionen, Pannenstreifenumnutzungen, örtliche Lastwagen-Überholverbote und Ausbauten des Nationalstrassennetzes um. Die Arbeit betrachtet vier weitere, von den Autoren eigen definierte Massnahmen, die keine grossen Eingriffe in die Infrastruktur erfordern; bei baulichen Massnahmen sind Strecken unter 1 km Länge betroffen. Bei den vier untersuchten Massnahmen handelt es sich um ein generelles / dynamisches Lastwagen-Überholverbot, ein örtliches Spurwechselverbot, die Aufhebung des Lastwagen-Nachtfahrverbots und die Implementierung eines neuen Einfahrtskonzepts.

Abb.1: Der durchschnittliche Fahrzeitgewinn im Jahr 2040 mit Anwendung der Massnahmen am Knoten A1/ A4 beträgt auf der Route Zürich nach St. Gallen 36.7 Sekunden (23.8%). Quelle: Eigene Grafik

Die Massnahmen werden in Form einer Simulationsstudie analysiert und ausgewertet. Dafür werden in einem ersten Schritt die Massnahmen einzeln anhand von fiktiven Beispielen überprüft und deren Wirkungsbereiche ermittelt. Da alle Massnahmen erfolgreich geprüft werden konnten, sind sie anschliessend im zweiten Schritt am nachmodellierten Beispiel, dem Knoten Winterthur Nord, angewandt worden. Hierfür werden die Fahrverhalten mit gegebenen Verkehrsdaten von Autobahn-Messstellen validiert, sodass ein reales Abbild des Verkehrsgeschehens simuliert werden kann. Mit den gegebenen Daten werden schliesslich der Ist-Zustand und der Zustand 2040 modelliert, was als Grundlage für die Simulation der Massnahmen und deren Vergleich mit dem jeweiligen Referenzzustand dient.

Abb. 2: Der Vergleich von Verkehrsstärke Q und Verkehrsdichte K im Jahr 2040 zeigt, dass sich mit Massnahmen viele Datenpunkte im stabilen Verkehrsbereich befinden – ohne Massnahmen verteilen sie sich über die drei Verkehrszustände. Quelle: Eigene Grafik

Aus der Untersuchung geht hervor, dass die gewählten Massnahmen im Ist-Zustand und im Zustand 2040 zu Verringerungen der durchschnittlichen Fahrzeiten führen (vgl. Abb. 1) und der Verkehrsfluss örtlich verbessert werden kann (vgl. Abb. 2). Lediglich das neue Einfahrtskonzept kann im Ist-Zustand unter anderem aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten nicht eingesetzt werden.

Die Fahrzeiten können je nach Streckenabschnitt durchschnittlich um bis zu 35.3 % im Ist-Zustand bzw. um bis zu 23.8 % im Zustand 2040 verringert werden. Aufgrund der vielversprechenden Resultate empfehlen die Autoren die genannten Massnahmen in Pilotprojekten zu testen und zu prüfen, ob sich diese in der Praxis bewähren. (Abb. 3, Ausschnitt Vissim)

Abb. 3: Ausschnitt aus einem der vier erstellten Simulationsmodelle des Knotens A1/ A4 im Zustand 2040 mit eingesetzten Massnahmen.
Quelle: Screenshot aus ©PTV Vissim

Mit den erzielten Ergebnissen sind wir beide sehr zufrieden gestellt und auch teilweise überrascht. Die Tatsache, dass unser Industriepartner ebenfalls zufrieden ist und das Feedback der betreuenden Dozenten sehr positiv ausgefallen ist macht uns stolz.

ZHAW-Studenten machen Dampflok fit für die Zukunft

Gastbeitrag von Matthias Kleefoot

Bei aller Nostalgie zu historischen Eisenbahnen steht für deren Betreiber die Sicherheit an oberster Stelle. Zwei Studenten der ZHAW School of Engineering haben deshalb in ihrer Diplomarbeit eine klassische Dampflok mit einem modernen Zugbeeinflussungssystem ausgerüstet. Nun ist die Jungfernfahrt erfolgt.

Auf dieser Dampflokomotive des Typs Eb 3/5 BT 9 haben die Studenten ihr System installiert und getestet.

Dampflokomotiven lassen «Bähnlerherzen» höherschlagen. So auch bei Christian Lobsiger und Stefan Schnüriger. Die Absolventen des ZHAW-Studiengangs Verkehrssysteme haben die letzten beiden Semester ihres Studiums zu einem Grossteil der Sicherheit von historischen Eisenbahnen gewidmet. Diese verfügen aufgrund ihres Alters häufig über kein modernes Zugbeeinflussungssystem. Ein solches bringt den Zug in einer Gefahrensituation automatisch zum Stillstand. «Auf dem Markt sind solche Systeme zwar schon erhältlich», sagt Christian Lobsiger. «Die Anschaffungskosten sind aber hoch und der Einbau solcher Technik in historischen Fahrzeugen ist komplex.» Die Nachrüstung der Fahrzeuge mit einem Zugbeeinflussungssystem stellt deshalb für viele Betreiber und Vereine ein schwieriges Unterfangen dar.

Das tragbare System ist auf verschiedenen historischen Zügen einsetzbar, wodurch die Nachrüstungskosten pro Fahrzeug sinken

Portables System als Lösung

Die beiden Jungingenieure haben eine praktikable und kostengünstigere Lösung gefunden: ein portables System, das sich modular einsetzen lässt. Dafür adaptierten sie ein in der Schweiz zugelassenes Zugbeeinflussungssystem, das auch auf modernen Schienenfahrzeugen eingesetzt wird. «Wir haben das System so konzipiert, dass sich die einzelnen Komponenten einfach ein- und ausbauen lassen», erklärt Stefan Schnüriger. «Das macht vor allem für die teure Rechnereinheit Sinn. Günstigere Komponenten wie den Geschwindigkeitsmesser verbaut man hingegen besser fest.» Die portable Zugbeeinflussung ist somit auf mehreren historischen Zügen einsetzbar, wodurch die Kosten der Nachrüstung für das einzelne Fahrzeug gesenkt werden.

Die Absolventen nehmen ihr Zugbeeinflussungssystem in Betrieb

Erfolgreiche Jungfernfahrt

In Zusammenarbeit mit dem Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland (DVZO) und der Siemens Mobility AG haben die Studenten das System auf einer Dampflokomotive des Typs Eb 3/5 BT 9 installiert und getestet. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat dafür eine befristete Betriebsbewilligung erteilt und damit die grundsätzliche Zulassungsfähigkeit dieser Lösung bestätigt. «Das ist die erste historische Dampflok der Schweiz mit portabler Bremskurvenüberwachung», schätzt Christian Lobsiger. Auf einer 50 Kilometer langen Testfahrt von Bauma nach Winterthur und zurück haben die Absolventen demonstriert, dass ihr tragbares System funktioniert. Ihre Bachelorarbeit kann somit als Muster für zukünftige Nachrüstungen von historischen Fahrzeugen verwendet werden.

Christian Lobsiger (links) und Stefan Schnüriger schliessen mit der Bachelorarbeit ihr Verkehrssysteme-Studium ab

Belalp – wo Visionen wahr werden

Gastbeitrag von Nadine Stucki und Sina Tollardo, Klasse VS18a

Mit einem E-Shuttle soll das abgebildete Hotel Belalp auf dem Aletschbord an die Bergstation der Pendelbahn angeschlossen werden. So ist der atemberaubende Ausblick vom Aletschbord auf den Aletschgletscher für alle auf einem bequemen, schnellen Weg zugänglich. (Quelle: www.belalp.ch)

Stellt euch vor: Ihr seid in Brig und wollt auf einem möglichst schnellen, bequemen Weg einen Ort mit Blick auf den Aletschgletscher erreichen. Genau das ist auf der Belalp möglich, wo man vom Aletschbord auf den Aletschgletscher blicken kann. Dazu benutzt man das Postauto von Brig nach Blatten b. Naters, von wo aus man mit der Pendelbahn auf die Belalp fährt. Oben auf der Belalp angekommen, ist man umgeben von einem traumhaften Bergpanorama. Heute müsste man die 1.9 km von der Bergstation zum Aletschbord zu Fuss zurücklegen. Doch die Belalp Bahnen AG haben eine Vision: Sie wollen ein E-Shuttle von der Bergstation zum Aletschbord verkehren lassen. Damit soll eine schnelle, bequeme Anreise für euch zum Aletschbord ermöglicht werden.

Die Belalp Bahnen AG wollen diese Vision wahr werden lassen. Dafür wandten sie sich an die Verkehrssysteme-Klasse VS18a der Zürcher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Die Klasse übernahm diesen Auftrag und erarbeitete dafür ein passendes Konzept. Dabei beschäftigte sich die Klasse in Gruppen mit den folgenden Fragen:

Welches Nachfragepotenzial steckt hinter dieser Vision?

Um genügend Nachfrage zu generieren, benötigt man zuerst ein Alleinstellungsmerkmal. Für die Belalp ist dies der schnellste, bequeme Weg zum Aletschbord. Ausserdem kann man bereits auf dem Weg dahin spannende Einblicke in die Geschichte erhalten und den Blick aufs Matterhorn und Weisshorn geniessen.

Anhand von Erfahrungswerten der Belalp Bahnen AG und dem Personenaufkommen der letzten Jahre haben die Studierenden ein Modell zur Berechnung des Potenzials der Nachfrage erstellt. Damit kann für verschiedene Szenarien, abhängig vom Wetter, Wochentag und Ferienzeit, eine Prognose für das Besucheraufkommen gemacht werden. Daraus berechnete sich für einen Spitzentag ein durchschnittlicher Wert von 209 beförderten E-Shuttle-Passagieren.

Welches Fahrzeug ist für diese Vision geeignet?

Die Auswahl an Fahrzeugen für ein E-Shuttle ist gross. Insbesondere in China gibt es zahlreiche Anbieter. Um die Auswahl einzuschränken, wurden diverse Filter angewendet. Dabei wurden zum Beispiel die maximale Breite, die minimale Steigleistung, die minimale Kapazität und der Wenderadius festgelegt. Am Ende sind zwei Favoriten übriggeblieben: ein Fahrzeug der Firma Zhongyi aus China und ein Fahrzeug der Firma Klingler aus der Schweiz.

Zu beiden Fahrzeugen konnten Erfahrungsberichte eingeholt werden. Die Erfahrungsberichte von Klingler sind alle positiv ausgefallen, da die Fahrzeuge von hoher Qualität sind und ein Service vor Ort angeboten wird.

Welche Erfolgsrechnung unterstützt diese Vision?

Um die Rentabilität der beiden Fahrzeuge zu bestimmen, machte die Klasse für beide eine Erfolgsrechnung. Das Fahrzeug von Zhongyi ist in der Beschaffung einiges günstiger als dasjenige von Klingler. Allerdings sind die zu erwartenden Unterhaltskosten bei Zhongyi höher. In einem Zeithorizont von zehn Jahren schneidet das Fahrzeug der Firma Klingler besser ab als dasjenige von Zhongyi.

Damit alle Erfolgsfaktoren für diese Vision zusammengefasst werden, erarbeitete die Klasse ein entsprechendes Geschäftsmodell nach der Canvasmethode. Dabei steht der Kundennutzen im Zentrum und die acht umliegenden Felder zeigen die wichtigen Bestandteile des Erfolgs auf.

Wie erreicht man mit den erlangten Erkenntnissen die Vision?

Die Belalp Bahnen AG entschieden sich für das Fahrzeug der Firma Klingler. Ausschlaggebend dafür war die zu erwartende Zuverlässigkeit des Fahrzeugs und der Service in der Schweiz.

Mit dem ausgesuchten Fahrzeug wurden verschiedene Betriebskonzepte erarbeitet, um den Takt zu bestimmen. Dafür wurde auch eine Streckenerweiterung zur Bergstation der Gondelbahn betrachtet. Aber auch für den Winter suchte man einen Einsatz für das E-Shuttle. In Absprache mit den Belalp Bahnen AG entstand die Möglichkeit für einen Einsatz auf den Parkplätzen in Blatten b. Naters, bei dem Skifahrer von den Parkplätzen zur Talstation gefahren werden sollen.

Zudem benötigt das Fahrzeug während der Nacht eine Garage. Auch dafür erarbeitete die Klasse einige Vorschläge. Ausserdem müssen diverse Zulassungen beschafft werden, sobald eine konkrete Offerte eingeholt wurde.

Die Klasse prüfte verschiedene Möglichkeiten der Tarifgestaltung. Dabei untersuchte man ein Kombiticket und ein Einzelticket. Beim Kombiticket ist das E-Shuttle im bestehenden Ticket zur Benützung der Pendelbahn integriert. Dafür müsste jedoch der Ticketpreis erhöht werden. Beim Einzelticket müsste man für das E-Shuttle ein separates Ticket kaufen. Als Favorit wurde dabei das Einzelticket auserkoren, da mit dieser Variante die Ticketpreise für die Pendelbahn nicht ansteigen. Für Halbtax- und GA-Besitzer sowie Kinder beträgt der Preis für eine einfache Fahrt mit dem E-Shuttle 3.90 CHF, für Erwachsene ohne Vergünstigung kostet es 6.90 CHF. Mit diesen Preisen ist es möglich, dass die Belalp Bahnen AG ab dem ersten Jahr eine schwarze Null erwirtschaften können. Möchte man den durchschnittlichen Ticketpreis um 1.00 CHF senken, braucht es 2350 Fahrten mehr mit dem E-Shuttle, um auf der schwarzen Null zu bleiben.

Wird die Vision wahr?

Die Studierenden konnten den Grundstein für die Vision legen. Darauf aufbauend folgt der nächste Schritt durch die Belalp Bahnen AG: das Einholen einer Offerte bei der Firma Klingler AG mit dem anschliessenden Beschaffen der notwendigen Zulassungen. Damit kann das E-Shuttle und somit die Vision der schnellsten, bequemen Anreise zum Aletschgletscher auf den gewünschten Zeitpunkt im Sommer 2021 realisiert werden.

Bachelor in der Tasche – und jetzt? Netzwerken im VS-Zirkel!

Gastbeitrag von Ramon Rey

VS-Zirkel-Mitgliederanlass im ETH-Eisenbahnlabor

Liebe VS-Absolventin, lieber VS-Absolvent 2020

Gratuliere! Genau wie wir hast Du Dich erfolgreich durch die interessanten Welten des VS-Studium gekämpft und darfst stolz auf Dein Bachelor-Zertifikat sein. Und jetzt? Lust, Dich neben dem Beruf auch weiterhin über spannende Themen rund um Verkehr, Mobilität und Logistik auszutauschen? Und das erst noch in ungezwungener Atmosphäre? Dann komm zu uns in den VS-Zirkel!

Wer wir sind: Nach dem Studium zu dritt gegründet, sind wir auf über 50 Mitglieder angewachsen. Mehrheitlich bestehend aus VS-Absolventinnen und Absolventen, aber grundsätzlich sind wir für alle interessierten Köpfe aus der Branche offen.

Mitgliederanlass bei SBB Cargo

Unser Ziel: Das Hauptziel des VS-Zirkels ist der Austausch zu Mobilitäts- und Logistikthemen. Unsere Mitglieder sind in den unterschiedlichsten Bereichen tätig, sodass aktuelle Themen aus verschiedenen Blickwinkel diskutiert werden. Das Spektrum reicht von der Schienenfahrzeugherstellung über Verkehrssimulationen bis hin zu kompletten Logistiklösungen.

Was wir machen und wofür wir stehen: Der VS-Zirkel trifft sich vier Mal jährlich im Raum Winterthur, wobei jeweils ein Hauptthema im Fokus steht. Situativ werden gemeinsam Fachreferate besucht oder selber organisiert. Die enge Einbindung der Mitglieder ist eines der Merkmale des VS-Zirkels. Des Weiteren stehen wir für eine offene und kollegiale Kommunikation ein.

Unsere nächsten Termine:

  • 31.07.20: Exkursion „Personenunterführung Bahnhof Winterthur“
  • 14.08.20: Mitgliederanlass „Ceneri Basistunnel“
  • 23.10.20: Mitgliederanlass „Entrepreneurship@VS“

Schau auf unsere Website, melde Dich bei uns oder komm an den Anlässen vorbei, natürlich völlig unverbindlich! Wir freuen uns auf Dich!

Mitgliederanlass SOB

Prix LITRA 2020: Grosse Bühne für schnelle Köpfe

Die LITRA hat zu ihrem 75-jährigen Bestehen 2011 einen Preis für wissenschaftliche Arbeiten ins Leben gerufen – den Prix LITRA. Dieser richtet sich an alle Studierenden von Schweizer Universitäten und Hochschulen, die sich in ihrer Bachelor- oder Masterarbeit dem Thema «öffentlicher Verkehr» und «Mobilität» widmen.

Worum geht es?

Mit dem Prix LITRA fördert die LITRA junge öV-Talente. Sie will das Interesse für die Branche fördern und regt zur Reflexion über aktuelle Themen an. Besonderen Anklang finden Arbeiten zu Fragen der Raumplanung, zur Klimaneutralität des Verkehrs, zu Tariffragen und zur Planung und besseren Nutzung der Infrastruktur. Der Prix LITRA ist bewusst interdisziplinär ausgerichtet.

Es werden pro Jahr maximal drei Arbeiten mit einem Preisgeld von je 3’000 Franken prämiert.

Gewinner Prix Litra 2019, rechts das ZHAW-Absolvententeam, Preisträger in der Kategorie Bachelorarbeit

In den vergangenen Jahren waren die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Verkehrswesen beim Prix Litra sehr erfolgreich. Seit 2016 konnte der Studiengang jedes Jahr mindestens einen Preisträger stellen (siehe 2016, 2017, 2018, 2019).

Was gibt es zu beachten?

Der Einsendeschluss für den Prix LITRA 2020 ist der Montag, 27. Juli 2020.  Benötigt wird von den Kandidierenden die vollständige Arbeit in gedruckter Form in zwei Exemplaren sowie in elektronischer Form, das ausgefüllte Teilnahmeformular mit den persönlichen und wissenschaftlichen Angaben sowie ein Referenzschreiben der Betreuerperson der betreffenden Universität, Hochschule oder Fachhochschule.

Alle Details finden sich hier.

Mix it! Kombinieren Sie Arbeit und das neue Teilzeitstudium Verkehrssysteme

Sie wollen die Zukunft der Mobilität & Logistik aktiv mitgestalten? Sie möchten neben dem Studium weiter bis zu 60% arbeiten? Dann gibt es jetzt ein ideales Studienangebot für Sie.

Die ZHAW School of Engineering wird ab dem Herbstsemester 2020 den Studiengang Verkehrssysteme auch als Teilzeitstudium (Curriculum/Modultafel) anbieten. Das Ende 2018 gestartete neue Studienmodell bietet die Möglichkeit, diesen von Studieninteressierten vielfach geäusserten Wunsch nun realisieren zu können.

Die Studieninhalte des Teilzeitangebots entsprechen denen des Vollzeitstudiums Verkehrssysteme. Es profitiert in gleicher Weise vom jetzt individualisierten Modulangebot im letzten Studienabschnitt.

Während mindestens acht Semestern studieren Sie in der Regel an drei Präsenztagen pro Woche. Zum Ende des Studiums schreiben Sie Ihre Projekt- und Bachelorarbeit, welche Sie nach Möglichkeit in Ihre berufliche Tätigkeit integrieren.

Die Studiengangleitung empfiehlt ein maximales Arbeitspensum von 60 Prozent während der Unterrichtszeit.

Wir konnten Ihr Interesse wecken? Dann informieren Sie sich über die Details an unserem Online-Infoabend am 13. Mai ab 18 Uhr und schauen Sie in unsere Broschüre zum VS-Teilzeitstudium.

Blicke hinter die Kulissen: VS-Studierende beantworten Deine Fragen zum Studium

In diesem Blog versuche ich als Leiter des Studiengangs Verkehrssysteme, einen Einblick in den realen Studierendenalltag zu geben. Es bleibt aber natürlich stets die Sicht des Dozierenden. Damit Du Dir das Verkehrssysteme noch besser vorstellen kannst, laden wir deshalb zum Online-Gespräch mit Studierenden ein.

Donnerstag, 30. April 2020
12.00 – 13.00 Uhr
Einwählen unter https://zhaw.zoom.us/j/98041539351

Stelle im direkten Austausch mit den Studierenden Melanie Binder und Fabian Oberlin fest, ob das Verkehrssysteme-Studium Deine Erwartungen erfüllt (einen schnellen Vorabtest bietet unser Studiengang-Check). Ab 12.45 Uhr stehe dann auch ich Ihnen ergänzend für administrative Fragen zur Verfügung.

Willkommen im Team: Metron Verkehrsplanung AG neuer PiBS-Partner

Mit dem Praxisintegrierten Bachelorstudium (PiBS) bietet die ZHAW School of Engineering insbesondere Studieninteressierten mit einem gymnasialen Maturitätsabschluss ein attraktives Angebot. Anstelle eines einjährigen Vorpraktikums wird die für das Fachhochschulstudium erforderliche Arbeitswelterfahrung in das Studium integriert. Wir freuen uns, am Verkehrssysteme-Studium Interessierten zukünftig mit der Metron Verkehrsplanung AG einen weiteren renommierten Praxispartner anbieten zu können.

Metron ist ein unabhängiges Dienstleistungsunternehmen für die Fachbereiche Architektur, Raumentwicklung, Verkehr, Landschaft und Umwelt. Mit der ZHAW School of Engineering verbindet Metron Verkehrsplanung eine langjährige Beziehung. Das im Jahr 1965 gegründete Unternehmen hat zunicht nur Absolventen des Studiengangs angestellt, sondern auch in Forschungsprojekten mit der School of Engineering kooperiert.

Wir freuen uns auf viele gemeinsame PiBS-Studierende. Interessenten melden sich bitte per E-Mail beim Studiengangleiter Verkehrssysteme für detaillierte Auskünfte zu den Ansprechpersonen.

Kannst Du die Mobilität von morgen gestalten? Mach den Test!

In kaum einer anderen Branche stehen wir vor einem derart grossen Wandel wie im Verkehr. Neue Antriebsformen und Geschäftsmodelle erobern den Markt, datenbasierte Services und autoarme Stadtkonzepte gewinnen an Bedeutung.

Auch deshalb wird in den Bereichen Mobilität und Logistik intensiv nach jungen, gut ausgebildeten Fachkräften gesucht. Der Studiengang Verkehrssysteme bietet einen optimalen Einstieg in die Transportwirtschaft, kann bislang die Nachfrage nach Absolventinnen und Absolventen aber kaum befriedigen.

Hast Du das Zeug, als Verkehrsingenieur*in die Mobilität und Logistik von morgen zu entwerfen? Teste in unserem Quiz Dein Wissen.

Wer Ingenieurin oder Ingenieur werden will, muss in Mathematik und Physik überdurchschnittlich gut sein. Korrekt?

Im ersten Drittel spielt der Erwerb der mathematischen und physikalischen Grundlagen tatsächlich eine bedeutende Rolle. Im weiteren Studienverlauf ist der Umfang jedoch stark abhängig von den belegten Wahlmodulen.
Show hint
Correct! Wrong!

Du musst kein herausragendes Mathematiktalent haben, um den Studiengang Verkehrssysteme erfolgreich zu absolvieren. Auch für KV-Absolventen mit entsprechender Vorbereitung ist das Studium uneingeschränkt zu empfehlen.

Zu den Hauptverkehrszeiten werden die Stauzeiten auf der Strasse immer länger und die Beförderungsqualität im öV immer unattraktiver. Wo siehst Du das grösste Handlungspotenzial?

Correct! Wrong!

Es gilt die alte Planer-Regel: «Wer Infrastruktur sät, wird Verkehr ernten». Zusätzliche Fahrstreifen und Effizienzsteigerungen durch Automatisierung & Digitalisierung locken Neuverkehre an. Wer ausschliesslich auf die Erweiterung der Infrastrukturkapazitäten setzt, wird allenfalls das Problem auf andere Strassen-/Schienenabschnitte verlagern. Das reine Anpassen der Infrastruktur an eine ungesteuert wachsende Nachfrage ist also langfristig teuer, flächenintensiv. Es bedarf stattdessen intelligenter Anreize, damit Verkehre verstärkt non-physisch, ausserhalb der Rushhour und mit flächensparsamen Fahrzeugen durchgeführt werden.

Der Klimawandel ist wahrscheinlich die grösste Herausforderung im 21. Jahrhundert. Wie gross ist in der Schweiz der Anteil der Treibhausgasemissionen, die auf den Verkehr zurückzuführen sind?

Correct! Wrong!

Mit rund einem Drittel der gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz ist der Verkehr der grösste Treiber der Klimakrise. Während es in allen anderen relevanten Sektoren gelungen ist, die CO2-Emissionen seit 1990 teils deutlich zu senken, stagniert der Verkehr auf hohem Niveau. Wer aktiv dazu beitragen möchte, die Klimakatastrophe aufzuhalten, erzielt mit Innovationen im Bereich Mobilität & Logistik eine grosse Hebelwirkung.

Hippes Sportgerät oder Beitrag zur Mobilitätswende: Stellt das Velo einen bedeutenden Lösungsbaustein für den Verkehr der Zukunft dar?

Correct! Wrong!

Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam beweisen, dass mit geeigneten Massnahmen der Anteil des Fahrradverkehrs erheblich gesteigert werden kann, insbesondere in den Hauptverkehrszeiten. Und beide Städte sind im Vergleich mit Zürich nicht für velofreundlicheres Wetter bekannt. Das grosse Verlagerungspotenzial zeigt sich bei einem Blick auf die durchschnittlichen Auto-Fahrtdistanzen in Schweizer Städten: Rund die Hälfte der innerstädtischen Fahrten sind nicht länger als 5 Kilometer.

Die Zulassungszahlen der E-Fahrzeuge steigen. Doch ist das Elektroauto tatsächlich besser für die Umwelt als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor?

Correct! Wrong!

In der jüngsten Studie des Paul-Scherrer-Instituts wird erneut gezeigt, dass batterieelektrische Fahrzeuge einen deutlichen Umweltvorteil vor allen anderen Antriebsformen aufweisen. Zwar ist der CO2-Fussabdruck eines E-Autos aufgrund der Batterieherstellung rund 40 % grösser als bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Über die gesamte Lebensdauer gesehen, liegen die Emissionswerte jedoch annähernd 50 % unter denen eines Autos mit Dieselmotor. Allerdings ist der Umwelt kaum geholfen, wenn das Elektromobil in Dimensionierung und Motorisierung eine Fortschreibung des Autos mit Verbrennungsmotor ist. Grosse Reichweiten erfordern schwere Batterien, welche die Umweltbilanz deutlich beeinträchtigen.

Nur wenige jährliche Kurzstreckenflüge dominieren schnell den persönlichen ökologischen Fussabdruck. Aber kann die Bahn das Flugzeug überhaupt ersetzen?

Correct! Wrong!

Studien der ZHAW haben gezeigt, dass der Reisezeitvorteil des Luftverkehrs bedeutend kleiner ist als angenommen. Grund hierfür sind die Puffer- und Prozesszeiten an Flughäfen, die den Vorteil der kurzen Flugzeiten stark relativieren. Diese sind in den Reiseauskunftssystemen bislang jedoch nur ungenügend abgebildet. Durch die Renaissance der Nachtzugverkehre könnte der Schienenverkehr auch auf grösseren Distanzen zu einer Alternative zum Flugzeug werden. Auch bei den Reisekosten zeigen Untersuchungen der ZHAW, dass die Bahn auf Relationen mit vergleichbaren Gesamtreisezeiten in über 90 Prozent der analysierten Preisvergleiche preisgünstiger als der Flug war.

Werden autonom fahrende Fahrzeuge unseren Verkehr stadtverträglicher und nachhaltiger machen?

Correct! Wrong!

Die aktuellen Forschungen weisen in die Richtung, dass autonom fahrende Fahrzeuge tatsächlich ein «Game Changer» für den Verkehrssektor sein werden. Allerdings werden die Vorteile erst mit einer hohen Marktdurchdringung spürbar – und wenn die Regulierung eine effiziente Sharing-Nutzung der autonomen Fahrzeuge induziert. Im intelligenten Zusammenspiel mit einem neuen öV könnten autonome Fahrzeugflotten gemäss Modellrechnungen die Anzahl der Autos in der Innenstadt um 80 bis 90 Prozent senken. Der Wegfall von Parkflächen würde Flächen freispielen, die zur Attraktivitätssteigerung des Fuss- und Veloverkehrs entscheidend beitragen könnten.

Kannst Du die Mobilität von morgen gestalten? Mach den Test!

Die Verkehrsbranche ist im Wandel. Viele traditionelle Lösungen müssen neu gedacht werden. Im Studiengang Verkehrssysteme lernst Du, Dich systemisch mit den Kernfragen der Mobilität & Logistik auseinanderzusetzen.

Du bist gut informiert. Die Verkehrsbranche ist im Wandel. Viele traditionelle Lösungen müssen neu gedacht werden. Im Studiengang Verkehrssysteme lernst Du, Dich systemisch mit den Kernfragen der Mobilität & Logistik auseinanderzusetzen.

Du bist ein Verkehrsprofi. Die Verkehrsbranche ist im Wandel. Viele traditionelle Lösungen müssen neu gedacht werden. Im Studiengang Verkehrssysteme lernst Du, Dich systemisch mit den Kernfragen der Mobilität & Logistik auseinanderzusetzen.

Den öV der Zukunft mitgestalten

Zürich wächst, und damit der Anspruch an den öffentlichen Verkehr. Damit auch in Zukunft – genauer gesagt in zwanzig bis dreissig Jahren – die nötigen Kapazitäten für einen pünktlichen, effizienten und bedürfnisgerechten ÖV bereitstehen, müssen heute schon die Weichen gestellt werden. 

Nur, wer weiss denn schon, wie die Welt bis dahin aussieht? Der Mobilitätsmarkt befindet sich in einem starken Wandel. Dank der schnellen Entwicklung neuer Technologien ist es heute aber auch möglich, stärker in den Dialog zu treten. Das möchten die Verkehrsbetriebe Zürich, ein langjähriger Praxispartner des Studiengangs Verkehrssysteme, nutzen und mit ihren Fahrgästen, Pendlerinnen und Pendlern und der Bevölkerung insgesamt über die Mobilität der Zukunft diskutieren.

Unter dem Titel «Was ist dein Plan für Zürichs Zukunft?» soll die Meinung aller Interessierten einbezogen werden. Sämtliche Inputs fliessen in die Arbeit der Fachleute ein, welche das Zukunftsbild 2050 entwerfen. Auf der Basis dieses Zukunftsbilds wird anschliessend die Netzentwicklungsstrategie 2040 erarbeitet. 

Die kreativen Köpfe von morgen sind herzlich dazu einladen, sich zu beteiligen. Die VBZ würde es sehr interessieren, wie sich die Studierenden des Studiengangs Verkehrssyszeme die Zukunft vorstellen, wo ihre Prioritäten liegen, und wie ihre Bedürfnisse aussehen.

Möglich ist die Teilnahme auf zwei Arten: Digital unter vbz2050.ch oder klassisch mit einem persönlichen Gespräch. Hierzu werden Walk-ins zum Thema „Was ist dein Plan für Zürichs Zukunft?“ an verschiedenen Standorten und Daten durchgeführt. Die Mitwirkungsaktivitäten finden vom 25. Februar bis 24. März statt. Mehr Informationen dazu gibt’s unter vbz.ch/2050.

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