Die Scooter kommen! Neue „Shared Mobility“-Studie veröffentlicht

Zum dritten Mal haben ZHAW-Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme die Studie «Shared Mobility» durchgeführt. Hierfür haben sie in sieben europäischen Städten bestehende Sharing-Konzepte im Bereich der Mobilität untersucht. Die Ergebnisse aus Zürich, Berlin, Kopenhagen, London, Paris, Wien und Barcelona zeigen, dass das Wachstum der Sharing-Economy auch im vergangenen Jahr anhielt und zu weiteren Veränderungen führte. Erstmalig wurde die Entwicklung im noch jungen Markt des Scooter-Sharings untersucht.

Das Scooter-Sharing befindet sich laut der von den Studierenden der Klasse VS16a weitestgehend selbständig erstellten Studie in einem rasanten Wachstum. Besonders populär sind die Roller bereits in Berlin und Paris. In Zürich gibt es noch kein solches Angebot. Zwischen den Anbietern bestehen grosse preisliche Unterschiede. Die Kosten liegen, im Gegensatz zum Bike-Sharing, noch weit über dem öffentlichen Verkehr.

Sämtliche Ergebnisse und der Download der kompletten Studie (deutsch/englisch) sind auf den Webseiten der ZHAW School of Engineering zugänglich.

Alumniporträt #2: Christoph Zurflüh – Der Gründer

In den kommenden Wochen stellen zahlreiche Alumni sich und ihr Tätigkeitsfeld im VS-Blog vor. Den Auftakt machte Martin Grolimund, heute präsentieren wir den Werdegang von Christoph Zurflüh.

Mit welcher Vorbildung hast Du das Verkehrssysteme-Studium begonnen

  • Abgeschlossene Berufslehre als Geomatiker mit berufsbegleitenvor.der Berufsmatura
  • 1 Jahr Mutterschaftsvertretung als Sachbearbeiter beim Kanton Luzern, Verkehr und Infrastruktur, Abteilung öffentlicher Verkehr

Wo arbeitest Du jetzt?

  • 5 Jahre Verkehrsverbund Luzern, Kommunikationsverantwortlicher
  • 2016 Gründung Trafiko AG mit zwei Kollegen
  • Seit Juli 2017 100% bei Trafiko AG

Was macht die Trafiko AG?
Wir analysieren, entwickeln und erklären Mobilitätsprojekte. Bespiele: Mobilitätsstrategien, Studien zu neuen Mobilitätsformen wie Sharing oder Fernbussen, Mobilitätsmanagement.

Was ist Deine Aufgabe?
Als Mitinhaber bin ich verantwortlich für zahlreiche Aufträge.

Warum sollte man heute Verkehrsingenieur(in) werden?
Die Digitalisierung rollt wie ein Tsunami auf unsere Gesellschaft zu. Von den Banken über die Hotellerie bis hin zum Gesundheitswesen, alle Branchen sind davon betroffen. So steht auch die Mobilitätsbranche vor Veränderungen. Erste Vorboten haben uns mit Uber oder den selbstfahrenden Test-Bussen von PostAuto bereits erreicht. Weiter befinden sich Sharing-Angebote wie Catch-a-Car oder PubliBike im Aufwind. Auch Fernbusse, die u.a. mit einem einfachen, digitalen Buchungssystem Zugangshürden abbauen, sind Teil dieser Entwicklung. Dadurch verschwinden jedoch zunehmend die Grenzen zwischen den Verkehrsdienstleistungen, was alle am Verkehrsmarkt beteiligten Stellen vor grosse Herausforderungen stellt. Gleichzeitig bieten Innovationen eine Chance, bestehende Angebote und Tätigkeitsfelder um ergänzende Mobilitätsdienstleistungen zu erweitern. Hier braucht es gut ausgebildete Fachkräfte.

Was hat Dir am VS-Studium besonders gefallen?

  • Breiter Überblick über alle für den Verkehrsmarkt relevanten Disziplinen.
  • Hoher Praxisbezug durch Projektarbeiten und Gastdozenten aus der Wirtschaft

Mit welchen Themen hast Du Dich in Projekt- und Bachelorarbeit besonders beschäftigt?

  • Einsatz von Openstreetmap-Daten in der Verkehrsplanung (Projektarbeit)
  • Geschäfts- und Organisationsmodelle von Verkehrsverbünden – Analyse ausgewählter Verkehrsverbünde und Ausarbeitung eines Massnahmenkataloges für den Verkehrsverbund Luzern (Bachelorarbeit)

Während Deines Studiums hast Du viel gelernt. Von welcher Fähigkeit profitierst Du im heutigen Beruf am meisten?

  • Wissenschaftliches und konzeptionelles Arbeiten
  • Interdisziplinäres Arbeiten

Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?
Es freut mich, wenn es in 10 Jahren unserem „Baby“ Trafiko AG gut geht und wir weiterhin spannende Aufträge ausführen dürfen. Wer weiss, vielleicht haben wir dann Mitarbeiter.

Verkehr der Zukunft? VS-Student Roman Zech im bierabvier-Podcast

In der 22. Folge des Schweizer Podcasts bierabvier diskutiert Roman Zech mit den beiden Podcast-Autoren über die Zukunft des Verkehrs. Roman Zech studiert im sechsten Semester Verkehrssysteme, betreibt einen eigenen Blog und arbeitet aktuell anlässlich der Olympischen Spiele in Südkorea. Zechs Blick auf die Mobilitätszukunft lässt sich hier anhören.

Der Schweizer Podcast bierabvier erscheint jeden Montag um 16 Uhr. Hinter der Ostschweizerstimme steckt Adam Keel und hinter der Zürcher Pascal Scheiber. Im Fokus stehen Themen aus dem digitalen Bereich. 

Transformation by Disaster? Studie zur Zukunft der deutschen Automobilindustrie

Die Automobilindustrie boomt, doch der Veränderungsdruck wächst. Neue Nutzungsformen, rasante Digitalisierung und steigende Umweltstandards stellen die Branche vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig drängen neue Akteure aus China und dem Silicon Valley aggressiv auf den Markt. Ohne tiefgreifenden Wandel ist die Zukunft der deutschen Automobilhersteller massiv gefährdet. Um zu verhindern, dass der erforderliche Umbruch zu Lasten von Beschäftigen und Standorten geht, müssen Politik, Unternehmen, Gewerkschaften und Kommunen den Wandel mit einem Zukunftspakt für Mobilität gestalten.

Die deutsche Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat sich dieser Frage angenommen. ZHAW-Mobilitätsexperte Thomas Sauter-Servaes unterstützte das Projekt durch seine Analyse des globalen Automarkts und beteiligte sich an der Erarbeitung der Trendeinschätzungen. Auch begleitete er das FES-Team bei Stakeholder-Gesprächen in Schanghai und Peking.

Der Zeitpunkt für einen Zukunftspakt für Mobilität ist jetzt. China und das Silicon Valley schaffen Fakten. Globale Megatrends erhöhen den Druck. Die deutsche Automobilbranche ist seit Jahren auf Expansionskurs, verfügt also über die nötigen finanziellen Mittel für eine solch tiefgreifende Transformation. Zeit zu zögern bleibt nicht. Sonst könnte das Erfolgsmodell deutsche Automobilindustrie schon bald Geschichte sein.

Die komplette Studie ist online verfügbar.

Starkes Team – Praxispartner engagieren sich

Praxisnähe und passgenaue Ausbildung für die Verkehrsbranche sind elementare Ziele des Bachelorstudiengangs Verkehrssysteme. Nur dank des enormen Engagements vieler renommierter Partnerunternehmen können wir den Studiengang in seiner heutigen Form anbieten. Neben der stetigen Beratung durch den Fachbeirat, kamen im Januar 2018 über 20 ausgewählte Branchenvertreter zum Workshop „Verkehrssysteme 2025“ zusammen. Gemeinsam wurden die zukünftig erforderlichen Kompetenzen von Verkehrsingenieuren intensiv diskutiert.

Welche Fähigkeiten muss der Verkehrsingenieur 2025 beherrschen? Der Studiengang Verkehrssysteme verlässt sich bei der Klärung dieser für die Ausbildungsinhalte essentiellen Frage nicht nur auf die eigene Expertise. Bewusst werden Entscheidungsträger aus der Verkehrsbranche sowie die eigenen Alumni in diese Weichenstellung der inhaltlichen Weiterentwicklung eingebunden.

Neben viel Zustimmung zu den gegenwärtigen Planungen gaben die Fachleute aus Grossunternehmen, Ingenieurbüros und Stadtverwaltungen anlässlich des gemeinsamen Workshops viel wertvollen Input für die Feinjustierung des zukünftigen Studienangebots. In den kommenden Monaten werden die gesammelten Erkenntnisse nun von einem kleinen Team rund um die Studiengangleitung zu einem Zukunftskonzept für den Studiengang Verkehrssysteme zusammengeführt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Absolventen von morgen an die Erfolge der heutigen Studierenden und Alumni anschliessen können.

 

Apéro für Studieninteressierte – Verkehrssysteme live! am 14.02.2018

beschleunigungSie interessieren sich für das Verkehrssysteme-Studium, haben aber noch Fragen? Dann besuchen Sie den nächsten Infotag der ZHAW School of Engineering am Samstag, den 3. März 2018. Wenn Sie so lange nicht warten möchten, bietet Ihnen der Studiengang Verkehrssysteme den Info-Abend „Apéro für Studieninteressierte -Verkehrssysteme live!“ an.

Wann: Mittwoch, 14.02.2017, ab 18 Uhr
Wo: ZHAW School of Engineering, Winterthur
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Anders als beim Infotag wird es beim Info-Abend „Apéro für Studieninteressierte“ keine Präsentation des Studiengangs und keinen Laborrundgang geben. Stattdessen nehmen sich die teilnehmenden Dozierenden bei einem gemeinsamen Apéro viel Zeit für Ihre Fragen. Wir möchten ganz konkret auf Ihre persönliche Situation eingehen. Ziel ist es zu klären, ob der Studiengang Verkehrssysteme eine sinnvolle Basis für Ihre Karrierevorstellungen darstellt. Wir zeigen Ihnen,

  • welche Möglichkeiten es für Sie gibt, Ihre Stärken und Interessen in die Gestaltung des Studiums einzubringen,
  • welche Praktika wir empfehlen und ggf. vermitteln können und
  • wie Sie sich optimal auf das Studium vorbereiten.

Interessiert? Dann melden Sie sich bis zum 2. Februar 2018 beim Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes per E-Mail an: thomas.sauter-servaes@zhaw.ch.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Alumniporträts #1: Martin Grolimund – Der Netzwerker

Verkehrssysteme-Absolventen sind in der Branche sehr gefragt. Der Studiengang kombiniert eine breit aufgestellte Basisausbildung mit der Chance, im dritten Studienjahr ein spezielles Themenfeld besonders zu vertiefen. Dies ermöglicht nach dem Studium den Zugang zu sehr unterschiedlichen Arbeitsbereichen. In den kommenden Wochen stellen zahlreiche Alumni sich und ihr Tätigkeitsfeld im VS-Blog vor. Den Auftakt macht Martin Grolimund, der zugleich Gründer des Alumninetzwerks VS-Zirkel ist.

Mit welcher Vorbildung hast Du das Verkehrssysteme-Studium begonnen?
4 Jahre Berufslehre als Elektromonteur EFZ mit anschliessender einjähriger technischer Berufsmatur.

Wo arbeitest Du jetzt?
Nach einem Werkstudenten-Jahr bei Stadler Rail und zwei Jahren Berufstätigkeit bei BÄR Bahnsicherung als Projektleiter Bahnsicherungsanlagen arbeite ich seit Oktober 2017 als Ausführungsprojektleiter bei SBB Infrastruktur in Winterthur.

Was macht Dein Arbeitgeber?
Die SBB Infrastruktur plant, erstellt und unterhält Eisenbahninfrastrukturanlagen.

Was ist Deine Aufgabe?
Als Ausführungsprojektleiter bin ich bei multidisziplinären Projekten für die Koordination der verschiedenen Fachdienste (Fahrbahn, Sicherungsanlagen, Fahrleitung, Kabel und Dritte) verantwortlich. Mein Einsatz beginnt beim Vorprojekt (momentan z.B. beim Projekt Brüttenertunnel) und endet mit der Inbetriebnahme der realisierten Anlage. Die wirtschaftliche, qualitäts- und termingerechte Umsetzung steht dabei im Vordergrund.

Ist Dein Arbeitgeber für Alumni ein geeigneter Arbeitgeber?
Verkehrsingenieure mit Projektmanagement-Kenntnissen sind bei SBB Infrastruktur sehr gerne gesehen.

Warum sollte man heute Verkehrsingenieur(in) werden?
Gemäss Prognosen werden die Mobilitätsbedürfnisse unserer Gesellschaft in der Zukunft weiter stark zunehmen. Da die Flächen für Verkehrsträger rar sind und neue Infrastrukturen teuer, ist eine optimale Ausnutzung der Infrastruktur notwendig. Hierzu braucht es viel Know-how, welches im Verkehrsingenieurstudium vermittelt wird.

Was hat Dir am VS-Studium besonders gefallen?
Die gesamtheitliche Sicht auf das Verkehrssystem hat mir geholfen zu verstehen, wie die Zusammenhänge in diesem dynamischen Gefüge funktionieren. Dieses Wissen konnte ich in praxisnahen Projekten einbringen und somit schon während des Studiums einen, wenn auch marginalen, Beitrag zur Verbesserung des Gesamtsystems leisten.

Mit welchen Themen hast Du Dich in Projekt- und Bachelorarbeit besonders beschäftigt?
Während des Studiums haben mich Verkehrssimulationen stark interessiert. Damals war „Höchstgeschwindigkeit 140 km/h auf Autobahnen“ sehr präsent in den Medien, so dass ich mittels Verkehrssimulationen die Vor- und Nachteile untersucht habe.

Während Deines Studiums hast Du viel gelernt. Von welcher Fähigkeit profitierst Du im heutigen Beruf am meisten?
Im VS-Studium wird eine sehr solide Basis vermittelt, die mit Projektarbeiten vertieft werden kann. Persönlich profitiere ich zusätzlich zum Know-how, das man sich im Studium erarbeitet, und von den vielen persönlichen Kontakten, die man im Verlauf des Studiums knüpft. Mit der Gründung des VS-Zirkels im Frühling 2017, der aus ehemaligen Verkehrssystem-Studierenden besteht, wird der Austausch weiterhin gepflegt, so dass ein branchenumfassendes Netzwerk entstanden ist.

 

E-Yachten powered by ZHAW Verkehrssysteme

Jedes Jahr werden die angehenden Verkehrssysteme-Ingenieure im Modul Verkehrstechnik I (VTEC I) vor eine andere konstruktive Herausforderung gestellt. In diesem Jahr motivierten die beiden Dozierenden des Zentrums für Produkt- und Prozessentwicklung (ZPP) die Studierenden, einen Elektromotor für Yachten zu entwerfen.

Nachstehend zwei Beispiele der unterschiedlichen Gestaltungsansätze, welche die Vertiefer im Studienschwerpunkts Engineering konzipiert haben.

#DMDNM_03 – Automobilität neu gedacht

Nach Sharing-CargoVelo und SBB-GreenClass dreht sich im dritten Event der Veranstaltungsreihe „Die Macher der Neuen Mobilität“ alles um das Automobil. Aber um eines, das komplett neu gedacht ist. Mit Pascal Studerus wird ein ehemaliger ZHAW-Student von seinen Erfahrungen als Chief Technology Officer der Micro Mobility Systems AG mit der Neuentwicklung des Microlino berichten.

Zeit: Mittwoch, 20.12., 12.00 – 12.45 Uhr
Raum: TP 406
Teilnehmer: Offen für alle Studierenden der ZHAW School of Engineering, dringend empfohlen allen Verkehrssysteme-Studierenden

Zum Hintergrund: Wim Ouboter hat den Microscooter und das Kickboard erfunden und es zu einem Lifestyle-Produkt gemacht, welches in über 80 Ländern verkauft wird. Nachdem er einen Beitrag im Fernsehen über eine elektrifizierte ISO Rivolta von 1950 zusammen mit seinen zwei Söhnen gesehen hatte, waren sie sich einig, dass ein moderner Kabinenroller das perfekte Stadtauto wäre.

Anfang 2015 wurden die ersten Designideen für den Microlino entworfen. In Zusammenarbeit mit der ZHAW und dem Designwerk wurden verschiedene Studien erstellt, um dieses alte Konzept in ein Fahrzeug der Zukunft umsetzen zu können. Mit dabei war damals schon der damalige ZHAW-Student Pascal Studerus. Ende 2015 wurde der erste Microlino-Prototyp produziert und am Genfer Autosalon im März 2016 präsentiert. Innerhalb einer Woche gingen mehr als 500 Reservationen ein, insgesamt wurden es 2016 mehr als 2600. Mit dem italienischen Autohersteller Tazzari konnte ein Partner gewonnen werden, der den Microlino nun in seiner Fabrik im Herzen des berühmten Motor Valley in Italien produziert.

Verkehrssysteme-Klasse bringt Weihnachten an die School of Engineering

Die diesjährigen Studienbeginner im Bachelorstudiengang Verkehrssysteme haben mit ihrer Glühweinstand-Idee einen Volltreffer gelandet. Immer donnerstags und freitags freuen sich viele KommilitonInnen und ZHAW-MitarbeiterInnen über das auf die Adventszeit begrenzte Pop-Up-Cateringangebot der Klasse VS17a. 

Das Projekt entstand aus einer Eigeninitiative der Studierenden. Dank ihrem Engagement kommt auch an grauen Dezembertagen ein wenig Adventsstimmung auf dem Campus der ZHAW School of Engineering auf. Zum letzten Unterrichtstag im Jahr 2017 – am Freitag, 22.12. – wird das Angebot noch einmal zeitlich ausgedehnt. So soll möglichst vielen Studierenden die Gelegenheit gegeben werden, die Weihnachtspause gemeinsam einzuläuten.