Lea Schenk schloss im Sommer 2024 ihr Studium in Kommunikation und Medien an der ZHAW ab. Heute arbeitet sie als Fachperson Kommunikation in der Staatskanzlei des Kantons St.Gallen, macht den Master in «Digital Communication and Creative Media Production» und blickt auf eine Studienzeit zurück, die sie in vielerlei Hinsicht geprägt hat.
Autorin: Kyra Jetzer
Ein Studium, das passte
Bevor Lea Schenk an die ZHAW kam, hatte sie bereits eine solide handwerkliche Grundlage: Sie absolvierte eine Ausbildung als Polygrafin bei Tamedia und lernte so früh, wie Printmedien gestaltet und produziert werden. Mit der Berufsmatura in der Tasche entschied sie sich dann, den nächsten Schritt zu wagen.
«Ich hatte schon immer eine grosse Freude an Sprachen und Geschichten. Durch die Lehre entdeckte ich auch das Fotografieren und Filmen. Ich suchte etwas, das diese Interessen ergänzt», erzählt sie. Eine Infoveranstaltung an der ZHAW überzeugte sie schliesslich: Das Studium Kommunikation & Medien passte.
Neue Perspektiven und bewährte Skills
Besonders in Erinnerung geblieben ist Lea das Modul zum wirkungsvollen Auftreten. Auch die Praxiswerkstätten gegen Ende des Studiums, in denen die Studierenden etwa eine eigene Agentur gründen konnten, schätzte sie sehr: «Man blickt in alles hinein.»
Im Berufsalltag hilft ihr heute vor allem die Kombination aus ihren gestalterischen Skills und dem theoretischen Fundament bestehend aus Storytelling, Konzeptarbeit oder Kommunikationstheorie. «Man kann relativ eigenständig grosse und kleine Dinge produzieren, aber auch Konzepte erstellen und Strategien erarbeiten», resümiert sie. Ein weiterer entscheidender Faktor sei das Netzwerk: Egal ob beim Praktikum bei der Stadt St.Gallen oder der Stadtpolizei – überall trifft man auf ZHAW-Alumni.
Vollgas neben dem Studium: Zurich UAS Racing
Ein Highlight ihrer Studienzeit war jedoch kein klassisches Modul, sondern ihr Engagement bei Zurich UAS Racing, dem Formula-Student-Verein der ZHAW. Hier entwickelt und baut ein Studierendenteam einen vollelektrischen Rennwagen.
Auf ein Recruiting-Mail hin stieg Lea im Oktober 2023 als Grafikerin ein, wobei ihr Aufgabengebiet schnell wuchs. Bereits in ihrer zweiten Saison übernahm sie die Teamleitung Operations und war plötzlich für Kommunikation, Media Production, Eventmanagement, Website und Business Plan verantwortlich. Ihr Team zählt zeitweise über 20 Personen.
«Wir machen das alle neben dem Studium und klar, ist es manchmal viel. Doch bei uns kann man vieles, das man im Studium lernt, in einem geschützten Rahmen ausprobieren. Wir sind komplett selbstständig und dürfen selbst entscheiden, welche Kanäle wie bespielt werden.» Das habe ihr geholfen, Verantwortung zu übernehmen und auch Dinge auszuprobieren, ohne dass ein Scheitern gleich negative Konsequenzen hat.
Leas Botschaft an alle Studierenden ist klar: «Nutzt die Zeit, die ihr habt. Nehmt so viel mit wie möglich.» Das klingt paradox, gerade weil Studium, Engagement und Nebenjobs den Alltag füllen. Aber diese Phase, so ist sie überzeugt, bietet eine Fülle an Möglichkeiten, die sich danach kaum mehr bieten.
Würde sie das Studium noch einmal machen? «Without a doubt».
en Dank für die Einblicke in deinen Werdegang und in deine Karriere, liebe Isabel!
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