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Dank Alphabetisierungskursen zu mehr Autonomie im gesellschaftlichen Alltag

Feride Altintren ist ursprünglich Sozialpädagogin, jedoch seit vielen Jahren als Lehrperson für Deutsch als Zweitsprache tätig. Als sie spontan die Leitung eines Alphabetisierungskurses übernehmen durfte, begann sie sich vertiefter mit der Methodik und Didaktik des Alphabetisierungsunterrichts auseinanderzusetzen. Dank dem Lehrgang «CAS Alphabetisierung im DaZ-Unterricht» am Institute of Language Competence kann sie jetzt Theorie und Praxis besser verknüpfen und professioneller unterrichten.

von Lisa Gubler, Mitarbeiterin Leitung Weiterbildung am ILC Institute of Language Competence

Weshalb hast du diesen CAS-Lehrgang am Institute of Language Competence absolviert?

Ich konnte spontan einen Alphabetisierungskurs übernehmen, weshalb ich einige Workshops zu diesem Thema besuchte, um mir ein möglichst adäquates Methodenrepertoire anzueignen. Danach entschied ich mich für den CAS Alphabetisierung im DaZ-Unterricht. Ich erhoffte mir damit einen vertieften Zugang zum Thema Alphabetisierung. Auch mein Arbeitgeber motivierte und unterstütze mich in diesem Entscheid. Gerade in der Alphabetisierung erkenne ich Parallelen zur Sozialen Arbeit: Ziel ist es, die Ressourcen der Teilnehmenden zu nutzen und auf diese Weise ihre Autonomie im gesellschaftlichen Alltag zu stärken.

Was hat dir an diesem Lehrgang gefallen?

Die Kombination zwischen Fachinhalten aus der Forschung und der Praxis hat mir sehr gefallen. Einerseits hatten wir Einblick in aktuelle Studien. Auf diese Weise konnten wir diskutieren, wie wir die neuen Ansätze in der Praxis umsetzen können. Andererseits vermittelten Fachpersonen wertvolle Inputs für die eigene Unterrichtspraxis.

Was konntest du in die Praxis mitnehmen?

Das sind verschiedene Strategien und Merkblätter, welche ich nun für die Beobachtung und individuellen Dokumentationen der Teilnehmenden einsetzen kann. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse bereichern meinen Unterricht jedes Mal aufs Neue! Zudem konnte ich aus dem Austausch zwischen Dozierenden und Teilnehmenden wertvolle Tipps, Links und Empfehlungen für den Unterricht mitnehmen.

Welche erlernten Kompetenzen aus diesem CAS-Lehrgang kannst du nun in deinem Berufsalltag anwenden?

Im Team überarbeiten wir gerade ein Deskriptoren-Raster mit den Kriterien für die Zuteilung zu den einzelnen Alphabetisierungsstufen. Hier hilft mir das Fachwissen zur schriftsprachlichen Entwicklung, welches ich mir im CAS angeeignet habe. Schlussendlich ist es keine einzelne Kompetenz, die heraussticht, sondern vielmehr ein Konstrukt an Fertigkeiten, welches im Laufe des Lehrgangs und in der Umsetzung im Praxisalltag entstanden und dichter geworden ist.

Wem würdest du diesen Lehrgang weiterempfehlen?

Ich empfehle diesen CAS-Lehrgang Kursleitenden, welche bereits über Praxiserfahrungen in der Alphabetisierung oder im niederschwelligen A1 Bereich verfügen, diese aber noch vertiefen und mit aktuellen Forschungsergebnissen verknüpfen möchten.

Was war rückblickend das Highlight oder eine besondere Anekdote in dieser Weiterbildung?

Emotional haben mich vor allem die einzelnen Literalitätsbiographien der CAS-Teilnehmenden berührt. Wir haben uns mit der eigenen Lese- und Schreibsozialisation auseinandergesetzt und reflektiert, wie wir selbst Lesen und Schreiben gelernt haben. Meine Erkenntnis daraus ist, dass die schriftsprachliche Entwicklung genauso individuell wie die Persönlichkeit dahinter ist.


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