Persönlich: Stefan Spiegelberg

Stefan_Spiegelberg-4532Stefan Spiegelberg arbeitet seit 2012 am IAP Institut für Angewandte Psychologie

Stefan, was genau machst du am IAP?
Das IAP ist in Themenzentren unterteilt. Ich arbeite im Zentrum Berufs-, Studien- & Laufbahnberatung und berate hier zum Beispiel Jugendliche, die sich überlegen, welche Lehre oder welcher Studiengang zu ihnen passen könnte. Ich unterstütze aber auch Erwachsene bei ihrer Neuorientierung oder Studierende der ZHAW im Rahmen der Career Services ZHAW beim Übertritt ins Berufsleben.Was mir sehr gefällt ist die Breite unserer Klienten und ihre unterschiedlichen Lebenssituationen und Themen. Die Menschen zu begleiten bei einem Schritt, der vielleicht sehr wichtig sein wird für ihr Leben, finde ich sehr spannend. Es ist schön zu sehen, dass es manchmal nur einen kleinen Anstoss braucht, und plötzlich kommen sie auf ganz neue Ideen oder haben wieder Motivation und Mut für einen nächsten Schritt. Das zu erleben, finde ich immer wieder bereichernd. Besonders spannend finde ich es, gemeinsam mit meinen Klienten eine Reise nach innen zu machen und herauszufinden, was sie interessiert, welche Stärken und Fähigkeiten in ihnen stecken und in welche Richtung sie sich entwickeln möchten. Recherchieren gehört da natürlich auch dazu: Welche spannenden Berufe oder Studienrichtungen könnten zu ihr oder ihm passen? Im Gespräch können wir aber auch mal andere Themen ansprechen, wie zum Beispiel Entscheidungs- oder Motivationsschwierigkeiten. Das alles macht meinen Beratungsalltag sehr abwechslungsreich.

Career_Services_1 - Kopie

Auf Facebook hast du ein Foto, auf dem du wie ein Tuareg verhüllt in der Wüste stehst. Ist Reisen eine deiner Leidenschaften?
Ich reise sehr gerne, das ist richtig. Während des Studiums konnte ich leider nicht so viel reisen. Einerseits fehlte mir die Zeit, andererseits auch das Geld. Das Bild wurde im Herbst 2015 in Marokko aufgenommen. Diese Reise war etwas Besonderes, weil wir dort unter anderem in der Wüste waren, im Camp einer Berber-Familie. Sie haben für uns gekocht, und wir konnten am Abend am wärmenden Lagerfeuer sitzen, die Sterne beobachten und mit der Familie zusammen Musik machen. Ich finde solche Rituale sehr schön. Ich habe das Gefühl, das ist in unserer Gesellschaft etwas verloren gegangen. Das Gemeinsame. Einfach sein. Wir haben getrommelt und gesungen, und dann kommt man irgendwie automatisch in die Kultur hinein. Man kann quasi “eintauchen” in ihre Welt.

Berber

Machst du auch sonst Musik?
Nein, leider nicht mehr. Als Kind habe ich Querflöte gespielt, aber während der Lehre irgendwie die Lust daran verloren. Aber ich träume davon, irgendwann einmal Klavier spielen zu lernen…. Irgendwann einmal, wenn ich Zeit habe – also wahrscheinlich nach der Pensionierung. (lacht)

Welche Musik hörst du, wenn du nicht gerade mit den Berbern trommelst?
Ich habe einen sehr breiten Musikgeschmack, bin vor allem aber ein grosser Filmmusik-Fan. Besonders die Musikstücke von Hans Zimmer finde ich einfach genial. Ich mag diese epische, bombastische Musik, wenn zum Beispiel im Film „Inception“ eine ganze Stadt zusammenklappt oder Gebäude zusammenkrachen. Mir gefallen aber auch ruhigere Stücke, wie zum Beispiel im Film „The Last Samurai“. Diesen Frühling kommt Hans Zimmer mit einem Orchester ins Hallenstadion. Da muss ich natürlich hin. Das wird sicher eines meiner Highlights des Jahres…

Du produzierst neu auch Videos für das IAP. Wird „Filmemachen“ ein weiteres Hobby von dir?
Na ja… Manchmal würde mich das schon sehr reizen. Ich wollte als Jugendlicher einen Film drehen, denn ich war damals schon ein grosser Filmfan. Ich schrieb also ein Drehbuch, informierte mich, kaufte Bücher übers Filmen. Aber damals waren Kameras noch sehr teuer, und auch die Schnittprogramme waren für mich unerschwinglich. Also schnitt ich den Film im Kopf, und immer wenn ich wieder einen neuen Film gesehen hatte, fand der irgendwie Eingang in das Drehbuch. Es war am Ende eine Mischung aus Indiana Jones, Akte X und Selbstfindungsdrama. (Er lacht) Ich müsste das Drehbuch heute vielleicht noch einmal überarbeiten….

Stefan beim Filmen


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