5 Tipps für eine entspanntere Weihnachtszeit

Winterbild_3Im Dezember wird es für viele Menschen hektisch. Hier noch ein Familienessen, dort noch eine wichtige Besorgung. Schnell wird alles zu viel. Hier ein paar Tipps für eine entspanntere Weihnachtszeit.

von Jean-Luc Guyer, Berater & Psychotherapeut, ZHAW IAP Institut für Angewandte Psychologie

1. Weniger ist mehr
Wie und was können wir im vorweihnachtlichen Alltag „entschlacken“, damit wir mehr Zeit für uns und für echte Musse haben? Schon kleine Anpassungen helfen, wie zum Beispiel, ein etwas weniger aufwändiges Menu zu planen oder einzelne Punkte auf der To Do-Liste auf die Familie aufzuteilen. Denken Sie auch an einfache Geschenke in Form von gemeinsamen Aktivitäten oder Zeit, statt den materiellen Geschenken hinterher zu rennen. Dafür reicht ein selbstgemachter Gutschein oder eine schöne Karte.

2. Wir sprechen vorher darüber
Was würde mich besonders freuen, was würde mich ärgern und Stress verursachen, was würde dich freuen, was würde uns die Weihnacht verschönern? Wen laden wir dieses Jahr ein – und wen einmal nicht? Sprechen Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Familie darüber, was ihnen wirklich wichtig ist. Geben Sie den echten Wünschen etwas mehr Raum und planen Sie, was wirklich Freude macht.

3. Welche Rituale wollen Sie beibehaltenwelche neu erfinden?
Traditionen und Rituale sind wichtig und können ein Fest bereichern. Wenn diese nicht mehr mit Sinn und Leben erfüllt sind, können sie aber zur Last werden. Überlegen Sie sich deshalb, an welcher Tradition Sie festhalten und welche Sie neu in Ihrem Leben einführen wollen. Vielleicht lässt sich etwas langsam anpassen? Wenn es sich nicht vermeiden lässt, überlegen Sie sich, wie Sie eine alte Tradition neu beleben können. Auch Traditionen dürfen Spass machen.

4. Erlauben Sie sich kleine Auszeiten
Wenn Sie merken, dass Sie dünnhäutig werden und die Nerven langsam blank liegen, schalten Sie ein kleines Timeout ein: Einen Spaziergang, eine Ruhepause auf dem Sofa, eine Yogaübung, die Sie gerne ausüben. Spielen Sie ein paar Takte auf Ihrem Instrument oder lassen Sie sich mit einer Nacken- oder Rückenmassage verwöhnen. Und wenn die kreisenden Gedanken (was muss ich noch alles machen…?) nicht zu stoppen sind, dann schreiben Sie alles auf, machen Sie eine Liste. Gehen Sie diese anschliessend durch und erstellen Sie Prioritäten: Was muss wirklich sein, was ist mir wichtig, was kann ich weglassen?

5. Bereiten Sie sich auf anstrengende Gäste vor
Fragen Sie sich: Wie könnte es mir gelingen, dass ich mich dieses Jahr nicht oder zumindest weniger über den Besuch zum Beispiel der Schwiegereltern aufrege? Manchmal ist es hilfreich, sich selber davon zu überzeugen, dass man die nervigen Gäste mit Sicherheit nicht ändern kann. Was man ändern kann, sind die eigenen Reaktionen darauf. Sie kennen Ihre Gäste. Bereiten Sie sich vor, einmal anders zu reagieren. Mit einem etwas liebevolleren Blick auf die Menschen und ein bisschen Humor lässt sich mit vielem besser umgehen.


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