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Aufsteigen bitte: Gestalten Sie die Mobilität & Logistik von morgen – Infotag am 23. Oktober 2021

Verkehrswachstum und Klimakrise stellen das Transportsystem vor enorme Herausforderungen. Die Mobilitäts- und Logistikbranche sucht dringend junge Verkehrsingenieurinnen und Verkehrsingenieure, um das zukünftige Transportsystem leistungsfähig und nachhaltig zu entwickeln. Der Studiengang Verkehrssysteme bildet Sie praxisnah den Anforderungen der Wirtschaft entsprechend zum Bacheloringenieur Verkehrssysteme aus. Beweg was – werde VerkehrsingenieurIn!

Der Studiengang Verkehrssysteme gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihr Studium an Ihre Spezialisierungswünsche individuell anzupassen. Aufbauend auf einem soliden ingenieurtechnischen und fachspezifischen Fundament können Sie Ihr Studium im letzten Studiendrittel aktiv gestalten. Neben dem Vollzeitstudium können Sie Verkehrssysteme auch als Teilzeitangebot neben Ihrer beruflichen Tätigkeit absolvieren.

Nutzen Sie die Chance, sich über unser Studienangebot zu informieren. Studierende und Alumni des Studiengangs Verkehrssysteme berichten anlässlich des Infotags über ihre Erfahrungen mit dem Verkehrssysteme-Studium. Mit PostAutoRhätische BahnAtron sowie dem Ingenieurbüro Rudolf Keller & Partner sind zudem vier unserer Praxispartner mit ihren MitarbeiterInnen vertreten. Sie erklären Ihnen gerne, welche herausragenden Berufschancen Sie mit dem Abschluss B.Sc. Verkehrssysteme haben.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch anlässlich des Infotags der ZHAW School of Engineering am 9. November in Winterthur. Alle Details zum Programm finden Sie hier.

Beweg was – werde Verkehrsingenieur(in)!

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Die Schweiz verfügt über eines der besten Verkehrssysteme der Welt. Doch die Herausforderungen in der Zukunft sind gross. Wachsende Stadtbevölkerungen, drohender Klimawandel und steigendes Durchschnittsalter fordern von der Verkehrsbranche kreative Lösungen für die zunehmende Nachfrage nach Mobilität.

Gleichzeitig ergeben sich durch Digitalisierung, Sharing-Konzepte und bessere Werkstoffe neue Chancen. Vor diesem Hintergrund sucht die Verkehrswirtschaft in allen Bereichen dringend Verkehrsingenieurinnen und Verkehrsingenieure. Daher: Beweg was, werde Verkehrsingenieur(in)! Anmeldungen zum Studienstart im Herbst 2022 sind bis 30. April 2022 auf den Webseiten der School of Engineering möglich.

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Noch nicht sicher, ob Verkehr das richtige Tätigkeitsfeld für Dich ist? Benötigst Du mehr Insider-Informationen über den schweizweit einzigartigen Studiengang Verkehrssysteme? Kein Problem. Anlässlich der „Beweg was“-Kampagne haben wir Absolventen des Studiengangs, aktuelle Bachelorstudierende und Verkehrsexperten um Hilfe gebeten.

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Trotzdem noch Fragen offen? Dann zögere nicht und vereinbare einen persönlichen Termin mit dem Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes. Er berät Dich gerne zu allen Fragen rund um das Verkehrssysteme-Studium. Sämtliche Informationen und einen direkten Kontakt zu relevanten Wirtschaftspartnern gibt es zudem anlässlich des nächsten Infotags der ZHAW School of Engineering am 23. Oktober 2021 in Winterthur.

Der VS-Zirkel startet wieder durch!

Gastbeitrag von Ramon Rey

Liebe VS-Absolventin, lieber VS-Absolvent

Nachdem du dich mit dem frischen Bachelor in der Tasche ins Berufsleben gestürzt und dich bereits etwas eingelebt hast, wird es höchste Zeit, das berufliche Netzwerk zu pflegen und zu erweitern. Nach den digitalen Homeoffice-Zeiten ist das wichtiger denn je!

Der VS-Zirkel bietet dafür die ideale Plattform, die neben dem Beruf auch weiterhin über spannende Themen rund um Verkehr, Mobilität und Logistik auszutauschen – und das erst noch in ungezwungener Atmosphäre.

  • Wer wir sind: Nach dem Studium zu dritt gegründet, sind wir auf über 60 Mitglieder angewachsen. Mehrheitlich bestehend aus VS-Absolventinnen und Absolventen, aber grundsätzlich sind wir für alle interessierten Köpfe aus der Branche offen.
  • Unser Ziel: Das Hauptziel des VS-Zirkels ist der Austausch zu Mobilitäts- und Logistikthemen. Unsere Mitglieder sind in den unterschiedlichsten Bereichen tätig, sodass aktuelle Themen aus verschiedenen Blickwinkel diskutiert werden. Das Spektrum reicht von der Schienenfahrzeugherstellung über Verkehrssimulationen bis hin zu kompletten Logistiklösungen.
  • Was wir machen und wofür wir stehen: Der VS-Zirkel trifft sich vier Mal jährlich im Raum Winterthur, wobei jeweils ein Hauptthema im Fokus steht. Situativ werden gemeinsam Fachreferate besucht oder selber organisiert. Die enge Einbindung der Mitglieder ist eines der Merkmale des VS-Zirkels. Des Weiteren stehen wir für eine offene und kollegiale Kommunikation ein.

Unsere nächsten Termine:

  • 15.10.21: Mitgliederanlass bei „Atron AG
  • 26.11.21: Mitgliederanlass bei „Trafiko AG

Schau auf unsere Website, melde Dich bei uns oder komm an den Anlässen vorbei, natürlich völlig unverbindlich! Wir freuen uns auf Dich!

PS: Wenn du noch auf Job-Suche sein solltest: In unsere LinkedIn-Gruppe werden regelmässig spannende Job-Angebote geteilt – ein weiterer Grund also uns, beizutreten.

Transportation Engineers 2021 – ausgewählte Bachelorarbeiten

In der Bachelorarbeit zum Abschluss des Verkehrssysteme-Studiums untersuchen die Studierenden selbständig aktuelle Themen und Problemstellungen, stets in Zusammenarbeit mit Aufträgen aus der Mobilitäts- und Logistikbranche. Eine Auswahl an Diplomarbeiten aus allen neun Ingenieur-Studiengängen wird in der jährlich erscheinenden ZHAW-Publikation ENGINEERS vorgestellt.

In diesem Jahr wurden folgende drei Bachelorarbeiten des Studiengangs Verkehrssysteme ausgewählt. Viel Spass bei der Lektüre der wunderschön layouteten Kurzzusammenfassungen der Projekte.

Eine PDF-Fassung mit Arbeiten aus allen neun Bachelor-Ingenieurstudiengängen der ZHAW School of Engineering findet sich hier.

Stadler Award 2021 für zwei VS-Bachelorarbeiten

Der international renommierte Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail vergibt in jedem Jahr den Stadler Award an hervoragende Bachelorarbeiten im ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme. Trotz der erschwerten Bedingungen in der Covid-Pandemie wurde die Auszeichnung auch 2021 verliehen. Geehrt wurden zwei herausragende Arbeiten. Die Übergabe erfolgte durch Lukas Mani, der selbst das Verkehrssysteme-Studium absolviert hat und inzwischen bei Stadler Rail in Bussnang arbeitet.

Über die Auszeichnung freuen durften sich Felix Angstmann und Robin Jerger. In ihrer Arbeit „Automatisierte Betriebshoffahrten bei den Verkehrsbetrieben Zürich“ beschäftigten sie sich mit den Potenzialen der Automatisierung im Trambetrieb. Ein weiterer Award ging an Nadine Stucki und Sina Tollardo. Sie erarbeiteten für die Rhätische Bahn ein Betriebskonzept im Rahmen eines Weltrekordversuchs mit 25 Capricorn-Zügen.

Diplomfeier 2021 – Smarte AbsolventInnen und Absolventen für die Mobilitätswelt von morgen

Seit dem 14. Juli 2021 gibt es 20 neue Verkehrsingenieurinnen und -ingenieure. Auch wenn die Covid-Pandemie die Feierlichkeiten einschränkten, gab es viel Anlass zum Jubel. Nicht nur die teils hervorragenden Ergebnisse der Bachelorarbeiten durften gefeiert werden, sondern auch die Preisträgerinnen und Preisträger des Stadler Awards 2021.

Der Begriff RoLa: neu geprägt!

Gastbeitrag der Klasse VS19

Ist es denkbar, dass in Zukunft Lastwagen auf der Schiene mit 100 km/h am Gotthardstau vorbeifahren? Dies ist heute schwer vorstellbar. Die RoLa gilt als veraltet und weckt negative Emotionen. Egal ob kurz oder lang, eine RoLa wird aktuell als langsam und teuer wahrgenommen.

Aber: Mit einem neuen, innovativen Angebot und richtiger Kommunikation kann der Begriff RoLa neu geprägt werden! Dieser Herausforderung stellte sich die Klasse VS19 der ZHAW School of Engineering.

Abbildung 1: Die Rollende Landstrasse, Quelle: Alpeninitiative

Industrie beauftragt VS-Studierende

Ein Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) beauftragte im Rahmen des Moduls „Praxisprojekts 2“ das Studierendenteam, das Potenzial einer Kurz-RoLa durch den Gotthard zu ermitteln. Gemäss dem EVU ist die RoLa attraktiv, weil am Stau vorbeigefahren werden kann. Bei einer RoLa werden Lastwagen inklusive Personal auf Züge verladen. Bisher hat sie jedoch im Güterverkehr kaum Relevanz.

Speditionen und Experten sehen kaum Potenzial in Kurz-RoLa

Um die Nachfrage nach einer Kurz-Rola in der Logistikbranche zu verstehen, führten die Studierenden Telefoninterviews mit Speditionen und Fachleuten in der Schweiz durch. Es stellte sich heraus, dass die Branche einer solchen Idee gegenüber skeptisch eingestellt ist. Häufig fielen die Worte: «Ich möchte Sie nicht demotivieren, aber …». Trotzdem liessen sich alle Interviewten auf spannende Gespräche ein. Dabei wurden mögliche Standort- und Streckenvorschläge gesammelt.

Als weiterer Input konnte von Rail Cargo Austria mehr über die bestehende Kurz-RoLa am Brenner erfahren werden. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren in Österreich sind Restriktionen auf der Strasse und die sehr grosszügige Subventionierung.

Konkrete, innovative Angebote sollen es richten

Um den Schweizer Speditionen die RoLa schmackhaft zu machen, muss Ihnen das Konzept eines neuen konkreten Angebots vorgelegt werden. Die Studierenden definierten, dass ein Angebot primär die Faktoren Standorte, Rollmaterial und Preis berücksichtigen muss. Dabei sollten zwei unterschiedliche Strecken entwickelt werden.

Zwei attraktive Strecken als Grundgerüst

Mit den von den Speditionen erhaltenen Standortvorschlägen wurde eine Nutzwertanalyse durchgeführt. Gute Lage und betriebliche Machbarkeit im Norden bieten die Standorte Brunnen und Rotkreuz. Im Tessin sind dies Lugano Vedeggio und Cadenazzo.

Aus diesen Standorten wurden zwei Strecken gebildet. Die längere Strecke Rotkreuz – Lugano Vedeggio hat eine Fahrzeit von zwei Stunden. Bei der kürzeren Strecke Brunnen – Cadenazzo beträgt sie 80 Minuten.

Modernes oder günstiges Rollmaterial

Die wichtigsten Kriterien für die Wahl des Rollmaterials sind die Verladezeit sowie die Anschaffungs- und Unterhaltskosten. Die Wahl fiel auf zwei unterschiedliche Systeme. Einerseits das innovative, aber unerprobte Flexiwaggon-System (siehe Bild unten), andererseits das klassische System mit Flachwagen und Kopframpe. Flexiwaggons sind teuer, aber mit nur 15 Minuten Verladezeit viermal schneller in der Abfertigung als Flachwagen. Die Flexiwaggons setzen auf ausschwenkbare Plattformen. Diese sind direkt im Wagen verbaut und benötigen keine spezielle Infrastruktur.

Abbildung 2: Eine Animation des Flexiwaggon-Systems. Quelle: flexiwaggon.se

Flachwagen können verhältnismässig günstig beschafft werden, jedoch dauert das Verladen der LKW sehr lange.

Für beide Strecken wurde je ein schnelles «Priority»-Angebot mit Flexiwaggons und ein günstiges «Economy»-Angebot mit Flachwagen erstellt.

Preis für eine RoLa-Fahrt zwischen CHF 95 und 170

Zur Berechnung der Fahrtpreise wurde ein Rechenmodell entwickelt, in dem die wichtigsten finanziellen Aspekte berücksichtigt wurden. Dazu gehören beispielsweise die Anschaffungs- und Instandhaltungskosten des Rollmaterials sowie die Einnahmen durch Subventionen. Betreffend der Subvention einer RoLa wird erst im Herbst 2021 ein neuer Entscheid des Bundes erwartet. Deshalb wurden für diese Berechnung Annahmen basierend auf anderen RoLa-Angeboten getroffen. Die «Priority»-Angebote würden CHF 125 und CHF 170, die «Economy»-Angebote CHF 95 und CHF 115 kosten.

Speditionen lassen sich von den zeitgemässen Angeboten überzeugen

An 75 Schweizer Speditionen wurde ein Online-Fragebogen verschickt. In diesem wurden anhand eines Flyers die erarbeiteten Angebote (siehe Bild unten) vorgestellt.

Abbildung 3: Ein Ausschnitt aus dem Flyer, welcher die Angebote im Online-Fragebogen illustrierte. (eigene Darstellung)

Das Projektteam erhielt von 21 Speditionen eine Rückmeldung (siehe Bild unten). Alle Varianten stiessen auf Interesse, wobei jeweils die längere Strecke Rotkreuz – Lugano Vedeggio und das «Priority»-Angebot favorisiert wurden. Das schnelle Verladen und die daraus resultierende Zeiteinsparung des «Priority»-Angebotes scheint den Aufpreis wert zu sein.

Abbildung 4: Wie viele Unternehmen sagen JA zu einem der Angebote? (eigene Darstellung)

Die Nutzung der Angebote ist schlussendlich eine Preisfrage. Wenn das Angebot kostenlos wäre, würden es mit einer Ausnahme alle Unternehmen nutzen. Eine Kurz-RoLa muss also einen attraktiven Preis bieten können.

Potenzial für Mikro-RoLa da, aber Wirtschaftlichkeit offen

Heute können die Studierenden die Einführung einer Kurz-RoLa dem EVU nicht empfehlen. Einerseits ist die Situation mit den Subventionen unklar. Andererseits ist die innovative Flexiwaggon-Lösung unerprobt. Hier müssten weitere Abklärungen in Bezug auf die Markttauglichkeit vorgenommen werden. Ein grundsätzliches Potenzial ist aber vorhanden.

Für eine wirtschaftlich betreibbare Kurz-RoLa sind genügend Subventionen und passendes innovatives Rollmaterial,wie zum Beispiel Flexiwaggons entscheidend.

Der Erfolg eines Angebotes basiert auch auf der richtigen Kommunikation und Technologie. Nur mit dieser kann der negativ behaftete Begriff der RoLa neu geprägt werden.

« Unterwegs in einer multimobilen Welt»

Mobility-Mitgründer Conrad Wagner ist ein regelmässiger Gastreferent im Studiengang Verkehrssysteme. In seinem aktuellen Interview für das CKW-Magazin schildert er seine Sicht auf die gegenwärtige Bedeutung von Carsharing, wie er sich „mehr Mobilität mit weniger Verkehr“ vorstellt und welche Auswirkung die Bot-Ökonomie der Zukunft auf die Mobilität haben wird.

VS-Studierende entwickeln das neue BICAR

Wer kennt es nicht? Mit dem BICAR hat die ZHAW vor einigen Jahren eine neue pfiffige Mobilitätsalternative für den urbanen Strassenverkehr vorgestellt. Das BICAR hat inzwischen mehrere Updates durchlaufen und wird vom Startup Share your BICAR AG stetig weiterentwickelt.

Einige Studierende des Verkehrssysteme-Studiums haben nun Ihre eigene Vision vom „BiCar“ vorgestellt. Auch in diesem Jahr musste pandemiebedingt die Frackwoche entfallen. Als kleinen Ersatz haben die Studierenden des Moduls „Verkehrstechnik 2“ ihre Kompetenzen im Bereich Elektromobilität genutzt, um ein „Reduce to the max“-Bier-Auto zu entwickeln.

Unter Einhaltung aller Schutzmassnahmen entstand in der Werkstatt des Zentrums für Produkt- und Prozessentwicklung (ZPP) ein kleines Elektrogefährt. Dabei galt es die diversen Vorgaben der beiden betreuenden Dozenten Gabriel Schneider und Hans-Jörg Dennig einzuhalten. Herausgekommen ist ein einsatzbereites Mobil, das uns hoffentlich zur Diplomfeier 2021 und zur Frackwoche 2022 noch viel Freude bereiten wird.

Bin ich ein Painpoint? Stell Dir ein paar Fragen zur Mobilitätswende!

Die Agentur white octopus hat ein schönes kleines Kompendium herausgegeben, in dem es Fragen zur Mobilitätswende formuliert. Mal naiv, mal zugespitzt – aber insgesamt sehr geeignet, die eigene Perspektive zu hinterfragen.

Ursprünglich war der Text nur als gedrucktes Buch verfügbar. Dank Ingo Kucz & Team ist diese lesenwerte Inspirationsquelle nun auch kostenfrei online verfügbar: https://www.whtctps.com/bin-ich-ein-painpoint

Mein Fazit nach der Lektüre: Eindeutige Leseempfehlung für angehende Mobilitätsgestalterinnen und -gestalter!

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