Perspektivenwechsel für angehenden Verkehrsplaner – Auslandssemester an der SeoulTech

Verkehrssysteme-Student Beni Grässli verbringt sein viertes Semester an der SeoulTech in Korea. Hier berichtet er von seinen ersten Eindrücken.

Als Austauschstudent in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul habe ich die Möglichkeit, hautnah mitzuerleben, wie das Thema Mobilität in dieser unglaublich grossen Stadt angegangen wird. Korea ist zwar traditionell geprägt, aber zugleich ein Hightech-Paradis, was diesen einzigartigen Mix ausmacht. In einem der grössten U-Bahnnetze der Welt unterwegs zu sein, und trotz der sehr kurzen Taktintervalle und gewaltigen Menschenmassen ausnahmslos pünktlich anzukommen, ist jeden Tag aufs Neue bemerkenswert.


Einführungstag

Der Aufenthalt in einer völlig fremden Kultur bringt anfangs sicher die eine oder andere Herausforderung mit sich, doch lohnt es sich durchaus, mal über den eigenen Tellerrand zu schauen und den Schritt zu wagen. Neben verbesserten Sprachkenntnissen (Englisch aber auch ein bisschen Koreanisch) kann ich viele Kontakte rund um den Globus knüpfen, welche mir auch in meiner späteren Karriere noch sehr hilfreich sein könnten.

Für mich sind die letzten vier Wochen schon jetzt eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.


Korean Chicken BBQ

Internationale Kooperation im Studiengang Verkehrssysteme: BA-Forschungsreise zur NASA

Kann ein Algorithmus der NASA dabei helfen, die Zuverlässigkeit der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) zu steigern? Um die Antwort auf diese Frage zu finden, unternahm der Verkehrssysteme-Student Florian Fuchs eine Forschungsreise nach Amerika. Während 14 Tagen diskutierte er mit Experten der NASA und programmierte Algorithmen. Anlass für die Forschungsreise war die Bachelorarbeit, die Herr Fuchs in diesem Semester erstellt. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen.


Bildquelle: VBZ

Heute haben zahlreiche Verkehrsbetriebe bereits automatische Überwachungssysteme, die grosse Datenmengen von hoher Qualität zur aktuellen Betriebssituation generieren. Damit diese Daten aber zu einer Steigerung der Zuverlässigkeit genutzt werden können, gilt es aus der Datenflut die richtigen Informationen zu extrahieren.

Das Ziel der Arbeit ist die Implementierung eines Algorithmus, der die verfügbaren Daten auswertet und Störungen vorhersagt, bevor sie auftreten. Als Grundlage für den Algorithmus soll der ADOPT-Algorithmus der NASA dienen. Dieser muss so angepasst werden, dass er zur Überwachung des Busbetriebs eingesetzt werden kann. Neben der Implementierung und Weiterentwicklung des Algorithmus soll auch untersucht werden, in welchem Umfang Daten bereitgestellt werden müssen, damit eine Vorhersage von Bus Bunching, also der Bildung von Buskolonnen durch das Auffahren nachfolgender Linienumläufe, möglich ist.

Der erste Teil der Arbeit umfasst den Wissenstransfer zwischen ZHAW und NASA. Da der ADOPT-Algorithmus nicht öffentlich verfügbar ist, musste eine andere Lösung gefunden werden. Diese war eine zweiwöchige Forschungsreise zum NASA AMES Research Center in Mountainview, Kalifornien. Während denn zwei Wochen vermittelten Experten das nötige Wissen um den von der NASA entwickelten Algorithmus von Grund auf neu zu programmieren. Als Nebeneffekt ermöglichte der Aufenthalt mögliche Strategien zur Implementation und Erweiterung des Algorithmus zu diskutieren und testen. Nur schon deshalb war der Trip zur NASA spannend und sehr wertvoll.

Der zweite Teil der Arbeit nimmt den entwickelten Algorithmus auf den Prüfstand. Dies geschieht in einer Art virtuellem Sandkasten. Dabei überwacht der Algorithmus simulierte Buslinien und gibt Feedback zum Betriebszustand an einen virtuellen Leitstand. Dabei kann über verschiedene Parameter die Situation in der Simulation verändert werden. Dieses Vorgehen ermöglicht eine kritische Bewertung des Algorithmus. Ebenfalls ist es dadurch möglich, einzelne Anpassungen und deren Auswirkungen zu untersuchen. Schlüsselelement des Simulators ist, dass er in enger Zusammenarbeit mit den VBZ entsteht. Durch die Partnerschaft ist garantiert, dass die Simulation dem Betriebsalltag der VBZ entspricht und diesen abbildet.

Diese Bachelorarbeit zeigt einige charakteristische Merkmale des Studiengangs Verkehrssysteme auf. Beispielsweise demonstrieren die Industriepartner NASA und VBZ die Praxisnähe und -relevanz des Studiengangs. Ergänzend zeigen Umfang und Breite der Arbeit, wie vielfältig das vermittelte Wissen ist. 

Auslandsemester @ Hanyang University, Korea – eine Momentaufnahme

Verkehrssysteme-Student Roman Zech verbringt sein viertes Semester an der ZHAW-Partnerhochschule Hanyang University im koreanischen Seoul. Hier berichtet er von seinen ersten Eindrücken. Wer mehr erfahren möchte, findet weitere Erfahrungsbericht auf seinem persönlichen Blog.

Die tägliche Herausforderung beginnt schon an der Ampel vor dem Haupteingang: Erwische ich die Grünphase am Fussgängerstreifen? Rund 4 Minuten dauert es zwischen zwei Grünphasen…
Es folgt ein rund 20-minütiger Marsch über den Hanyang Hill zur Anwesenheitskontrolle vor der Vorlesung. Physisch anwesend zu sein ist hier nämlich enorm wichtig und wird benotet. Gute Mitarbeit sowieso. Schlafen in der Vorlesung zählt kulturell bedingt auch dazu.
Nach einer guten Stunde gibt es noch eine Zusammenfassung in Koreanisch und der Assistent des Professors wischt die Tafel.


Blick aus dem Studentenwohnheim auf den Haupteingang der Hochschule

Seoul ist schräg und zugleich grossartig: Hunde-Cafés, Indoor-Preisfischen und eine Übernachtung in der traditionellen Saunalandschaft nach einer Partynacht gehören zum Auslandssemester dazu wie der Smog über der Stadt. Im Frühling ist er am stärksten. Von den Koreanern wird er liebevoll auch „Wind aus China“ genannt. Eine Anspielung darauf, dass es dort noch schlimmer ist.


Aussicht auf Seoul mit der Stadtmauer

Die fünf Monate hier reichen wohl knapp aus, Sprache und Kultur etwas zu verstehen und mich hier einzuleben. Ein erster Schritt dazu ist bereits getan: Ich schlafe auch in unbequemer Position quer zur Fahrtrichtung in der Metro, während Koreaner meine Schulter als perfektes Kissen nutzen.


Rechtsverkehr in einem Metro-Zugang kurz vor Beginn der Rush-Hour

Studiengangleiter VS neuer Herausgeber der ETR SWISS

Thomas Sauter-Servaes, Leiter des ZHAW-Studiengangs Verkehrssysteme, wird ab April 2017 neuer Herausgeber der ETR SWISS. Er übernimmt die Verantwortung für die Schweizer Seiten des renommierten Fachmagazins von Prof. Dr. Ulrich Weidmann, der bis vor Kurzem an der ETH Zürich im Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme (IVT) den Bahnbereich leitete und nun als ETH-Vizepräsident für Personal und Ressourcen zuständig ist.

Die Eisenbahntechnische Rundschau (ETR) steht seit über 60 Jahren für Fachinformationen rund um Technik, Betrieb, Wissenschaft und Forschung im spurgeführten Verkehr. Die im Eurailpress Verlag erscheinende ETR transportiert und inszeniert Fachinformationen in moderner und leserfreundlicher Optik und setzt dabei unterschiedliche journalistische Formate ein: detaillierte Fachbeiträge, Themen-Reports, Interviews, Gastkommentare, Kurznachrichten u.v.a.

Ergänzt wird die Standardausgabe viermal jährlich um das Supplement „ETR-Austria“ mit Fachbeiträgen und Nachrichten zu Schienenverkehr und Bahntechnik aus Österreich und zweimal jährlich um das Supplement „ETR-SWISS“, das Fachinformationen zu Bahnverkehr sowie Industrie und Wissenschaft aus der Schweiz präsentiert.

Mit dieser neuen Verantwortwortung wird die Zusammenarbeit zwischen dem ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme und den Fachinformationsexperten der DVV Media Group weiter ausgebaut. Im vergangenen Jahr startete mit dem Fachinfo-Service UPDATE bereits ein gemeinsames Pilotprojekt, das den VS-Studierenden einen einfacheren Zugang zu aktuellen Branchennachrichten ermöglicht.

Prix LITRA 2017: Machen Sie mit beim Preis für neue Ideen zur Mobilität

Zum sechsten Mal prämiert die LITRA drei studentische Abschlussarbeiten und will so die Suche nach innovativen Lösungen zur künftigen Mobilität anregen. Die letzten fünf Jahre haben gezeigt: Der öffentliche Verkehr bietet auf wissenschaftlicher Ebene eine äusserst breite Themenpalette. ZHAW-Absolventen wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezeichnet, z.B. mit Arbeiten zu Fahrgastströmen oder E-Bussen.

Der Prix LITRA richtet sich an alle Studierenden von Schweizer Universitäten und Hochschulen, die sich in ihren Bachelor- oder Masterarbeiten dem Thema öffentlicher Verkehr widmen, unabhängig der Fachrichtung. Die Einreichungsfrist für den PRIX LITRA 2017 läuft bis zum 17. Juli 2017. Die Preisverleihung findet am 28. September 2017 statt.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Prix LITRA-Webseite

Der Studiengang Verkehrssysteme unterstützt seine Studierenden aktiv bei der Beteiligung am Prix LITRA. Sollten Die Detailfragen haben, wenden Sie sich an den Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes.

Studentische Forschung zur Kundeninformation bei Grossstörungen im Bahnsystem

Die Information der Kunden beschäftigt die SBB stetig. Insbesondere während einer Störung bewerten die Reisenden die Kundeninformation häufig als ungenügend. Dies verdeutlicht sich bei der Lektüre von Fachliteratur, Medienberichten und Kundenrückmeldungen.

In ihrer Projektarbeit befassten sich die Verkehrssysteme-Studenten Robert Schuler und Benjamin Steiner mit der Optimierung der Kundeninformation während einer Grossstörung. Dabei beschränkte sich die Verbesserung auf die ersten 30 Minuten nach Störungsbeginn (Chaosphase). Als Informationsgrundlagen dienten Fachliteratur, Reglemente der SBB, Störungsprotokolle, Kundenrückmeldungen und Interviews mit Info-Spezialisten.

Die studentische Forschungsarbeit zeigt, dass eine genaue Definition des Begriffes Grossstörung nicht möglich ist. Einen Einfluss auf die Grösse des Ereignisses haben aber Ort, Zeitpunkt, Dauer und Grund der Störung. Die im Ereignis beteiligten Stellen an der Kundeninformation sind in einem komplexen Netzwerk miteinander verbunden. In diesem Netzwerk stellt die Kommunikation zwischen den einzelnen Stellen eine besondere Herausforderung dar. Für die Info-Spezialisten ist es zudem schwer zu beurteilen, ob und in welcher Qualität die Information beim Kunden ankommen. Social-Media-Kanäle sind eine kostengünstige und schnelle Möglichkeit für den Kunden, ein Feedback über die Kundeninformation zu geben. Die SBB könnten dies einfach und kostengünstig an den Kundeninfo-Arbeitsplätzen installieren.

Die ideale Kundeninformation erfolgt zeitnah, ist individuell auf den Kunden zugeschnitten und ist gut verständlich. Die zukünftige Kundeninformation ist geprägt von der Digitalisierung. Mathematische Algorithmen können helfen, im Störungsfall schnell eine Alternative für die Kunden zu finden. So wird das Mobiltelefon zukünftig eine sehr wichtige Rolle bei der Kundeninformation spielen. Der Mensch behält eine wichtige Funktion im ganzen Prozess. Werden alle Reisenden Mitarbeiter, Kunden und Informationsspezialisten mit einer geeigneten Software miteinander vernetzt, können sie sich gegenseitig helfen. Denn jeder von ihnen ist ein Teil der SBB und kann zu einer besseren Kundeninformation beitragen.

Shared Mobility lohnt sich: Studierende veröffentlichen europäische Vergleichsstudie

Barcelona, Berlin, Kopenhagen, London, Paris, Wien und Zürich: Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme der ZHAW School of Engineering haben in sieben europäischen Städten bestehende Sharing-Konzepte im Bereich der Mobilität untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass innerhalb des allgegenwärtigen Trends der Sharing-Economy insbesondere das Teilen des eigenen Autos an Bedeutung gewinnt.

Unter dem Namen Peer-to-Peer-Carsharing (kurz: P2P-Carsharing) verbirgt sich ein neuartiges Sharing-Modell: Anbieter stellen Privatnutzern online Plattformen zur Verfügung, auf denen diese ihr Fahrzeug mit anderen teilen können. In allen sieben untersuchten Städten ist mindestens ein solches Angebot vorhanden. Spitzenreiter ist Paris, wo es fünf Anbieter insgesamt über 2200 Autobesitzern ermöglichen, ihr eigenes Vehikel über eine entsprechende Plattform an Fremde zu vermieten. In Zürich gibt es erst einen Anbieter mit bisher gut 100 Teilnehmern. Die Vorteile liegen auf der Hand: «Auf diese Weise steht das Auto nicht nur auf dem Parkplatz und verursacht Kosten, sondern man kann damit Geld verdienen», weiss ZHAW-Student Christoph Sutter, der das Projekt im Bachelorstudiengang Verkehrssysteme gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Thullen geleitet hat.

Im letzten Jahr wurde zum ersten Mal die Studie zum Thema «Shared Mobility» durch den Studiengang Verkehrssysteme durchgeführt, in der das Sharing-Verhalten ausgewählter Städte analysiert und verglichen wurde. Aufbauend auf den gesammelten Daten ist eine Fortführung geplant, die langfristig eine Art europäisches Sharing-Trendbarometer ergeben wird. Neben dem P2P-Schwerpunkt analysiert die Studie wie im vergangenen Jahr detailliert die Carsharing- und Bikesharing-Angebote der professionellen Betreiber in den verschiedenen Städten.

Komplette Studie „Shared Mobility“ als Online-Download

Mit LASSO bestens informiert – Studiengang Verkehrssystem startet Pilotprojekt zum Selbststudium

Der Studiengang Verkehrssystem startet die Entwicklung eines innovativen Online-Angebots, um seine Studierenden kontinuierlich mit den wichtigsten Brancheninformationen zu versorgen. LASSO steht für Leistungssteigerndes Autonomes Selbst-Studium am Onlinekiosk und ist ein Siegerprojekt des Wettbewerbs „Digitale Lehrformen“ der ZHAW School of Engineering. Damit wird das Verkehrssysteme-Studium zukünftig noch praxisnäher und stärker auf die aktuellen Entwicklungstrends ausgerichtet.

Für die an Bedeutung gewinnende fachspezifische Profilbildung bei den Studierenden spielt das modulunabhängige autonome Selbststudium eine wichtige Rolle. Konkret beinhaltet diese Profilbildung die intensive Auseinandersetzung mit technischen Innovationen, Marktentwicklungen und Akteurskonstellationen im späteren Arbeitsfeld bereits in den ersten beiden, vom Grundlagenunterricht geprägten Studienjahren.

Schon heute bietet das Internet ein breites Angebot zum eigenständigen themenspezifischen Wissensaufbau. Die Informationsflut wirkt aber häufig abschreckend. Im dichten Medienstrom ist es nicht leicht, die must-seen-Informationen zu identifizieren. Diese Überforderung führt nicht selten zu einer Abwehrreaktion, so dass sich der Wissenserwerb auf die im Kontaktstudium angebotenen Lehrinhalte beschränkt. Wer will seinen Durst schon an einem offenen Hydranten stillen?

Ziel des Pilotprojekts LASSO ist der Aufbau einer Onlineplattform zur Intensivierung des freien Selbststudiums und Erhöhung der Qualität dieses Studienanteils. Die Plattform bietet einen strukturierten Zugang zu aktuellen Fragestellungen im Verkehr und weist auf neue Entwicklungen hin. Die Initiatoren wirken dabei als Kuratoren, die massgeschneidert für den Studiengang Verkehrssysteme die besten Internetinformationen zu aktuellen Branchentrends zusammenstellen.

Vorbild sind Online-Pressedienste wie Blendle, Newscase oder Pocketstory, die quasi als Super-Redaktionen lohnenswerte Artikel aus verschiedenen Tageszeitungen und Magazinen filtern und diese ihren Nutzern einzeln zum Kauf anbieten. LASSO überträgt dieses «iTunes»-Prinzip auf die Ebene der Fachinformation.

Mit dem UPDATE-Fachinfoservice wurde im Studiengang Verkehrssysteme bereits begonnen, den Studierenden Fachzeitschriften regelmässig als offline nutzbare E-Magazine auf Smartphone und Tablet zur Verfügung zu stellen. Dieser Service soll mit LASSO um eine noch aktuellere und vom Studiengang selbst kuratierte Informationskomponente ergänzt werden.

Ab dem Herbstsemester 2017/18 wird der neue Service online sein. VS-Studierende werden aktiv in die Gestaltung des Infoangebots einbezogen. Interessierte Studierende melden sich bitte beim Studiengangleiter.

Ihr Start in die Zukunftsbranche Mobilität & Logistik – Infotag am 4. März 2017

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Am Samstag, den 4. März 2017 ab 10 Uhr gibt es die nächste Möglichkeit, den Studiengang Verkehrssysteme hautnah kennen zu lernen. Anlässlich des Infotags der ZHAW School of Engineering werden die Studieninhalte und mögliche Schwerpunkte präsentiert. Mit dabei sind auch wieder ausgewählte Partnerunternehmen aus der Verkehrswirtschaft wie Siemens Mobility Schweiz. Sie zeigen auf, welche Berufsperspektiven sich mit dem Verkehrsingenieur-Abschluss ergeben.

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Mit dabei sind auch in diesem Jahr wieder Alumni und aktuelle Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme, die Ihnen die „ungeschminkten“ Fakten aus dem Verkehrssysteme-Studium berichten können. Dozierende beantworten Ihnen konkrete Fragen zu einzelnen Modulen und dem Aufbau des Studiums.

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Das komplette Programm samt Zeitplan auf der Webseite der ZHAW School of Engineering einsehbar.

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Für gymnasiale Maturanden gibt es mit dem „Praxisintegrierten Bachelorstudiengang (PIBS)“ ein besonders spannendes Angebot im Studiengang Verkehrssysteme. Statt eines Praxisjahrs vor Beginn des Studiums ermöglicht dieses SBFI-Pilotprogramm das Praktikum erst nach zwei Studienjahren durchzuführen. Ziel: Die Praktikumszeit noch gewinnbringender für Studierende und Unternehmen zu gestalten. Aktuell arbeitet der Studiengang Verkehrssysteme hierfür mit SBB Personenverkehr, Stadler Rail und den Verkehrsbetrieben Zürich zusammen. Mit weiteren Partnern laufen Gespräche. Auch können Interessierte selbständig weitere Unternehmen für die PiBS-Zusammenarbeit gewinnen. Informieren Sie sich am Infotag über die Details und lernen Sie die ersten PIBS-Studierenden und ihre Erfahrungen kennen.

Forschung für die Praxis: Studierende entwickeln Tool für optimierten Betrieb von selbstfahrenden Bussen


Bildquelle: PostAuto Schweiz AG

Die disruptiven Trends der Automatisierung und Autonomisierung machen auch vor dem Strassenverkehr nicht Halt. Das autonome Fahren ermöglicht nicht nur im Individualverkehr sondern auch im städtischen Nahverkehr komplett neue Konzepte. Um das ganze Potenzial der autonomen Busse im öffentlichen Verkehr auszuschöpfen, sind neue Ansätze in der Planung und Optimierung von Busangeboten zwingend. In ihrer Projektarbeit „Entwicklung eines Betriebskonzepts für vollautonom fahrende fahrerlose Busse im Tourismusverkehr“ stellen die Verkehrssysteme-Studierenden Florian Fuchs und Emanuel Gerkens ein umfassendes Methodenset für eine optimierte Planung und den Betrieb von autonomen öffentlichen Verkehrsservices vor. Als Fallstudie diente die autofreie touristische Gemeinde Saas-Fee. Die studentische Forschung wurde in Kooperation mit Busbetreiber PostAuto Schweiz AG durchgeführt, der bereits autonome Busse in Sion testet.


Bildquelle: Saastal Marketing AG

Im Kern beinhaltet die studentischen Arbeit die Adaption des Algorithmus von Goossens et al. zum Linienplanungsproblem auf die Routen- und Linienplanung von autonomen Bussen. Dafür wurden alle verfügbaren Strassen im Perimeter von einem Koordinatensystem in einen Graphen überführt. Dieser Graph ist die Basis für eine dedizierte Simulation der verfügbaren Busse. Die Nachfrage wurde auf der Basis eines dynamischen, zeitbasierten Modells über ein ganzes Jahr modelliert. Dafür wurden sowohl öffentlich zugängliche Daten als auch Daten von lokalen Stakeholdern verwendet. Aus der Kombination der Fahrzeugsimulation mit dem Nachfragemodell resultiert die Schnittstelle zum Optimierungsalgorithmus. Das adaptierte Linienplanungsproblem von Goossens et al. wurde eingesetzt, um die beste Lösung innerhalb der variablen Bedingungen zu finden.

Das Ergebnis der Arbeit ist ein Tool, mit welchem Vergleiche von unterschiedlichen Linien, Transportmöglichkeiten, Nachfrageschwankungen und Betriebsmodi durchgeführt werden können. Da der Grossteil der Daten aus öffentlichen Quellen stammt, kann das Tool in kurzer Zeit auf verschiedene Szenarien angepasst werden.

Die durchgeführte Fallstudie hat ergeben, dass eine Anwendung von autonomen Fahrzeugen im Perimeter bei gleichbleibenden Kosten die Kapazität stark erhöht. Es wurde ausserdem gezeigt, dass die Möglichkeiten der Autonomisierung mit den in der Arbeit vorgestellten Algorithmen und Vorgehensweisen optimal genutzt werden können.