Jetzt mit noch mehr Profil: Studiengang Verkehrssysteme mit neuem Angebot

Zum Herbstsemester 2019 präsentiert sich der Studiengang Verkehrssysteme in neuer Form. Basierend auf einer Neuordnung sämtlicher Bachelorstudiengänge der ZHAW School of Engineering wurde der Lehrplan wesentlich überarbeitet. Der Studiengang Verkehrssysteme bietet nun eine stärkere Individualisierung im letzten Studienjahr und verstärkt sein Angebot insbesondere in den Themenfeldern Raumplanung, Mobility Data und Logistik.

In den vergangenen Monaten wurde hinter den Kulissen intensiv am Umbau des Studiengangs gearbeitet. Ziel war es, das aktuell hohe Qualitätsniveau der Absolventen langfristig zu sichern. Hierfür wurden sowohl Verkehrssysteme-Alumni als auch Branchenvertreter zu den zukünftigen Trends und Anforderungen an Verkehrsingenieure befragt. Auf der Grundlage dieser Workshops entstand eine Modultafel, welche das erfolgreiche Grundgerüst der gegenwärtigen Jahrgänge aufgreift und dieses zielgerichtet um neue Aspekte ergänzt. Die wichtigsten Änderungen lassen sich in zwei Handlungsfelder einteilen:

Individuelle Profilierung statt starrer Vertiefungen/Schwerpunkte

Im letzten Studienjahr des Studiengangs Verkehrssysteme waren bislang zwei Schwerpunkte wählbar. Der Schwerpunkt Engineering bot eine stärkere Fokussierung auf die Fahrzeugtechnik, der Schwerpunkt Verkehrsmanagement konzentrierte sich dagegen auf die Kompetenzfelder der klassischen Verkehrsplanung. Im neuen Curriculum können die Studierenden nun acht Module aus einem Angebot von 12 Modulen wählen und den Lehrplan damit stärker nach ihren persönlichen Interessen gestalten. Auch bei den Kontextmodulen wird die bisherige Vorauswahl aufgehoben. Stattdessen steht hier jetzt das komplette Kontextangebot der School of Engineering zur Wahl.

Neue und erweiterte Fachmodule entsprechend Marktanforderungen

Ausgehend vom Feedback der Experten und Alumni wurden ausgewählte Korrekturen bei den Fachmodulen vorgenommen. Das Thema Raumplanung wurde aufgewertet und bildet nun ein zentrales Basismodul im ersten Semester. Die steigende Bedeutung von Daten zur Planung und Steuerung des Verkehrsgeschehens und als Grundlage für innovative Geschäftsmodelle wird in zwei neuen Wahlmodulen im dritten Studienjahr aufgegriffen. Verkehrssimulation und Logistik werden ebenfalls im Stundenumfang erweitert.

«Die Absolventen des Studiengang Verkehrssysteme werden in der Branche als qualitativ sehr gut ausgebildete Ingenieure geschätzt», stellt Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes nach den Gesprächen mit den Branchenvertretern fest. «Unsere grosse Alumni-Befragung aus dem vergangenen Jahr hat zudem ergeben, dass über 90 Prozent der Verkehrssysteme-Absolventen das Studium wieder wählen würden». Mit der proaktiven Anpassung des Curriculums an wichtige Branchentrends ist die Studiengangleitung überzeugt, auch zukünftig Studierende und Arbeitgeber begeistern zu können.

Beweg was – werde Verkehrsingenieur(in)!

bewegwas_01Die Schweiz verfügt über eines der besten Verkehrssysteme der Welt. Doch die Herausforderungen in der Zukunft sind gross. Wachsende Stadtbevölkerungen, drohender Klimawandel und steigendes Durchschnittsalter fordern von der Verkehrsbranche kreative Lösungen für die zunehmende Nachfrage nach Mobilität.

Gleichzeitig ergeben sich durch Digitalisierung, Sharing-Konzepte und bessere Werkstoffe neue Chancen. Vor diesem Hintergrund sucht die Verkehrswirtschaft in allen Bereichen dringend Verkehrsingenieurinnen und Verkehrsingenieure. Daher: Beweg was, werde Verkehrsingenieur(in)! Anmeldungen zum Studienstart im Herbst 2019 sind bis 30. April 2019 auf den Webseiten der School of Engineering möglich.

bewegwas_02

Noch nicht sicher, ob Verkehr das richtige Tätigkeitsfeld für Dich ist? Benötigst Du mehr Insider-Informationen über den schweizweit einzigartigen Studiengang Verkehrssysteme? Kein Problem. Anlässlich der „Beweg was“-Kampagne haben wir Absolventen des Studiengangs, aktuelle Bachelorstudierende und Verkehrsexperten um Hilfe gebeten. Sie werden in den kommenden Wochen auf diesem Blog immer wieder aus Ihrer Perspektive den Studiengang vorstellen.

bewegwas_03

Trotzdem noch Fragen offen? Dann zögere nicht und vereinbare einen persönlichen Termin mit dem Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes. Er berät Dich gerne zu allen Fragen rund um das Verkehrssysteme-Studium. Sämtliche Informationen und einen direkten Kontakt zu relevanten Wirtschaftspartnern gibt es zudem anlässlich des nächsten Infotags der ZHAW School of Engineering am 10. November 2018 in Winterthur.

VS on Tour 2018 – Besuch der InnoTrans in Berlin

Gastbeitrag von Pascal Gamper, Patrick Helg und Sven Popp

Mittwochabend, 19.9.2018, 19:30 Uhr, Zürich HB, Gleis 16 – Der Nachtzug nach Berlin steht bereit.

Als Auftakt zum zweitletzten Semester ist die weltgrösste Verkehrstechnikmesse InnoTrans in Berlin das Ziel der Abschlussklasse VS16a. Wir hatten aus eigener Initiative den Besuch an die Leitmesse der Verkehrsbranche organisiert und machen es uns nun in unseren Zugsabteilen gemütlich. Da in den Liegewagen schon bald Nachtruhe herrscht, wird der mitgeführte Wagen der SBB in Beschlag genommen. Dabei stossen wir auf einen unserer Dozenten aus der Bahnbranche und einige seiner Mitarbeiter. Wir nutzen die Zeit für angeregte Diskussionen über allerlei Themen. Dies gibt uns die Gelegenheit persönliche Einblicke in die Berufspraxis zu erhalten.
Nach dem «Wiener Frühstück» erreichen wir am Donnerstagmorgen pünktlich Berlin. Um 9 Uhr öffnen die Tore zur Messe und die Klasse teilt sich nach Interessen auf. Denn in den rund 30 Hallen gibt es von Infrastrukturkomponenten, Drehgestellen, kompletten Zügen über IT-Tools bis hin zu Drückknöpfen und WC-Deckeln alles zu sehen. Ein Muss ist auch ein Besuch der Career Hall, wo unter anderem der Studiengang Verkehrssysteme durch unseren Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes präsentiert wird.

Am Freitag dürfen wir persönliche Standführungen bei Siemens Mobility GmbH und IVU Traffic Technologies AG geniessen. Beide Firmen zeigen uns ausführlich ihre Entwicklungen, Neuheiten und Zukunftsvisionen. Bei IVU lernen wir einen VS-Absolventen kennen, welcher nun als Projektleiter Kunden in der ganzen Schweiz betreut. Spontan lud uns auch die Trapeze Group zu einer umfassenden und sehr interessanten Führung ein. Bei welcher wir die Produkte der Trapeze kennenlernen konnten. Nach dem Mittagessen führt uns Professor Markus Hecht von der TU Berlin über das Freigelände und weist uns auf diverse bahntechnische Eigenheiten und Neuerungen der ausgestellten Fahrzeuge hin. Diese Führungen hat verdankenswerterweise der VS-Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes für uns organisiert.

  

Neben den zwei interessanten und intensiven Messetagen bleibt abends und am Wochenende jeweils viel Zeit für Sightseeing, kulturelle Aktivitäten und das Berliner Nachtleben. Dann tritt unsere Klasse multimodal und individuell den Heimweg in die Schweiz an.

Die Reise an die InnoTrans und die zahlreichen Fachgespräche an den Messeständen zeigen uns, dass wir im Studium nach zwei Jahren bereits eine breite Ausbildung erhalten haben, mit welcher wir in der Verkehrsbranche durchaus mitreden können.

Velo-Fachexkursion 2018: Von der Netzplanung zur Infrastruktur

Ende September war der Studiengang Verkehrssysteme wieder per Velo unterwegs. In Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle Veloverkehr des Kantons Zürich wurden konkrete Umsetzungsbeispiele für gute Veloinfrastruktur im Kanton Zürich besichtigt. In diesem Jahr war die Exkursionsfahrt von Wallisellen nach Uster erstmals fester Bestandteil des Fachmoduls „Intermodale Verkehre – Personen & Güter“.

Im Mittelpunkt des Velonetzplans, der 2016 durch den Regierungsrat beschlossen wurde, steht der Velo-Alltagsverkehr. Während beim Freizeitverkehr der Weg das Ziel ist, stellt eine Alltagsverbindung primär den Weg zum Ziel dar und verbindet den Ausgangspunkt direkt und sicher mit dem Endpunkt. Neben Direktheit und Sicherheit ist auch die Möglichkeit der unterbruchsfreien Fahrt ein wichtiges Kriterium dafür, ob eine Verbindung tatsächlich genutzt wird.

Mit Blick auf diese Faktoren beantwortet der Velonetzplan die Frage nach der optimalen Streckenführung. Dabei fokussiert er auf die Verbindungen, nicht aber auf die bauliche Umsetzung der Veloinfrastruktur. Um diese hautnah erlebbar zu machen, organisierte die Koordinationsstelle Veloverkehr die Velo-Exkursion «Best Practice».

„Am Puls der Praxis“ reloaded: Neue Vortragsreihe VBZ@ZHAW startet am 17.10.

Eine direkte Verbindung in die Branche ist elementar, wenn man diese verstehen möchte. In den vergangenen Jahren hat der Studiengang Verkehrssysteme immer wieder spannende Vortragsreihen mit Experten aus der Verkehrsbranche durchgeführt. Neben den „Machern der Neuen Mobilität“ war dies insbesondere die Reihe „Am Puls der Praxis“. Dabei konnten die Studierenden in jahrgangsübergreifenden und allen Studierenden der ZHAW offen stehenden Vorträgen tiefe Einblicke in verschiedene Verkehrsbereiche erhalten. Mit VBZ@ZHAW sollen in diesem Semester unterschiedliche Aspekte innerhalb eines grossen Verkehrsunternehmens von ausgewählten Experten beleuchtet werden.

Die Vortragsreihe wird in der Mittagsschiene im Raum TP406 durchgeführt, so dass möglichst viele Studierende die Möglichkeit haben, an den Praxiseinblicken teilzuhaben. Die Reihe startet am 17. Oktober 2018 und wird in zwei 3-Wochen-Blöcken durchgeführt. Konkret handelt es sich um folgende Termine und Referenten:

Datum Zeit  
17.10.2018 12.00-12.35 Thomas Hablützel / Einblick VBZ und eBus
  12.35-12.45 Fragen / Diskussion
24.10.2018 12.00-12.35 Mario Schmid / Herausforderung Betriebssteuerung    
  12.35-12.45 Fragen / Diskussion
31.10.2018 12.00-12.35 Peter Betschart / Herausforderungen Technik
  12.35-12.45 Fragen / Diskussion
21.11.2018 12.00-12.35 Chris Baur / Verkehrsmodellierung
  12.35-12.45 Fragen / Diskussion
28.11.2018 12.00-12.35 Thomas Meier / ÖV-Vertrieb Schweiz auf dem Weg in die Zukunft
  12.35-12.45 Fragen / Diskussion
05.12.2018 12.00-12.35 Urs Brändle / Das Visionäre und das Machbare (z.B. Central / Bellevue)
  12.35-12.45 Fragen / Diskussion

Analog zu den BrainSnacks des Infoservices transportation360° ist die Idee, in stark komprimierter Form ausgewählte Themen zu beleuchten. Die Zuhörer sollen die Möglichkeit bekommen, sich ein Bild von den unterschiedlichen Herausforderungen in einem Verkehrsunternehmen machen zu können. Gleichzeitig soll die Reihe aber auch zur Anregung für denkbare Fragestellungen für Projekt- und Bachelorarbeit dienen.

Studierende entwickeln Micro-Hub-System für urbane Logistik in Winterthur


Visualisierung eines Micro-Hubs

Ein Gastbeitrag von Stefan Angliker, Patrick Helg, Tobias Müller und Christoph Weber

In der diesjährigen Ausgabe des Moduls «Verkehrspraxislabor 2» haben sich die Studierenden der Klasse VS16a mit neuen urbanen Logistikkonzepten für die Stadt Winterthur befasst. In Zusammenarbeit mit den Industriepartnern Rapp Trans AG und der Stadt Winterthur wurde eine Studie zum Thema «Urbane Logistik in der Stadt Winterthur» erstellt.

Der Onlinehandel und der Paketversand nehmen stetig zu. Alleine im Jahr 2017 wurden in der Schweiz 216 Millionen Pakete verschickt, was rund 26 Paketen pro Einwohner entspricht. Die Logistikversorgung ist folglich eine der grössten zukünftigen Herausforderungen im Verkehrswesen. Optimierung der urbanen Logistik ist ein weltweites Thema. UPS liefert in Hamburg auf der letzten Meile Pakete ab einem Container mit Cargobikes und Zustellrobotern aus. In Yokohama werden Pakete über ein städtisches Logistikzentrum mit emissionsarmen Lastwagen ausgeliefert. Als Lösungsansatz für Winterthur wird ein Micro-Hub-System im Stadtzentrum vorgeschlagen. Das Micro-Hub-System hat zum Ziel, die Sendungen zentral und dienstleisterunabhängig zu bündeln. Dies ermöglicht, die direkten Zustellfahrten der Logistiker zu reduzieren, welche neu nur noch den Micro-Hub mit grösseren Gefässen beliefern. Die Sendungen werden den Empfängern über Abholstationen zugestellt, welche automatisiert ausgestaltet werden können, was die Verfügbarkeit und Flexibilität erhöht. Die Abholstationen werden mit Elektrofahrzeugen beliefert, was zu einer Reduktion der Schadstoff- und Lärmemissionen beiträgt.

Ein Micro-Hub-System bündelt die verschiedenen Logistikdienstleister und soll die Sendungen umverteilen. Eine Kernfrage ist entsprechend die Wahl des Betreibers beziehungsweise die Art des Betriebs. Für die Umsetzung des Micro-Hub-Systems wurden vier Betriebsvarianten evaluiert, wobei das Joint Venture am meisten überzeugen konnte, da es die grösste Unabhängigkeit von den Logistikdienstleistern garantiert. Um die Attraktivität und die Akzeptanz des Micro-Hub-Systems zu steigern, sind verschiedene Sekundärnutzungen vorgesehen. Beispiele dafür sind 3D-Drucker, Pop-up-Stores, Kurzzeitbüros und viele mehr. Lokale Initiativen und Institutionen werden in das System eingebunden werden, um es weiter zu beleben. Gewerbepartner
betreiben Abholstationen, was zusätzliche Kundschaft generiert. Automatische Abholstationen gewährleisten den Ganztagesbetrieb des Systems und befinden sich insbesondere an stark frequentierten Standorten. Für die Zustellung zu den Abholstationen kommen emissionsarme Fahrzeuge wie Cargovelos oder E-Vans zum Einsatz. Die einzelnen Akteure werden über eine zentrale Informatiklösung miteinander verknüpft. So muss der registrierte Empfänger beim Versender nur die gewünschte Abholstation angeben und wird dann informiert, wenn seine Sendung in der Abholstation eingetroffen ist. Die Spediteure sind entsprechend über die Zuordnung der Abholstationen informiert und können den jeweiligen Micro-Hub direkt beliefern.

Nebst der Funktionsweise eines Micro-Hub-System sollten Lösungsansätze für ein Pilotprojekt in Winterthur aufgezeigt werden. Das Pilotprojekt wurde dabei in drei Etappen unterteilt. Im Jahr 2030 soll das ganze Gebiet des Stadtzentrums mit vier Micro-Hubs und den zugehörigen Abholstationen erschlossen sein. Die erste Etappe deckt das Gebiet um den Bahnhof und die Altstadt ab. Die Deckung der anfallenden Investitions- und Betriebskosten erfolgt hauptsächlich über Paketkommissionen, wobei die Direktzustellung teuer ist als die Abholstation.


Geplante Standorte von Micro-Hubs und Abholstationen im Zielkonzept 2030

Das Projekt «Micro-Hub-System» eröffnet für Winterthur neue Chancen. So ist es ein Leuchtturmprojekt, welches schweizweite Ausstrahlung haben kann. Auch wird das lokale Gewerbe gefördert und die Zustellung auf der letzten Meile emissionsärmer gestaltet.

Prix LITRA 2018: Verkehrssysteme-Studierende für Cargo-Hitching-Studie ausgezeichnet


Von links rechts: David Richner (Preisträger), Vincent Kaufmann (Jurymitglied), Martin Candinas (LITRA-Präsident), Jonas Matter (Preisträger), Claudio Büchel (Betreuer), Bundesrat Ueli Maurer, Christoph Sutter und Nicola Sonego (Preisträger), Florian Fuchs (Betreuer ZHAW).

Und sie haben es erneut geschafft. Im dritten Jahr in Folge gehören Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme in der Kategorie Bachelorarbeiten zu den Gewinnern des Prix LITRA. Angesichts des diesjährigen Teilnehmerrekords und der hohen Qualität der Einreichungen ist die Leistung der VS-Absolventen Nicola Sonego und Christoph Sutter besonders hoch einzustufen.

Erfolgreich waren die beiden VS-Alumni mit Ihrer Arbeit „Cargo Hitching im Linien- und Bedarfsverkehr im Kontext des autonomen Fahrens: Ein Konzept und Optimierungstool zur intelligenten Planung und Betriebsoptimierung“. Mit der zunehmenden Bevölkerungsdichte im urbanen Raum und mit dem Wachstum des e-Commerce müssen zunehmend mehr Personen und Güter transportiert werden. Für die städtischen Zentren bedeutet diese Entwicklung eine besondere Belastung. Nicola Sonego und Christoph Sutter erforschten in ihrer Bachelorarbeit im Bereich Verkehrssysteme der zhaw die Möglichkeit, Personen- und Güterverkehr in einer mittelgrossen Stadt zu verknüpfen, das sogenannte Cargo Hitching. Dadurch soll die Transportkapazität erhöht werden, ohne dass die Verkehrsbelastung steigt. Die Autoren entwickelten ein zweiteiliges Konzept zur Zustellung von Paketen und den Personentransport. Stadtbusse verteilen die Paketpost über mobile Paketstationen. Expresslieferungen werden durch Shuttles direkt an die Kunden geliefert. Diese Shuttles dienen gleichzeitig als Taxi. Aufgrund von Kennzahlen der Schweizer Post konzipierten Nicola Sonego und Christoph Sutter ein Simulationstool und bestimmten für das Beispiel Frauenfeld die notwendige Anzahl Paketstationen, die Touren der Expressshuttles und die Ausgestaltung der Fahrzeuge.

Die Autoren treffen mit ihrer Studie zum Cargo Hitching den Nerv der Zeit und greifen mit der Verknüpfung von Personentransport und Warenlieferung ein aus der Mode gekommenes Modell wieder auf. Mit ihrer Simulation zeigen sie das Potenzial und die Attraktivität von Cargo Hitching als Mobilitätslösung der Zukunft.

Die Arbeit wurde betreut von Dr. Olga Fink und Florian Fuchs am Institut für Datenanalyse und Prozessdesign (IDP).

Täglich 300 km pendeln?! Ein Erfahrungsbericht

Gastbeitrag von Jan Guldimann, VS16a

Bald startet eine neue VS-Klasse in ihr Studium. Studentinnen und Studenten, welche  in etwas grösserer Entfernung wohnen, stehen in dieser Zeit vor einer schwierigen Entscheidung. Sie haben meist die Wahl, ob sie für das Studium umziehen wollen oder doch lieber pendeln. Wenn auch du vor dieser Entscheidung stehst, möchte ich dir mit diesem Erfahrungsbericht diese etwas erleichtern.

Seit nun 4 Semestern pendle ich während der Unterrichtszeit täglich von Bern nach Winterthur. Die reine Fahrzeit im Zug beträgt pro Weg eine Stunde und 30 Minuten. Dies wirkt nach sehr viel, mit der richtigen Einstellung und einigen Tricks lässt sich die Zeit jedoch gut nutzen.

Ich habe für mich einige Tricks herausgefunden, welche mir das Arbeiten sowie das Reisen im Zug deutlich erleichtern. Meine Strecke ist vermutlich die meistfrequentierte Strecke der Schweiz. Dennoch ist es noch nie vorgekommen, dass ich stehen musste. Ich achte darauf, dass ich jeweils bereits bei der Einfahrt meines Zuges auf dem Perron bin und mich richtig positioniere. Bei allen Zügen hat es stärker und schwächer frequentierte Wagen. Zu Beginn musst du dies ausfindig machen. Bei meinem morgendlichen Zug ist beispielsweise der Wagen 7 (zweiter 2. Klasse Wagen nach dem Speisewagen und der 1. Klasse) sehr angenehm ausgelastet. Dies, weil die meisten Leute mit der Hoffnung auf ein freies 4er-Abteil Richtung Ende des Zuges laufen.

Ein entscheidender Punkt neben der Wagenwahl ist die Sitzplatzwahl. Die Züge auf meiner Strecke sind die IC2000-Züge der SBB. In diesen nehme ich immer einen Fensterplatz im Oberdeck, bei welchem das Fenster zu meiner Linken ist. Falls ich etwas von Hand schreiben muss, habe ich so ausreichend Platz für meinen rechten Arm. Zudem hat es am Fenster eine Steckdose und einen ausklappbaren Tisch. Der Abstand zwischen diesem und dem Sitz ist optimal, sodass es sich gut arbeiten lässt (siehe Abbildung).

Die Entscheidung über eine solche Distanz zu pendeln, bringt dennoch einige Strapazen mit sich. So muss ich beispielsweise immer früh aufstehen und komme erst ziemlich spät nach Hause. Wenn du dir dieser Strapazen im Voraus bewusst und gewollt bist, diese in Kauf zu nehmen, so ist das Pendeln durchaus machbar.

Studienanmeldung verpasst? Letzte freie Plätze verfügbar!

Du möchtest so bald wie möglich das Verkehrssysteme-Studium beginnen? Oder kennst jemanden, für den der Studiengang genau der richtige ist? Kein Problem, auch wenn die offizielle Anmeldefrist Ende April abgelaufen ist. Wer sich beeilt, hat die Chance auf einen der letzten freien Studienplätze des im September 2018 startenden neuen Verkehrssysteme-Jahrgangs.

In der Verkehrswirtschaft werden gut ausgebildete Verkehrsingenieure dringend gesucht (siehe hierzu auch die Aussagen unseres Praxispartners VBZ). Die Absolventen des Studiengangs sind davon überzeugt, dass ihre Ausbildung an der ZHAW School of Engineering sie hervorragend auf den Beruf vorbereitet hat. Über 90% der Alumni würden heute wieder den Studiengang Verkehrssysteme wählen.

Wir freuen uns auf Deine Anmeldung. Bitte kontaktiere einfach direkt den Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes. Noch nicht sicher? Auch für Rückfragen aller Art steht Dir der Studiengangleiter gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

VS on Tour 2018: Besuch in der SBB-Werkstatt Zürich (RZA)

Ein Gastbeitrag von Raphael Graber

Die Klasse VS17a hatte am vergangenen Donnerstag keine Schule und ein Teil der Klasse besuchte daher aus Eigeninitiative das Reparaturzentrum Altstetten (RZA). Einer der Studierenden hat vor seinem Studium bei der SBB gearbeitet und konnte daher mit seinen Kontakten eine Führung organisieren, welche mehr bot als eine „Standardführung“. Nebst einem allgemeinen Einblick in die Instandhaltung der SBB konnten wir den Wagenunterhalt, die Lokwerkstatt und das Gleisfeld besuchen und dabei interessante Erfahrungen aus der Praxis für das Studium gewinnen. Die Erfahrungen helfen, die Fachterminologien einiger Dozierender anschaulich zu begreifen und gewisse betrieblich relevanten Abläufe besser einschätzen zu können.

Am Nachmittag durften wir zudem noch das Regionale Operation Center Personenverkehr (ROCP) besichtigen und sahen, was bei einer Störung alles für den Kunden gemacht werden muss. Nebst Informationen an den Geleisen, auf den Bildschirmen und im Mobile App sind diese Mitarbeiter auch dafür verantwortlich, dass die Züge nicht an Bahnhöfen wenden, welche für den Pendler eine Weiterfahrt erschweren, da es keine sinnvollen Anschlüsse gibt.

Der Tag war sehr informativ und lehrreich. Wir danken allen Organisatorinnen und Organisatoren wie auch der SBB für die Organisation und die Bereitschaft die Türen zu öffnen.