transportation360° – neuer Infoservice für VS-Studierende

Pünktlich zum Beginn des Frühlingssemesters startet der Studiengang Verkehrssysteme einen neuen Informationsservice für seine Studierenden. Mit transportation360° erscheint nun 14-tägig ein Fachinformationsreport, der über aktuelle Entwicklungen in der Verkehrsbranche informiert. Dieser wird von der Studiengangleitung kuratiert und soll zukünftig im engen Austausch mit den Studierenden jeweils unterschiedliche Themenfelder in den Blickpunkt rücken.

Hier geht es zur ersten Ausgabe von transportation360°

Für die an Bedeutung gewinnende fachspezifische Profilbildung bei den VS-Studierenden spielt das modulunabhängige autonome Selbststudium eine wichtige Rolle – auch im Hinblick auf die geforderte eigenständige Entwicklung von Projekt- und Bachelorarbeitsthemen. Konkret beinhaltet diese Profilbildung die intensive Auseinandersetzung mit technischen Innovationen, Marktentwicklungen und Akteurskonstellationen bereits in den ersten beiden, von Grundlagenunterricht geprägten Studienjahren.

Zwar bietet das Internet ein breites Angebot zum eigenständigen themenspezifischen Wissensaufbau. Die Informationsflut wirkt aber insbesondere auf angehende Ingenieure abschreckend. Häufig fehlen Strategien, relevante Nachrichten von unwichtigen zu unterscheiden und im dichten Medienstrom die must-seen-Informationen zu identifizieren.

Ziel des von der ZHAW School of Engineering geförderten Pilotprojekts ist der Aufbau einer visuell attraktiven Onlineplattform zur Intensivierung des freien Selbststudiums sowie der Qualität dieses Studienanteils. Das Infoangebot bietet einen strukturierten Zugang zu aktuellen Fragestellungen im Studienfach, weist auf neue Entwicklungen hin und eröffnet darauf aufbauend explorative Selbstlernpfade. Massgeschneidert werden für den Studiengang die besten Internetinformationen zu aktuellen Branchentrends zusammenstellen. Vorbild sind Online-Pressedienste wie Blendle, Newscase oder Pocketstory, die quasi als Supra-Redaktionen lohnenswerte Artikel aus verschiedenen Tageszeitungen und Magazinen filtern und diese ihren Nutzern einzeln zum Kauf anbieten. 

Mit dem UPDATE-Fachinfoservice wurde im Studiengang Verkehrssysteme bereits im Jahr 2016 begonnen, den Studierenden Fachzeitschriften regelmässig als offline nutzbare E-Magazine auf Smartphone und Tablet zur Verfügung zu stellen, um den Zugang zu vereinfachen und die Nutzung zu erhöhen. Dieser Service soll mit transportation360° um eine noch aktuellere und vom Studiengang selbst kuratierte Informationskomponente ergänzt werden. Die Redaktion freut sich auf Rückmeldungen.

 

Die Scooter kommen! Neue „Shared Mobility“-Studie veröffentlicht

Zum dritten Mal haben ZHAW-Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme die Studie «Shared Mobility» durchgeführt. Hierfür haben sie in sieben europäischen Städten bestehende Sharing-Konzepte im Bereich der Mobilität untersucht. Die Ergebnisse aus Zürich, Berlin, Kopenhagen, London, Paris, Wien und Barcelona zeigen, dass das Wachstum der Sharing-Economy auch im vergangenen Jahr anhielt und zu weiteren Veränderungen führte. Erstmalig wurde die Entwicklung im noch jungen Markt des Scooter-Sharings untersucht.

Das Scooter-Sharing befindet sich laut der von den Studierenden der Klasse VS16a weitestgehend selbständig erstellten Studie in einem rasanten Wachstum. Besonders populär sind die Roller bereits in Berlin und Paris. In Zürich gibt es noch kein solches Angebot. Zwischen den Anbietern bestehen grosse preisliche Unterschiede. Die Kosten liegen, im Gegensatz zum Bike-Sharing, noch weit über dem öffentlichen Verkehr.

Sämtliche Ergebnisse und der Download der kompletten Studie (deutsch/englisch) sind auf den Webseiten der ZHAW School of Engineering zugänglich.

Alumniporträt #2: Christoph Zurflüh – Der Gründer

In den kommenden Wochen stellen zahlreiche Alumni sich und ihr Tätigkeitsfeld im VS-Blog vor. Den Auftakt machte Martin Grolimund, heute präsentieren wir den Werdegang von Christoph Zurflüh.

Mit welcher Vorbildung hast Du das Verkehrssysteme-Studium begonnen

  • Abgeschlossene Berufslehre als Geomatiker mit berufsbegleitenvor.der Berufsmatura
  • 1 Jahr Mutterschaftsvertretung als Sachbearbeiter beim Kanton Luzern, Verkehr und Infrastruktur, Abteilung öffentlicher Verkehr

Wo arbeitest Du jetzt?

  • 5 Jahre Verkehrsverbund Luzern, Kommunikationsverantwortlicher
  • 2016 Gründung Trafiko AG mit zwei Kollegen
  • Seit Juli 2017 100% bei Trafiko AG

Was macht die Trafiko AG?
Wir analysieren, entwickeln und erklären Mobilitätsprojekte. Bespiele: Mobilitätsstrategien, Studien zu neuen Mobilitätsformen wie Sharing oder Fernbussen, Mobilitätsmanagement.

Was ist Deine Aufgabe?
Als Mitinhaber bin ich verantwortlich für zahlreiche Aufträge.

Warum sollte man heute Verkehrsingenieur(in) werden?
Die Digitalisierung rollt wie ein Tsunami auf unsere Gesellschaft zu. Von den Banken über die Hotellerie bis hin zum Gesundheitswesen, alle Branchen sind davon betroffen. So steht auch die Mobilitätsbranche vor Veränderungen. Erste Vorboten haben uns mit Uber oder den selbstfahrenden Test-Bussen von PostAuto bereits erreicht. Weiter befinden sich Sharing-Angebote wie Catch-a-Car oder PubliBike im Aufwind. Auch Fernbusse, die u.a. mit einem einfachen, digitalen Buchungssystem Zugangshürden abbauen, sind Teil dieser Entwicklung. Dadurch verschwinden jedoch zunehmend die Grenzen zwischen den Verkehrsdienstleistungen, was alle am Verkehrsmarkt beteiligten Stellen vor grosse Herausforderungen stellt. Gleichzeitig bieten Innovationen eine Chance, bestehende Angebote und Tätigkeitsfelder um ergänzende Mobilitätsdienstleistungen zu erweitern. Hier braucht es gut ausgebildete Fachkräfte.

Was hat Dir am VS-Studium besonders gefallen?

  • Breiter Überblick über alle für den Verkehrsmarkt relevanten Disziplinen.
  • Hoher Praxisbezug durch Projektarbeiten und Gastdozenten aus der Wirtschaft

Mit welchen Themen hast Du Dich in Projekt- und Bachelorarbeit besonders beschäftigt?

  • Einsatz von Openstreetmap-Daten in der Verkehrsplanung (Projektarbeit)
  • Geschäfts- und Organisationsmodelle von Verkehrsverbünden – Analyse ausgewählter Verkehrsverbünde und Ausarbeitung eines Massnahmenkataloges für den Verkehrsverbund Luzern (Bachelorarbeit)

Während Deines Studiums hast Du viel gelernt. Von welcher Fähigkeit profitierst Du im heutigen Beruf am meisten?

  • Wissenschaftliches und konzeptionelles Arbeiten
  • Interdisziplinäres Arbeiten

Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?
Es freut mich, wenn es in 10 Jahren unserem „Baby“ Trafiko AG gut geht und wir weiterhin spannende Aufträge ausführen dürfen. Wer weiss, vielleicht haben wir dann Mitarbeiter.

Verkehr der Zukunft? VS-Student Roman Zech im bierabvier-Podcast

In der 22. Folge des Schweizer Podcasts bierabvier diskutiert Roman Zech mit den beiden Podcast-Autoren über die Zukunft des Verkehrs. Roman Zech studiert im sechsten Semester Verkehrssysteme, betreibt einen eigenen Blog und arbeitet aktuell anlässlich der Olympischen Spiele in Südkorea. Zechs Blick auf die Mobilitätszukunft lässt sich hier anhören.

Der Schweizer Podcast bierabvier erscheint jeden Montag um 16 Uhr. Hinter der Ostschweizerstimme steckt Adam Keel und hinter der Zürcher Pascal Scheiber. Im Fokus stehen Themen aus dem digitalen Bereich. 

Transformation by Disaster? Studie zur Zukunft der deutschen Automobilindustrie

Die Automobilindustrie boomt, doch der Veränderungsdruck wächst. Neue Nutzungsformen, rasante Digitalisierung und steigende Umweltstandards stellen die Branche vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig drängen neue Akteure aus China und dem Silicon Valley aggressiv auf den Markt. Ohne tiefgreifenden Wandel ist die Zukunft der deutschen Automobilhersteller massiv gefährdet. Um zu verhindern, dass der erforderliche Umbruch zu Lasten von Beschäftigen und Standorten geht, müssen Politik, Unternehmen, Gewerkschaften und Kommunen den Wandel mit einem Zukunftspakt für Mobilität gestalten.

Die deutsche Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat sich dieser Frage angenommen. ZHAW-Mobilitätsexperte Thomas Sauter-Servaes unterstützte das Projekt durch seine Analyse des globalen Automarkts und beteiligte sich an der Erarbeitung der Trendeinschätzungen. Auch begleitete er das FES-Team bei Stakeholder-Gesprächen in Schanghai und Peking.

Der Zeitpunkt für einen Zukunftspakt für Mobilität ist jetzt. China und das Silicon Valley schaffen Fakten. Globale Megatrends erhöhen den Druck. Die deutsche Automobilbranche ist seit Jahren auf Expansionskurs, verfügt also über die nötigen finanziellen Mittel für eine solch tiefgreifende Transformation. Zeit zu zögern bleibt nicht. Sonst könnte das Erfolgsmodell deutsche Automobilindustrie schon bald Geschichte sein.

Die komplette Studie ist online verfügbar.