Musikalisches aus der Bibliothek

Lernende in der Bibliothek des Standorts Winterthur, die bis zum Ende der Öffnungszeiten ausharren, kennen sie bereits: unsere charmante «Rausschmeisser-Lady» und die «Rausschmeisser-Musik». Jeweils 15 Minuten und 5 Minuten vor Schliessung werden die Nutzenden mit einer Durchsage freundlich gebeten, die Räumlichkeiten der Bibliothek zu verlassen. An sich nichts Ungewöhnliches.

Isch da Musig?

Nach der letzten Aufforderung unserer anonymen Mitarbeiterin setzen nach und nach immer lauter werdende, irritierende Klänge ein. Das langsam anschwellende Summen irritiert: Ein Bienenschwarm? Ein Orchester im Abseits? Musik aus einem Horrorfilm? Auf die schrägen Töne reagierten anfangs auch alle Mitarbeitenden perplex, und die eine oder andere Reinigungsfachkraft bekam es zu abendlicher Stunde mit der Angst zu tun.

Immer wieder hört man Kommentare der Hinausgehenden: Isch da Musig? Tönt echt komisch! Musikalisch Versiertere tippen auch mal auf Schönberg oder Schostakowitsch. Aber leider falsch. Hier handelt es sich um den 1. Satz des Cellokonzerts des zeitgenössischen Komponisten György Ligeti (1923-2006).

Dieses Stück ist Anfang 2015 vom ehemaligen Leiter der Hochschulbibliothek, Wolfgang Giella, ausgewählt worden. Andere Stücke Ligetis wurden übrigens in Filmklassikern wie Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ oder dem Horrorklassiker „Shining“ (nach dem Buch von Stephen King) eingesetzt. Die Klänge sollen das Verlassen der Bibliothek also eher unterstützen als zum weiteren Verweilen einladen. Und so packt man dann vielleicht gerne seine Siebensachen zusammen.

Die Suche nach Alternativen

Zwar haben sich alle Mitarbeitenden mehr oder weniger an diese Musik gewöhnt. Immer wieder wird aber der Wunsch nach einer Ablösung des speziellen Stückes laut. Was jedoch gar nicht so einfach ist, denn zum einen sind die Geschmäcker sehr verschieden. Zum anderen stellt sich die Frage, welche Art von Musik die würdige Nachfolge antreten kann. Das Sujet sollte ja schliesslich auch passen. Eine Youtube-Recherche zu Song-Themen mit Wörtern wie „Goodbye“ „Tomorrow“, „Auf Wiedersehen“ etc. fördert erstaunliche, aber vielleicht auch nur bedingt taugliche Lieder zutage.

Wie wäre es mit einem zackigen Alternative Rock-Song Song to say goodbye von Placebo oder dem Paulchen Panther Zeichentrick-Klassiker Wer hat an der Uhr gedreht?  Vielleicht flotte Tanzmusik der 30er Jahre (Kommen Sie morgen wieder)? Oder darf es etwas aus den Untiefen deutscher 70er-Jahre Schlager sein (Bye bye bis morgen)? Schwierig. Auch die grösste aller Liebesschnulzen Time to say goodbye  wäre zwar eine passende Aussage, aber vermutlich nicht mehrheitsfähig.

Ihre Meinung ist gefragt

Wir sagen: Unterstützen Sie uns! Wir freuen uns über eine gute Idee für ein neues «Rausschmeisser-Stück»! Voraussetzungen: Länge ca. 3-4 Minuten. Sujet: Irgendwas, was textlich einigermassen plausibel tönt (s. oben), und inklusive Erträglichkeitsfaktor für Nutzende und Mitarbeitende natürlich. Preise für die drei erfolgreichsten Songs sind garantiert!

ACHTUNG: Vorschläge können noch bis einschliesslich 8.2.19 via Kommentare abgegeben werden. Den Siegertitel plus Gewinner/Gewinnerin geben wir dann im Laufe des Frühjahrssemester bekannt (die Aufführungsrechte müssen noch abgeklärt werden).

Schlagwörter: Winterthur

20 Kommentare


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.