Meilensteine

Tausende von kleinen Schritten führen zu Meilensteinen. Manchmal über unwegsames Gelände und Umwege, gelegentlich schnurstracks. Wir haben uns auf die Höhepunkte der letzten 20 Jahre konzentriert und diese zusammengestellt. Kommen Sie mit auf die Reise in die Gegenwart des Departements Gesundheit, das auch liebevoll und einfach «G» genannt wird.

2006 – Es geht los!
Im Januar wird das Departement Gesundheit der ZHAW – damals noch ZHW – gegründet. Im Herbst beginnen 217 Bachelorstudierende ihr Studium in Ergotherapie, Pflege und Physiotherapie. Das «G» erhält im Februar den Auftrag, eine Hebammenausbildung anzubieten.

2007 – Gesundes Wachstum
Im zweiten Jahr wurde der Aufbau des Departements Gesundheit erfolgreich weitergeführt. Die Zahl der Studierenden in den drei Bachelorstudiengängen Ergotherapie, Physiotherapie und Pflege nahm von 217 auf 469 zu.

2008 – Startschuss für die Hebammen
Im Juli zieht das Departement in die Eulachpassage ein, ein Neubau in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Winterthur. Im Herbst startet der Bachelorstudiengang Hebammen mit 60 Studentinnen. Gleichzeitig wird im Institut der Bereich Forschung und Entwicklung aufgebaut. Die Zahl der Studierenden am «G» erhöht sich auf knapp 800 Personen. In Jahresfrist verdoppelt sich zudem die Zahl der mehrheitlich in Teilzeit arbeitenden Beschäftigten von 70 auf 140 Personen.

2009 – Die ersten Bachelordiplome werden verliehen
Im Oktober feiern 166 Frauen und 28 Männer den Abschluss ihres Bachelorstudiums in Ergotherapie, Pflege oder Physiotherapie. Sie zählen damit zu den ersten, die in der Deutschschweiz einen Fachhochschulabschluss in einem Gesundheitsberuf erlangt haben. Parallel dazu bereitet das Departement in Kooperation mit anderen Fachhochschulen konsekutive Master-of-Science-Studiengänge in Pflege und Physiotherapie vor.

2010 – Auftakt für die Masterstudiengänge
In Kooperation mit der Berner Fachhochschule und der Fachhochschule St. Gallen treten im Herbst 39 Studierende ein Masterstudium in Pflege in Bern, St. Gallen und Winterthur an; das Masterstudium in Physiotherapie starten 25 Personen in Bern und Winterthur. Zudem feiert der Europäische Master of Science in Ergotherapie sein zehnjähriges Jubiläum an der ZHAW. Anfang Dezember findet am «G» erstmals ein Mastermodul in Ergotherapie statt.

2011 – 5 Jahre Departement Gesundheit
Das Departement Gesundheit feiert sein fünfjähriges Bestehen mit einem Jubiläumsfest und blickt zusammen mit Regierungsrat Thomas Heiniger und Gästen aus Bildung und Gesundheitswesen auf die erfolgreiche Aufbauarbeit zurück. Mit über 1250 Bachelor- und Masterstudierenden (Bachelor 1218, Master 67) wird 2011 ein neuer Höchststand erreicht: Seit der Gründung hat sich die Studierendenzahl mehr als verfünffacht.

2012 – Die ersten Masterdiplome werden verliehen
Nach sechs Jahren Aufbauarbeit erntet das Departement die Früchte seiner Arbeit: 2012 verabschiedet es sowohl die ersten Absolvent:innen mit einem Master of Science in Pflege als auch die ersten Hebammen mit einem Bachelor of Science FH. Mit den beiden neuen Weiterbildungsangeboten MAS in Pädiatrischer Pflege und MAS in Pädiatrischer Physiotherapie sowie mehreren Forschungsprojekten zur Diagnostik und Behandlung von Krankheiten bei Kindern positioniert sich das Departement Gesundheit als kompetente Institution im Bereich «Gesundheit von Kindern und Jugendlichen».

2013 – Neue Kooperationen und Innovationen
Im Juni schliessen sich in Berlin sechs deutschsprachige Gesundheitsfachhochschulen und Hochschulen sowie ein universitäres Institut zum «Verein zur Förderung der Wissenschaft in den Gesundheitsberufen» zusammen. Peter C. Meyer, Direktor Departement Gesundheit, wird zum Gründungspräsidenten gewählt. Zusammen mit der ZHAW School of Management and Law sowie zehn Institutionen aus fünf Ländern entwickelt das Departement ein neues Gerät, mit dem sich verunfallte oder desorientierte Personen lokalisieren lassen.

2014 – Auszeichnung «Friendly Work Space»
Das ZHAW Departement Gesundheit erlangt als erster Hochschulbetrieb in der Schweiz das Qualitätslabel «Friendly Work Space» von Gesundheitsförderung Schweiz. Die Auszeichnung belegt, dass am Departement Gesundheit die Gesundheitsförderung und Prävention als Teilaspekte von Public Health nicht nur gelehrt und erforscht, sondern auch gelebt werden.

2015 – Ausbau der internationalen Kooperationen
Mit der Dreiländertagung «Health Universities» positioniert sich das «G» im deutschsprachigen Raum als Kompetenzzentrum für interprofessionelle Bildung im Gesundheitswesen. Forschende aus den Bereichen Technik und Physiotherapie entwickeln zusammen mit europäischen Partnern ein flexibles Exoskelett für Menschen mit einer Gehbeeinträchtigung.

2016 – Happy Birthday – 10 Jahre «G»!
Im Jubiläumsjahr startet am Departement Gesundheit der schweizweit einzige Bachelorstudiengang in Gesundheitsförderung und Prävention. Nach zehn Jahren übergibt Gründungsdirektor Peter C. Meyer die Leitung des Departements an Andreas Gerber-Grote. Zum ersten Mal wird auch die International Winter School am Departement durchgeführt: 100 Studierende und 20 Dozierende aus elf Ländern treffen sich, um über die Berufs- und Landesgrenzen hinweg voneinander zu lernen. Das «G» zählt nun 1353 Bachelor- und 139 Masterstudierende.

2017 – Der Spatenstich ist erfolgt
Die Bauarbeiten für den neuen Campus Adeline Favre am Katharina-Sulzer-Platz beginnen. Anstelle der ehemaligen Halle 52 entsteht bis 2020 ein neuer Standort für das Departement Gesundheit mit Platz für bis zu 2000 Studierende. Gleichzeitig werden auch strategisch wichtige Weichen gestellt: Der «Leitstern» fasst die Vision des Departements zusammen und setzt Leitplanken für die Entwicklung hin zu einer «Health University».

2018 – Hoher Besuch
Gemeinsam mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann besucht die US-Bildungsministerin Betsy DeVos die ZHAW. Bei einem Rundgang durch das Departement Gesundheit bekommt sie Einblicke in den Skillsunterricht der Studierenden und unsere praxisorientierte Forschung. Mit rund 1700 Studierenden hat sich die Studierendenzahl seit der Gründung im Jahr 2006 bereits verachtfacht.
Start des im deutschsprachigen Raum einzigartigen Doktoratsprogramms «Care & Rehabilitation Sciences » in Kooperation mit der Universität Zürich UZH.

2019 – Lancierung eigener Masterstudiengänge
Nach einer neunjährigen, erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule BFH und der FHS St. Gallen bietet die ZHAW ab dem Herbstsemester eigene Masterstudiengänge in Pflege, Physiotherapie und Hebammenwissenschaft an. Im Oktober eröffnet die schweizweit einmalige «Zürcher interprofessionelle klinische Ausbildungsstation» (ZIPAS)» am Universitätsspital Zürich, in der Lernende und Studierende aus verschiedenen Gesundheitsberufen Patient:innen unter Anleitung erfahrener Fachpersonen betreuen.

2020 – Der neue Campus steht und setzt Massstäbe
Nach sieben Jahren Planung und Bau wird das Haus Adeline Favre Ende August 2020 eingeweiht. Es ist das landesweit grösste Bildungs- und Forschungszentrum für die Gesundheitsberufe und bringt das Departement seiner Vision einer «Health University» einen Schritt näher.
Dazu gehört auch das angegliederte Therapie-, Trainings- und Beratungszentrum Thetriz, das eine Brücke zwischen Lehre, Forschung und Praxis schlägt.

2021 – Die Akademisierung der Gesundheitsberufe
Erfahrene Berufsleute sollen dank vertieften Kenntnissen in ihrem Fachgebiet Aufgaben übernehmen, die über den klassischen Verantwortungsbereich hinausgehen – das ist das Ziel der Ausbildung Advanced Practice Nurse. An einem vom Departement organisierten Symposium wird die Umsetzung dieses Konzeptes in der Gesundheitsversorgung interprofessionell diskutiert.
Im Oktober findet der Tag der offenen Tür des Departements statt, in dem 1726 Bachelor- und 271 Masterstudierende zugange sind.

2022 – Neue departementsübergreifende Projekte
Das «G» beteiligt sich an departementsübergreifenden Kompetenznetzwerken: GEKONT, CYPHER und Age+. GEKONT bringt Expert:innen für Technologien im Gesundheitswesen zusammen, während CYPHER Fachpersonen aus dem Bereich «Child and Youth Public Health» vernetzt. Bei Age+ stehen Forschung und Lehre zum Schwerpunkt Angewandte Gerontologie im Zentrum. Gemeinsam mit dem ZHAW-Departement Life Sciences and Facility Management wird der Studiengang Biomedizinische Labordiagnostik aufgebaut, der 2022 startet.

2023 – Digitale Helfer für Praxis und Lehre
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet rasant voran: Das Departement entwickelt digitale Lernmittel für das klinische Assessment. Pflege- und Hebammenstudierende können diese künftig orts- und zeitunabhängig nutzen.
Forschende der ZHAW und der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK erarbeiten gemeinsam mit einem Praxispartner das Game «ExerUp», das die Physiotherapie bei der Rehabilitation von Kreuzbandrissen ergänzt.

2024 – Gesundheit global und lokal gedacht
Die Masterstudiengänge in Pflege und Hebammenwissenschaft der ZHAW integrieren als erste im deutschsprachigen Raum ein interdisziplinäres Pflichtmodul zu «Global Health». Themen wie Planetare Gesundheit und Nachhaltigkeit werden darin aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt und diskutiert. Die curriculare Verankerung dieser Themen stösst national und international auf grosses Interesse.

2025 – Mission Ukraine
Aus der Ergotherapie und Physiotherapie reisen zwei Dozentinnen im Rahmen einer Initiative zur Rehabilitation von kriegstraumatisierten Kindern in die Ukraine. Dort schulen sie ukrainische Kolleginnen und Kollegen. Im September erlangt Vanessa Leutenegger als erste Hebamme im Programm «Care and Rehabilitation Science» der ZHAW und Universität Zürich UZH ihren Doktortitel. Die Studierendenzahl am Departement ist inzwischen auf über 2200 gestiegen.

2026 – 20 Jahre Departement Gesundheit
Das «G» schlägt in der Ausbildung neue Wege ein: Zu Beginn des Jahres wurde mit der Fachhochschule Graubünden im Bereich der Pflegeausbildung eine neue Kooperation abgeschlossen. Damit soll dem Fachkräftemangel in Randregionen entgegengewirkt werden. Und: Am 6. Juni 2026 feiert das Departement Gesundheit sein 20-jähriges Bestehen.

Vitamin G, ab S. 8


Magazin «Vitamin G – für Health Professionals mit Weitblick»


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