Schlagwort: Exkursion

VS on Tour 2018 – Besuch der InnoTrans in Berlin

Gastbeitrag von Pascal Gamper, Patrick Helg und Sven Popp

Mittwochabend, 19.9.2018, 19:30 Uhr, Zürich HB, Gleis 16 – Der Nachtzug nach Berlin steht bereit.

Als Auftakt zum zweitletzten Semester ist die weltgrösste Verkehrstechnikmesse InnoTrans in Berlin das Ziel der Abschlussklasse VS16a. Wir hatten aus eigener Initiative den Besuch an die Leitmesse der Verkehrsbranche organisiert und machen es uns nun in unseren Zugsabteilen gemütlich. Da in den Liegewagen schon bald Nachtruhe herrscht, wird der mitgeführte Wagen der SBB in Beschlag genommen. Dabei stossen wir auf einen unserer Dozenten aus der Bahnbranche und einige seiner Mitarbeiter. Wir nutzen die Zeit für angeregte Diskussionen über allerlei Themen. Dies gibt uns die Gelegenheit persönliche Einblicke in die Berufspraxis zu erhalten.
Nach dem «Wiener Frühstück» erreichen wir am Donnerstagmorgen pünktlich Berlin. Um 9 Uhr öffnen die Tore zur Messe und die Klasse teilt sich nach Interessen auf. Denn in den rund 30 Hallen gibt es von Infrastrukturkomponenten, Drehgestellen, kompletten Zügen über IT-Tools bis hin zu Drückknöpfen und WC-Deckeln alles zu sehen. Ein Muss ist auch ein Besuch der Career Hall, wo unter anderem der Studiengang Verkehrssysteme durch unseren Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes präsentiert wird.

Am Freitag dürfen wir persönliche Standführungen bei Siemens Mobility GmbH und IVU Traffic Technologies AG geniessen. Beide Firmen zeigen uns ausführlich ihre Entwicklungen, Neuheiten und Zukunftsvisionen. Bei IVU lernen wir einen VS-Absolventen kennen, welcher nun als Projektleiter Kunden in der ganzen Schweiz betreut. Spontan lud uns auch die Trapeze Group zu einer umfassenden und sehr interessanten Führung ein. Bei welcher wir die Produkte der Trapeze kennenlernen konnten. Nach dem Mittagessen führt uns Professor Markus Hecht von der TU Berlin über das Freigelände und weist uns auf diverse bahntechnische Eigenheiten und Neuerungen der ausgestellten Fahrzeuge hin. Diese Führungen hat verdankenswerterweise der VS-Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes für uns organisiert.

  

Neben den zwei interessanten und intensiven Messetagen bleibt abends und am Wochenende jeweils viel Zeit für Sightseeing, kulturelle Aktivitäten und das Berliner Nachtleben. Dann tritt unsere Klasse multimodal und individuell den Heimweg in die Schweiz an.

Die Reise an die InnoTrans und die zahlreichen Fachgespräche an den Messeständen zeigen uns, dass wir im Studium nach zwei Jahren bereits eine breite Ausbildung erhalten haben, mit welcher wir in der Verkehrsbranche durchaus mitreden können.

Velo-Fachexkursion 2018: Von der Netzplanung zur Infrastruktur

Ende September war der Studiengang Verkehrssysteme wieder per Velo unterwegs. In Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle Veloverkehr des Kantons Zürich wurden konkrete Umsetzungsbeispiele für gute Veloinfrastruktur im Kanton Zürich besichtigt. In diesem Jahr war die Exkursionsfahrt von Wallisellen nach Uster erstmals fester Bestandteil des Fachmoduls „Intermodale Verkehre – Personen & Güter“.

Im Mittelpunkt des Velonetzplans, der 2016 durch den Regierungsrat beschlossen wurde, steht der Velo-Alltagsverkehr. Während beim Freizeitverkehr der Weg das Ziel ist, stellt eine Alltagsverbindung primär den Weg zum Ziel dar und verbindet den Ausgangspunkt direkt und sicher mit dem Endpunkt. Neben Direktheit und Sicherheit ist auch die Möglichkeit der unterbruchsfreien Fahrt ein wichtiges Kriterium dafür, ob eine Verbindung tatsächlich genutzt wird.

Mit Blick auf diese Faktoren beantwortet der Velonetzplan die Frage nach der optimalen Streckenführung. Dabei fokussiert er auf die Verbindungen, nicht aber auf die bauliche Umsetzung der Veloinfrastruktur. Um diese hautnah erlebbar zu machen, organisierte die Koordinationsstelle Veloverkehr die Velo-Exkursion «Best Practice».

VS on Tour – Fachexkursion zum Autoverlad Vereina


Ein Gastbeitrag von Fabian Büchting

Wie funktioniert der Autoverlad in der Praxis? Verkehrssysteme-Studierende des zweiten Studienjahrs hatten in diesem Jahr erneut die Möglichkeit, die Verladestelle der Rhätischen Bahn (RhB) en détail zu besichtigen.

Im Modul «Reliability, Availability, Maintainability and Safety” wurde von der Klasse VS16 eine Übung zum Autoverlad Vereina bearbeitet. Unter anderem wurde eine Gefährdungsermittlung, eine Risikoeinschätzung und eine Ereignisbaumanalyse durchgeführt. Zudem sollten Sicherheitsanforderungen für risikomindernde Massnahmen beim Verlad erarbeitet werden. Um sich ein Bild vor Ort zu machen, unternahm die Klasse VS16 eine Exkursion.

Der Vereinatunnel ist das Kernstück der meterspurigen Vereina-Strecke der Rhätischen Bahn (RhB). Sie führt von Klosters im Prättigau nach Sagliains im Engadin. Der auf dieser Strecke angebotene Autoverlad-Service sichert damit eine schnelle und wintersichere Verbindung für Strassenfahrzeuge vom Unterengadins an die Nationalstrasse 28 und somit an das schweizerische Nationalstrassennetz.

Zu Beginn wurde die Klasse in der Werkstätte der Rhätischen Bahn in Landquart herumgeführt. Dort beschäftigt die RhB 140 Leute, welche in verschiedenen Bereichen arbeiten. Die Werkstätte umfasst unter anderem eine Spenglerei, eine Lackiererei, eine Sattlerei, eine Schreinerei und eine der wenigen in der Schweiz verbliebenen Wicklereien, welche die eigentlichen Fahrmotoren herstellt. Zudem gibt es eine Unterflurdrehbank, und ein Ringlokschuppen, in dem Lokomotiven abgestellt werden können. Viele Teile fertigen die RhB selbst – dadurch ist sie schneller und flexibler bei der Instandhaltung und Reparatur. Es ist daher nicht verwunderlich, dass hier auch externe Aufträge aus allen Landesteilen ausgeführt werden. Ein Highlight für viele Studenten war das Depot, in der zwei der ältesten Dampflokomotiven der Rhb aufgestellt waren. Diese sind über 100 Jahre alt und werden gerade revidiert.

 

Nach der Werkstattbesichtigung ging es mit dem Zug via Klosters nach Selfranga, dem nördlichen Portal des Vereinatunnels. Hier wurde die Klasse mit den Betriebsabläufen des Autoverlads vertraut gemacht. Zudem konnten die neuen Thermoportale begutachtet werden. Diese Portale sind ganz unscheinbare Masten, welche auf beiden Seiten bei der Einfahrt in den Verladebereich aufgestellt sind. Sie sind jedoch mit jeder Menge Technik ausgerüstet: Lichtschranken messen bei jedem durchfahrenden Fahrzeug, ob es die maximale Höhe nicht überschreitet. Seitlich kommen Laserscanner und Infrarotkameras hinzu. Sie können zusammen ein 3D-Wärmebild erstellen. Mehrere Fotokameras erstellen schliesslich von vorne und der Seite ein Bild der Fahrzeuge. Überschreitet nun ein Fahrzeug einer der hinterlegten Werte, so erhält die verladende Person beim Zug direkt eine Nachricht aufs Tablet. Anhand der Informationen und der Fotos kann das gefährliche Fahrzeug sofort aussortiert werden. Gefährdungen durch Lichtraumprofilverletzungen oder durch überhitzte Fahrzeuge können so frühzeitig erkannt werden. So soll beispielsweise ein Brand im Tunnel möglichst verhindert werden.

Zum Schluss durfte die Klasse eine Fahrt durch den 19 Kilometer langen Vereinatunnel unternehmen – und dem Lokführer über die Schulter schauen.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Dieter Würgler und den Verantwortlichen der RhB für den sehr interessanten Tag bedanken!

 

Veloexkursion 2017- HSR und ZHAW steigen gemeinsam aufs Velo

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr stiegen die Studierenden von HSR und ZHAW Verkehrssysteme in diesem Jahr erneut zur gemeinsamen Exkursion aufs Velo. Unter der fachkundigen Leitung der Koordinationsstelle Veloverkehr des Kantons Zürich wurde auf der Strecke von Wallisellen nach Uster die Veloinfrastruktur genau unter die Lupe genommen. 

Dieses Mal spielte auch das Wetter mit, so dass bei strahlendem Sonnenschein die lokale Infrastruktur besichtigt werden konnte. Projektleiterin Viktoria Herzog und Steve Coucheman, Leiter der Koordinationsstelle Veloverkehr, gaben praktische Einblicke in die Velonetzplanung und Gestaltung von Veloanlagen. Beim gemeinsamen Apéro riche konnten Rückfragen geklärt und Details vertieft werden. Alle Teilnehmer danken den beiden ganz herzlich für diese tolle Chance, kantonale Planung hautnah erleben zu können.

Best-Practice konkret „erfahren“ – ZHAW-Verkehrsysteme & HSR auf gemeinsamer Velotour

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Das Velo stellt einen zentralen Baustein nachhaltigerer Mobilitätsstrategien dar – insbesondere in urbanen Räumen. Nur wenn es gelingt, den Modal-Split-Anteil des Velos signifikant zu steigern, besteht die eine reelle Chance, dass der Verkehr seinen Beitrag zur Reduktion der Klimagasemissionen tatsächlich liefert und die Aufenthaltsqualität der Stadträume deutlich steigt.

Einen wichtigen Hebel für eine anhaltende Renaissance des Veloverkehrs stellt dabei eine fahrradfreundlich gestaltete Infrastruktur dar. Diese hautnah in einer 360°-Perspektive zu erleben, aber auch Beispiele für noch ausstehende Verbesserungen zu analysieren, war das Ziel einer gemeinsamen Exkursion des ZHAW-Studiengangs Verkehrssysteme und Studierenden der Hochschule Rapperswil, die von den Experten der Koordinationsstelle Veloverkehr des Kantons Zürich organisiert wurde.

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Trotz anfänglich starken Regens liessen sich die Teilnehmer dieser freiwilligen Zusatzveranstaltung nicht abschrecken. Die Veloprofis der Koordinationstelle Veloverkehr, Kathrin Hager und Steve Coucheman führten sie von Wallisellen bis Uster über Velowege unterschiedlichster Qualität. Detailliert lernten die Studierenden Ziele und Umsetzungsbeispiele der Koordinationsstelle kennen. Nicht nur beim abschliessenden Apero blieb ausreichend Zeit, um Rückfragen zu den vorgestellten Fallbeispielen zu stellen.

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