Trinational erfolgreich: Anfang November durfte der dritte Jahrgang des Masterstudiengangs «Europäische Bahnsysteme» seine Diplomurkunden in Empfang nehmen. Der von der FH Erfurt, FH St. Pölten und ZHAW School of Engineering gemeinsam durchgeführte Master ist berufsbegleitend und dauert zwei Jahre. Bei dem Festakt auf dem Werksgelände der ÖBB war auch der nächste Jahrgang anwesend, der 2021 seinen Abschluss in Winterthur feiern wird.

In einem ganz und gar ungewöhnlichen, aber besonders gut passenden Rahmen fand am 11. Oktober 2019 die dritte Akademische Abschlussfeier des Weitermasters „Europäische Bahnsysteme“ in St. Pölten statt: Eine Lokhalle am Traktionsstützpunkt St. Pölten der ÖBB Produktion GmbH war in einen Festsaal für die über 100 Gäste verwandelt worden. Der Transfer vom Hauptbahnhof St. Pölten zum Festgelände erfolgte klimafreundlich auf der Schiene mit dem von Siemens entwickelten innovativen Oberleitungs/Akkutriebzug Cityjet Eco der ÖBB PV AG.

Die Abschlussfeier für die Absolventinnen und Absolventen des trinationalen Masterstudiums ist gleichzeitig die Willkommensfeier für die Studierenden des neu beginnenden Jahrgangs 2019. Hierbei handelt sich es bereits um den 4. Jahrgang.

Wie groß die Wertschätzung dieses Ausbildungsprogramms durch Politik, Bahnindustrie und Eisenbahnunternehmen ist, zeigte sich an den hochkarätigen Ehrengästen, wie dem Präsidenten des NÖ-Landtags, dem Bürgermeister der Stadt St. Pölten, dem CEO der Siemens Mobility GmbH, der Leiterin Regelwerke und Personal der DB Netz AG sowie dem Vorstandsdirektor der ÖBB Infrastruktur AG. Im Mittelpunkt der Festreden standen die große Bedeutung einer fundierten Eisenbahnausbildung und die hervorragenden Karrierechancen im Eisenbahnsektor – insbesondere vor dem Hintergrund der durch den Klimawandel notwendigen Mobilitätswende.

Der Weiterbildungslehrgang Europäische Bahnsysteme (MSc) wird trinational gemeinsam durch die FH Erfurt (D), die FH St. Pölten (A) und die ZHAW Winterthur (CH) angeboten und seit 2013 im zweijährigen Rhythmus abgehalten. Der Unterricht findet wechselnd an den 3 Standorten statt. Die Studierenden besuchen daher vom 1. bis zum 3. Semester jeweils eine Woche lang jeden Standort, dazwischen wird Fernlehre und Eigenstudium praktiziert. Im vierten Semester absolvieren sie eine selbst geplante und organisierte Exkursion in das nicht-deutschsprachige Ausland. Neben einer jeweiligen inhaltlichen Schwerpunktsetzung ermöglicht dieses System, dass in enger Kooperation mit den jeweiligen Eisenbahnunternehmen durch Exkursionen, Kaminabende und Fachvortragende ein hoher Praxisbezug aus erster Hand besteht. Die Studierenden schätzen dabei besonders die Möglichkeiten zur Formung internationaler Netzwerke.