Sag das nicht – Erfahrungsbericht aus dem 3. Semester

Ganz im Sinne des vom SZ-Magazin eingeführten wortlosen Interviews „Sagen Sie jetzt nichts“ beantworten Studierende in unregelmässigen Abständen pantomisch Fragen zum Studiengang Verkehrssysteme. Immer nach dem Motto: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Diesmal schildern Ahmet Ahmetovic und Ibrahim Binder ihre Erfahrungen (4. Semester) mit dem Verkehrssysteme-Studium.

Wie schwer ist die Mathematik im ersten Jahr wirklich?

Ist das Studium auch etwas für kreative Typen?

Und nach dem Studium: Arbeiten für die Strasse oder die Schiene?

Ingenieurbüro oder Grosskonzern?

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Studienwahl?

Sharing-Boom oder Sharing-Hype? VS-Studierende publizieren neue Studie

Zum vierten Mal haben ZHAW-Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme die Studie «Shared Mobility» durchgeführt. Hierfür haben sie in sieben europäischen Städten bestehende Sharing-Konzepte im Bereich der Mobilität untersucht. Die Ergebnisse aus Zürich, Berlin, Kopenhagen, London, Paris, Wien und Barcelona zeigen, dass in Zürich gemessen an der Anzahl Einwohner mehr Sharing-Fahrzeuge zur Verfügung stehen als in Grossstädten wie Berlin, London oder Wien. Erstmalig wurde die Entwicklung Trottinett-Sharings untersucht.

Der Sharing-Markt wächst nach und nach und spielt in den Überlegungen der Bevölkerung eine fortlaufend grössere Rolle. Besonders in der heutigen Zeit, in der Ressourcenknappheit, Konsum- und Umweltbewusstsein eine Diskussionsgrundlage bilden, kann der Gemeinschaftskonsum eine interessante Option zu Eigentum und Besitz sein. Lohnt es sich, ein neues Auto zu kaufen? Kann das eigene Auto besser ausgelastet werden? Muss ein Fahrrad im Besitz sein und unterhalten werden, welches ausschliesslich dazu dient, vom Bahnhof zur Arbeit zu gelangen?

Die Stadtplanung sowie die fortlaufend dichtere Besiedlung der Stadträume lassen Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge schwinden, Strassen werden von Motorfahrzeugen befreit und Hauptachsen sind überlastet. Das Fahrzeug-Sharing bietet dabei nicht nur jedem Stadtbewohner die Möglichkeit nach Bedürfnis ein Fahrzeug zu benutzen, sondern ebenfalls einen Lösungsansatz für die erste und letzte Meile. Gelangt ein Pendler aus der Agglomeration mit der S-Bahn und dem Roller-Sharing schneller an den Arbeitsplatz als mit dem Auto, so werden die Hauptstrassen entlastet.

Solcherlei Vorteile lassen die Potenziale des Sharings erahnen. Anfangs als Revolution angepriesen und durch die unablässige Integration neuer Sharingangebote in den Städten fand das Thema wiederholt in den Medien und Köpfen der Bevölkerung Einzug. Doch ist das Sharing so gross, wie es scheint? Reissen überfallartige Invasionen und das darauffolgende Verschwinden von Bikesharing-Anbieter ein Loch in den Markt? Entstehen in Europa Sharing-Städte? Oder zusammenfassend: Ist der Sharing-Hype bloss in unseren Köpfen vorhanden?

Sämtliche Ergebnisse und der Download der kompletten Studie (deutsch/englisch) sind auf den Webseiten der ZHAW School of Engineering zugänglich.

ZHAW Verkehrssysteme bei der TecNight Heerbrugg

Sie überlegen noch, ob das Verkehrssysteme-Studium für Sie der richtige nächste Karriereschritt ist? Oder sind einfach nur an der Zukunft der Mobilität interessiert? Anlässlich der TecNight am 26. März 2019 in Heerbrugg präsentiert Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes über das Mobilitätssystem von morgen. Titel seines Vortrags: 

Carquake: Das grosse Beben im Mobilitätsmarkt

Neben den neuesten Entwicklungen im Bereich Mobilität & Logistik können Sie noch Vieles mehr erfahren. An der TecNight können Sie aus 38 Referaten und 3 Science Talks auswählen. Die Referate und Science Talks dauern jeweils 45 Minuten und finden in drei Zeitfenstern um 19:00, 20:00 und 21:00 statt. Zusätzlich stehen spannende Exponate ab 17:00 in den Gängen und Galerien des Neubaus bereit. Der Anlass ist für Personen ab 12 Jahren geeignet und kostenlos.

„Wir müssen den Platz auf der Strasse neu verteilen“

Leih-E-Bikes und Leih-E-Trottinetten gehört die Zukunft, sagt ZHAW-Mobilitätsforscher Thomas Sauter-Servaes. Lebenswerte Städte gebe es nur, wenn jeder Einzelne weniger und mit kleineren Fahrzeugen unterwegs ist. Das komplette Beobachter-Interview Rebekka Haefeli mit dem Studiengangleiter Verkehrssysteme findet sich auf den Webseiten des Beobachter-Magazins.

Willkommen in der Zukunft – Workshop zur Mobilität 2060

Das Forschungspaket „Verkehr der Zukunft“ der Schweizerischen Vereinigung der Verkehrsingenieure und Verkehrsexperten (SVI) analysiert Faktoren, die die künftige Mobilität, die Verkehrsnachfrage und das Angebot bis zum Jahr 2060 beeinflussen. Im Rahmen dieses Projekts haben INFRAS und der ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme am 19. Dezember 2018 gemeinsam einen Workshop zur Zukunft der Mobilität veranstaltet. 

Die einführende Aufgabe war es, spontan eine fiktive Verkehrssituation im Jahr 2060 zu beschreiben – egal ob im Arbeitsalltag, in der Freizeit oder im Familienleben. Die Teilnehmenden hatten 10 Minuten Zeit zu schreiben. Form und Inhalt waren zweitrangig.

Welche Faktoren sind für die Mobilität im Jahr 2060 relevant? Zu dieser Frage haben die Studierenden in drei Gruppen diskutiert. In Zweier-Teams wurden kurz die wichtigsten Infos aus den Zukunftsvisionen ausgetauscht und auf Notizzettel geschrieben. Im weiteren Vorlauf wurden die verschiedenen Aspekte in der Gruppe diskutiert.

Beim abschliessenden „Investoren-Pitch“ war eine Mobilitätslösung oder ein Verkehrsmittel für das Jahr 2060 zu entwickeln. Dazu haben sich die Studierenden in Gruppen zusammengeschlossen (ca. 5 Personen) je Gruppe. Innerhalb von 30 Minuten mussten sie eine Idee entwickeln und diese auf einem Flipchart-Papier darstellen. Anschliessend präsentierte jede Gruppe in maximal drei Minuten ihre Idee.