Monat: Juli 2016

Stadler Rail Award 2016 für Studie zum Europa-Iran-Frachttransport auf der Schiene

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Seit einigen Jahren ist Stadler Rail ein fester Partner des ZHAW-Studiengangs Verkehrssysteme. Neben der kontinuierlichen inhaltichen Begleitung des Studiengangs im Fachbeirat gehört das international renommierte Bahnunternehmen auch zu den Pilotpartnern des noch jungen Studienangebote „Praxisintegriertes Bachelorstudium“ für gymnasiale Maturanden. Ein Höhepunkt des Jahres ist die Verleihung des Stadler Rail Awards an eine hervorragende Arbeit im Studiengang Verkehrssysteme.

In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Herrn Lukas Mani. Herr Mani hat in seiner Bachelorarbeit verschiedene Varianten für Bahnfrachtkorridore zwischen Europa und Iran analysiert. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit DB Engineering & Consulting. Übergeben wurde der Studienpreis von Raimond Wüst, Bahnexperte am Institut für Datenanalyse und Prozessdesign (IDP) und stellvertretender Studiengangleiter Verkehrssysteme.

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Frackumzug 2016: Neue Buslinie durch Winterthur

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Anlässlich des diesjährigen Frackumzugs der Absolventen der School of Engineering durch die Winterthurer Innenstadt boten die Studierenden des Studiengangs Verkehrssysteme eine neue Buslinie an – allerdings nur einmalig und auf einen halben Umlauf beschränkt.

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Bahntransporte zwischen Europa und Iran – Studie vergleicht Korridorvarianten für New Silk Road

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Mit der schrittweisen Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran rückt der Warenaustausch mit Persien verstärkt in das Blickfeld zahlreicher Unternehmer. Neben dem See-, Flug- und Strassenverkehr ist insbesondere der Schienenverkehr potenziell bestens geeignet, um einen verhältnismässig schnellen Transport grosser Volumina in den Iran sicher abzuwickeln. Lukas Mani, Absolvent im Studiengang Verkehrssysteme, hat sich in seiner Bachelorarbeit intensiv mit den verschiedenen Streckenvarianten zwischen Europa und dem Iran befasst. Seine Studie zeigt die bestehenden Hemmnisse auf und vergleicht Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Routenoptionen.

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Lukas Mani (r.) bei der Präsentation seiner Ergebnisse mit dem Experten Lars Wiegelmann von der TU Berlin

Die Arbeit baut auf einer vorangegangenen Projektarbeit auf, in der Herr Mani gemeinsam mit seinem Kommilitonen Nicola Gabriel die Schieneninfrastruktur für Frachttransporte zwischen Europa und China analysiert hatte. Die Untersuchung dieser so genannte New Silk Road wurde ebenso wie die Iran-Studie in Kooperation mit dem Beratungsunternehmen DB Engineering & Consulting durchgeführt. Die Experten des Tochterunternehmens der Deutschen Bahn AG waren vom Umfang und dem Detaillierungsgrad der Arbeit begeistert. Gemeinsam wird gegenwärtig nach Wegen gesucht, die gewonnenen Erkenntnisse in den Aufbauprozesse neuer Transportangebote einfliessen zu lassen.

Beratung bei der E-Bus-Beschaffung – VS-Studierende entwickeln Tool für Siemens

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Bildquelle: Siemens Mobility

Bei der Elektrifizierung den Strassenverkehrs bieten gerade Flottenfahrzeuge ein erhebliches Potenzial. Daher stellt sich die Frage, in welchen Fällen die Umstellung urbaner Busflotte vom Diesel- auf den Elektroantrieb schon heute wirtschaftlich realisierbar ist. Die Verkehrssysteme-Studierenden Gzim Kryeziu und Michael Brack haben im Rahmen ihrer Bachelorabeit in Zusammenarbeit mit Siemens Mobility Schweiz ein Beratungstool für Busbetreiber entwickelt, mit dem diese bei der zukünftigen Beschaffung neuer Busse unterschiedliche Antriebsvarianten miteinander vergleichen können. Anfang Juli präsentierten sie ihre Ergebnisse bei den Mobilitätsexperten von Siemens in Wallisellen.

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Das Beratungstool setzt sich aus einer quantitativen Wirtschaftlichkeitsanalyse (Total Cost of Ownership) und einer qualitativen Bewertung der Faktoren Umwelt, Flexibilität, Erfahrung und Machbarkeit zusammen. Verglichen werden Diesel-, Hybrid-, Brennstoffzellen- und Batteriebus. Für die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit werden die Parameter der Beschaffung ab 2016 als Grundlage verwendet. Darauf aufbauend wird eine Prognose für die Beschaffung ab 2019 erstellt. Die Parameter beruhen auf einer systematischen Literaturrecherche und eigenständig durchgeführten Interviews. Für die Prognose der künftigen Entwicklung des Dieselpreises werden mehrere Szenarien erstellt.

Die Studie stiess auf grosses Interesse bei den Experten. Auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse planen Siemens Mobility Schweiz und der Studiengang Verkehrssysteme eine weitere Zusammenarbeit, um das Thema Elektromobilität gemeinsam zu vertiefen und das neu geschaffene Beratungsinstrument kontinuierlich zu verbessern.