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Bildquelle: Siemens Mobility

Bei der Elektrifizierung den Strassenverkehrs bieten gerade Flottenfahrzeuge ein erhebliches Potenzial. Daher stellt sich die Frage, in welchen Fällen die Umstellung urbaner Busflotte vom Diesel- auf den Elektroantrieb schon heute wirtschaftlich realisierbar ist. Die Verkehrssysteme-Studierenden Gzim Kryeziu und Michael Brack haben im Rahmen ihrer Bachelorabeit in Zusammenarbeit mit Siemens Mobility Schweiz ein Beratungstool für Busbetreiber entwickelt, mit dem diese bei der zukünftigen Beschaffung neuer Busse unterschiedliche Antriebsvarianten miteinander vergleichen können. Anfang Juli präsentierten sie ihre Ergebnisse bei den Mobilitätsexperten von Siemens in Wallisellen.

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Das Beratungstool setzt sich aus einer quantitativen Wirtschaftlichkeitsanalyse (Total Cost of Ownership) und einer qualitativen Bewertung der Faktoren Umwelt, Flexibilität, Erfahrung und Machbarkeit zusammen. Verglichen werden Diesel-, Hybrid-, Brennstoffzellen- und Batteriebus. Für die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit werden die Parameter der Beschaffung ab 2016 als Grundlage verwendet. Darauf aufbauend wird eine Prognose für die Beschaffung ab 2019 erstellt. Die Parameter beruhen auf einer systematischen Literaturrecherche und eigenständig durchgeführten Interviews. Für die Prognose der künftigen Entwicklung des Dieselpreises werden mehrere Szenarien erstellt.

Die Studie stiess auf grosses Interesse bei den Experten. Auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse planen Siemens Mobility Schweiz und der Studiengang Verkehrssysteme eine weitere Zusammenarbeit, um das Thema Elektromobilität gemeinsam zu vertiefen und das neu geschaffene Beratungsinstrument kontinuierlich zu verbessern.