NedTrain-Vortrag an der ZHAW zum Thema Fahrzeuginstandhaltung

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Bildquelle: NedTrain

Am 4. Juni dürfen wir mit Bob Huisman einen Experten für die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen an der ZHAW School of Engineering begrüssen. Er ist Manager Maintenance Research & Development bei NedTrain, dem führenden Anbieter von Schienenfahrzeug-Instandhaltungsleistungen in  den Niederlanden. Sein Vortrag  “Data Inquiry and Condition Based Logistics for Train Maintenance” findet in der Zeit von 11.45 h bis 12.45 h im Raum TB 610 statt. Alle Verkehrssysteme-Studierenden sind herzlich eingeladen.

Was erwartet die Zuhörer? Nachfolgend der Abstract seines Vortrags:

Big Data is hot in industry. Often it serves as an invitation to data scientists to suggest that the Holy Grail is up for grabs, such as a significant improvement in industrial asset performance. Unfortunately solo runs by data scientists hardly fulfill that promise. However, when data inquiry is integrated with existing engineering processes, we can take a major step forward. Important issues are the use of data to improve maintenance programs, the demonstration of compliance with safety constraints, and the observation of operational assets with the aim to predict maintenance tasks.

The use of real-time sensor data enables engineers to assess the actual asset condition. But then logistic processes must be able to cope with short-horizon maintenance requests to effectively prevent failures. Since traditional maintenance scheduling is based on regular stops or depot visits, it requires rethinking the logistic paradigm. Here important issues are operational flexibility, both by the operator and the maintainer, and distributed scheduling of logistic processes, taking into account the balance between economic optimality and human acceptance.

The presentation shows how the mentioned issues are addressed by NedTrain, the leading train maintenance company in the Netherlands, and discusses the remaining challenges it faces.

 

„Ein Auslandssemester empfehle ich jedem“ – Erfahrungsbericht von der FH St. Pölten

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Foto: Stefan Ecker

Frau Silja Rogger, Studentin im vierten Semester Verkehrssysteme, ist derzeit für ein Semester an der FH St. Pölten in Österreich. Nachstehend berichtet sie von ihren Erfahrungen:

Ich dachte zuerst, ein Auslandssemester komme für mich nicht in Frage. Doch nach einem Gespräch mit dem Studiengangleiter, in dem er mir erklärte, dass ich die Möglichkeit habe nach St. Pölten (A) oder Erfurt (D) zu gehen, machte ich mir doch nochmals Gedanken darüber. Nun bin ich seit Februar in Österreich an der FH St. Pölten, wo ich im Studiengang Eisenbahn-Infrastrukturtechnik studiere. Auch wenn ich immer wieder merke, dass Österreich nicht Schweiz ist, und Land und Leute doch etwas anders „ticken“ als ich es gewöhnt bin, gefällt es mir sehr gut hier.

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Im Gegensatz zum Studium Zuhause dreht sich hier alles um Eisenbahn. So erhalte ich einen viel tieferen Einblick in das Bahnwesen. In vielen Punkten funktioniert das System Bahn in Österreich gleich wie in der Schweiz. Je nach dem gelten aber andere Philosophien, was zu anderen Vorschriften oder anderen Abläufen führt. Auch wenn, oder gerade weil, einiges anders ist als in der Schweiz, gibt es mir eine neue Sicht auf unsere Systeme und ich verstehe nun besser, wieso gewisse Dinge so sind wie sie sind.

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In der Zeit in der ich hier bin, konnte ich Land und Leute kennenlernen. So habe ich schon einige Städte besucht und viele interessante Personen kennengelernt. Auch der Austausch mit den anderen Auslandstudierenden ist sehr spannend. Da ich mit ihnen vorwiegend Englisch rede, konnte ich zudem mein Englisch etwas verbessern. Es gibt immer wieder Veranstaltungen, um den Austausch zu fördern. So wird die International Movie Night veranstaltet, anlässlich der wir „Incomings“, und jeder der will, zusammenkommen, um einen Film zu schauen und typische Snacks aus unseren jeweiligen Ländern zu essen. Jeden Dienstag ist der International Lunch, an dem ein „Incoming“ Ehrengast ist und die Mensa ein Gericht aus dem jeweiligen Land kocht.

Ein Auslandssemester empfehle ich jedem. Man bekommt neue Eindrücke, neue Sichtweisen und neue Kontakte. St. Pölten ist eine gute Entscheidung für jene StudentInnen, die ihr fundiertes Bahnwissen vertiefen wollen.

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Frackwoche 2015: Heute ist VS-Tag!

frack15_01Seit Mittwoch läuft an der ZHAW School of Engineering die traditionelle Frackwoche. Im historischen Outfit feiert der Abschlussjahrgang 2015 gemeinsam mit dem Rest der Schule die bevorstehende Diplomierung als Bachelor oder Master. Am heutigen Freitag wird das Tagesprogramm u.a. von den Verkehrssysteme-Studierenden gestaltet.

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Die goldene Mitte – Mobilitätsinnovation BICAR der Öffentlichkeit vorgestellt

BICAR_start01Nach nur rund 15 Monaten wurde gestern das BICAR der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist Kernelement des gleichnamigen Mobilitätskonzepts, das von zahlreichen Instituten der ZHAW School of Engineering gemeinsam mit dem Studiengang Verkehrssysteme entwickelt und gefertigt wurde. Ziel war eine optimale Mischung  – die goldene Mitte -zwischen Auto und Velo zu finden. Die Präsentation am 20. Mai 2015 erzielte eine lautstarkes Echo sowohl in den Medien als auch bei den rund 100 geladenen Fachbesuchern.

BICAR_start02Mit dem BICAR werden wir künftig den Weg vom Bahnhof zum Büro zurücklegen, die etwas schwereren Einkaufstaschen nach Hause transportieren oder bei Regenwetter zum Arzttermin fahren. Das ist die Vision des interdisziplinären ZHAW-Forschungsteams, welches den BICAR-Prototyp entwickelt hat. Am 20. Mai hatten potenzielle Sponsoren und Wirtschaftspartner erstmals Gelegenheit, einen Blick auf den fertigen Prototyp zu werfen. Auffällig ist seine goldene Haube und die darin eingelassene bauchige  Windschutzscheibe, die sicherstellt, dass Lenkerinnen und Lenker auch bei Regen und Wind trocken von A nach B gelangen. Unter dem Chassis befinden sich drei Räder, die sich in Kurven zusammen mit dem ganzen Fahrzeug zur Seite neigen. Das und die erhöhte Sitzposition des Lenkers sorgen für mehr Sicherheit im Stadtverkehr.

BiCar_start-Broschüren-Shooting_MG_0762Intuitiv, ergonomisch, platzsparend
Besonders am BICAR sind nicht nur Optik und Technik, sondern auch Betriebsform: Das BICAR wird nicht daheim in der Garage stehen, sondern ist explizit als Sharing-Fahrzeug konzipiert. Das hat gute Gründe: Dem stetig steigenden Mobilitätsbedürfnis stehen Flächenverdichtung, geringere Rohstoffverfügbarkeit und politische Emissionsrestriktionen gegenüber. Gefragt sind deshalb innovative
Mobilitätsdienstleistungen, ohne dass die Nutzer dabei auf komfortable, individuelle Mobilität verzichten müssen. Die Lösung sind smarte Sharing-Angebote – und damit ein Mentalitätswechsel vom Besitzen zum Nutzen. Smart am BICAR ist unter anderem die intuitive Bedienung, die Ergonomie, die sich für Personen unterschiedlicher Grösse eignet, und das platzsparende Fahrzeugdesign: Auf einem herkömmlichen Parkplatz finden bis zu acht BICARs Platz, was für ein Sharingsfahrzeuganbieter klare Vorteile bietet.

BICAR_start03Städtischen Verhältnissen angepasst
Das BICAR ist als urbanes Fahrzeug konzipiert. Funktionsumfang, Komfort und Investitionskosten liegen zwischen einem herkömmlichen Auto und einem Velo. Das BICAR verbindet den geringen Flächen- und Kostenbedarf eines Velos mit dem Komfort eines elektrisch angetriebenen Autos – und erfüllt damit die typischen urbanen Verkehrsbedürfnisse: Es ist flächensparsam, leise, klimafreundlich und wetterunabhängig. Auch die Reichweite von 20 Kilometern, die Geschwindigkeit von rund 30 km/h und der leistungsstarke Elektroantrieb sind städtischen Verhältnissen angepasst. Das BICAR eignet sich daher insbesondere für die sogenannte „letzte Meile“ zwischen Pendlerbahnhof und Zieladresse.

Vom Prototyp zur Forschungsplattform
Hinter dem Namen BICAR steht jedoch nicht nur der Prototyp eines neuen Fahrzeugs. BICAR dient als offene Forschungsplattform, an der Interessierte neue Ideen und Konzepte für eine nachhaltigere urbane Mobilität entwickeln, testen und in der Praxis erproben. Das BICAR-Konzept wird kontiniuerlich weiterentwickelt. Ab soll 2017 eine Testflotte mit 20 Fahrzeugen in Betrieb gehen. Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Mobilität und Stadtplanung sind dazu eingeladen, ihre Ideen zusätzlich einzubringen. Gemeinsam sollen alle Akteure  von den Erfahrungen im Testbetrieb profitieren. Die Testflotte soll inklusive der notwendigen Ladestationen und Infrastruktur für den Sharingbetrieb in einer Stadt oder auf einem privaten Firmengrossgelände betrieben werden. Rund eine Million Franken kostet der Aufbau des Testbetriebs, zudem Partner und Sponsoren eingeladen werden, sich daran zu beteiligen und damit einen Beitrag für die nachhaltige Mobilität zu leisten.

Ausgewählte Pressestimmen

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Fit für den Climathon? Jetzt bewerben!

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Der in Kooperation mit der zhaw durchgeführte Climathon findet am 18. Juni 2015 als Teil des Live Earth Day in zahlreichen Städten rund um die Welt statt. In Winterthur werden Teilnehmende des Problemlösungs-Marathons ab 11 Uhr exakt 24 Stunden lang in Teams nach Lösungen für ein klimafreundliches Mobilitätsnetz für die Stadt suchen.

Die Teams werden von professionellen Coaches bei der Ideenentwicklung unterstützt.
Lokale Experten aus Bereichen wie Mobilität, Energieversorgung, Stadtentwicklung etc. werden kurze Inputs geben. Zudem kann auf mobilitätsrelevante Daten der Stadt zugegriffen werden. Eine Jury identifiziert abschliessend bis zu drei Gewinnerteams die sechs Monate Unterstützung im Climate-KIC Start-Up Programm Innovate4Climate (I4C) zur Weiterentwicklung ihrer Idee erhalten. Im November 2015 wird zudem pro Stadt ein Team ausgewählt, das am 4. Dezember in Paris bei einem grossen COP21-Event in einen weiteren Wettbewerb mit den Lösungen der anderen Climathon-Städte konkurriert.

Teilnehmen können Student/innen, Start-ups, App-Entwickler/innen, Schüler/innen und weitere interessierte Bürger. Die Anmeldung erfolgt online, weitere Infos erhalten VS-Studierende beim Studiengangleiter Verkehrssysteme.

Skandinavische Bahnen – Fachexkursion im Weiterbildungsmaster „Europäische Bahnsysteme“

skandinavien-exkursion_weiterbildungsmasterMetro Service Kopenhagen (Foto: Daniel Wipf)

Der erste Jahrgang des Weiterbildungsmaster-Angebots „Europäische Bahnsysteme“ steht kurz vor dem Abschluss. Gegenwärtig sind die Studierenden und ihre Betreuer intensiv mit der Fertigstellung der Masterarbeiten beschäftigt. Vor der grossen Schlussveranstaltung im Oktober gab es Ende April schon einen vorgezogenen Höhepunkt: Gemeinsam ging es für eine Woche nach Skandinavien.

Die Exkursion wurde von den Studierenden eigenständig organisiert und umfasste ein breit gefächertes Besichtigungsprogramm. Neben Werkstattbesuchen in Kopenhagen, Workshops mit CEOs und der Besichtigung von Rangieranlagen ging es abschliessend hoch in den Norden Schwedens. Mit dem Polar-Express wurde die Strecke von Stockholm nach Kiruna bewältigt und vor Ort der Logistikprozess beim Eisenerzabbau nachvollzogen.

Detaillierte Infos finden sich auf den Webseiten der FH Erfurt.

College for Collaborative Mobility 2015 – Tag 2

cocomo15_blog_21Am zweiten Tag des cocomo 2015 wurden die von der internationalen Studierendengruppe am Vortag entwickelten Konzeptansätze vertieft und zwischen den Gruppen intensiv diskutiert. Neben der inhaltlichen Arbeit blieb aber ausreichend Zeit fürs Netzwerken. Unter anderem nutzte ein Teil der Gruppe die Gelegenheit, die Cargobikes des Caki-Projekts einem Praxistest im Berner Stadtraum zu unterziehen. Damit sind die Studierenden bereits bestens gerüstet für den CAKI-BIKE-CUP, die erste (inoffizielle) Schweizer Lastenvelomeisterschaft am 13. September 2015 in der Länggasse in Bern.

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College for Collaborative Mobility 2015 – Tag 1

cocomo15_blog_11Heute war der Auftakt des diesjährigen cocomo-Events. Veranstaltet von der Mobilitätsakademie des TCS und unterstützt durch die Schweizerische Post befassen sich Studierende verschiedener Nationen zwei Tage lang mit innovativen Mobilitätsangeboten. Ziel ist die Entwicklung neuer Sharing-Konzepte, die im Rahmen der Poster Session der MobilitySharing-Leitkonferenz wocomoco Ende Juni in Innsbruck präsentiert werden. Auch in diesem Jahr stellt der ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme wieder das grösste Kontingent unter den Teilnehmern.

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Im Fokus von cocomo 2015 stehen kollaborative Mobilitätsansätze für den ländlichen Raum. Während städtische Sharing-Lösungen weltweit rasant an Bedeutung gewinnen, stellen wirtschaftliche Konzepte für rurale Gebiete noch eine grosse Herausforderung dar. Auf der Grundlage mehrerer Expertenvorträge wurden die Teilnehmer mit vier Fallstudien konfrontiert, die nun bis zum Ende der Veranstaltung in separaten Teams bearbeitet werden. Neben der inhaltlichen Arbeit spielt auch in diesem Jahr die hochschul- und länderübergreifende Vernetzung eine wichtige Rolle. Wie in den Vorjahren besteht die Möglichkeit, sich beim abendlichen Raclette-Essen näher kennenzulernen.

cocomo15_blog_10 Alain Brunner von der Mobilitätsakadenie führte ins Thema ein.cocomo15_blog_09 Die Schweizerische Post stellte ihr PubliRide-Konzept vor.cocomo15_blog_08 Country Manager Cyrill Mostert vom Startup parku präsentierte innovative Parking-Ideen.cocomo15_blog_07Urs Gaudenz vom CreaLab der HSLU schilderte seine Denkansätze zum mobilen Arbeiten der „Digitalen Nomaden“.cocomo15_blog_04Jonas Schmid von der Mobilitätsakademie analysierte den aktuellen Bikesharing-Markt.

Ein Highlight des ersten Tages war die Skype-Konferenz mit Dennis Steinsiek vom Bikeshare-Systemanbieter nextbike. Noch im vergangenen Jahr war er selbst Teilnehmer beim cocomo 2014. Anlässlich der Präsentation seiner cocomo-Teamergebnisse beim letztjährigen wocomoco lernte er seinen heutigen Chef kennen. Inzwischen gehört in der nextbike-Zentrale in Leipzig zu den festen Grössen der schnell wachsenden nextbike-Mannschaft.

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