Raphael Baer hat den CAS Digitale Transformation und Kommunikation an der ZHAW absolviert.

Die digitale Transformation kommunikativ begleiten

Raphael Baer ist Leiter Digitale Livekommunikation bei Raiffeisen Schweiz. Wie er den digitalen Wandel kommunikativ begleitet und wie ihm die im CAS Digitale Transformation und Kommunikation erlernten Inhalte dabei helfen, erzählt er im Interview.

Autorin: Susanna Spörri

Warum hast du den CAS Digitale Transformation und Kommunikation an der ZHAW absolviert?

Der Kurstitel sprang mir ins Auge. Ich arbeite in der Unternehmenskommunikation und interessiere mich für den digitalen Wandel in der Branche. Die Mischung aus Theorie und Praxis sowie die kurze jedoch intensive Kurszeit hat mich angesprochen. Darum habe ich mich entschieden, den CAS Digitale Transformation und Kommunikation am IAM der ZHAW zu absolvieren.

Inwiefern hat dir das Ebenen-Modell, auf dem der CAS basiert, geholfen, die Themen der digitalen Transformation und Kommunikation besser zu verstehen?

Das Framework «Rolle der Kommunikation in der digitalen Transformation» von Markus Niederhäuser und Nicole Rosenberger hat mir vor allem zu Beginn des CAS geholfen, die Komplexität des Themas besser einzuordnen und zu strukturieren. Die Aufteilung der Transformation in die Makro-, Meso- und Mikroebene ist aus meiner Sicht verständlich und sinnvoll gegliedert. Zudem gibt das Modell einige hilfreiche und einfache Werkzeuge für die Messung des digitalen Reifegrades des eigenen Unternehmens her.

Modell von Rosenberger und Niederhäuser zur digitalen Transformation in Organisationen
Framework «Rolle der Kommunikation in der digitalen Transformation».

Welche im CAS Digitale Transformation und Kommunikation gelernten Inhalte helfen dir am meisten im Berufsalltag? Weshalb diese? Wie wendest du sie an?

Am meisten habe ich von den Themen der Mesoebene mitgenommen. Der Change-Prozess soll durch Mitarbeitende und Führungskräfte aktiv gelebt werden, der Weg dorthin ist jedoch nicht einfach. Sehr hilfreich fand ich, mit welchen technologischen und psychologischen Hilfsmitteln ein Transformations-Change begleitet und beeinflusst werden kann. Dazu hatten wir diverse Kurstage mit Referent:innen vom Fach.

Die Abwechslung der Themen in diesem CAS fand ich toll – wir haben einfache Chatbots programmiert jedoch auch theoretische Modelle thematisiert. Der Wissensstand der Kursteilnehmer:innen bei einem solch breiten Themenspektrum war jedoch oftmals unterschiedlich, weshalb einige Kurstage für einige Teilnehmer:innen auch Wiederholung waren.

Inwiefern konntest du dich während dem CAS Digitale Transformation und Kommunikation fachlich und persönlich weiterentwickeln?

Während des CAS durften alle Kursteilnehmer:innen den digitalen Reifegrad des eigenen Unternehmens analysieren und mögliche Handlungsfelder definieren, welche die digitale Transformation in der Kommunikation stützen. Dabei sind mir einige kleinere und grössere Massnahmen aufgefallen, welche wir bei Raiffeisen Schweiz bereits am Umsetzen sind oder in naher Zukunft angehen werden. Persönlich habe ich vor allem von den Inputs der Referent:innen sowie vom Austausch mit den anderen Kursteilnehmer:innen in der Klasse profitiert.

Wie hast du die Stimmung in der Klasse erlebt?
Die Klasse war für mich sicherlich eines der Highlights in diesem CAS. Der bunte Strauss aus «Kommunikatiönler:innen» aus der halben Schweiz und aus den unterschiedlichsten Branchen ermöglichte tolle Diskussionen, treffende Feedbacks und vor allem wertvolle Einsichten in andere Unternehmen und deren Herausforderungen. Das Networking in der Klasse war für mich sehr wertvoll und ich finde es wirklich sehr schön, dass wir auch heute, ein halbes Jahr nach dem Kursabschluss, noch immer in Kontakt sind und uns ab und zu treffen.

Welches sind für dich im Berufsalltag die grössten Herausforderungen in Zusammenhang mit der digitalen Transformation der Kommunikation?

Die Geschwindigkeit, in welcher alles transformiert werden soll. Wir bei Raiffeisen Schweiz haben jedoch viele Kernthemen- und -prozesse, welche aus meiner Sicht sehr entscheidend für den Erfolg einer Transformation sind, noch nicht ganzheitlich transformiert. Ich spreche vor allem von Themen wie Begleitung der Mitarbeitenden und Führungskräfte oder Sensibilisierung der Kunden sowie Vereinfachung von Prozessen.

Worauf sollten deiner Meinung nach Organisationen in Zukunft bei der Weiterentwicklung der Kommunikation besonders achten?

Ich denke die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Unternehmenskommunikationen muss zunehmen. Neue Kompetenzen werden die klassischen Profile ergänzen. Themen wie Datenmessung, passende Kanäle und multimediale Formate werden uns aus meiner Sicht beschäftigen. Ich freue mich jedoch auf diesen Change und die damit verbundenen Chancen für Unternehmen.


Informationshinweis zur Weiterbildung CAS Digitale Transformation und Kommunikation

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