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Dranbleiben

Das IAM Absolvententracking hat bisher 15 Jahrgänge mindestens ein- bis bereits viermal befragt. 4’030 ausgefüllte Fragebögen liegen sicher in unseren Archiven. Mit dem Durchführen der Absolvierendenbefragung bleiben wir nicht nur mit unseren ehemaligen Studierenden in Kontakt, wir fühlen darüber hinaus den Puls der Zeit und können wichtiges Wissen für die empirisch basierte Weiterentwicklung des Studiengangs erzeugen. Genau deshalb zählt jede Antwort.

von Dr. Carmen Koch, Projektleiterin Absolvententracking IAM

„Grüezi, min Name isch Nadine Klopfenstein, ZHAW, Institut für Agwandti Mediewisseschafte. Sie hend vor es paar Wuche Post vo üs becho. … Ja, genau. Es got um d’Absolvierendebefragig…“

Nadine Klopfenstein hat schon manch einen unserer ehemaligen Studierenden am anderen Ende der Leitung begrüsst. Sie telefoniert mit IAM-Absolventinnen und Absolventen und versucht, diese zum Mitmachen an der Umfrage zum Absolvententracking zu motivieren. Sie ist unser Joker, um den Rücklauf in den IAM-Absolventenbefragungen zu optimieren. Bevor wir zum Hörer greifen, haben wir schon einiges versucht: Adressrecherchen durchgeführt, E-Mails und Briefe geschrieben, Erinnerungen verschickt und persönliche Kontakte aktiviert. Wir tun viel für einen guten Rücklauf, denn nur so sind aussagekräftige Auswertungen möglich.

Dranbleiben an unseren Studierenden

In der Befragung im ersten Semester steht das Kennenlernen der Studierenden im Zentrum:

  • Wer sind unsere Studierenden?
    • 59% sind Frauen, 41% Männer.
    • 75% sind 23 Jahre oder jünger.
  • Wo kommen sie her? 
    • 65% haben eine Berufsmatura, 30% eine Matura absolviert. 5% weisen einen anderen Abschluss auf.
    • 45% übten vor dem Studium eine Erwerbstätigkeit mit inhaltlichem Zusammenhang zum Studium aus.
  • Unter welchen Bedingungen studieren sie? 
    • 82% arbeiten, um das Studium zu finanzieren, nur bei 30% davon hat zu Beginn die Arbeit einen Bezug zum Studium.
  • Welches Berufsfeld peilen Sie an? 
    • 47% planen, später im Journalismus zu arbeiten, 23% visieren eine Stelle in der Organisationskommunikation an, alle anderen sind im ersten Semester noch unentschieden.
    • Eine „abwechslungsreiche, kreative Arbeit“ sowie „eigene Entwicklungsmöglichkeiten“ sind die primären Gründe für die Berufswahl. „Verantwortung übernehmen“ sowie „Nützliches tun“ sind für die meisten nicht ausschlaggebend für die Berufswahl, aber auch nicht gänzlich unwichtig. „Karriere machen“ und „neues Erforschen“ sind die Kriterien, die am wenigsten Zustimmung erhalten.

… und Absolventinnen und Absolventen …

Die Einschätzung des Studiengangs, der Nutzen des Studiums für den Berufsalltag sowie Fragen zum Berufsfeld stehen im Zentrum der Befragungen nach Studienabschluss (bei Abschluss, ein Jahr, fünf und zehn Jahre nach Abschluss). So wollen wir nebst konkretem Feedback zum Studiengang etwa erfahren,

  • ob und wo unsere Absolventinnen und Absolventen ihren Platz im Arbeitsmarkt gefunden haben, … 
    • Ein Jahr nach Abschluss haben 93% eine Stelle, 4% sind auf der Suche, 3% suchen nicht, weil sie z.B. weiter studieren oder auf Reisen sind.
    • Fünf Jahre nach Abschluss haben sich 34% im Bereich Journalismus etabliert, 41% in der Organisationskommunikation. 25% arbeiten in anderen Berufsfeldern wie z.B. an Hochschulen oder im Marketing. Nachstehend die Arbeitsbereiche für Journalismus (Grafik 1) und Organisationskommunikation (Grafik 2):

Grafik 1: Arbeitsbereiche im Journalismus 5 Jahre nach Abschluss

Grafik_Journalismusfelder

Grafik 2: Arbeitsbereiche in der Organisationskommunikation (OK) 5 Jahre nach Abschluss

Grafik_OKFelder
  • welche Funktionen sie inne haben, …
    • JedeR vierte JournalistIn hat nach 5 Jahren eine Teil- oder Gesamtleitung. Im Bereich Organisationskommunikation sind es etwas mehr als 60%, die eine Teil- oder Gesamtleitung haben.
    • welche Berufsrollen sie einnehmen, …

Tab 1: Berufsrollen von IAM-AbsolventInnen fünf Jahre nach Abschluss

Grafik_Rollen
  • welches Wissen und welche Kompetenzen sie benötigen, …
    • Am häufigsten genannt werden „Deutsch“, „Kommunizieren“, „Allgemeinwissen“, „Schreiben“, „Organisieren“ und „Kritisch denken können“, unabhängig vom Berufsfeld. Für Journalistinnen und Journalisten gilt zusätzlich „Recherchieren können“ sowie das „Wissen über Journalismus“ als Kernkompetenz. AbsolventInnen, die in der Organisationskommunikation arbeiten, betonen nebst dem „Wissen über die Organisationskommunikation“ die Kompetenz, „Texte redigieren zu können“.
  • welchen Nutzen sie aus dem Studium ziehen, …
    • Fünf Jahre nach Abschluss werten 85% der AbsolventInnen das Studium als relevant für die Bewältigung der aktuellen Arbeitsaufgaben ein.
  • und welche weiteren Komponenten wichtig für ihre Berufsarbeit sind.
    • Nebst dem Studium finden 85% der Befragten fünf Jahre nach Abschluss, die „Erwerbstätigkeit nach dem Studium“ und „persönliche Eigenschaften“ seien besonders wichtig. „Absolvierte Praktika“ sind für 75% eine wichtige Komponente zur Ausführung ihrer aktuellen Arbeit  (1 Jahr nach Abschluss sind es hier 84%).

… auch zehn Jahre nach Studienabschluss.

Bei unserer bisher letzten Befragung, zehn Jahre nach Studienabschluss, kommen Aspekte hinzu, deren Betrachtung erst nach längerer Zeit im Berufsleben Sinn machen:

  • Hat sich das Y-Modell des Studiums bewährt? Ermöglicht es den Wechsel zwischen den Berufsfeldern Organisationskommunikation und Journalismus? 
    • Erste Ergebnisse zeigen, dass Berufsfeldwechsel stattfinden. Jede/r Vierte unserer AbsolventInnen gibt jetzt an, einen solchen Wechsel vollzogen zu haben. Davon vermerken nur 4%, dass sie das Studium ungenügend auf den Berufsfeldwechsel vorbereitet habe.
  • Wurden Weiterbildungsmöglichkeiten wahrgenommen?
    • 56% haben seit dem Studienabschluss eine akademische oder berufliche Weiterqualifikation in Angriff genommen, die mindestens sechs Monate umfasste. Gründe dafür waren in erster Linie die Aneignung von speziellem Fachwissen, der Erwerb von Zusatzqualifikationen für den aktuellen Beschäftigungsbereich sowie Themeninteressen. Bessere Karrierechancen spielen nur bei rund der Hälfte eine Rolle.

„Herzliche Dank! Mit ihrer Teilnahm helfed Sie üs enorm wieter. Vielleicht ghöred mir üs ja i füf Jahr wieder… I wünsch ihnen no ganz en schönä Abig. Uf wiederlosä!“


Zum fixen Kern des IAM-Absolvententracking-Teams zählen: Angelica Hüsser, Nadine Klopfenstein, Carmen Koch (PL), Max Müller, Lilian Weber


Beiträge über und von IAM-AbsolventInnen (Auszug):

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