ZHAW-Publikationen zu Corona, Lockdown und Pandemie

Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Jahren alle Lebensbereiche durchdrungen. Das spiegelt sich auch in der Forschung wider. Sind Sie neugierig zu erfahren, zu welchen Themen an der ZHAW gearbeitet wurde? Ein Blick in das institutionelle Repositorium bietet Antworten.

Die ZHAW digitalcollection verzeichnet die Veröffentlichungen der Hochschulmitarbeitenden. Sie ist damit eine ideale Quelle für Untersuchungen zum Publikations-Output der Hochschule. Wann immer möglich wird ein Volltext im Open Access zur Verfügung gestellt. Die grosse Bedeutung eines schnellen und freien Zugangs zu Wissen wurde während der Pandemie noch einmal deutlich. Nicht nur für Forschende, sondern für alle Bevölkerungsgruppen, Unternehmen, Medien und für die Politik

Als eine der grössten Mehrspartenfachhochschulen der Schweiz mit acht Fachdepartementen konnte die ZHAW sehr vielfältige Forschungsergebnisse zu Corona beitragen. Eine Stichwortsuche zu Pandemie, Lockdown, Corona, COVID-19 und SARS-CoV-2 liefert Ihnen für die Jahre 2020 und 2021 mehr als 250 Publikationen zurück.

Publizieren zu COVID-19 an der ZHAW

Die School of Management and Law ist das grösste Departement der ZHAW. Sie veröffentlichte mit 120 Beiträgen die grösste Anzahl an Publikationen rund ums Thema Corona. Das Departement Gesundheit publizierte rund 50 Veröffentlichungen. Auch die Departemente Angewandte Psychologie, Angewandte Linguistik, Life Sciences and Facility Management und Soziale Arbeit, sowie die School of Engineering waren mit 20 bis 30 Beiträgen in diesen Kontexten aktiv. Manche Forschungsfragen wurden dabei auch interdisziplinär in Kooperation mehrerer Departemente bearbeitet. Zu nennen sind dabei insbesondere die School of Management and Law, die Angewandte Psychologie und Gesundheit.

Sie finden in wissenschaftlichen Journals 92 Artikel zum Thema. Aber auch in Fachzeitschriften und Magazinen für ein anwendungsorientiertes Publikum und die Öffentlichkeit werden Sie mit 58 publizierten Beiträgen fündig. Die ZHAW publizierte zudem mehr als 50 Working Papers, Gutachten oder Studien. Inhalte wurden in grosser Zahl auf Konferenzen in Form von Vorträgen, Postern und Papern präsentiert (61 Konferenzbeiträge). In der ZHAW digitalcollection werden Ihnen 23 ausgewählte publizierte Bachelor- und Masterarbeiten aus drei verschiedenen Departementen im Zusammenhang mit Corona zur Verfügung gestellt.

Forschungsthemen rund um COVID-19

Die betrachteten Themen sind ebenso spannend wie vielfältig. Das Departement Angewandte Linguistik führte eine qualitative Studie zum Thema interne Kommunikation und dessen Wandel in Zeiten von COVID-19 durch. Das COVIDisc-Projekt untersuchte den öffentlichen Diskurs von jungen Menschen in der Pandemie. Im Departement Soziale Arbeit entstanden unter anderem die Arbeiten “Wie geht es Jugendlichen nach zwei Jahren Covid19-Pandemie” und “Wie die Insassen die Covid-19 Pandemie wahrnehmen“. Forschende in der Angewandten Psychologie bearbeiteten die Aspekte Arbeiten und Führen auf Distanz.

In der KiDiCoTi-Studie wurde der Umgang mit digitalen Medien untersucht. Ein JAMESfocus-Themenschwerpunkt beleuchtete das Informationsverhalten und die psychische Gesundheit von Jugendlichen. Zudem beschäftigten sich die Forschenden mit Angststörungen unter Studierenden zur Zeiten der Pandemie – ein Bereich, dem sich auch das Departement Gesundheit mit dem Fokus auf der mentalen Gesundheit in der Arbeit “Depressive symptoms in Swiss university students during the COVID-19 pandemic and their correlates” gewidmet hat. Darüber hinaus führten Forschende in diesem Departement eine Literaturauswertung über die sekundären Gesundheitsfolgen der Pandemie-Massnahmen durch. Thema war auch die Gesundheitsbehandlung auf Distanz während des Lockdowns.

Im Bereich Life Sciences und Facility Management wurden Ernährungsgewohnheiten wie Kochen und essen im Lockdown betrachtet. Zu diesem Thema entstand im Lockdown auch das Working Paper “Erzwungene Abstinenz und freiwillige Suffizienz in der Corona-Zeit“. Bereiche der Schutzmassnahmen gegen COVID-19 wie die Impfung, Filter und selbstreinigende Textilien wurden im Beitrag “Keeping SARS-CoV-2 out: vaccines, filters, and self-disinfecting textiles” untersucht. Die School of Engineering forschte zum Einsatz der 5G-Technologie im Kontext Digital Healthcare und behandelt das Thema in den Publikationen “The role of 5G for digital healthcare against COVID-19 pandemic: opportunities and challenges” und “The fight against the COVID-19 pandemic with 5G technologies“. Der Schutz von persönlichen Informationen bei Datensammlungen spielte ebenfalls eine Rolle.

Spannend ging es auch an der School of Management and Law zu. Das Departement beleuchtete intensiv die arbeitsrechtlichen Aspekte im Homeoffice während der Pandemie. Zu diesen Themen gehören auch der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Arbeitsleistung, Arbeitssicherheit und Lohnzahlungspflicht. Mit dem COVID-19 Social Monitor initiierte das Departement ein Instrument zur Untersuchung gesundheitsökonomischer und sozialer Auswirkungen. Weitere Themen waren die Führung in der Corona-Krise (Beitrag Distance Leadership) und das erfolgreiche Krisenmanagement, Insolvenzrisiken von KMUs und ethische Fragestellungen im Umgang mit der Pandemie (Buchbeitrag “Ethics approaches in dealing with the corona pandemic“).

Für die Recherche nach weiteren aktuellen Publikationen zum Thema bietet sich zudem eine übergreifende Suche im Bibliothekskatalog ZHAW swisscovery an.


Titelfoto: Framework for a transformative urban recovery” von iied, International Institute for Environment and Development unter Lizenz CC BY-NC 2.0

Ein Beitrag von Nicolai Hauf und Nicole Krüger
Wo nicht anders genannt, steht dieses Werk unter Lizenz CC-BY 4.0 Nicolai Hauf und Nicole Krüger / ZHAW, Hochschulbibliothek Research and Infrastructure (Stand 02.06.2022).


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