Die Feedbackwände in der Hochschulbibliothek und Lernlandschaft in Winterthur bieten allen Nutzenden Gelegenheit zu einer raschen und direkten Rückmeldung von Mängeln oder Meinungen direkt vor Ort. Ein Thema wurde in den letzten Wochen gleich mehrfach und intensiv angesprochen: Lärm. Gleich vier Zettel hingen an der Feedbackwand in der Bibliothek.

Ständig höre man Gelächter, Gekicher und private Gespräche. Auch Telefonanrufe würden trotz Verbot in der Bibliothek getätigt. Ein weiterer Benutzer oder eine Benutzerin schliesst sich der Meinung an: Es sei schwer, in der Bibliothek einen ruhigen Platz zum Lernen zu finden. Ein paar Tage später der Konter. Eine Benutzerin ist nicht derselben Meinung und findet, dass Gespräche in der Bibliothek durchaus möglich sein sollten, Orte, um sich auszutauschen, fehlen. Bezugnehmend auf ihr Feedback widerspricht ihr jemand klar aber höflich. Die Diskussion ist entfacht.

Inzwischen wurde – via Feedback – das Thema Lärm auch in der Lernlandschaft aktuell. Zwar ist der Raum in zwei unterschiedliche Zonen geteilt (Einzelarbeitsplätze, Gruppenarbeitsplätze) und es scheint, als ob im Gruppenarbeitsbereich laut sein gestattet ist. Die Signaletik fordert jedoch klar zur Rücksichtnahme und zur leisen Kommunikation auf, damit es im gesamten Raum nicht zu laut wird.

Zonen in der Lernlandschaft

Streift man durch die Räumlichkeiten, sieht man viele Personen, die mit Kopfhörern lernen. Daraus lässt sich schliessen, dass der Grossteil der Lernenden mit den Feedbackgeberinnen und -gebern einig ist und die stille Arbeitsatmosphäre wünscht. Dies war seit dem Einzug in dieses Gebäude auch unser Eindruck.

Wir kennen die Lärm-Problematik, sind uns dessen bewusst und bitten um Verständnis, dass der grosse Raum mit seiner speziellen Akustik eine totale Stille verunmöglicht. Bei den Planungen zum Umbau der ehemaligen Industriehalle in eine Bibliothek war die Akustik bereits ein zentrales Thema. Das Gebäude weist als eines der wenigen im Sulzerareal, die ursprüngliche Bausubstanz auf und ist somit integral denkmalgeschützt. Konkret bedeutet dies, dass nicht nur die Gebäudehülle sondern auch das Innere erhalten werden muss.

Die Räumlichkeiten entsprechen den Anforderungen an eine Lernumgebung. Schliesslich wurden sie auf Grund der Ergebnisse einer empirischen Studie konzipiert, die vom Institut für Facility Management der ZHAW durchgeführt wurde.  Was bleibt ist der Hinweis auf das geltende Ruhegebot. Denn leider werden die Piktogramme, die auf diverse Regeln hinweisen, gerne übersehen. Allerdings können und wollen wir nicht ständig kontrollieren und auf die geltenden Gebote hinweisen. Hier sind wir auf die Unterstützung aller angewiesen. In unserer Abwesenheit möchten wir unsere Besucherinnen und Besucher deshalb ausdrücklich dazu ermuntern, zu laute Kolleginnen und Kollegen auf das geltende Ruhegebot hinzuweisen.

Eines soll allerdings nicht unerwähnt bleiben: Eine absolute Stille ist weder möglich noch erstrebenswert. Ein gewisser (niedriger) Lärmteppich ist sogar gewünscht, denn sonst wird jedes Geräusch als störend empfunden und das wäre definitiv über das Ziel hinausgeschossen.

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