Weiterbildung

CAS-Studiengänge speziell auf Unternehmensbedürfnisse ausgerichtet

Von Olivia Malek

Ein wichtiger Pfeiler der Weiterbildung am WIG ist die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen aus dem Gesundheitswesen. Seit vielen Jahren werden Weiterbildungslehrgänge des WIG auf die Bedürfnisse unserer sogenannten Customized Kunden adaptiert und durchgeführt.

Aber was genau versteht man unter „Customized“? Es bedeutet «Produkte und Dienstleistungen den individuellen Kundeninteressen anzupassen». Unternehmen wünschen sich im Rahmen der Personalentwicklung einen CAS, welcher die Mitarbeitenden gezielt fördert.

Das richtet z.B. der Customized CAS Personalführung mit unternehmensausgerichteten Themen wie etwa Strategien zur Personalbeschaffung oder Mitarbeiter Compensation auf die konkreten Fragestellungen und Vorgehensweisen aus. Dazu werden Referenten des entsprechenden Unternehmens miteinbezogen. Sie bringen die strategischen Überlegungen und unternehmensspezifischen Ansätze ein. Die Kombination zwischen der theoretischen Wissensgrundlage auf Hochschulniveau und der Praxisorientierung anhand von Cases und Inputreferenten der Kunden verschaffen Customized CAS einen speziellen Mehrwert und zeigen einen klaren Nutzen zu öffentlichen, regulären Weiterbildungslehrgängen auf.

Ein langjähriger Partner ist z.B. auch die Suva. In Zusammenarbeit mit ihr hat das WIG den CAS Koordinierte Versorgung & Case Management konzipiert. Das Ziel ist den Case Managern der Suva eine Weiterbildungsmöglichkeit anzubieten, welche sowohl die internen Gegebenheiten näher verdeutlicht wie auch das Blickfeld der Mitarbeitenden in Richtung Wirtschaftlichkeit öffnet und die Kontexte neu vernetzt. Alternative Ideen, innovative Betrachtungsweisen sowie das Kennenlernen anderer Teilbranchen innerhalb des Gesundheitswesens schärfen die Kompetenzen der Case Manager.

Dies zeigt sich besonders deutlich im Rahmen der Abschlussarbeiten. Diese besteht in einer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Ziel einen thematischen Schwerpunkt innerhalb der Integrierten Versorgung mit angewandten Projekten der Suva zu verknüpfen. In einer Arbeit zum Thema elektronisches Patientendossier (EPD) wurde z.B. folgende Einsicht erreicht: Durch die Einführung des EPD in den Spitälern werden auch Case Manager der SUVA, welche aufgrund der engen Begleitung ihrer Kunden im Kontakt mit einer Vielzahl von Gesundheitsinstitutionen stehen, vermehrt und automatisch davon betroffen sein. Mit dem EPD haben alle involvierten Gesundheitsakteure den Zugriff auf die entsprechenden Daten und Dokumente der verunfallten Person. Damit wird es möglich sein, die medizinische Behandlungsqualität zu optimieren und zeitnah umzusetzen. Letztendlich wirkt sich dieser Umstand auf die Arbeit des Case Managers aus, indem eine schnellst- und bestmögliche berufliche Wiedereingliederung des Kunden umsetzbar ist.

Da ist es nur verständlich, dass sich Case Manager der Suva mit den Auswirkungen des EPD auf das Unternehmen wie auch auf die eigene berufliche Tätigkeit beschäftigen, sich mit Mitstudierenden austauschen müssen sowie wirtschaftlich motivierte Lösungsansätze zusammen evidenzbasiert weiterentwickeln sollen. Selbstverständlich kann die Suva von solchen klärenden, lösungsorientierten Arbeiten profitieren, und nicht selten entstehen daraus weiterführende Projekte mit Potential zur Weiterentwicklung des Unternehmens.

Olivia Malek ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachstelle Weiterbildung am WIG.

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