Versorgungsforschung

Eine andere Art der Zuckersteuer

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Von Flurina Meier

Stellen Sie sich vor, wir würden etwas Neues ausprobieren: Es wird eine Zucker-Steuer auf Softdrinks eingeführt. Allerdings bezahlt nicht der Konsument die Steuer, sondern der Hersteller. Die Steuer steigt mit dem Zuckergehalt des Getränks. Was würde Ihrer Meinung nach passieren?

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Versorgungsforschung

“Real-world evidence”: Ganz oben in den TOP 10 Trends

Quelle @ Colourbox

Von Prof. Dr. Klaus Eichler

Die neue Liste mit den TOP 10 Trends in Gesundheitsökonomie und Outcome Research ist veröffentlicht: «Real-World Evidence» rangiert 2020 in der Liste als Top-Thema ganz oben.

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Gesundheitsökonomische Forschung

Hausärztemangel in der Schweiz: Licht am Horizont?

Quelle: https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/88195/

Von Janina Nemitz

Die bevorstehende Verrentung von knapp der Hälfte aller schweizerischen Hausärzte in den nächsten 10 bis 15 Jahren, der ausbleibende Nachwuchs und der Trend hin zu immer mehr Teilzeitarbeit in der Ärzteschaft, lassen uns um eine gute Grundversorgung bangen. Dies gilt nicht zuletzt auch, weil wir immer älter werden und möglicherweise selbst bald auf die Leistungen eines Hausarztes angewiesen sind. Doch mehrere neuere Studien lassen uns aufatmen und stimmen auch entsprechende Vertreter von Fachverbänden optimistisch. Es scheint als gäbe es Licht am Horizont und als käme der langersehnte Nachwuchs nach. Doch ist dem wirklich so? Können wir in eine Zukunft ohne Hausärztemangel blicken? Dieser Blog-Beitrag ist der 2. Teil einer Serie, die sich mit der Problematik des Hausärztemangels in der Schweiz befasst.

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Management im Gesundheitswesen

Value-Based Healthcare Management – die Umsetzung von Value-based Healthcare in der Praxis

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Von PD Dr. Florian Liberatore

Teil 1: Worum geht es?

Der Leiter unseres Teams Versorgungsforschung Professor Dr. Klaus Eichler hat in seinem jüngsten Blog-Beitrag «Value-based Health Care: Was ist damit gemeint?» einen wichtigen Grundsatzbeitrag zu dem Thema Value Based Health Care geliefert. Während die Thematik aus Sicht der Versorgungsforschung und auf systemischer Ebene aus Sicht der Gesundheitsökonomie bereits gut bekannt ist, besteht aktuell in der Praxis unter Leistungserbringern eine grosse Verunsicherung, was Value-Based Health Care konkret in der Leistungserbringung, ja für eine einzelne Organisation bedeutet. Die Umsetzung ist aber der entscheidende Schritt, dass der Nutzen aus dieser Denkweise auch tatsächlich in der Gesundheitsversorgung und damit bei den Patienten [1] ankommt.

Doch, gerade der Begriff «Value» stellt eine grosse Herausforderung aus betriebswirtschaftlicher Sicht dar. Was ist damit im strategisch, organisatorischen und operativen Handeln bei einem Leistungserbringer gemeint?

Value-based Healthcare Management als Umsetzung von Value-based Healthcare in der Praxis   

Mit einer Reihe von Blogbeiträgen möchte ich daher gemeinsam mit meinem Kollegen Prof. Dr. Alfred Angerer diese Wissenslücke auf dem Gebiet des Value-based Healthcare Management füllen. Das Wissen stammt dabei aus unserem Kompetenzspektrum und unseren Erfahrungen als Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie in Forschungs- und Beratungsprojekten auf diesem Gebiet.

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Gesundheitspolitik

Wo bleiben die Betriebsvergleiche zwischen den Spitälern?

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Von Matthias Maurer

Damit der schweizweite Spitalwettbewerb funktionieren kann, sind die Regulatoren (die Kantone) aber auch die Kunden (wir alle) auf transparente und verlässliche Daten zu Ergebnisqualität und Wirtschaftlichkeit angewiesen. Bei der Ergebnisqualität ist es aufgrund der methodischen Herausforderungen bei der Auswahl geeigneter Indikatoren nachvollziehbar, dass dazu bis heute keine umfassenden Vergleiche vorliegen. Bei der Wirtschaftlichkeit ist es weniger verständlich, dass acht Jahre nach der KVG-Revision noch immer keine schweizweiten Informationen zur Wirtschaftlichkeit der Spitäler öffentlich zugänglich sind. 

Wozu genau braucht es Daten zur Wirtschaftlichkeit der Spitäler und besteht Hoffnung auf baldige Besserung der Informationslage?

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Gesundheitsökonomische Forschung

Hausärztemangel in der Schweiz: Fakt oder Fiktion?

Abbildung 1: Zugänglichkeitsindex pro Gemeinde für die ambulante Grundversorgung 2016

Von Janina Nemitz

Im letzten Jahrzehnt wurde der drohende beziehungsweise sich verschärfende Hausärztemangel in der Schweiz von den verschiedensten Medien immer wieder thematisiert. Doch können wir in einem Land, welches im Allgemeinen eher durch eine Überversorgung gekennzeichnet ist, überhaupt von einem Mangel sprechen? Dieser Blog-Beitrag liefert eine Antwort auf diese Frage und ist Teil einer Serie, die sich mit der möglichen Problematik eines Hausärztemangels in der Schweiz befasst.

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Versorgungsforschung

PROMs in der Psychiatrie – wohin geht die Reise?

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Von Marc Höglinger

PROMs, Patient Reported Outcome Measures, die patientenorientierte Messung des Gesundheitszustands, hat Hochkonjunktur im Gesundheitswesen. PROMs wie z.B. die Einschätzung der Lebensqualität oder der Alltagsfunktionalität werden mittels standardisierter Befragungen von Patientinnen und Patienten erhoben. Mit den Daten können Therapien evaluiert oder die Performance und Qualität von Gesundheitsdienstleistern beurteilt werden. Auch für das klinische Assessment oder das Monitoring von Patienten eignen sich PROMs. 

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Gesundheitspolitik

Politapéro vom 7. März 2020 in Winterthur: «Mehr Eigenverantwortung als Mittel zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen?»

Von Matthias Maurer

Sie haben sicher schon verschiedentlich gehört von den 38 Kostendämpfungsmassnahmen zur Entlastung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung aus dem Expertenbericht vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI). Vielleicht kennen Sie auch die ZHAW-Studie, ebenfalls zu Massnahmen zur Beeinflussung der Kostenentwicklung im Schweizer Gesundheitswesen.

Als Hauptautor dieser Studie und Modulverantwortlicher für den CAS Gesundheitssysteme und –politik möchte ich Sie einladen zu einem Politapéro am Samstag 7. März 2020, 11 Uhr in Winterthur.

Für diesen Politapéro haben wir mit Elisabeth Schoch wiederum eine Persönlichkeit aus dem Gesundheitswesen gewinnen können. Als Gemeinderätin der Stadt Zürich (FDP) und Präsidentin der Spezialkommission Gesundheits- und Umweltdepartement (GUD) wird Elisabeth Schoch zum Thema «Mehr Eigenverantwortung» referieren. Dazu wird sie Gedanken anstellen, wo die Chancen und Risiken dieses Ansatzes in Bezug auf die Kostendämpfung liegen sowie ausloten, wie es mit der Akzeptanz bei der Bevölkerung steht.

Nach dem Inputreferat sind Sie dazu eingeladen, an der Diskussionsrunde sowie dem anschliessendem Apéro teilnehmen. Ich würde mich freuen, Sie am Politapéro begrüssen zu dürfen! 

Matthias Maurer ist stellvertretender Institutsleiter am WIG.

HTA und Gesundheitsökonomische Evaluationen

Welche Massnahmen zur Steigerung der körperlichen Aktivität haben das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis?

Von Renato Mattli

Entscheidungsträger haben beschränkte Ressourcen. Auch wenn es um die Förderung der körperlichen Aktivität geht. Ein interdisziplinäres Forscherteam aus dem WIG, der Gesundheitsökonomie und der Sport- und Bewegungsmedizin der Universität Basel sowie der Abteilung Public Health des Swiss TPH konnte in einem systematischen Review zeigen, welche Massnahmen zur Steigerung der körperlichen Aktivität bei Erwachsenen das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis hatten.

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Management im Gesundheitswesen

Mit strukturierten Daten durch den Behandlungspfad

Von Laura Meierhof

Der Behandlungspfad eines Patienten zeichnet sich durch die hohe Komplexität aufgrund der interorganisationalen Zusammenarbeit aus. In diesem Prozess verläuft die Datenübertragung unstrukturiert und verursacht somit grosse Herausforderungen für den Patienten und die einzelnen Leistungserbringer.

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