Versorgungsforschung

«Fehldiagnosen» bei Befragungen: Von Falschantworten und Lügen

Von Dr. Marc Höglinger

Medizinische Diagnose-Verfahren und wissenschaftliche Befragungen haben das gleiche Ziel: Beide sollen eine oder mehrere Eigenschaften einer Person korrekt bestimmen – mit möglichst wenig Fehldiagnosen bzw. Falschantworten. Die Forschung untersucht mit Validierungsstudien, wie gut das funktioniert.

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Gesundheitsökonomische Forschung

Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen ohne an Qualität zu verlieren – wie geht das?

Von Zoe Brack

Beklagen Sie sich auch manchmal über Ihre hohen Krankenkassenprämien? Und wenn ja, haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was Gründe für diese hohen Kosten sein könnten? Oder: Was könnte man tun, um den steigenden Kosten im Schweizer Gesundheitswesen entgegenzuwirken? Ist eine medizinische Behandlung überhaupt sinnvoll in einer bestimmten Situation oder verursacht sie nur unnötig Kosten oder schadet sogar der Gesundheit? Diese Frage möchte die Kampagne «aufgreifen und auf das Thema Fehl- und Überversorgung in der Medizin aufmerksam machen.

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Management im Gesundheitswesen

Zufriedenheit am Lebensende

 

Von Sarah Schmelzer

Zufriedenheitsberichte von Patientinnen und Patienten sind eine wichtige Informationsquelle für Gesundheitsdienstleister, aber auch Personen mit ähnlichen Krankheitsbildern. Dabei interessiert natürlich meistens, ob die Behandlung auch die gewünschte, positive Auswirkung auf die Gesundheit hatte. Doch wie sieht es dort aus, wo die Wiederherstellung der Gesundheit gar nicht das Ziel ist? Was soll in einem solchen Fall von Patientinnen und Patienten berichtet werden.

Mit diesen Fragen ist das Mobile Palliative Care Team (MPCT) aus Winterthur konfrontiert, welches Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten zuhause betreut. Das MPCT will nun seine Patientinnen und Patienten wie auch deren Angehörigen zu ihrer Zufriedenheit mit dem MPCT befragen. Das Ziel der Befragung ist, zukünftig den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten noch gerechter zu werden.

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Weiterbildung

Der Quereinstieg ins Gesundheitswesen ist möglich

Von Esther Furrer

Die Chancen, in der Gesundheitsbranche Fuss fassen zu können, sind bei vielen Berufen und Vorbildungen intakt. Einrichtungen im Gesundheitswesen sollen lean, effizient und koordiniert aufgestellt sein. Trotzdem sollen sie medizinisch qualitativ hochstehend Leistungen erbringen. Dadurch haben Fach- und Führungskräfte aus nicht-medizinischen Wirtschaftsbereichen gute Eintrittschancen ins spannende Umfeld des Gesundheitswesens.

Seit vielen Jahren berate ich als Studienleitung für Weiterbildungen im Bereich Gesundheitsökonomie eine wachsende Anzahl von Interessierten, die die Annäherung ans Gesundheitswesens beabsichtigen. Sie tun dies, weil sie in soziale oder politische Funktionen avanciert sind und sich fortan mit Gesundheitsdossiers auseinandersetzen sollen. Oder sie sind schlicht persönlich hochmotiviert, in diese herausfordernde Branche überzutreten. Beide Gruppen wollen und müssen sich schnellstmöglich das nötige Rüstzeug beschaffen, um Gesundheitsfragen künftig evidenzbasiert beurteilen zu können.

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Gesundheitsökonomische Forschung

Mit gezielten Subventionen die Kosten von Mangelernährung reduzieren

Von Dr. Beatrice Brunner

Kinder entwickeln sich in den ersten 1000 Tagen extrem schnell. Um gesund zu bleiben, benötigen sie während dieser Zeit ausreichend Energie (Kalorien), Eiweiss und lebenswichtige Spurenelemente wie Eisen, Vitamin A und Iod. Wird der Körper damit über die Nahrung nicht ausreichend versorgt, wird die Entwicklung der Kinder nachhaltig beeinträchtigt. Unser Krankheitskostenmodell ermöglicht es, die gesellschaftlichen Kosten von Mangelernährung im Kindesalter zu quantifizieren und preisbasierte Interventionen zu evaluieren. Continue Reading

Publikationen

Neues Buch: So wird das Schweizer Gesundheitswesen richtig gemanagt

Das neu erschienene Lehrbuch schafft einen fundierten und umfassenden Überblick über das Schweizer Gesundheitswesen. Es hält sich an das problemlösungsorientierte ELS-Modell und zeigt Managementmethoden für Studierende und Praktiker aus den Bereichen Gesundheitsökonomie, Betriebswirtschaft und Medizin auf. Continue Reading

Versorgungsforschung

„Wie geht es Ihnen heute?“

Von Fabio Knöfler

Morbidität, Mortalität, beobachtbare Symptome – solche typischen Indikatoren für die klinische Wirksamkeit sind für die Forschung unerlässlich und für die Patienten zweifellos wichtig. Sie sagen aber nicht viel über das subjektive Erleben der Betroffenen oder die Auswirkungen von Behandlungen auf den Alltag aus. Gerade in der Versorgungsforschung gewinnt die Anwendung sogenannter „Patient Reported Outcomes“ (PROs) deshalb zunehmend an Bedeutung. Zu recht. Continue Reading

Management im Gesundheitswesen

«Koordinierte Versorgung im Gesundheitswesen revisited»

Von PD Dr. Florian Liberatore

Effizienzreserven im System erschliessen, Patienten eine optimale, reibungslose Versorgung bieten. Die gesellschaftspolitische aber auch wissenschaftliche Diskussion um koordinierte Versorgungsformen im Schweizer Gesundheitswesen dreht sich häufig um Zielsetzungen aus Sicht des Gesundheitssystems. So die Theorie. Umgesetzt ist und wird jedoch immer noch wenig davon. Gehen wir das Thema «koordinierte Versorgung im Gesundheitswesen» daher vielleicht falsch an?

Als Berater und Wissenschaftler, der sich seit Jahren mit dem Thema aus betriebswirtschaftlicher Sicht in Forschungs- und Beratungsprojekten beschäftigt, habe ich mit der Zeit eine neue Perspektive entwickelt, die ich auch in meinem Unterricht im CAS Koordinierte Versorgung im Gesundheitswesen des WIG versuche zu vermitteln und in diesem Blog-Beitrag darlegen möchte. Continue Reading

Weiterbildung

Field trips sind keine Zeitverschwendung

Von Esther Furrer

Field trips kosten Geld und brauchen Zeit. Trotzdem ist es äusserst sinnvoll, als Klasse eine Exkursion innerhalb der Schweiz zu unternehmen oder an einer Studienreise konkrete Einblicke in das Gesundheitssystem eines anderen europäischen Landes zu bekommen.

Die Teilnehmenden des CAS Gesundheitssysteme und -politik machen sich kundig über Architektur, Akteure und Finanzierung von einheimischen und fremden Gesundheitsystemen. Seit bald einem Jahrzehnt bekommen sie an Exkursionen einen persönlichen Einblick in Behörden und Aufsichtsgremien. Sie verstehen dadurch die Akteure und ihre Rollen besser. Bei mehrtägigen Field trips in europäische Länder profitieren sie zudem von einer anhaltenden und vertieften Auseinandersetzung mit den fremden Strukturen. Dabei schätzen sie den Perspektivenwechsel und den regen Austausch mit ihren Mitstudierenden. Continue Reading

Veranstaltungen

«Shaping the Future»: Das WIG war dabei

Von Renato Farcher

Vom 11. bis 14. Juli fand in der kleinen, geografisch zwischen Deutschland und Belgien liegenden niederländischen Stadt Maastricht die European Health Economic Association Conference 2018 (EuHEA) statt. Das WIG war mit einer Präsentation vom Institutsleiter Prof. Dr. Simon Wieser und einem Poster von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Marion Schmidt an der EuHEA 2018 vertreten. Continue Reading