Gesundheitsökonomische Forschung

Was macht Corona mit unseren Gesundheitskosten?

Quelle: Colourbox

Von Michael Stucki

Es scheint paradox: Wir haben eine Gesundheitskrise und die Gesundheitskosten steigen in diesem Jahr trotzdem kaum an. Dem grossen Mehraufwand für die Behandlung von schwererkrankten Covid-19-Patienten in den Spitälern stehen massive Rückgänge bei der Beanspruchung sonstiger medizinischer Behandlungen entgegen. Darauf deuten die Resultate des Covid-19 Social Monitors des WIG sowie die Meldungen über Kurzarbeit in den Spitälern hin. Was ist aber für 2021 zu erwarten? Haben wir steigende Krankenkassenprämien zu befürchten?

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Management im Gesundheitswesen

Digitale Technologien zur Bekämpfung der Virus-Pandemie – Wie weit uns Israel schon voraus ist.

Quelle: Colourbox

Von Johanna Stahl und Alfred Angerer

Am 11. Mai sollte in Winterthur die Konferenz «2. International E-Healthcare Applications Summit» mit WIG-Beteiligung stattfinden. Doch auch diese Konferenz musste aufgrund von Covid-19 nun auf den 21. September dieses Jahres verschoben werden und die digitalen ExpertInnen vorerst zu Hause bleiben. Aber Moment mal, sollten nicht gerade diese Fachpersonen eine Lösung finden, sich dennoch auszutauschen? Das dachte sich auch High-Tech Connect Suisse und organisierte alternativ und passend zur derzeitigen Lage eine Online-Veranstaltung zum Thema «Digital Technology against Virus Pandemic», an welcher sich 33 Referentinnen und Referenten aus verschiedensten europäischen, asiatischen und amerikanischen Ländern beteiligten.

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Versorgungsforschung

Nicht-Beanspruchung medizinischer Behandlungen wegen Corona-Pandemie weiterhin substanziell – aber abnehmend

Von Dr. Marc Höglinger

Auch nach der Lockerung des Lockdowns in der Woche vom 11. bis 17. Mai werden noch rund 20% der medizinischen Behandlungen nicht beansprucht. Etwa zur Hälfte, weil die Patientin oder der Patient aus eigenem Antrieb den Termin absagt oder verschiebt, zur Hälfte, weil die behandelnde Gesundheitsfachperson den Termin absagt bzw. verschiebt. Dabei handelt es sich nur vereinzelt um dringende Termine. Da medizinische Behandlungen nun schon seit zwei Monaten in grösserem Ausmass nicht wahrgenommen werden, besteht dennoch ein Risiko, das in gewissen Bereichen und für gewisse Patientengruppen eine adäquate Versorgung nicht gewährleistet ist.

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Management im Gesundheitswesen

Eine Physiotherapie über das Internet durchführen? Heute schon Alltag!

Quelle: Colourbox

Von Alfred Angerer und Laura Meierhof

Die Corona-Krise verändert einiges in unserem Gesundheitswesen und treibt die Digitalisierung voran. Höchste Zeit! Aber manches wird doch wie immer bleiben müssen, so z.B. die Physiotherapie. Schliesslich steckt da doch das Wort «physisch» drin, sprich genau das Gegenteil von online/virtuell, oder? Das ist jedoch ein Trugschluss, wie ein Podcast-Interview mit der Sportphysiotherapeutin Anita Zwahlen, Studentin unseres MAS Managed Healthcare, aufzeigt.

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Weiterbildung

Was Sie alles über Integrierte Versorgung wissen wollten – eine Buchempfehlung

Quelle @ Colourbox

Von Olivia Malek

Seit einigen Jahren schwirren im Gesundheitswesen und in den politischen Diskussionen etliche Begriffe wie Managed Care, Integrierte Versorgung, Telemedzin u.v.m. herum. Der synonyme Gebrauch dieser Bezeichnungen trägt zur Begriffsverwirrung bei und führt zu einer inflationären Verwendung. Im vorliegenden Werk, Managed Care Swiss made, haben es die Autoren geschafft, Gesundheitsfachpersonen, aber auch Laien, die Thematik der Integrierten Versorgung im schweizerischem Gesundheitskontext näher zu bringen.

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HTA und Gesundheitsökonomische Evaluationen

Warum meine Gesundheit mit Ihrer Gesundheit zusammenhängt – auch ausserhalb einer Pandemie

Von Johannes Pöhlmann und Renato Mattli

Noch vor ein paar Monaten wären wir mit leichtem Fieber und Husten ins Büro gegangen. Vor allem aus egoistischen Motiven – weil wir uns für wichtig/unersetzlich hielten oder liegengebliebene Arbeit nicht später nachholen wollte. Heute bleiben wir mit leichtem Fieber und Husten zuhause. Vor allem aus Rücksichtnahme auf andere, um sie nicht mit SARS-CoV-2 zu infizieren.

Infektionskrankheiten rufen uns in Erinnerung: Meine Gesundheit ist auch Ihre Gesundheit (und umgekehrt).

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Management im Gesundheitswesen

Effiziente OP-Abläufe in Covid-19-Zeiten – Wie wichtig es schon heute ist, morgen lean im OP zu sein!

Quelle: Colourbox.de

Von Johanna Stahl

Am 16. März 2020 findet das Bundesamt für Gesundheit zur Bekämpfung des Corona-Virus klare Worte: «Spitäler, Kliniken und Arztpraxen bleiben geöffnet, müssen aber auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien verzichten.» Das Ziel dieser Verordnung ist mit Blick auf die Spitäler eindeutig: Angesichts der Welle von Covid-19-PatientInnen sollen OP-Kapazitäten freigehalten werden, indem planbare OPs verschoben werden. Das Virus bringt Spitäler weltweit damit nicht nur kurzfristig an ihre Grenzen. Auch langfristig ist mit massiven Folgen zu rechnen, die sich insbesondere auch dadurch zeigen werden, dass all die verschobenen OPs nach diesem Ausnahmezustand nachzuholen sind.

Damit ist für uns klar: Die Relevanz effizienter OPs wird von Tag zu Tag steigen.

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Allgemein

Das Dozieren in den Zeiten des Coronavirus

Quelle: «Melancholie» von Edvard Munch (Kunstmuseum Bergen)

Von Matthias Maurer

Liebe Leserin, lieber Leser dieses Blogs.

Seien Sie vorgewarnt! Dieser Blog ersetzt eine dringend nötige Psychotherapie.

Zwar hat das BAG in seinen Empfehlungen vom 6. April 2020 für ambulant tätige Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für die delegiert arbeitenden Psychologinnen und Psychologen in der Tarifstruktur für ärztliche Leistungen (TARMED) aufgrund von Covid-19 zusätzlich telefonische Konsultationen vorgesehen. Dennoch möchte ich meine traumatisierenden Erfahrungen mit Online Teaching lieber mit Ihnen teilen, sofern Sie gestatten.

Woher kommen die Selbstzweifel?

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Gesundheitsökonomische Forschung

Ethisch aus dem Lockdown: (Wie) geht das?

Quelle: Colourbox

Von Stephanie Dosch und Golda Lenzin

Laut den aktuellsten Zahlen können wir erstmals in der Corona-Krise aufatmen. Da wir aber noch keinen Impfstoff für Corona haben, ist eine Öffnung der Wirtschaft ohne Diskussion über die gesundheitlichen Risiken für unsere Gesellschaft nicht möglich. Je länger und strikter die Massnahmen zur Eindämmung des Virus, umso grösser die negative Wirkung auf die Wirtschaft. Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine baldige schrittweise Öffnung der Wirtschaft daher zu begrüssen. 
Es ist jedoch wichtig dieses Dilemma aus ethischer Perspektive zu betrachten. Für diesen Blog-Beitrag gehen wir u.a. auf drei Punkte, angelehnt an den Wirtschaftsethiker Thomas Beschorner, ein. 

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Versorgungsforschung

COVID-19 Social Monitor – Zeitnahes Monitoring der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Schweizer Bevölkerung

Nicht-Beanspruchung medizinischer Leistungen wegen Corona-Krise

Die Grafik zeigt den Anteil der Bevölkerung, der in den ersten zwei Wochen des Lockdowns aufgrund der Corona-Krise auf eine medizinische Behandlung verzichten musste. 2024 Personen, befragt vom 30. März bis 5. April. Quelle: COVID-19 Social Monitor.

Von Marc Höglinger

Das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie erfasst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich seit Ende März regelmässig und zeitnah das Befinden der Schweizer Bevölkerung während der COVID-19 Pandemie mittels einer für die Schweizer Bevölkerung repräsentativen Panel-Befragung. Laufend aktualisierte Resultate des COVID-19 Social Monitor finden sich hier.

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