Versorgungsforschung

PROMs in der Psychiatrie – wohin geht die Reise?

Von Marc Höglinger

PROMs, Patient Reported Outcome Measures, die patientenorientierte Messung des Gesundheitszustands, hat Hochkonjunktur im Gesundheitswesen. PROMs wie z.B. die Einschätzung der Lebensqualität oder der Alltagsfunktionalität werden mittels standardisierter Befragungen von Patientinnen und Patienten erhoben. Mit den Daten können Therapien evaluiert oder die Performance und Qualität von Gesundheitsdienstleistern beurteilt werden. Auch für das klinische Assessment oder das Monitoring von Patienten eignen sich PROMs. 

Continue Reading
Gesundheitspolitik

Politapéro vom 7. März 2020 in Winterthur: «Mehr Eigenverantwortung als Mittel zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen?»

Von Matthias Maurer

Sie haben sicher schon verschiedentlich gehört von den 38 Kostendämpfungsmassnahmen zur Entlastung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung aus dem Expertenbericht vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI). Vielleicht kennen Sie auch die ZHAW-Studie, ebenfalls zu Massnahmen zur Beeinflussung der Kostenentwicklung im Schweizer Gesundheitswesen.

Als Hauptautor dieser Studie und Modulverantwortlicher für den CAS Gesundheitssysteme und –politik möchte ich Sie einladen zu einem Politapéro am Samstag 7. März 2020, 11 Uhr in Winterthur.

Für diesen Politapéro haben wir mit Elisabeth Schoch wiederum eine Persönlichkeit aus dem Gesundheitswesen gewinnen können. Als Gemeinderätin der Stadt Zürich (FDP) und Präsidentin der Spezialkommission Gesundheits- und Umweltdepartement (GUD) wird Elisabeth Schoch zum Thema «Mehr Eigenverantwortung» referieren. Dazu wird sie Gedanken anstellen, wo die Chancen und Risiken dieses Ansatzes in Bezug auf die Kostendämpfung liegen sowie ausloten, wie es mit der Akzeptanz bei der Bevölkerung steht.

Nach dem Inputreferat sind Sie dazu eingeladen, an der Diskussionsrunde sowie dem anschliessendem Apéro teilnehmen. Ich würde mich freuen, Sie am Politapéro begrüssen zu dürfen! 

Matthias Maurer ist stellvertretender Institutsleiter am WIG.

HTA und Gesundheitsökonomische Evaluationen

Welche Massnahmen zur Steigerung der körperlichen Aktivität haben das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis?

Von Renato Mattli

Entscheidungsträger haben beschränkte Ressourcen. Auch wenn es um die Förderung der körperlichen Aktivität geht. Ein interdisziplinäres Forscherteam aus dem WIG, der Gesundheitsökonomie und der Sport- und Bewegungsmedizin der Universität Basel sowie der Abteilung Public Health des Swiss TPH konnte in einem systematischen Review zeigen, welche Massnahmen zur Steigerung der körperlichen Aktivität bei Erwachsenen das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis hatten.

Continue Reading
Management im Gesundheitswesen

Mit strukturierten Daten durch den Behandlungspfad

Von Laura Meierhof

Der Behandlungspfad eines Patienten zeichnet sich durch die hohe Komplexität aufgrund der interorganisationalen Zusammenarbeit aus. In diesem Prozess verläuft die Datenübertragung unstrukturiert und verursacht somit grosse Herausforderungen für den Patienten und die einzelnen Leistungserbringer.

Continue Reading
Institutsleitung

Wie teuer darf ein Lebensjahr in der Schweiz sein? Das Ausland entscheidet mit

Von Prof. Dr. Simon Wieser

Zu welchem Preis soll ein neues Medikament von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen werden? Angesichts der extrem hohen Preise vieler neuer Medikamente stellt sich diese Frage immer öfter.

Continue Reading
Gesundheitsökonomische Forschung

Wenn das Antibiotikum fehlt – Medikamentenknappheit in der Schweiz

Quelle: Colourbox

Von Michael Stucki

In letzter Zeit war in den Medien vermehrt über Lieferengpässe und eingeschränkte Verfügbarkeit von teilweise sehr weit verbreiteten und unverzichtbaren Medikamenten die Rede. Medikamenten-Knappheit in einem reichen Land wie der Schweiz? In einem Land, das weltweit bekannt ist für seine Pharmaindustrie? Was auf den ersten Blick überrascht, hat teilweise sehr einfache Gründe.

Continue Reading
Versorgungsforschung

Ist das Gras auf der anderen Seite immer grüner? – Auch die Vorbilder im Gesundheitswesen sind nicht immer perfekt

Quelle: Colourbox

Von Maria Carlander

Die nordischen Länder Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Island werden oft als Vorbilder im Gesundheitswesen gesehen. «Die Kosten sind unter Kontrolle, die Qualität ist hochwertig und das Personal und die Patienten sind zufrieden». Auf dem Papier sieht das alles sehr schön aus, und im internationalen Vergleich werden diese Länder wohl auch weiterhin an der Spitze liegen. Aber was passiert, wenn man diese Länder von der Graswurzelebene aus der Sicht der Patienten bzw. «Konsumenten des Gesundheitswesens» betrachtet? In diesem Blogbeitrag werden ausgewählteProbleme des finnischen Gesundheitswesens, worüber in letzter Zeit in den Medien berichtet wurde, kritisch betrachtet.

Weiterleseen
Veranstaltungen

Bürokratiemonster oder dringend notwendige Kostenbremse?

Am WIG-Herbstanlass vom 7. November ging es um die Chancen und Risiken der Einführung von Zielvorgaben für das Wachstum der Gesundheitskosten in der obligatorischen Krankenversicherung (OKP). Das Thema ist hoch aktuell, da ein entsprechender Vorschlag des Bundesrates Anfang 2020 in die Vernehmlassung geht.

Für alle die nicht dabei sein konnten – und natürlich auch für die vielen interessierten Teilenehmenden –  hier die wichtigsten Thesen der drei Referenten und ihre Präsentationen zum Download.

Continue Reading
Weiterbildung

Sind wir hier im Theater? Die unterschiedlichen Rollen einer Führungskraft.

Quelle: Shutterstock

Von Olivia Malek

Wir alle spielen unsere Rollen! Wir spüren tagtäglich und in kurzen Zeitsequenzen, wie wir uns in unterschiedlichen Situationen und sozialen Interaktionen angepasst verhalten und verschiedene Rollen einnehmen. Als Mitarbeiterin begrüsse ich im Büro freundlich meine Arbeitskollegen, als Kundin habe ich mit dem Automechaniker eine Auseinandersetzung über seine Dienstleitung, als Schülerin befolge ich beim Yoga die Anweisungen der Lehrerin, als Mutter versuche ich geduldig auf die Bedürfnisse meiner Kinder einzugehen … Entsprechend der jeweiligen Situation setzen wir unsere «Hüte» auf, aber nie alle zur gleichen Zeit.

Im Rahmen des CAS Personalführung im Gesundheitswesen widmen wir uns diesem spezifischen Thema der Rollenzugehörigkeit einer Führungsperson. Denn wie bei einem guten Schauspieler spielen wir unsere Führungs-Rollen nicht, sondern wir leben diese. Sie sind Teil von uns, und diese Authentizität im Verhalten macht eine gute Führungskraft aus. Werfen wir also einen genaueren Blick auf diese unterschiedlichen Verhaltensweisen.

Continue Reading
Gesundheitsökonomische Forschung und Versorgungsforschung

«Ist unsere Gesundheitsversorgung gerecht?»

Quelle @ Colourbox

Von Maria Carlander und Christina Tzogiou

Nicht alle gesundheitlichen Ungleichheiten sind per se ungerecht (Fleurbaey und Schokkaert 2012).  Die Messung und Auswertung der Ungleichheiten, die in gegebenen Situationen ungerecht sind, ist eine normative Frage. Zum Beispiel spricht man von ungerechten Ungleichheiten oder so genannter Chancenungleichheit, wenn Personen mit denselben Voraussetzungen gesundheitliche Ungleichheiten aufweisen.

Wie kann die Forschung dazu beitragen, die Chancenungleichheit in der schweizerischen Gesundheitsversorgung zu senken? Was kann die Politik dafür machen?

Continue Reading