Weiterbildung

Wie schneidet der MAS in Managed Health Care bei den Absolventen ab?

Von Esther Furrer-Buholzer

Dieses Jahr wurde bei den 24 Absolventen und Absolventinnen des MAS in Managed Health Care erstmals eine Befragung zur Befindlichkeit nach ihrem Abschluss erhoben. Im Fokus standen die Meinungen der ehemaligen Studierenden zu ihrer ursprünglichen Studienmotivation, den Studieninhalten und Karrierechancen. Aber auch Erfahrungswerte hinsichtlich der Förderung durch die Arbeitgeber und der Alltagstauglichkeit der MAS-Studienkonzeption waren von Bedeutung.

  • 60 % der Ehemaligen befinden sich aktuell in Führungspositionen.
  • 70 % haben im Verlauf des Studiums ihre Arbeitsstelle (intern oder extern) gewechselt und schätzen, dass das Studium mit ein Grund für den Wechsel war.
  • 70 % haben berufsbegleitend Vollzeit gearbeitet, 30 % Teilzeit.
  • 80 % betrachten die Studienbelastung als gerade angemessen.
  • 70 % werden vom Betrieb durch Kostenbeteiligung, 50 % durch Weiterbildungszeit und 10 % werden nicht unterstützt.

Die Inhalte der einzelnen CAS und Integrationsmodule werden rückblickend praktisch ausnahmslos als wichtige, teils weiter auszubauende Bestandteile des MAS beurteilt.

Modulgrafik MAS Managed Health Care

Seit die School of Management and Law vor zwei Jahren die AACSB-Akkreditierung erreicht hat, ist es für die Weiterbildungsverantwortlichen zudem wichtig zu wissen, wie die Studierenden die Entwicklung ihrer Kompetenzen selber einschätzen. Hierbei ist besonders erfreulich, dass sowohl die Wissenschaftlichen Verantwortlichen/Dozierenden (anlässlich einer früheren Befragung) als auch die heutigen Absolvierenden bezüglich sieben der acht Kompetenzbereiche das angestrebte bzw. erreichte Niveau praktisch identisch eingeschätzt haben.

Eine gewisse Abweichung zeigt sich bei der Kompetenz «Arbeitsmethoden, -techniken & -verfahren» (z.B. BWL Tools). Hier schätzen die Dozierenden das Niveau der Absolventen höher ein, als die Studierenden das tatsächlich selber empfinden. Um diese Lücke zu schliessen, wurden 2015 bereits erste Massnahmen eingeleitet – die Ergebnisse werden sich jedoch erst bei kommenden Befragungen zeigen.

Genau gegenteilig sieht es beim Kompetenzbereich «Wissenschaftlichen Methodik» (z.B. Literaturrecherche oder Wissenschaftliches Arbeiten) aus. Dort übertrifft das erreichte Niveau der Studierenden jenes, welches die Dozierenden als Ziel gesetzt haben, sogar.

Es freut uns sehr, wenn Studierende aufgrund gegenseitiger intensiver Bemühungen zur Verbesserung der Hochschul-Adäquanz beitragen. Die Verleihung des MAS-Titels der Zürcher Fachhochschule ist somit echt angebracht.

Esther Furrer-Buholzer ist Studienleiterin am WIG.

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