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Interview mit Prof. Dr. Urs Brügger

Prof. Dr. Urs Brügger

Was hat dich dazu bewogen, dein «Lebenswerk», nämlich den Aufbau und erfolgreichen Betrieb des WIG, zu verlassen?
Nach 14 Jahren am WIG war für mich einfach die Zeit gekommen, nochmals etwas Neues anzupacken. Meine neue Stelle als Direktor Departement Gesundheit an der Berner Fachhochschule (BFH) ist für mich ein schöner beruflicher Entwicklungsschritt. Das Departement hat rund 200 Mitarbeitende und über 1 000 Studierende. Ich freue mich sehr, mich für die dort vertretenen Gesundheitsberufe – Pflege, Physiotherapie, Hebamme und Ernährungsberatung – zu engagieren. Ich sehe viel Potenzial für diese Berufe im sich ändernden Gesundheitswesen. Mit erweiterten Kompetenzen und neuen Berufsrollen werden diese Berufe einen wichtigen Beitrag zu einer besser integrierten Versorgung leisten können.

Wie wirst du deinem «Hobby», dem Themenbereich Health Technology Assessment (HTA), am neuen Ort frönen?
Das wird sich noch zeigen. Am Anfang zumindest werde ich sicher andere Prioritäten haben. Ganz möchte ich das Thema jedoch nicht aufgeben und ich werde prüfen, inwiefern es sich an der BFH integrieren lässt. Die Fragen nach Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit von Leistungen wird auch im Zusammenhang mit den Gesundheitsberufen und ihren Tätigkeiten wichtig sein. Die BFH ist in der Bundesstadt und somit nahe bei den Behörden und Verbänden und damit bei der Gesundheitspolitik. Aus dieser Situation müsste sich etwas machen lassen.

Wo, denkst du, wird es auch in Zukunft noch Schnittstellen und Kontaktmöglichkeiten zum WIG bzw. zur ZHAW geben?
Das WIG und der Pflegebereich der BFH haben bereits jetzt ein gemeinsames KTI-Projekt zum Thema Zertifizierung in der Pflege. Es wäre schön, wenn es weitere solche Kooperationen gäbe. Dann sehe ich auch in der Aus- und Weiterbildung Möglichkeiten für gegenseitigen Austausch und Kooperationen. Mit Sicherheit werde ich mit den Kolleginnen und Kollegen vom WIG – den «WIGlis» – freundschaftlich verbunden bleiben. Ich behalte ja meinen Hauptwohnsitz in Winterthur. 14 Jahre sind eine lange Zeit. Da wächst man mit einer Organisation und mit den Menschen zusammen. Vielleicht ist es ein bisschen wie bei einer Familie: Ich werde zwar ausziehen, aber man gehört immer noch zusammen.

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