uic_pa_02In ihrer Projektarbeit haben die VS-Studierenden Camille Burg und Martin Mattli einen mehrmonatigen Preisvergleich zwischen Flug- und Zugreisen durchgeführt. Für typische Geschäftsreiseverbindungen von der Schweiz ins benachbarte Ausland fanden sie heraus, dass in über 80 Prozent aller simulierten Reisefälle die Bahn die bedeutend preisgünstigere Mobilitätsalternative ist. Am 17. März waren sie vom Intercity & Highspeed Committee des Internationalen Eisenbahnverbands UIC eingeladen, ihre Ergebnisse in Paris vor einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren und die resultierenden Schlussfolgerungen zu diskutieren.

Das Projekt der Studierenden war angelehnt an ein Forschungsvorhaben des Instituts für Nachhaltige Entwicklung, das die UIC im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben hat. Gemeinsam mit dem Beratungsinstitut quotas geht VS-Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes darin der Frage nach, ob der Luftverkehr auf wichtigen nationalen und grenzüberschreitenden Strecken Europas tatsächlich bessere Preise anbietet als die Zugbetreiber. Diesen Eindruck versucht die aggressive Werbung der Fluggesellschaften immer wieder zu vermitteln. Für den deutschen Markt konnte diese Werbeaussage allerdings bereits widerlegt werden. Die Ergebnisse des UIC-Projekts werden im Mai 2015 vorliegen.

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Schon jetzt zeigen die Resultate von Burg & Mattli, dass bei eintägigen Geschäftsreisen von der Schweiz nach Frankreich oder Deutschland die Bahnnutzung hohe Einsparpotenziale beim Reisebudget bietet. Auf Strecken mit ähnlichen Gesamtreisezeiten von Bahn und Flugzeug waren abhängig vom Buchungsvorlauf Ersparnisse in vierstelliger Höhe zu verzeichnen.