Verkehrssysteme-Studierende erarbeiten neues Bewertungskonzept für VCS-Autoumweltliste

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Im Rahmen des Projektmoduls „Verkehrspraxis-Labor 2“ bearbeiten Verkehrssysteme-Studierende im zweiten Studienjahr jeweils eine reale Fragestellung gemeinsam mit einem Praxispartner. In diesem Jahr war die Aufgabe, den Verkehrsclub Schweiz (VCS) bei der kritischen Überprüfung der aktuellen Bewertungsmethodik der Autoumweltliste zu unterstützen. Ende April haben die Studierenden ihre Untersuchungsergebnisse dem VCS präsentiert und nun ihren Abschlussbericht übergeben.

Die Autoumweltliste beurteilt jedes Jahr sämtliche Neuwagen nach ökologischen Kriterien. Sie gibt dem Autokäufer auf diese Weise eine Hilfestellung bei der Wahl des für ihn geeignetsten Fahrzeugs. Die gegenwärtige Methodik erlaubt es nicht, Personenwagen mit Verbrennungsmotor mit Fahrzeugen mit Elektromotor direkt zu vergleichen. Kernziel des VCS war es, eine sinnvolle Integration von Autos mit alternativen Antrieben in die Autoumweltliste zu erreichen.

Im Frühjahrssemester 2015 haben sich die Studierenden intensiv mit der Fragestellung auseinandergesetzt. Beginnend mit einer Blockwoche, wurden in mehreren Teams die Datenverfügbarkeit und bestehende Berechnungsansätze u.a. für

  • die Umweltauswirkung der Herstellung von Fahrzeugen,
  • die Vorkette der unterschiedlichen Treibstoffe bis zu deren Einsatz im Auto und
  • die Verbrauchsangaben der Personenwagen

analysiert. Kontrovers wurden verschiedene Formen der Neugestaltung der Bewertungsmethodik der Autoumweltliste diskutiert.

Am Ende wurde dem VCS ein detaillierter Ansatz für ein Redesign der Methodik vorgestellt. Trotz unterschiedlicher Standpunkte in einigen Teilfragestellungen, zeigten sich die Autoexperten des VCS beeindruckt von den Ergebnissen der kommenden Generation Verkehrsingenieure. Gemeinsam mit seinen wissenschaftlichen Partnern prüft der VCS derzeit die Umsetzung der verschiedenen vorgeschlagenen Massnahmen. Geplant ist zudem eine weitere Vertiefung der Forschungsresultate in Bachelorarbeiten, die auf die Erkenntnissen des Projekts aufbauen sollen. Das für die Bewertungsmethodik verantwortliche Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg bietet an, Studierende bei einer vertiefenden Bachelorarbeit zu begleiten.

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