Der renommierte Förderpreis Prix Litra geht auch in diesem Jahr wieder an zwei Absolventen des Studiengangs Verkehrssysteme. Patrick Helg und Stefan Angliker konnten mit ihrer Bachelorarbeit „Angebotskonzept für eine tangentiale Bahnverbindung Basel – Winterthur“ die Jury überzeugen und sich gegen zahlreiche Mitbewerberinnen und Mitbewerber anderer Hochschulen durchsetzen. Damit setzt der Studiengang Verkehrssysteme seine beindruckende Erfolgsserie beim Prix Litra fort. Betreut wurde die Arbeit von Rolf Bergmaier.

Die LITRA (=Ligue suisse pour l’organisation rationnelle du trafic) vertritt die Interessen des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz. Mit seinen über 200 Mitgliedern engagiert er sich für die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für den öffentlichen Verkehr, für ein leistungsfähiges und integriertes Schweizer Verkehrssystem und eine innovative Verkehrswirtschaft. Die mit CHF 3’000 Preisgeld dotierte Auszeichnung Prix Litra richtet sich an alle Studierenden von Schweizer Universitäten und Hochschulen, die sich in ihren Bachelor- oder Masterarbeiten dem Thema «öffentlicher Verkehr» und «Mobilität» widmen.

Tangentialverbindungen können die Anbindung mittelgrosser Zentren an das überregionale öV-Netz verbessern. Damit wird der öV schneller und attraktiver. Idealerweise tragen sie ausserdem zur Entlastung der Knoten bei und verringern damit den Bedarf nach Infrastrukturausbauten. Stefan Angliker und Patrick Helg überprüften dies am Beispiel der Direktverbindung Basel – Winterthur. Diese Verbindung entlang des Rheins wurde 1993 aufgegeben; seither erfolgt die Reise via Hauptbahnhof Zürich. Die Autoren entwickelten ein Angebotskonzept für eine 10 Minuten schnellere Interregio-Verbindung mit Halten in Rheinfelden, Stein-Säckingen, Koblenz, Bad Zurzach und Bülach. Damit wird wie erwartet eine positive Wirkung auf die Verkehrsnachfrage und den öV-Anteil in der Region erreicht. Der Hauptbahnhof Zürich wird hingegen nur geringfügig entlastet.