Tipps zum digitalen Studium: Mach dir das Leben einfacher

Dorothea Geeler studiert im Bachelor Facility Management an der ZHAW Life Sciences und Facility Management und gibt in diesem Beitrag einige Tipps, wie man die digitale Herausforderung im Studium meistern kann.

Als ich mein Studium im 2017 anfing und hörte das es papierlos sei, stöhnte ich erst mal. Als papierliebende, handschriftliebende und kreative Person graute es mir schon vor der Digitalisierung im Unterricht. Ich nahm mir fest vor dies nicht mitzumachen. Ich wollte die Skripts ausdrucken, alles Wichtige – also alles – highlighten und Notizen einfügen. Dieser Vorsatz hielt aber nicht lange. Wir Studierenden kennen doch alle die ewig langen Dossiers, die nicht aufhörenden Aufgabenblätter und die ständig aktualisierten Unterrichtsfolien. Wenn ich all dies ausdrucken würde, würden viele Bäume sterben, Unmenge an Druckerfarbe verbraucht und schlussendlich würde alles wieder im Papierabfall landen. Deshalb lasst es. Denkt nicht so wie ich zu Beginn und lasst euch auf die digitale Welt ein.

Der richtige Laptop

Das erfolgreiche papierlose Leben beginnt mit einem Computer. Nicht mit einer XXL-Maschine aus der Steinzeit, sondern mit einem handlichen, leichten und kleinen Laptop. Wenn ich mich in meiner Klasse umschaue gibt es zwei vorherrschende Modelle: Das Microsoft Surface Pro und das Microsoft Surface Book. Über die Vor- und Nachteile lässt sich streiten, schlussendlich kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Ein kurzer Tipp von mir; wenn ihr viel unterwegs seid und im Zug arbeiten möchtet, dann nehmt das Microsoft Surface Book. Mit dem anderen lässt es sich ohne Tisch nicht so gut arbeiten.

Das richtige PDF-Programm

Wie an einer Hochschule Pflicht, erhalten wir von den Dozierenden immer PDFs mit unzähligen Seiten und einer grossen Menge an Unterrichtsstoff. Wenn man im Unterricht, oder neu in einem Webinar oder Screencast, aufmerksam zuhört, muss man natürlich auch Notizen in das PDF einfügen und dafür braucht man ein gutes Programm. Viele benutzen Adobe Acrobat Reader, andere benutzen den Foxit Reader oder XODO und wieder andere OneNote. Ich habe all die vorherigen natürlich auch ausprobiert, aber der wahre Gewinner ist für mich Drawboard PDF. Es ist leider nicht gratis (CHF 15.-), aber dafür umso genialer. Allerdings macht dieses Programm nur dann Sinn, wenn euer Laptop eine Touch-Funktion und einen Stift hat.

Die richtige Zusammenarbeit

Die meisten Studierenden hassen Gruppenarbeiten und die meisten Dozierenden lieben sie. Und da wir hier an der Hochschule nicht das Sagen haben, müssen wir durch diese Arbeiten hindurch und uns die nötigen Kompetenzen aneignen. Dies heisst auch, dass gemeinsam an einem Dokument gearbeitet wird, alle dieselben Informationen zur Verfügung haben müssen und so weiter und so fort. Auch wer OneDrive nicht mag, muss für Arbeiten wohl darauf umsteigen. Ein wirklich gutes Tool für die Zusammenarbeit ist das Programm MS Teams. Dort könnt ihr Gruppen erstellen, Video-Konferenzen halten – was ja in Zeiten von Online-Unterricht super ist – und ihr könnt dort auch gleich Dokumente abspeichern. Was wir alten Hasen aber mittlerweile gemerkt haben; gleichzeitig an einem Dokument zu arbeiten ist immer wie Roulette spielen. Manchmal gewinnt ihr und manchmal verliert ihr. Ich wünsche euch Nerven aus Stahl für die anstehenden Arbeiten.

Die richtige Ordnung

Ein Mantra, welches ein Stück weit mein Lebensmotto ist, ist «Ordnung, Struktur und Planung machen das Leben einfacher». Das stimmt auch bei der digitalen Ordnung auf deinem Laptop. Überlege dir ein System, wie du die ganzen Dokumente ablegen willst und wie du den Überblick über alles behältst. Nichts ist mühsamer, als wenn du ewig nach einem Dokument suchst. Zeichne dir vielleicht mal auf einem Blatt Papier auf, wie du alles haben möchtest. Flussdiagramme sind dafür immer gut.

Soweit meine Erfahrungen aus dem papierlosen Studium. Es ist eine Gewöhnungssache, aber es macht das Leben tatsächlich auch einfacher, wenn man den Dreh raus hat. Jetzt, wo wir alle Zuhause bleiben müssen und auch digitalen Unterricht haben, ist doch die Zeit perfekt um sich neue Kenntnisse und Tricks anzueignen.

Geniesst die Sonne und das Home Schooling!

3 Kommentare

  1. Vielen Dank für den PDF-Tipp. Ich habe Drawboard-PDF für meine Tochter heruntergeladen. Läuft prima. Das ist genau, was sie braucht.
    Musste aber bisher (heute) nichts dafür bezahlen. Scheint FREE zu sein.
    Beste Grüsse

  2. Als guten PDF Reader mit Markierungsfunktion kann ich Microsoft Edge empfehlen. Besonders wer ein Tablet oder Convertible mit Stift besitzt, wird sich daran erfreuen. Auch wenn nur vier Farben zum Markieren vorhanden sind, reichen diese doch völlig aus.

  3. Vielen Dank für den äusserst wertvollen Tipp zur Drawboard-Applikation. Ich habe während zwei Semestern nicht recht gewusst, wie ich Folien, Skripte und OneNote-Notizen optimal und digital kombinieren soll/kann. Jetzt habe ich hier eine bis jetzt vollständig zufriedenstellende Möglichkeit kennengelernt – merci!

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