Autor: Daniela Lozza (Seite 1 von 11)

Ein Team durch Teams: Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter

Dorothea Geeler studiert im Bachelor Facility Management an der ZHAW Life Sciences und Facility Management und gibt einige Tipps, wie man die digitale Zusammenarbeit im Studium meistern kann.

In der momentanen Lage, in der für die Studierenden der Kontaktunterricht ausfällt, verändert sich auch die Lernumgebung und die Art, Arbeiten zu schreiben. Besonders die Gruppenarbeiten sorgen für Schwierigkeiten und brauchen kreative Lösungen. Denn #stayathome ist auch jetzt noch ein wichtiger Slogan für uns alle. Nachfolgend stelle ich eine Applikation vor, welche die Zusammenarbeit wesentlich vereinfacht.

Microsoft Teams

Microsoft Teams ist eine Plattform, die den ZHAW-Angehörigen gratis zur Verfügung steht, denn sie ist in Office-365 integriert. Über dieses Programm können, wie der Name schon aussagt, Teams gegründet werden und es kann in diesen Teams gearbeitet werden. Die Handhabung ist eigentlich sehr einfach und wie viele Applikationen selbsterklärend. Für Probleme jeglicher Art gibt es entweder den guten Doktor Google oder direkt die Microsoft Teams-Hilfe und E-Learning Angebote. Wenn ihr ein neues Team eröffnet, solltet ihr die Vorlage «Andere» wählen. Gerne möchte ich hier ein paar Tipps und Anmerkungen mit euch teilen, die mir bei der Arbeit mit Teams aufgefallen sind.

Einführung in MS Teams

Digitales Treffen

Da ein analoges Treffen zurzeit nicht wirklich verantwortungsvoll ist, bleiben nur noch die Videokonferenzen. Über MS Teams kann man in der gegründeten Gruppe einen Videoanruf machen und diesen bei Bedarf auch aufzeichnen. Gerade für Gruppenarbeiten ist dies genial. Wem die Kamera nicht so liegt, der kann natürlich auch auf den Chat wechseln und sich so mit seinen Teammitgliedern unterhalten. Den Hintergrund kann man bei MS Teams übrigens weichzeichnen oder neu auch durch ein frei wählbares Hintergrundbild ersetzen, damit niemand das Chaos im Zimmer sieht (Video-Tutorial).

Termine regeln

Ein hauseigener Kalender ist für eine unkomplizierte Planung immer ein Segen. Auch MS Teams ist damit ausgestattet und gibt somit eine Hilfe zur Planung der Gruppenaktivitäten. Videokonferenzen, Chaträume und auch gemeinsame Arbeitszeiten können somit geplant und die Termineinladung gleich an alle Teammitglieder versendet werden (Video-Tutorial).

Dokumentenablage

Über MS Teams lässt sich nicht nur chatten, telefonieren und planen, sondern auch Dokumente können dort gespeichert und kollaborativ bearbeitet werden. Die Ordner auf MS Teams lassen sich mit dem OneDrive-Ordner synchronisieren, so dass alle Dokumente über den Explorer abgerufen werden können. Somit hat man immer noch alles an einem Ort und behält den Überblick.

Verknüpfungen

Die Plattform lässt sich übrigens auch mit anderen Applikationen verknüpfen. Dafür musst du nur bei dem Team auf das + klicken und eine neue Registerkarte mit dem beliebigen App hinzufügen. Was sich gerade für Gruppenarbeiten besonders eignet, ist «Meister Task». Damit lässt sich eine To-Do-Liste erstellen. Bei meinen ehemaligen Gruppenarbeiten haben wir dies oft genutzt, um Aufgaben zu erfassen und sie der Person zuzuteilen. Wenn jede und jeder dann den Stand der Aufgaben aktualisiert, behält man auch bei grösseren und komplexen Aufträgen den Überblick.

Das kann in etwa so aussehen:

Beispiel einer „To-Do-Liste“ in Meister Task

Alternativ zu Meister Task könnt ihr auch den Microsoft Planner nutzen, der bei Office 365 ebenfalls mit dabei ist.

Teams mit externen Gästen

Wenn man sich mit dem ZHAW-Login auf MS Teams registriert, hat man automatisch auch Zugriff auf alle anderen Nutzer/-innen mit einem ZHAW-Konto und kann mit jeder beliebigen Person innerhalb der Organisation ein Team gründen. Wenn die Plattform für ausserschulische Aktivitäten genutzt werden soll, kann man allerdings auch Gäste zu einem Team hinzufügen. Dafür einfach die Mailadresse der gewünschten Person eingeben und schon steht der Zusammenarbeit nichts mehr im Weg.

Ich hoffe, durch den Artikel konntet ihr einige neue Dinge über MS Teams erfahren und könnt dadurch auch den vollen Nutzen aus dieser Plattform ziehen. Allen da draussen eine gute Zeit und bleibt gesund!

Hast du eigene Tipps und Tricks zu MS Teams? Teile Sie über die Kommentarfunktion unten!

Nützliche Links

Leben an der ZHAW LSFM in Zeiten des Coronavirus: Gemeinsam voneinander lernen

Seit einigen Wochen prägt nun schon eine globale Pandemie unseren Alltag. In kurzer Zeit hat sich das Leben fundamental verändert, sei es im Beruf, an der Hochschule oder zu Hause. “Social distancing” ist angesagt, Geschäfte sind geschlossen, Freizeitaktivitäten eingeschränkt und vieles hat sich gezwungenermassen in den digitalen Raum verlagert, so auch am Departement Life Sciences und Facility Management der ZHAW. Studierende lernen von ihrem Wohnzimmer aus, Vorlesungen und Lernmaterialien werden online angeboten, Austausch findet über Telefon oder Videokonferenzen statt. Eine grosse Umstellung für alle Beteiligten, die mit einer unvorhersehbaren Geschwindigkeit vonstatten ging und Flexibilität von allen Seiten erfordert.

Obwohl nun einige Massnahmen schrittweise gelockert werden, ist zurzeit noch nicht von einem Zurück in den Zustand zuvor zu reden, es wird einige Zeit dauern bis etwas wie ein Normalzustand hergestellt werden kann. Nichtsdestotrotz haben sich viele Menschen langsam an die Situation angepasst und neue Wege und Ideen gefunden, ihren Alltag, ihr Berufsleben und ihr Studium unter diesen Umständen weiterzuführen. Wir glauben, dass wir dabei viel voneinander lernen können.

Was gibt es für Tipps und Tricks, Ideen und Verhaltensweisen, die in der aktuellen Lage hilfreich sind?

Wie gehen die Studierenden der ZHAW LSFM mit der aktuellen Situation um?


Was sind die grossen Herausforderungen?


Was lässt sich von der jetzigen Situation lernen und für die Zeit danach mitnehmen?

Für diese Fragen gibt es keine allgemeingültigen Antworten, aber viele verschiedene Perspektiven und interessante Ansätze, die es wert sind, geteilt und diskutiert zu werden.

Für diesen Zweck möchte das Team von DigitalTransformation@LSFM zusammen mit Spark Works in den folgenden Wochen acht Studierende interviewen und porträtieren und so unterschiedliche Perspektiven und Ideen aufzeigen, mit der aktuellen Situation umzugehen. Dabei interessiert uns insbesondere auch, wie trotz auferlegter physischer Isolation der digitale Austausch mit Familie, Freunden, Mitstudierenden und Dozierenden weitergehen kann. Wir freuen uns auf spannende Geschichten, kreative Ideen und nützliche Tipps und Tricks.

Gib der Corona-Zeit an der ZHAW in Wädenswil ein Gesicht!

Hast du etwas Interessantes gelernt von der aktuellen Situation? Dein Home-Office besonders schön oder kreativ eingerichtet, eine Quelle der Motivation gefunden, ein neues Tool für den Austausch oder einen lustigen Spieleabend mit deinen Freunden entdeckt? Teile deine Erfahrungen, Geschichten und Ideen mit uns, damit wir auch jetzt voneinander lernen können.

Gib der Corona-Zeit an der ZHAW in Wädenswil ein Gesicht und melde dich für ein Interview unter: digitaltransformation.lsfm@zhaw.ch. Wir belohnen die Teilnahme an einem Interview mit einem Coop-Gutschein in Höhe von CHF 50.-.

DigitalTransformation@LSFM

Wir sind ein Team von vier Mitarbeitenden des Departements Life Sciences und Facility Management der ZHAW, welches die strategische Förderung der digitalen Transformation in Lehre und Weiterbildung koordiniert: Beatrice Dätwyler, Jos Hehli, Daniela Lozza und Thomas Ott

Nützliche Links und Angebote für Studierende

Tipps für die Teilnahme an Videokonferenzen mit Zoom.us

Seit einer Woche können Mitarbeitende, Studierende und Weiterbildungsteilnehmende auf https://zhaw.zoom.us/ an Online-Unterricht, Webinaren und Online-Sprechstunden teilnehmen. Das Tool wird rege genutzt und viele konnten bereits erste Erfahrungen damit sammeln. Anbei ein paar wichtige Hinweise zur Netiquette und Tipps für Studierende.

Mit Vornamen und Name einloggen

Melden Sie sich bei Zoom.us immer mit Ihrer ZHAW-E-Mail-Adresse und Passwort an und stellen Sie sicher, dass Ihr Vorname und Name im virtuellen Raum ersichtlich sind. Anonyme Teilnehmende oder Fantasienamen werden aus Sicherheitsgründen konsequent aus den Meetings entfernt. Lehrpersonen empfehlen wir, für Ihre Meeting-Räume ein Zugriffspasswort zu setzen, um unerwünschte Gäste und Störungen im Meeting zu verhindern.

Sobald Sie zum ersten Mal eine Sitzung mit Zoom.us starten, werden Sie aufgefordert, die Zoom-App zu starten (falls nicht bereits installiert).  Loggen Sie sich in der Zoom-App mit dem ZHAW-Login ein. Wenn Sie Probleme mit der Zoom App haben, können Sie auf https://zhaw.zoom.us/ auf «Join» klicken und dort die Meeting-ID eingeben. Die Meeting-ID entspricht der Zahlenkombination in der URL.

Zu Beginn die Videokamera aktivieren

Aktivieren Sie zu Beginn der Sitzung, wenn möglich, die Videokamera, damit die Lehrperson sieht, dass Sie anwesend sind. Sie können über die Kontoeinstellungen in Zoom einen virtuellen Hintergrund einblenden, um zu vermeiden, dass andere einen intimen Einblick in Ihre Wohnung erhalten.

Headset nutzen und Mikrofon stumm schalten

Nutzen Sie bitte ein Headset oder Kopfhörer und nicht das eingebaute Mikrofon Ihres Notebooks. Loggen Sie sich vor dem Start der Online-Vorlesung/Webinars ein und testen Sie Ihre Audioeinstellungen. Schalten Sie Ihr Mikrofon anschliessend auf stumm, um störende Hintergrundgeräusche zu vermeiden. Aktivieren Sie Ihr Mikrofon nur, wenn Sie etwas sagen möchten.

Ein Bild, das Screenshot, Monitor, Bildschirm enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Chat nutzen

Es gibt einen Chat in Zoom, den Sie verwenden können, um Fragen zu stellen, Kommentare abzugeben oder nützliche Informationen zu teilen, während jemand anderes spricht. Bedenken Sie bitte, dass die Lehrperson den Chat-Verlauf nicht ständig im Auge behalten kann, während Sie etwas präsentiert. Halten Sie sich an die Netiquette für Chats; beleidigende oder anderweitig unangemessene Kommentare haben in den Chats nichts verloren. Den Lehrpersonen empfehlen wir in den Einstellungen private Chats zwischen Teilnehmende oder Gruppen zu deaktivieren.

Wortmeldungen nutzen

Nutzen Sie die Möglichkeiten, Feedback ohne Worte zu geben, in dem Sie die Icons in der Steuerung nutzen. Lehrpersonen können diese Funktion in den Kontoeinstellungen unter «Feedback ohne Worte» aktivieren.

Hinweis zur Aufzeichnung von Webinaren

Ihre Privatsphäre ist uns wichtig. Die Lehrperson wird zu Beginn des Webinars informieren, falls das Meeting aufgezeichnet wird. Aufnahmen von Zoom-Meetings werden über Moodle auf SWITCHCast zur Verfügung gestellt und sind nur für eingeschriebene Nutzerinnen und Nutzer des Moodle-Kurses zugänglich. Die Links auf die Videos sind mit einem Sicherheitscode versehen und können weder heruntergeladen noch mit Externen geteilt werden. Ihr Name und Vorname werden in der Aufzeichnung nicht erscheinen. Falls Sie nicht möchten, dass Ihr Videobild ersichtlich ist, deaktivieren Sie bitte Ihr Videobild vor dem Start der Aufzeichnung.

Nützliche Links


Tipps zum digitalen Studium: Mach dir das Leben einfacher

Dorothea Geeler studiert im Bachelor Facility Management an der ZHAW Life Sciences und Facility Management und gibt in diesem Beitrag einige Tipps, wie man die digitale Herausforderung im Studium meistern kann.

Als ich mein Studium im 2017 anfing und hörte das es papierlos sei, stöhnte ich erst mal. Als papierliebende, handschriftliebende und kreative Person graute es mir schon vor der Digitalisierung im Unterricht. Ich nahm mir fest vor dies nicht mitzumachen. Ich wollte die Skripts ausdrucken, alles Wichtige – also alles – highlighten und Notizen einfügen. Dieser Vorsatz hielt aber nicht lange. Wir Studierenden kennen doch alle die ewig langen Dossiers, die nicht aufhörenden Aufgabenblätter und die ständig aktualisierten Unterrichtsfolien. Wenn ich all dies ausdrucken würde, würden viele Bäume sterben, Unmenge an Druckerfarbe verbraucht und schlussendlich würde alles wieder im Papierabfall landen. Deshalb lasst es. Denkt nicht so wie ich zu Beginn und lasst euch auf die digitale Welt ein.

Der richtige Laptop

Das erfolgreiche papierlose Leben beginnt mit einem Computer. Nicht mit einer XXL-Maschine aus der Steinzeit, sondern mit einem handlichen, leichten und kleinen Laptop. Wenn ich mich in meiner Klasse umschaue gibt es zwei vorherrschende Modelle: Das Microsoft Surface Pro und das Microsoft Surface Book. Über die Vor- und Nachteile lässt sich streiten, schlussendlich kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Ein kurzer Tipp von mir; wenn ihr viel unterwegs seid und im Zug arbeiten möchtet, dann nehmt das Microsoft Surface Book. Mit dem anderen lässt es sich ohne Tisch nicht so gut arbeiten.

Das richtige PDF-Programm

Wie an einer Hochschule Pflicht, erhalten wir von den Dozierenden immer PDFs mit unzähligen Seiten und einer grossen Menge an Unterrichtsstoff. Wenn man im Unterricht, oder neu in einem Webinar oder Screencast, aufmerksam zuhört, muss man natürlich auch Notizen in das PDF einfügen und dafür braucht man ein gutes Programm. Viele benutzen Adobe Acrobat Reader, andere benutzen den Foxit Reader oder XODO und wieder andere OneNote. Ich habe all die vorherigen natürlich auch ausprobiert, aber der wahre Gewinner ist für mich Drawboard PDF. Es ist leider nicht gratis (CHF 15.-), aber dafür umso genialer. Allerdings macht dieses Programm nur dann Sinn, wenn euer Laptop eine Touch-Funktion und einen Stift hat.

Die richtige Zusammenarbeit

Die meisten Studierenden hassen Gruppenarbeiten und die meisten Dozierenden lieben sie. Und da wir hier an der Hochschule nicht das Sagen haben, müssen wir durch diese Arbeiten hindurch und uns die nötigen Kompetenzen aneignen. Dies heisst auch, dass gemeinsam an einem Dokument gearbeitet wird, alle dieselben Informationen zur Verfügung haben müssen und so weiter und so fort. Auch wer OneDrive nicht mag, muss für Arbeiten wohl darauf umsteigen. Ein wirklich gutes Tool für die Zusammenarbeit ist das Programm MS Teams. Dort könnt ihr Gruppen erstellen, Video-Konferenzen halten – was ja in Zeiten von Online-Unterricht super ist – und ihr könnt dort auch gleich Dokumente abspeichern. Was wir alten Hasen aber mittlerweile gemerkt haben; gleichzeitig an einem Dokument zu arbeiten ist immer wie Roulette spielen. Manchmal gewinnt ihr und manchmal verliert ihr. Ich wünsche euch Nerven aus Stahl für die anstehenden Arbeiten.

Die richtige Ordnung

Ein Mantra, welches ein Stück weit mein Lebensmotto ist, ist «Ordnung, Struktur und Planung machen das Leben einfacher». Das stimmt auch bei der digitalen Ordnung auf deinem Laptop. Überlege dir ein System, wie du die ganzen Dokumente ablegen willst und wie du den Überblick über alles behältst. Nichts ist mühsamer, als wenn du ewig nach einem Dokument suchst. Zeichne dir vielleicht mal auf einem Blatt Papier auf, wie du alles haben möchtest. Flussdiagramme sind dafür immer gut.

Soweit meine Erfahrungen aus dem papierlosen Studium. Es ist eine Gewöhnungssache, aber es macht das Leben tatsächlich auch einfacher, wenn man den Dreh raus hat. Jetzt, wo wir alle Zuhause bleiben müssen und auch digitalen Unterricht haben, ist doch die Zeit perfekt um sich neue Kenntnisse und Tricks anzueignen.

Geniesst die Sonne und das Home Schooling!

Moodle-Kurse haben einen neuen Link

Aufgrund der Umstellung auf Online-Unterricht wurde Moodle an der ZHAW auf mehrere Instanzen verteilt, damit genügend Kapazität zur Verfügung steht.

Als Folge haben alle Moodle-Kurse am Departement Life Sciences und Facility Management NEU eine 0 in der URL: moodle0.zhaw.ch….
(z.B. https://moodle0.zhaw.ch/course/view.php?id=29631)

Die ID der Kurse bleibt unverändert. Die Verlinkung von Kursen, Abschnitten usw. innerhalb von Moodle funktioniert. Allerdings werden Favoriten und manuell gesetzte Links in E-Mails, Intranet usw. nicht mehr funktionieren bzw. auf moodle.zhaw.ch (Startseite) umgeleitet.

Für unser Departement LSFM haben wir Ihnen folgenden Tipp:
In der URL moodle.zhaw.ch… durch moodle0.zhaw.ch ersetzen!

Wir wünschen allen Studierenden und Lehrpersonen am Montag einen guten Start in den Online-Unterricht!

Zoom.us für Videokonferenzen

Neu können Lehrpersonen und Studierende an der ZHAW für Webinare und Online-Sprechstunden Zoom.us nutzen.
Der Einstieg erfolgt über: https://zhaw.zoom.us/

Zoom.us ist ein Videokonferenzsystem für Online-Meetings und Webinare. Wir empfehlen Zoom.us für Live-Interaktionen in der Lehre zu nutzen, z.B. Webinare, Online-Sprechstunden oder Präsentationen und Besprechungen von Gruppenarbeiten.

Erste Schritte mit Zoom.us

Nützliche Links

ANKI das Lernkarteikartenprogramm mit dem gewissen Extra

Ein Beitrag von Lukas Schaub.

Lernkarteikarten-Systeme sind schon immer ein beliebtes Tool für das Lernen von Definitionen, Formeln oder sonstigen Lerninhalten gewesen. Unser Biotechnologie Student, Lukas Schaub, hat uns kürzlich auf das Lernkarteikartenprogramm ANKI aufmerksam gemacht und seine Empfehlung für uns zusammengefasst.

Intelligenter Lernmodus

Das Lernkarteikartenprogramm ANKI nutzt die Lernmethode der „Spaced Repetition„, sog. verteilte Wiederholung, bei der Inhalte über einen längeren Zeitraum in unterschiedlichen Intervallen wiederholt werden und dadurch besser im Gedächtnis hängen bleiben. Damit können viele Informationen durch mehrere kleine Lerneinheiten mit kurzen Lernzeiten ins Langzeitgedächtnis überführt werden. ANKI bietet nur einen Lernmodus, bei dem man eine Lernkarte anzeigt und sie für die Überprüfung der Lösung umkehrt. Anschliessend gibt man an, ob die Antwort fehlgeschlagen ist oder wie schwierig sie war (einfach, gut, schwer). Probleme gibt es erst dann, wenn die Menge an Karteikarten riesig oder die verbleibende Zeit vor einer Prüfung zu knapp ist, um nochmals alle Karten durch zu lernen. Doch auch hier kann ANKI mit der Verwendung von Tags und extra Lerneinheiten Abhilfe schaffen. Gleichzeitig kann die aufgewendete Lernzeit getrackt werden, was manchmal auch das schlechte Gewissen beruhigt.

Eigene Lernkarten erstellen, teilen und importieren

Die Lernkarten können auf beiden Seiten beschriftet werden, dabei können im Editor nebst Text auch Bilder oder Audio (z.B. Aussprache von Fremdwörtern) hinterlegt werden. Die eigenen Lernkarten können mit Mitstudierenden geteilt werden und bereits existierende Lernkartensets z.B. von Quizlet können gesucht und heruntergeladen werden. Für Fortgeschrittene ist auch das Erstellen personalisierter HTML und CSS Layouts möglich.

Erweiterung mit praktischen Add-Ons

Mit Add-Ons können weitere Lernkartentypen oder sonstige Zusatzfunktionen hinzugefügt werden.

Video von Glutanimate (YouTube)

Meine Favoriten Add-Ons:

Was benötigt man, um ANKI nutzen zu können?

ANKI läuft auf den Betriebssystemen Windows, Mac, Linux, iOS und Android. Das Programm ist kostenlose „Freeware“, für das iPhone existiert zusätzlich eine kostenpflichtige Pro Version. Die Karteikarten können durch das Erstellen eines Online-Accounts auf unterschiedlichen Geräten synchronisiert werden. Um ANKI zu installieren, klickt man auf https://apps.ankiweb.net/ den Download-Button an und installiert das Programm auf dem entsprechenden Betriebssystem. Während das Programm installiert kann auf https://ankiweb.net/account/register ein AnkiWeb-Account erstellt werden, welcher für das Abspeichern der Karten in der Cloud und das Synchronisieren auf anderen Geräten notwendig ist.
Jetzt kanns losgehen! Das erste Deck und die ersten Karteikarten erstellen und lernen.

Tipps und Tricks im Umgang mit ANKI

  • Um eigene Karteikarten zu erstellen klickt man unten in der Mitte auf Stapel erstellen und erfasst einen Namen (z.B. erstes Semester). Die Karteikarten haben eine Vorder- und Rückseite, die Vorderseite wird später die Frage darstellen, die Rückseite die Antwort. Die Zeile „Schlagwort“ stellt den sog. Tag der Karteikarte dar. Es empfiehlt sich hier zum Beispiel das Fach anzugeben, zu welchem diese Karteikarte gehört. Dadurch können man Ende des Semesters alle Karten mit einem Tag in einen separaten Stapel überführt werden und fachspezifisch gelernt werden. Wenn die Karteikarte fertig ist, kann sie durch „Hinzufügen“ dem Stapel hinzugefügt werden.
  • Um die Karte im Lernmodus aufzudecken klickt man entweder mit der Maus oder presst die Leertaste. Nun muss man seine Antwort selbst bewerten: War die Lösung korrekt und einfach, wählt das System im Hintergrund einen langen Zeitpunkt bis diese Karte wieder abgefragt wird. Dadurch wird es mit ANKI möglich jede Karteikarte individuell zu verwalten.
  • Bilder können bei der Erstellung von ANKI Karteikarten ebenfalls einbezogen werden. Dafür schneidet man das Bild z.B. mit dem Snipping Tool aus und fügt es über Einfügen (CTRL+V) in ANKI ein.
  • Um Audioaufnahmen aufzuzeichnen drückt man auf F5 oder den grauen Kreis mit dem rotem Punkt.
  • Schreibfehler können beim Lernen durch Drücken von «e» verbessert werden.
  • Wenn man nur noch einen Tag lernen möchte (zum Beispiel vor der Prüfung 😉) kann man das in der Stapelansicht durch klicken auf «Benutzerdefiniertes Lernen» machen. Dafür wählt man Karten mit bestimmtem Status oder Schlagwort aus, gibt eine maximale Anzahl Karten an (z.B. 1000) und wählt „Alle Karten in zufälliger Reihenfolge (Pauken)“ aus. Anschliessen werden die gewünschten Tags ausgewählt (z.B. Chemie1) und das intensive Lernen kann beginnen. Anki erstellt so eine benutzerdefinierte Sitzung in der Stapelübersicht. Das praktische dabei ist, dass Karten die man richtig beantwortet hat wieder ins Ursprungsdeck zurück kehren und Problemkarten in der benutzerdefinierten Sitzung verweilen bis man auch diese richtig gelöst hat.

Alternativen

Quizlet bietet nebst der Lernmethode der „Spaced Recognition“ auch noch einige spielerische Ansätze mit Games und verschiedene Lernmethoden, bei denen man z.B. auch Antworten eintippen muss. Dafür bietet Quizlet keine personalisierbaren Add-Ons und der Editor kommt bei komplexen Formeln an seine Grenzen.

Einführung in das papierlose Studium

Im September beginnen zahlreiche Studierende mit einem Studium an der ZHAW in Wädenswil. Für vier der fünf Bachelorstudiengänge ist der Unterricht papierlos. Dieser Beitrag richtet sich an die zukünftigen Studierenden der Studiengänge Biotechnologie, Facility Management, Lebensmitteltechnologie und Umweltingenieurwesen. Studierende des Studiengangs Chemie werden ab dem Frühlingssemester 2020 ebenfalls keine Lehrunterlagen auf Papier mehr erhalten.

Papierlos – was heisst das?

Im papierlosen Studium werden alle Lehrunterlagen online auf Moodle zur Verfügung gestellt. Sie können die Unterlagen jeweils vor dem Unterricht herunterladen und sie auf Ihrem persönlichen Notebook oder Tablet annotieren. Es steht Ihnen frei, die Unterlagen auszudrucken, aber wir ermutigen alle unsere zukünftigen Studierenden, diese Gelegenheit zu nutzen und im Studium vermehrt digital zu arbeiten. Das Arbeiten mit digitalen Werkzeugen ist eine gute Gelegenheit, sich digitale Kompetenzen anzueignen.

Online-Kurs zur individuellen Vorbereitung

Um Ihnen den Einstieg in das papierlose Arbeiten zu erleichtern, bieten wir einen Online-Kurs zur individuellen Vorbereitung an. Der Kurs ist als Selbstlerneinheit konzipiert und führt Sie durch verschiedene Aktivitäten, die Sie später auch im Studium antreffen werden, dazu gehören:

  • Unterrichts- und Lernmaterialien annotieren
  • Digitale Notizen und Skizzen erfassen
  • Datei Management in der Cloud
  • Digitale Dokumente teilen und mit anderen zusammenarbeiten

Bitte nehmen Sie sich mind. 3h Zeit und absolvieren Sie die Aktivitäten im Online-Kurs vor der Startwoche, damit Sie von den Unterstützungsangeboten in der Startwoche profitieren können. Für einige Aktivitäten benötigen Sie ein Login der ZHAW, dieses erhalten Sie, sofern Sie alle Immatrikulationsbedingungen erfüllt haben, bereits Ende August per Post zugeschickt, ansonsten spätestens am Montag in der Startwoche.

Digitale Werkstatt in der Startwoche

Hier erhalten Sie Unterstützung bei Fragen rund um das digitale Arbeiten. Sie können die Aufgaben aus dem Online-Kurs nochmals durcharbeiten oder Ihre Apps und Programme fertig einrichten. Unsere digital kompetenten Studierenden stehen Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Der Besuch der Werkstatt wird insbesondere Studierenden der Studiengänge Biotechnologie, Facility Management, Lebensmitteltechnologie und Umweltingenieurwesen empfohlen.

  • Di, 10. September 2019 von 11:30 – 13:00 Uhr, Campus Seifensträuli, RA 02.47
  • Mi, 11. September 2019 von 11:00 – 13:00 Uhr, Campus Reidbach, RS 05

Wir freuen uns, Sie auf Ihrem Weg zum papierlosen Studium online und in der Startwoche begleiten zu dürfen und wünschen Ihnen viel Freude beim Erkunden der digitalen Möglichkeiten!

Foxit Reader

In der letzten Auswertung der Apps haben wir gesehen, dass einige Studierende mit dem kostenlosen Foxit Reader arbeiten.

Der Foxit Reader ist eine gute Alternative zu den kostenlosen PDF-Readern Adobe Reader und PDF X-Change Editor. Die Vollversion läuft nur auf Windows, es gibt allerdings einen Foxit MobilePDF für Mac, iOS und Android mit weniger Funktionen. Die hier erwähnten Funktionen beziehen sich auf die Version 9.2 für Windows.

PDF-Reader mit vielen Personalisierungsmöglichkeiten

Der Foxit ist wahrscheinlich der PDF-Reader mit den meisten Einstellungsmöglichkeiten. Unter Datei -> Einstellungen können Sie den PDF-Reader gemäss individueller Bedürfnisse konfigurieren.

Ein Blick in diese Einstellungen lohnt sich auf jeden Fall, da man dort unter Allgemein -> Anwendungsstart die Anzeige von Werbung deaktivieren kann. Praktisch ist auch der Touch-Modus, bei dem die Schaltflächen etwas weiter auseinander dargestellt werden, damit man sie bei der Bedienung mit dem Finger einfacher auswählen kann. Die Symbolleiste für den Schnellzugriff kann übrigens individuell angepasst werden.

Schaltfläche im Schnellzugriff für das Wechseln zwischen Touch- und Mausmodus

Einstellungen zur Barrierefreiheit

Besonders erwähnenswert sind die Einstellungen zur Barrierefreiheit. So kann man in den Einstellungen beispielsweise das verwendete Farbschema, den Kontrast, das Seitenlayout sowie die Zoom-Einstellungen individuell einstellen. Unter Ansicht – > Assistent gibt es zudem eine integrierte Sprachausgabe, welche die Inhalte des PDFs vorliest. Die verwendete Stimme lässt sich in den Einstellungen ebenfalls anpassen.

Assistent für barrierefreies Lesen aktivieren

Druck-sensitive Stifterkennung

Ein weiterer Vorteil des Foxit Readers ist die druck-sensitive Stifterkennung, diese kann man in den Einstellungen (Datei -> Einstellungen -> Tablet) aktivieren oder deaktivieren. Es gibt auch einen Radiergummi, um Zeichnungen wieder zu löschen. Notizen und Skizzen mit dem Stift zu erfassen funktioniert im Foxit Reader oft besser als im Adobe Reader oder dem PDF X-Change Editor.

Kommentare, Skizzen und Stempel

Die Annotationsfunktionen sind vergleichbar mit anderen PDF-Readern. Man kann Texte hervorheben oder bearbeiten sowie eigene Kommentare oder Textfelder einfügen. Zusätzlich kann man einen ganzen Bereich hervorheben oder etwas im PDF ausmessen. Nützlich könnten auch die individualisierbaren Stempel sein. Wie wär’s z.B. mit einem Stempel «Prüfungsrelevant»?

Kommentarfunktionen im Foxit Reader mit individualisierbaren Stempeln

Kommentare und Highlights zusammenfassen

Wer viel mit PDFs lernt weiss vor allem eine gute Exportfunktion zu schätzen. Nichts ist mühsamer, als wenn man die wichtigen, markierten Inhalte aus dem PDFs manuell herauskopieren muss, um sie weiterbearbeiten zu können. Hier schafft die praktische Kommentarzusammenfassung Abhilfe. Man kann entweder alle Annotationen oder nur einzelne Kommentartypen wie z.B. Highlights exportieren. Zudem kann man wählen, ob diese mit einer nummerischen oder optischen Referenz zum Originaltext exportiert werden sollen.

Etwas unpraktisch ist allerdings, dass man die Annotationen nur als PDF und nicht als Text z.B. ins OneNote exportieren kann. Man kann allerdings über Ansicht – > Dokumentenansicht – > Textbetrachter die exportierten Kommentare unformatiert darstellen lassen und sie so kopieren.

Exportierte Kommentare mit Sequenznummern auf Einzelseiten

Fenster teilen

Um mehrere unterschiedliche Seiten im einem PDF gleichzeitig anzuzeigen, kann man in der Seitenansicht das Fenster entweder horizontal oder vertikal teilen (Ansicht -> Seitenansicht -> Teilen). Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn man z.B. ein Arbeitsblatt ausfüllt und sich die Lösungen auf der letzten Seite befinden. Durch die geteilte Ansicht erspart man sich beim Überprüfen der Antworten das hoch- und runterscrollen im Dokument.

Geteilte Fensteransicht

Keine optische Zeichenerkennung

Im Vergleich zum ebenfalls kostenlosen PDF X-Change Editor fehlt dem Foxit Reader die OCR-Texterkennung für eingescannte Unterlagen. Auch können Texte im PDF nicht bearbeitet werden, diese Funktion sind nur im kostenpflichtigen PhantomPDF (125$) verfügbar.  

Plug-Ins

Werfen Sie beim Download auch einen Blick auf die verfügbaren Add-Ons, z.B. für die Rechtschreibprüfung in anderen Sprachen oder für eine nahtlose Integration in den Firefox Browser.

Foxit Reader AddOns

Weitere Informationen

Alternativen

Lehrunterlagen für das papierlose Arbeiten optimieren

Das digitale Annotieren von Lehrunterlagen hat so seine Tücken; insbesondere, wenn die Lehrunterlagen ursprünglich für die Nutzung in ausgedruckter Form konzipiert wurden. Zwar werden die Touchscreens und Stifte der Geräte sowie die Notizen-Applikationen immer besser, mit ein paar Tricks lassen sich die Unterlagen aber noch explizit für das digitale Arbeiten optimieren.

Warum braucht es eine Optimierung der Unterlagen?

Dass noch Optimierungspotenzial besteht, zeigt die unten stehende Auswertung zur Eignung der Lehrunterlagen.

Ein Grossteil der Lehrunterlagen wird als PDF über das Learning Management System Moodle zur Verfügung gestellt. PDFs haben den Vorteil, dass sie plattformunabhängig annotiert und mit handschriftlichen Notizen ergänzt werden können.

Wir haben unsere Studierenden natürlich gefragt, wie die Situation ihrer Meinung nach verbessert werden könnte und haben viele gute Rückmeldungen erhalten. Anbei ein kleiner Auszug:

Unterlagen klar benennen, strukturieren und nur eine Version zur Verfügung stellen

  • Einheitliche Handhabung betreffend Benennung des Unterrichtsmaterials über alle Fächer hinweg, d.h. entweder Wochennummer, Datum, etc. Dies erlaubt es den Studenten, das Material richtig abzulegen. Bisher musste man die Files z.T. selber benennen, um die Chronologie zu gewährleisten. Dann stimmt dar Filename aber nicht mehr mit Moodle überein und man ist nie sicher, dass man alles hat.
  • Die Dozenten sollten unbedingt ihre Vorlesungsfolien und Unterlagen auf Moodle nach einem einheitlichen Schema benennen. Zum Beispiel: Kurs_Thema der Vorlesung_Datum (oder ähnlich).
  • PDF-Dateien mit Fragestellungen/Übungen sollten nicht 2x hochgeladen werden (wurde z.T. so gemacht vor der Vorlesung ohne und nach der Vorlesung mit). Da hat man von vor/während der Vorlesung eine Datei mit Annotationen aber ohne Lösungen und nachher eine mit Lösungen aber ohne Annotationen.

Einheitliche Struktur auf Moodle anbieten

  • Einige Vorlesungen waren auf Moodle nicht gut organisiert.
  • Eine gute Strukturierung hilft sehr viel beim Selbststudium und in der Lernphase.
  • Einheitliche Struktur aller Module: Es wäre sehr hilfreich, wenn es eine einheitliche Beschriftung der Files gäbe (nicht nur innerhalb des einzelnen Moduls, sondern gesamthaft gemäss Vorschrift!).
  • Jeder Dozent macht es Irgendwie. Man sollte Ordner erstellen mit SW1, SW 2, ..SW14 arbeiten und jedes Mal alles was an dieser Woche stattfand dort rein werfen. So ist es viel übersichtlicher und sinnvoll. Für die Lernphase auch viel leichter sich zu orientieren.
  • Die Daten sollten pro Woche hochgeladen werden und nicht pro Thema. So muss man nicht jedes Mal die gesamte Seite nach neuen Daten absuchen.
  • Es wäre hilfreich, eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn überarbeitete Files im Nachhinein noch hochgeladen werden.

PowerPoint Präsentation nicht als Skript nutzen

  • Das Arbeiten mit Präsentationen führt dazu, dass man keine umfangreicheren Papierunterlagen (Bücher) benutzt. Die Präsentationen sind gemäss meiner Erfahrung keine gute Vorstellung des Stoffs. Die Folien sollten im Prinzip das darstellen, was der Dozent nicht sagen kann (Bilder, Grafik usw.) aber in unserem Fall wird häufig der ganze Stoff in die Folien rein gepresst.
  • Falls man die Folien ausdrucken möchte, muss man sich immer überlegen: macht es Sinn, 50 Seiten auszudrucken, wenn die Mehrheit des Platzes für Hintergrund, Rahmen und Text mit Schrittgrösse 26 benutzt wird?

Unterlagen so gestalten, dass genügend Platz für Annotationen besteht

  • Die Unterlagen von gewissen Fächern besser gestalten damit genug Platz ist um hineinzuschreiben.
  • Mehr Platz zwischen den Aufgaben für die Eingabe der Antwort.
  • In jeder Vorlesung Skripts mit Platz zum reinschreiben.

Neue Möglichkeiten nutzen

  • Einige Dozenten nutzen das papierlose System optimal, während der Vorlesung + Fragen auf Moodle mit entsprechender Lösung. Für andere ist es die Bequemlichkeit, ein Skript auf Moodle zu stellen und damit fertig zu sein, folglich sind sie nicht interessiert an der papierlosen Möglichkeit. Wenn nicht alle mitziehen ist ein flächendeckender Erfolg leider nicht erreichbar.
  • Dozierende sollten sich auch daran halten. Viele haben hin und wieder Skripte etc. ausgedruckt, obwohl dies problemlos auch digital möglich wäre. Dann wird es halt mühsam, einiges auf Papier, einiges auf Computer

Tipps zur Optimierung der Lehrunterlagen und der online Kursoberflächen

Die Rückmeldungen haben wir in folgende Tipps für die Optimierung der Lehrunterlagen zusammengefasst:

  1. Benennen Sie Dokumente einheitlich, verständlich und klar.
  2. Optimieren Sie eingescannte PDFs mit OCR, damit die Studierenden Texte darin durchsuchen und annotieren können.
  3. Optimieren Sie grosse PDF’s für die Anzeige auf dem Web und auf mobilen Geräten.
  4. Bieten Sie nach Möglichkeit barrierefreie PDF’s an.
  5. Erstellen Sie aus den Überschriften im Word Lesezeichen für die Navigation im PDF.
  6. Vergrössern Sie die Seitenränder in Skripten und Präsentationen.
  7. Nutzen Sie Online-Quiz statt statische Arbeitsblätter.
  8. Verlinken Sie Online-Ressourcen (z.B. Literatur, e-Books, Webseiten, Videos, Quiz).
  9. Gestalten Sie übersichtliche Kursoberflächen in der online Lernumgebung.
  10. Laden Sie Unterlagen spätestens 24h vor dem Unterricht hoch.
  11. Stellen Sie sicher, dass Studierende wissen, für welche Lektion sie welche Unterlagen benötigen.
  12. Bieten Sie immer eine digitale Variante an, auch wenn Sie Papier verteilen.

Anleitung für das Optimieren der Lehrunterlagen

Wir haben für unsere Lehrpersonen eine Anleitung für das Optimieren der Lehrunterlagen erstellt. Gerne teilen wir diese Infos hier mit unseren Leserinnen und Lesern.

Download Handbuch: Lehrunterlagen und Moodle-Kurse für das papierlose Studium optimieren

Digitale Lehrunterlagen funktionieren wie Hypertext

Beim Erstellen von digitalen Lehrunterlagen hilft es zudem, sich die Prinzipien des Hypertextes zu verinnerlichen. Zwar sind PDFs kein Hypertext, aber digitale Unterlagen teilen mehr als eine Gemeinsamkeit mit Hypertext:

  • Links führen auf weitere Ressourcen.
    Anders als bei einem analogen Dokument, können Sie auf weitere Ressourcen verlinken. Benennen Sie die Links klar, damit die Studierenden nicht nur sehen, wohin der Link führt, sondern auch verstehen warum dieser für sie relevant sein könnte.
    Links wie „Weitere Informationen finden sie hier sind weniger aussagekräftig als z.B. „Informationen zum zur Totalrevision des CO2-Gesetzes finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Umwelt“.
  • Inhalte sind interaktiv und multimedial
    Nutzen Sie die Möglichkeiten der digitalen Unterlagen und verlinken Sie im Text z.B. auf ein Video um Inhalte zu veranschaulichen oder auf ein Quiz zur Selbstevaluation.
  • Der Einstieg kann überall erfolgen
    Digitale Dokumente werden oft fragmentarisch gelesen. Ähnlich wie beim Texten fürs Web ist es daher sinnvoll, den Inhalt in gut strukturierte Absätze mit Überschriften zu unterteilen. Dabei sollte jeder Absatz einen Gedanken verfolgen und eine aussagekräftige Überschrift haben.
    Achten Sie besonders darauf, dass wichtige Stichworte in den Überschriften vorkommen, damit Ihre Leserinnen und Leser über die Suche oder die Navigation rasch zu den richtigen Inhalten gelangen.
  • Die Übersicht fehlt
    Für Studierende ist es oft schwierig, den Umfang, bzw. die Bearbeitungszeit von digitalen Unterlagen abzuschätzen. Wenn man ein 300-seitiges Buch in den Händen hält, kann man den Inhalt alleine schon aufgrund des Gewichtes abschätzen.
    Fügen Sie zur Verbesserung der Übersicht daher immer ein Inhaltsverzeichnis als Lesezeichen ein und nummerieren Sie die Seiten. Eine tolle Hilfe ist auch ein Hinweis zur Bearbeitungszeit, z.B. eines Skriptes, sofern Sie diese korrekt einschätzen können.

Eine gute Hilfe für die Gestaltung von Lehrunterlagen sind die Grundprinzipien des Universal Design for Learning (UDL), insbesondere die Guidelines 2 zu den verschiedenen Formen der Darstellung. Leider sind diese Informationen zurzeit nur in Englischer Sprache verfügbar. 

Warum keine eBooks?

Multimediale eBooks wären grundsätzlich eine bessere Option als die statischen PDFs, weil sich das Layout dynamisch der Bildschirmgrösse anpasst. Zudem unterstützt das EPUB 3.0 Format, welches auf HTML5 basiert, nebst Text und Bild auch Notizen, Audio- und Videodateien sowie JavaScript und eingebettete Schriften. In einem eBook kann man z.B. die Schriftgrösse anpassen, was das Lesen angenehmer gestaltet.

Mit Software wie z.B. dem Apple iBooks Author können auch Laien eBooks mit multimedialen und interaktiven Inhalte erstellen. Allerdings können diese iBooks nur auf Mac und iOS gelesen werden, wodurch sie für uns nicht nutzbar sind. Leider könnten sich die Anbieter von eBooks noch nicht auf einen Standard einigen.

Unsere letzten Erfahrungen mit dem EPUB eBook Editor Sigil liegen schon eine Weile zurück, aber die Entwicklung und Lizenzierung eines interaktiven und multimedialen eBooks im offenen EPUB 3.0 Format scheint nach wie vor entweder eine technische, rechtliche oder finanzielle Herausforderung zu sein. Zwar gibt es vielversprechende Anbieter wie z.B. Publiwide oder edubase, aber die Kosten für die Entwicklung von eBooks sind um ein Vielfaches höher als das Erstellen von PDFs.

« Ältere Beiträge