Mobiles Arbeiten ergonomisch gestalten

Das Arbeiten mit digitalen Unterlagen im Unterricht und Selbststudium hat zur Folge, dass wir immer häufiger mit dem Notebook und Tablet arbeiten und für längere Zeit auf den Bildschirm schauen. Es ist wichtig, dass Sie dabei auf eine ergonomische Arbeitsweise achten, um Ihre Rückenmuskulatur, die Wirbelsäule, den Nacken und insbesondere auch Ihre Augen zu schützen.

Wir haben Ihnen unter anderem mit Unterstützung der Fachstelle für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) des Departements Gesundheit der ZHAW einige Infos zusammen gestellt, wie Sie Ihre Gesundheit beim papierlosen Arbeiten schützen können.

Prüfen Sie die Ergonomie am Arbeitsplatz

Überprüfen Sie die Ergonomie an Ihrem Arbeitsplatz zu Hause, im Büro oder allenfalls auch mal im Schulzimmer mit der EKAS-Box der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS). Das Tool führt Sie unter Anleitung von kurzen Videosequenzen durch die ergonomische Einstellung von Bürostuhl, Tisch, Maus, Tastatur und Bildschirm.

Mobiles Arbeiten mit dem Notebook

Insbesondere bei der Arbeit mit dem Notebook oder Tablet zu Hause besteht die Gefahr, dass man z.B. auf dem Sofa sitzend für längere Zeit eine schlechte Haltung einnimmt. Gerade auf dem Sofa sollten Sie zudem darauf achten, dass Sie elektronisch Geräte nicht direkt auf dem Schoss platzieren. Doch nicht nur zu Hause, sondern auch an der Hochschule arbeiten Studierende oft an Orten, an denen sie die Stühle und Tische nicht verstellen können.
Die folgenden drei Videos sind ohne Ton und stammen von Vodafone España.

Falls Sie oft von unterwegs aus arbeiten, z.B. im Zug oder in der Bibliothek finden Sie in diesem Video zusätzliche Tipps, um die Situation an mobilen Arbeitsplätzen zu verbessern.

Nutzung des Smartphones

Smartphones spielen im papierlosen Unterricht zwar eine untergeordnete Rolle, aber sie sind für viele von uns nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Deshalb finden Sie auch hierzu ein paar nützliche Tipps im unten stehenden Video von Vodafone.

Gönnen Sie Ihren Augen eine Pause

Gerade die Augen gehen bei der Bildschirmarbeit gerne mal etwas vergessen und wir merken nicht, dass wir stundenlang angestrengt in den Bildschirm starren. Der Schweizer Optikerverband SOV hat deshalbt ein paar PC-Tipps zusammen gestellt:

  • Zwischendurch immer mal wieder in die Ferne schauen, z.B. aus dem Fenster zu einem Baum oder zum Horizont.
  • Regelmässig blinzeln, damit die Augen befeuchtet werden.
  • Bildschirm regelmässig reinigen, um Irritationen durch Fingerabdrücke usw. zu verhindern.
  • Für gute Beleuchtung sorgen, Dämmerlicht vermeiden.
  • Regelmässig Lüften.
  • Rauch und Zugluft vermeiden.
  • Entspannungsübungen wie z.B. dieses kurze Augen Yoga

Abstand halten zu elektromagnetischen Feldern

Die Nutzung digitaler Technologien führt auch dazu, dass wir häufiger mobil via WLAN oder Mobilfunknetzwerk im Internet surfen. Der körpernahe Einsatz von Notebooks und Tablets führt zu länger andauernden Strahlungsexpositionen deren gesundheitliche Auswirkungen noch ungenügend erforscht sind.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat auf seiner Webseite Empfehlungen für Personen zusammengestellt, welche elektromagnetische Felder in ihrer Wohnung oder am Arbeitsplatz klein halten möchten, so z.B.

  • das WLAN auf den Geräten nur einschalten, wenn es benötigt wird.
  • mind. 1 Meter Abstand zu Access Points halten.
  • Die Geräte während der WLAN-Verbindung nicht am Körper halten (siehe oben).
  • Beim Telefonieren Kopfhörer verwenden.
  • Im Innern von Gebäuden oder im Zug WLAN zum Telefonieren und zur Datenübertragung anstelle des Mobilfunknetzes verwenden.

Ausführliche Informationen zu elektromagnetischen Feldern sowie eine komplette Liste der Empfehlungen finden Sie auf der Webseite des BAG.

Literaturverwaltung mit Zotero

Beitrag von Andrea Moritz

zoteroEgal ob Semesterarbeit, Experiment oder Masterarbeit: Korrektes Zitieren ist im wissenschaftlichen Umfeld ein Muss. Im Rückgriff auf bereits vorhandene, verifizierte Ergebnisse gilt es neues Wissen aufzubauen. Benutzte Quellen zu deklarieren macht transparent, auf welcher Grundlage die eigene Arbeit entstanden ist.

Goodbye Abtippen

An der ZHAW wird seit Herbst 2016 neu das Open Source Programm Zotero als kostenloses Literaturverwaltungssystem empfohlen. Mit Zotero können Sie Referenzen von Quellen jeglicher Art speichern, organisieren und später wieder zitieren. Ausserdem können Sie in Gruppen zusammenarbeiten und die gefundenen Referenzen mit anderen teilen.

Ein Literaturverwaltungsprogramm wie z.B. Zotero hilft Ihnen dabei den Überblick auch bei großen Literaturmengen zu behalten und erleichtert das richtige Zitieren und Erstellen von Literaturverzeichnissen in schriftlichen Arbeiten. Mit Zotero können Sie Ihre Literaturangeben aus Recherchetools speichern, verwalten, im eigenen Text weiterverarbeiten und mit anderen teilen – und das im Einklang mit den an der ZHAW geltenden Zitierrichtlinien der unterschiedlichen Fachbereiche.

Literatur sammeln und verwalten

Zotero funktioniert in der empfohlenen Version als ein Add-In im Firefox-Browser. Das Sammeln und Verwalten von gefundenen Referenzen ist einfach in den Rechercheprozess integrierbar, die Bedienung entsprechend intuitiv. Bitte prüfen Sie immer, ob die von Zotero vorgeschlagenen bibliografischen Daten korrekt sind.

Zotero Firefox Add-In

Zotero Firefox Add-in

Entspannter zitieren

Mit Hilfe eines dazugehörigen Zotero Word Plug-ins können Sie die gefundenen Referenzen dann in den Text einbinden und nach einem frei wählbaren Zitierstil korrekt ausgeben.

Zotero Word Plug-in

Zotero Word Plug-in

Wenn Sie Safari oder Chrome nutzen, können Sie auch auf die Stand-Alone-Version des Programms ausweichen.

Download und Registrierung

Der Download von Zotero und des dazugehörigen Word-Plugins erfolgt über die Webseite von Zotero. Zotero stellt 300 MB freien Speicherplatz in einer Cloud zur Verfügung. Um diesen nutzen zu können, sowie in Gruppen zusammenarbeiten zu können, ist eine Registrierung nötig. Sie können Ihre Dateien aber auch ohne Registrierung lokal auf dem Laptop oder z.B. auf OneDrive oder SwitchDrive speichern und verwalten.

Android und iOS

Für Android und iOS gibt es derzeit noch keine offizielle Zotero-App. Für fast alle mobilen Browser kann aber das Zotero-Lesezeichen für die Übernahme von Quellenangaben in die Online Library auf zotero.org genutzt werden. Dafür ist vorgängig eine Registrierung bei Zotero nötig. Auf dem Markt befinden sich auch Apps von externen Anbietern, die auf Zotero aufbauen. Eine kleine Übersicht zu Produkten für mobile Endgeräte finden Sie auf der Zotero-Website.

Weitere Infos zu Zotero

  • Weiterführende Infos und Anleitungen inklusive Hilfe-Forum finden sich auf Moodle.
  • Zusätzlich bietet die Hochschulbibliothek zur Einführung an der ZHAW Zotero Crashkurse (Intranet) an.

Alternativen zu Zotero

Einen umfassenden Überblick über derzeit gängige Literaturverwaltungsprogramme bietet eine aktuelle Zusammenstellung der Technischen Universität München.

Neuer Blog „Lehren und Lernen“

Die ZHAW hat einen neuen Blog zum Thema Lehren und Lernen unter http://blog.zhaw.ch/lehren-und-lernen.

Auf dem neuen Blog stehen innovative Lehr- und Lernszenarien im Fokus und er wird vom Ressort Lehre zusammen mit einer vielfältigen Gruppe von Hochschulangehörigen aus der Lehre und Weiterbildung betrieben.

Der neue Blog ist eine sinnvolle Ergänzung zu unserem bestehenden Blog, der zurzeit über 1’000 Besucher pro Woche verzeichnet. Das papierlose Studium ist in den letzten Jahren immer mehr zu einem Treiber der Digitalisierung in der Lehre geworden und der Einsatz neuer Technologien fördert und fordert auch den Einsatz neuer Lehr- und Lernszenarien.

Wir haben bereits einen ersten Beitrag beigesteuert und werden hoffentlich auch in Zukunft Zeit finden, um auf dem neuen Blog spannende didaktische Themen mit Ihnen zu diskutieren.

Rückblick auf den Paperless Parcours

App-Karten von Studierenden

Die Studierenden, die in der diesjährigen Startwoche den Paperless Parcours besucht haben mussten als Abschlussaufgabe eine Zusammenstellung der Applikationen erstellen, die sie für das papierlose Studium nutzen.

Diese Aufgabe wurde von 50 Studierenden absolviert und wir haben daraus einige gute Beispiele ausgewählt. Anbei präsentieren wir Ihnen vier Arbeiten von Studierenden, die eingewilligt haben, dass ihre App-Karte hier auf dem Blog veröffentlicht wird:

Meisterverwendet: MS Office und PDF-Reader

In den App-Karten sieht man, dass die Studierenden vor allem die Microsoft Office Produkte und den Adobe Reader nutzen. Einzig bei den iPads werden noch einige andere Apps aufgeführt. Auch OneDrive for Business scheint als Cloud-Dienst beliebt zu sein, da den Studierenden mit dem ZHAW-Account 1TB Speicherplatz zur Verfügung steht. Die Nutzung von OneDrive hat allerdings auch zu vielen Fragen und Unsicherheit geführt, da einigen Studierenden der Unterschied zwischen dem privaten OneDrive und OneDrive for Business nicht ganz klar war. Auch hätten sich einige Studierende eine kritischere Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht. OneNote wurde von den Studierenden überraschend gut aufgenommen, allerdings beobachten wir das etwas mit Besorgnis, da viele Studierende nun alle PDF’s in OneNote importieren und sie dort annotieren, was zu sehr grossen Dateien führt, da OneNote die PDFs als Bilder importiert. Wir empfehlen generell PDF-Dateien in einem PDF-Editor zu bearbeiten und OneNote für zusätzliche Notizen zu nutzen.

Zu wenig Zeit für den Parcours

Die Rückmeldungen auf den Paperless Parcours sind gemischt ausgefallen. Das Thema „digitales Arbeiten“ wurde von den Studierenden allgemein als wichtig befunden, allerdings hatten sie für das Lösen der Aufgaben zu wenig Zeit. Zudem waren sie so auf das Lösen der Aufgabe fokussiert, dass sie sich gar nicht differenziert mit den verschiedenen Apps auseinandersetzen und die Informationen und Anleitungen auf dem Blog mehrheitlich ignorierten. Aufgrund des sehr heterogenen Vorwissens und der vielen unterschiedlichen Geräte der Teilnehmenden konnten die zwei Betreuungspersonen pro Posten auch kaum auf individuelle Bedürfnisse und Probleme eingehen.

Überarbeitung des Paperless Parcours fürs 2017

Wir werden den Paperless Parcours deshalb fürs nächste Jahr überarbeiten. Eine Möglichkeit wäre, dem Thema in der Startwoche bedeutend mehr Raum einzuräumen, was allerdings für uns ein Ressourcenproblem darstellt und in Konkurrenz zu den anderen Inhalten steht. Eine andere Möglichkeit wäre, den Paperless Parcours teilweise online anzubieten, da damit viel besser auf die unterschiedlichen Vorkenntnisse und Geräte eingegangen werden kann. Zudem könnten die Studierenden online und evtl. an einem Help Point vor Ort individuell jene Hilfe in Anspruch nehmen, die sie benötigen.

Langfristige Förderung digitaler Kompetenzen

Klar ist allerdings auch, dass wir die Erwartungen an eine solche Einführungsveranstaltung nochmals überdenken müssen. Die Digitalisierung in der Lehre ist ein langfristiger und anspruchsvoller Prozess und die dafür nötigen digitalen Kompetenzen können sich die Studierenden nicht schnell innerhalb von 2-3 Stunden in der Startwoche aneignen. Hierfür braucht es weiter greifende Konzepte die in den Curricula der Studiengänge verankert sind.

Kurs: Study smarter, not harder!

Sie stolpern immer wieder über das richtige Zeitmanagement für die Prüfungsvorbereitung? Sie werden bald Ihre Bachelorarbeit schreiben und brauchen gute Literatur? Sie suchen Tools, die Sie beim Lernen unterstützen, aber möchten gleichzeitig nicht in digitale Fallen tappen?

Im Kurs study smarter not harder werden diese Fragen aufgegriffen und unsere Experten geben Ihnen Ideen, Strategien und Tools für die Gestaltung Ihrer Lernumgebung an die Hand, damit Sie Ihr Studium erfolgreich(er) managen können. Sie werden dazu angeregt, Ihre Lernstrategien kritisch zu reflektieren und zu optimieren, damit das Lernen nicht nur effizienter werden kann, sondern auch mehr Spass macht.

Der Kurs ist für ZHAW Studierende aus allen Departementen kostenlos und wird online durchgeführt. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt – bei Interesse bitte rasch anmelden.

Weitere Informationen und Anmeldung

Open Book Prüfungen mit digitalen Unterlagen

Trotz papierlosem Unterricht finden in vielen Klassen die Prüfungen immer noch auf Papier statt. Das hat oft ganz praktische Gründe, denn je mehr Technik involviert ist desto anfälliger wird die Prüfung für Störungen und Rekurse.

Die Open Book Prüfungen, bei denen bisher ausgedruckte Unterlagen erlaubt waren, können jedoch in dieser Form mit dem papierlosen Studium nicht mehr durchgeführt werden. Die Studierenden möchten verständlicherweise ihre annotierten digitalen Unterlagen an der Prüfung nutzen und nicht alles ausdrucken müssen. Durch die Zulassung von Tablets und Notebooks an den Prüfungen steigt allerdings das Risiko des Missbrauchs und Studierende können beispielsweise zusätzliche Informationsquellen im Internet nutzen oder die Lösungen untereinander austauschen.

Prüfungen in einer vernetzten Welt

Man könnte nun hier argumentieren, dass die Möglichkeit der Vernetzung während der Prüfung für viele Berufsgruppen die realen Begebenheiten der heutigen Arbeitswelt abbilden. George Siemens würde dem im Sinne des Connectivismus sicherlich zustimmen. Seiner Meinung nach bedeutet Lernen nämlich nicht nur das Einprägen von Wissen im eigenen Gedächtnis, sondern auch das Wissen bzw. die Kompetenz, zu wissen, wie man sich bei Bedarf mit externem, spezialisiertem Wissen vernetzt.

Dieser Ansatz bedingt natürlich, dass die Prüfungsfragen eine gewisse Komplexität und Schwierigkeit aufweisen. So darf es z.B. nicht nur eine korrekte oder falsche Lösung geben. Für Multiple-Choice Prüfungen ist das Szenario folglich weniger gut geeignet. Haben bei einer Open Book Prüfung mit Essay Fragen zwei oder mehrere Studierende exakt dieselbe Lösung ist dies wahrscheinlich ein Grund, etwas genauer hinzuschauen. Trotzdem kann man bei einem solchen Szenario nie 100%ig sicherstellen, dass die Studierenden die Aufgaben selber lösen. Theoretisch können sie die Aufgaben einem Ghost Writer schicken und am Schluss dessen Lösungen abgeben.

Studierende stehen technischen Hilfsmittel kritisch gegenüber

Die letzte Evaluation im Frühjahr 2016 zeigte bei den Studierenden eine eher kritische bis ablehnende Haltung gegenüber Prüfungen mit elektronischen Hilfsmitteln. Über 50% der teilnehmenden Studierenden aus dem Bachelorstudiengang in Biotechnologie möchten nicht, dass alle Hilfsmittel, also auch das Internet, an Prüfungen erlaubt sind. Rund ¼ befürchtet, dass bei der Nutzung von Tablets und Notebooks in der Prüfung die Gefahr des Betrugs steigt und die Prüfungen als Folge nicht mehr fair sind.

Generell scheint bei den Studierenden der Wunsch nach elektronischen Prüfungen mit Tablet oder Notebook nicht sehr ausgeprägt zu sein. Das hat uns etwas überrascht, da z.B. das Schreiben mit der Tastatur für viele Studierende sicherlich angenehmer und schneller ist als das Schreiben von Hand.

Elektronische Prüfungen

Evaluation April 2016 bei Pilotklassen papierloses Studium BT13-BT15

Prüfungen mit Geräten im Flugmodus

Im Rahmen des Pilotprojektes wurden mehrere Open Book Prüfungen durchgeführt. Dabei waren Tablets und Notebooks erlaubt, sie mussten allerdings in den Flugmodus versetzt werden, so dass alle Funkverbindungen unterbunden waren. Während der Prüfung fanden Stichproben statt und Missbrauch hatte den sofortigen Ausschluss von der Prüfung zur Folge. Dieses Szenario ist allerdings nur bei kleinen Klassen, genügend Aufsichtspersonen und Räumen mit breiten Korridoren zwischen den Sitzreihen möglich. Für die Aufsichtspersonen ist es zudem teilweise schwierig zu sehen, ob auf den unterschiedlichen Geräten tatsächlich alle Funkverbindungen unterbrochen sind.

Andere Möglichkeiten wie eigene Prüfungsräume mit gemanagten Computern, Störsender, WLAN-Überwachung, lokale WLAN-Netzwerke und die Entwicklung eigener Applikationen haben wir geprüft und teils aus Kostengründen, teils aber auch wegen mangelnder Sicherheit und gesetzlicher Vorgaben verworfen.

Pilotversuche mit Safe Exam Browser

Im Frühlingssemester 2016 haben wir mit Unterstützung der E-Assessment Beauftragten der ZHAW, Lisa Messenzehl, und einem Entwickler des Safe Exam Browsers, Daniel Schneider, eine Pilotprüfung mit dem Safe Exam Browser und Moodle im Bachelorstudiengang Facility Management durchgeführt. Bei diesem Prüfungszenario wurde die Prüfung online auf Moodle mit der Lernaktivität Test durchgeführt. Die Studierenden müssten den Safe Exam Browser (SEB) auf ihrem Notebook installieren und gelangten nach dem Start des Browsers und der Eingabe eines Zugriffspassworts auf die Moodle Prüfung. Sie konnten während der Prüfung das offene Browserfenster mit der Moodle Prüfung nicht mehr verlassen und nicht auf die eigene Festplatte oder andere Ressourcen zugreifen bis die Prüfung abgeschlossen war.

Die Pilotprüfung hat soweit gut funktioniert, allerdings war die Konfiguration des SEB anspruchsvoll und die Installation des SEB auf den studentischen Geräten mit einigen Komplikationen verbunden. Der Vorbereitungs- und Betreuungsaufwand war entsprechend gross. Der SEB musste zudem nach der Prüfung auf den studentischen Geräten deinstalliert werden, da noch kein Update-Mechanismus für die Software verfügbar ist.

Grundsätzlich ist der SEB ein vielversprechendes Tool das uns mit entsprechendem Aufwand die Durchführung von elektronischen Prüfungen mit Moodle auf studentischen Geräten erlaubt. Ein Szenario mit Open Book ist darin aber zurzeit nicht vorgesehen. Zwar kann man den SEB so konfigurieren, dass einzelne Programme wie z.B. der Adobe Reader während der Prüfung zugelassen sind. Das funktioniert aber nur, wenn das freigegebene Programm bei allen Nutzern im entsprechenden, freigegebenen Verzeichnis abgelegt ist. Zudem müssen die Studierenden ihre Dokumente darin öffnen und durchsuchen können. Dieses Szenario konnten wir bis jetzt noch nicht testen.

Mit der Einführung von Office 365 Pro Plus mit OneDrive for Business besteht allenfalls die Möglichkeit, in Zukunft während der Prüfung den URL-Filter im SEB so zu konfigurieren, dass die Studierenden nebst der Moodle Prüfung auch auf ihre Unterlagen auf OneDrive for Business zugreifen können.

Die Komplexität und die Kinderkrankheiten des SEB schrecken zurzeit noch viele Dozierende an der ZHAW ab. Wir hoffen, dass die Weiterentwicklung des SEB mit dem neu gegründeten Konsortium rasch vorwärts geht und bald eine benutzerfreundliche und stabile Version mit Update-Mechanismus verfügbar ist, die auch von Dozierenden ohne grosse technische Kenntnisse konfiguriert werden kann.

Chancen sehen und Risiken managen

Bis dahin können wir unseren Dozierenden und Studierenden technisch zurzeit keine sichere Möglichkeit für Open Book Prüfungen mit digitalen Dokumenten auf Notebooks und Tablets anbieten. Wir unterstützen aber über SWITCH das Konsortium bei der Weiterentwicklung des Safe Exam Browsers.

Generell können wir in Zukunft entweder versuchen mit technischen Lösungen die Technologien so zu manipulieren, dass sie die Bedingenden von früher simulieren. Oder wir können die neuen Möglichkeiten als Change für neue Prüfungsformen sehen und versuchen Wege zu finden, um die Risiken die sie mit sich bringen zu managen.

Wir stehen auf diesem Weg noch ganz am Anfang. Einzelne Dozierende haben allerdings bereits die Idee kollaborativer Prüfungen aufgegriffen. Andere führen neu statt Open Book Prüfungen mündliche Gruppenprüfungen durch oder erlauben an der Prüfung eine  4-seitige Zusammenfassung. Wieder andere setzen auf elektronische Multiple Choice Prüfungen.

Tipp: Assessment Toolbox der Uni Bern

Eine unserer engagierten Dozentinnen, Evelyn Wolfram, hat uns am letzten E-Learning Café im September auf die Assessment Toolbox der Universität Bern aufmerksam gemacht. Schauen Sie mal rein und lassen Sie sich inspirieren, vielleicht finden Sie ja eine spannende neue Prüfungsform für Ihren Kurs.

Ressourcen

Siemens, G. (2004) Connectivism: A learning theory for the digital age. Verfügbar unter: http://www.elearnspace.org/Articles/connectivism.htm (Aufgerufen am: 22. September 2016)

Projekt Neptun Verkaufsfenster bis 3. Oktober 16

Projekt Neptun

Projekt Neptun

Studierende die noch auf der Suche nach dem passenden Notebook oder Tablet fürs Studium sind können noch bis 3. Oktober 2016 vom Verkaufsfenster des Projekts Neptun profitieren.

Das Projekt Neptun bietet ausgewählte Notebooks und Tablets zu Sonderkonditionen für Studierende und Hochschulmitarbeitende an. Die angebotenen Modelle werden alle 2-3 Jahre neu evaluiert und vom Team des Projekts Neptun ausführlich getestet.

Im Angebot sind Geräte wie z.B. das Microsoft Surface Pro 4, diverse Lenovo Yoga ThinkPads sowie Macs und das iPad Pro. Die Anforderungen an die Hard- und Software für ein Studium an der ZHAW in Wädenswil finden Sie hier.

Weiter zum Projekt Neptun: www.projektneptun.ch

Help Points und Leihrechner

Wer beim Projekt Neptun ein Gerät bestellt erhält an den Help-Points in Zürich, Basel und Luzern Hilfe, sollte es Mal ein Problem mit dem Tablet oder Notebook geben. Für unsere Studierenden befindet sich der nächste Help-Point an der ETH Zürich:

Projekt Neptun Help Point Zürich
c/o ETH Store Sonneggstrasse
ML-Gebäude (Stock D, Raum 14)
Sonneggstrasse 3
8092 Zürich, Schweiz
kontakt@projektneptun.ch
Tel. +41 44 632 72 00

Ausserdem gibt es an den Help-Points einige Leihrechner, welche Kunden, deren Neptun-Rechner allenfalls zur Reparatur eingesandt werden muss, für die Dauer der Reparatur zur Verfügung gestellt wird.

Startwoche

Nächsten Montag, 12. September 2016 starten über 400 neue Studierende mit der Startwoche in ihr Studium an der ZHAW Life Sciences und Facility Management in Wädenswil.

Papierloser Unterricht

Die Bachelor-Studiengänge Biotechnologie, Facility Management und Umweltingenieurwesen werden papierlos unterrichtet, d.h. es werden keine Unterlagen auf Papier verteilt. Die Lehrunterlagen stehen in der Regel jeweils mind. 24h vor dem Unterricht auf der Lernplattform Moodle unter https://moodle.zhaw.ch zum Download bereit.

badge-paperlessPaperless Parcours

Die rund 340 neu eintretenden Studierende aus den drei Studiengängen besuchen entweder am Mittwoch- oder Donnerstagnachmittag einen 2-stündigen Paperless Parcours (Login benötigt). Dieser Parcours besteht aus fünf verschiedenen Posten an denen die Studierenden selbständig Aufgaben mit digitalen Dokumenten lösen und sich damit die Grundlagen für das papierlose Arbeiten aneignen.

Der aktive Parcours wurde von den Studierenden des 3-jährigen Pilotprojektes im Bachelorstudiengang Biotechnologie vorgeschlagen und wir sind gespannt, ob sich das neue Konzept bewährt. Die Posten werden vor Ort von erfahrenen Studierenden höherer Studiengänge sowie von Mitarbeitenden des E-Learnings betreut.

Ziel des Parcours ist, dass die Studierenden die wichtigsten Applikationen für das papierlose Studium kennen und sie sich durch das aktive Ausprobieren die Grundlagen für das papierlose Arbeiten aneignen, damit sie für den papierlosen Unterricht ab dem 19. September 2016 gerüstet sind. Trotz einer Einführung benötigen die Studierenden aber erfahrungsgemäss eine Eingewöhnungszeit von 2-3 Wochen, bis sie wirklich effizient papierlos arbeiten können.

Digitale Kompetenzen

Nach einem 3-jährigen erfolgreichen Pilotprojekt in der Biotechnologie wird das papierlose Studium diesen Herbst auf zwei weitere Studiengänge ausgeweitet und auf Bring Your Own Device (BYOD) umgestellt. Das papierlose Lehren und Lernen stellt sowohl für Studierende wie auch für Dozierende eine Herausforderung dar und wir versuchen sie in diesem Prozess bestmöglich mit Empfehlungen, Tipps und Hilfsmitteln sowie mit Schulungsangeboten wie dem Paperless Parcours für Studierende oder den PaperLESSons und den E-Learning Cafés für Lehrpersonen zu unterstützen. Gleichzeitig ist das papierlose Studium aber auch eine grosse Chance für die Hochschulangehörigen, mit der Digitalisierung Schritt zu halten und sich wichtige digitale Kompetenzen für den Arbeitsplatz der Zukunft anzueignen.

Um diese digitalen Kompetenzen bei den Studierenden nachhaltig zu fördern werden im Informatikunterricht ebenfalls Themen wie Dateimanagement in der Cloud, virtuelle Collaboration und das Arbeiten mit digitalen Unterlagen behandelt. Damit sind diese Kompetenzen nicht nur Teil des Studienalltags, sondern auch Teil des Curriculums.

icon-wegVorbereitung für den Paperless Parcours

  1. Bitte bringen Sie Ihr Tablet oder Notebook mit voll aufgeladenem Akku und mit konfiguriertem WLAN und ZHAW E-Mail mit an den Paperless Parcours. Die Anleitungen für die Konfiguration finden Sie auf dem Intranet und im Moodle Kurs „Computer einrichten“. Halten Sie Ihr ZHAW-Login bereit.
  2. Stellen Sie sicher, dass Sie je nach Gerätetyp eine Apple ID (iPad), ein Microsoft Konto (Windows) oder einen Google Account (Android) eingerichtet haben. Hinterlegen Sie in Ihrem Account eine Kreditkarte, falls Sie planen, kostenpflichtige Apps* zu kaufen. Halten Sie Ihre Zugangsdaten bereit, damit Sie bei Bedarf zusätzliche Apps installieren können.
  3. Installieren Sie bitte mindestens die empfohlene kostenlose Software bereits vor dem Besuch des Paperless Parcours. Vor allem grössere Softwarepakete wie Office 365 auf Windows haben eine lange Installationszeit. Sie werden am Parcours keine Zeit dafür haben.

* Einige der empfohlenen Apps sind kostenpflichtig und werden von der Hochschule nicht zur Verfügung gestellt. Sie sind in der Wahl Ihrer Apps frei, falls Sie aber eine der kostenpflichtigen Apps installieren möchten, müssen Sie in Ihrem Account bei Apple, Google oder Microsoft eine Kreditkarte hinterlegen. Bitte kümmern Sie sich vor dem Besuch des Parcours um diese Einstellungen, Sie werden am Parcours keine Zeit dafür haben.

Weitere Informationen für Studierende

Office 365 Pro Plus

Hervorgehoben

office-beitragsbildNach einem erfolgreichen Pilotversuch mit Office 365 können alle Studierenden und Mitarbeitenden der ZHAW ab sofort kostenlos das Office 365 Pro Plus beziehen und auf bis zu 5 privaten Geräten installieren. Informationen und Anleitungen zur Installation finden Sie auf dem Intranet.

Office-Suite für PC, Mac, Tablet und Smartphone

Mit Office 365 erhalten Sie:

Auf Ihrem Windows Notebook können Sie alternativ auch Office Professional 2016 installieren, die beiden Produkte sind kompatibel. Visio und MS Project laufen nur auf Windows und müssen separat installiert werden. Den Link für den Download dieser zwei Programme finden Sie im Intranet.

Gemeinsam an Dokumenten arbeiten

Mit Office 365 Pro Plus erhalten Sie 1 TB persönlichen Online-Speicher auf OneDrive for Business. Sie loggen sich mit der ZHAW E-Mail und Passwort bei diesem Cloud-Dienst von Microsoft an. Mit OneDrive for Business können Sie Ihre digitalen Unterlagen während des Studiums in der Cloud speichern, ohne kostenpflichtigen Speicherplatz kaufen zu müssen. Sind die Dateien online auf OneDrive for Business gespeichert können Sie Dokumente innerhalb und ausserhalb der ZHAW mit anderen Personen teilen und online gemeinsam an Dokumente arbeiten. Damit entfallen die lästigen E-Mails und das Hochladen und Zusammenfügen verschiedener Versionen bei Gruppenarbeiten. Wenn Sie in Skype eingeloggt sind können Sie zusätzlich während der Bearbeitung mit Ihren TeamkollegInnen direkt in Office Online chatten.

PDF in Word bearbeiten

Auf Windows können Sie PDFs wie z.B. Arbeitsblätter mit Microsoft Word öffnen. Word konvertiert das PDF-Dokument dabei in ein Office Dokument und Sie können die Text darin wie in einem Word bearbeiten. Das Dokument wird anschliessend als .docx gespeichert. Das funktioniert in der Regel gut, ausser wenn das Dokument viele Tabellen enthält oder es sich um eine grafisch aufwändig gestaltete Broschüre handelt.

Microsoft Tutorial: PDF in Word bearbeiten

Screenshot (89)

PDFs können auf Windows mit Word geöffnet und so in ein editierbares Office-Dokument konvertiert werden.

Handschriftliche Notizen in Office Programmen

Auf Geräten mit Touchscreen können Sie in einigen oben erwähnten Office-Programmen über das Menü Stifte handschriftliche Notizen erfassen. Die Stiftfunktion ist in älteren Formaten wie z.B bei Word .doc (statt .docx) nicht verfügbar.

Zeichnen und Freihandkommentare in Office 2016

Screenshot (87)

Beispiel handschriftlicher Notizen in einer Word-Datei.

Datenschutz

Die Vereinigung der kantonalen Datenschutzbeauftragen (Privatim) und der Eidgenössischen Datenschutz-und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) haben in Zusammenarbeit mit SWITCH, die Datenschutzbestimmungen des Campus and School Agreement (CASA) für die Hochschulen geprüft und angepasst.

Es gilt dadurch, im Gegensatz zu Office 365 Angeboten für Privatpersonen, ein datenschutzkonformer Rahmen beim Einsatz von Microsoft Office 365 Education durch Bildungsinstitutionen:

  • Es gilt Schweizerisches Recht.
  • Der Gerichtsstand ist Zürich.
  • Dies unabhängig von den allen anderen Datenschutzvereinbarungen.
  • Standort der Datenhaltung ist die Europäische Union.
  • Es besteht eine Informationspflicht gegenüber Behördenanfragen.
  • Microsoft verarbeitet und nutzt Kundendaten nur für die Erbringung der vereinbarten Onlinedienste, jedoch nicht für Werbung oder ähnliche Dienste.

Es bestehen weiterhin Risiken bei Nutzung von Cloud Computing, daher möchten wir Sie unter Berücksichtigung der Reglemente auf folgendes hinweisen:
Besonders schützenswerte Personendaten (z.B. Gesundheitsdaten, Arztzeugnisse, Noten von Studierenden) und sensitive Daten, welche besonderen Geheimhaltungspflichten unterliegen (z.B. Forschungsdaten, die einer Geheimhaltungsvereinbarung der ZHAW unterliegen) dürfen nicht in Microsoft Office 365 genutzt werden.

Weitere Informationen

Scanbot

Hervorgehoben

Scanbot BeitragsbildScanbot ist ein praktischer Helfer im papierlosen Studium und unterstützt Sie bei der Digitalisierung von analogen Inhalten. Mit Scanbot können Sie mit der Kamera Ihres iPads, Andorid Tablets oder Smartphones Dokumente und QR-Codes einscannen.

Einfach die Kamera auf das gewünschte Objekt ausrichten, z.B. ein Blatt Papier, eine Quittung, eine Visitenkarte, eine Zeichnung auf einem Flipchart und Scanbot bringt den Inhalt in digitaler Form auf Ihr Gerät.

Dokumente einscannen

Im Unterschied zu einem einfachen Foto optimiert die App Scans automatisch durch die Anwendung von Scharfzeichner, Kantenerkennung und Perspektivkorrektur und liefert eine Auflösung von 200dpi und mehr. Mit dem kostenpflichtigen OCR-Upgrade werden die eingescannten Dokumente zudem durchsuchbar. Die eingescannten Dokumente können anschliessend an eine andere App, z.B. OneNote gesendet werden oder automatisch auf einen der zahlreichen Cloud-Dienste hochgeladen werden.

QR-Codes lesen

QR CodeUnterwegs trifft man immer häufiger auf sog. QR Codes (Quick Response Codes), diese Codes beinhalten Informationen und verweisen Sie oft auf Webseiten. Scanbot kann QR-Codes zuverlässig lesen und leitet Sie auf die entsprechende Quelle weiter.

Weitere Informationen

Scanbot Support

Alternative