„Meine Familienmitglieder können jetzt sehen, was ich den ganzen Tag arbeite“

Nurdzane Memeti (27 Jahre) ist Masterstudentin in der Vertiefung Applied Computational Life Sciences an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. Im Interview erzählt Nurdzane, was sie nach dem Ausnahmesemester auch künftig für das Studium beibehalten möchte.

Hi Nurdzane! Wie ist es dir im letzten Semester so ergangen unter diesen aussergewöhnlichen Umständen?

Angefangen hat ja alles noch ganz normal. Wir sind wie üblich an die ZHAW gegangen und dann ist ja plötzlich diese aussergewöhnliche Corona-Zeit gekommen. Anfänglich hatten wir ganz viel Unsicherheit und Angst, wie es weiter gehen würde. Dann kam die Entscheidung der ZHAW, dass wir mal eine Woche pausieren werden. Das war dann auch eine Chance für die Lehrer sich vorzubereiten und auf digital, also remote, umzustellen. Zum Beispiel hat die Partnerhochschule, die FHNW, auch mit uns pausiert, weil wir ja auch mit verschiedenen Schulen in der Schweiz kooperieren. Nach dieser Woche haben wir komplett auf digital umgestellt. Es waren gewisse Unsicherheiten da. Fragen wie «muss die Videokamera an sein oder nicht?», «geht das Mikrofon?» waren an der Tagesordnung. Am Anfang ist sehr viel Zeit in Einstellungen und Probieren geflossen. Je kleiner die Klasse oder die Gruppe war, desto besser ist es gelaufen, weil man sich einfach vertrauter war. Es war eigentlich sogar sehr gut.

Ein echter Pluspunkt sind die Records bzw. Aufnahmen vom Unterricht für die Prüfungsvorbereitungen. Das ist wirklich cool und ich unterstütze es weiterhin sehr. Zudem ist es eine super Möglichkeit für Hochschulen, sich mit digitalen Tools weiterzuentwickeln. Da liegt noch sehr viel Potential. Wir wissen eigentlich gar noch nicht so genau, wie man mit den neuen technologischen Geräten umgeht. Jetzt kommt auch Touch-Technologie dazu, wo man Notizen machen kann als würde man in einen physischen Block schreiben.

Was mir auch sehr gefiel, dass man direktes Feedback geben und zusammen mit den Lehrern diskutieren konnte. Zum Beispiel gibt es auch im Zoom die Funktion, virtuelle Gruppen zu erstellen, aus dem Plenum kurz ausbrechen und diese nach fünf Minuten wieder zusammenkommen. Das ist wirklich cool. Ich sehe sehr viel Potential im Home-Office – Modell und Remote Learning. Nichtsdestotrotz müssen wir wirklich noch viel lernen. Aber es war wichtig, dass wir den ersten Einstieg geschafft haben. Da bin ich sehr froh darüber.

Wie war es für dich im Lockdown? Wie sah dein Tagesablauf strukturell währenddessen aus?

Um ehrlich zu sein, war es am Anfang sehr schwierig für mich. Ich hatte mit ganz vielen anderen Studenten Kontakt und habe sie gefragt, wie sie es so gemacht haben. Ich hatte Mühe mit der plötzlichen Umstellung. Es war für mich wahnsinnig mühsam, trotz Pausen, einfach dranzubleiben, mich eineinhalb Stunden auf etwas zu konzentrieren und immer mitzumachen. Im neuen Alltag wurden wir für den Unterreicht um ca. 9 Uhr eingeschaltet bzw. wir mussten uns einloggen. Und da waren wir dann den ganzen Tag digital anwesend.

Ich kann dir an dieser Stelle auch gerne kurz meinen Arbeitsplatz zeigen:

Für das digitale Studium ausgerüsteter Arbeitsplatz von Nurdzane Memeti, 2. Semester Applied Computational Life Sciences an der ZHAW LSFM (Memeti, 2020)

Ich musste mir einen neuen, grossen Monitor, Tastatur und Maus kaufen, da es mit der Zeit mühsam war auf einem kleinen Bildschirm (hier Microsoft Surface) zu arbeiten. Ich habe recherchiert und mich umgeschaut, was es alles so gibt. Die meistens Mitstudenten mussten auch vieles neu kaufen. Dinge wie Tische, Elektronik oder Büromaterial. Dieses Geschäft scheint voll am Boomen zu sein! Ich war vorher nicht für das Home-Office ausgerüstet. Aber da ich mir das Arbeitsmodell Home-Office auch in Zukunft sehr gut vorstellen kann, dachte ich mir, dass so eine Investition es Wert wäre.

Aber ich muss schon sagen, man muss sich daran gewöhnen zu Hause nicht ablenken zu lassen. Ich würde sagen, dass es anfänglich etwa einen Monat ging, bis sich alle darauf eingestellt hatten. Mittlerweile ist es für alle normal, dass man im Home-Office auch noch lernt resp. arbeitet. Leider kann es passieren, dass man länger am Arbeitsplatz ist als früher. Es ist nicht so strukturiert und ich würde sogar sagen, man ist nicht so produktiv. Es ist vielleicht auch davon abhängig, an welchem Fach man gerade ist. Aber die Interaktion mit den Peers bringt einem wirklich weiter. Da ich sehr weltoffen bin, fiel es mir sehr schwer meine Kameraden nicht mehr treffen zu können. Nur schon sich einen Kaffee zu holen, also den Gang zur Kaffeemaschine und die Interaktion mit anderen war einfach Gold wert!

Was waren die grossen Challenges im letzten Semester?

Was ich wirklich gut fand an der ZHAW war, dass sie technischer Unterstützung angeboten hatten. Schliesslich hatten alle mit denselben Herausforderung zu kämpfen. Ich würde sagen, wir alle waren auf so einen Moment nicht besonders gut vorbereitet. Es haben alle über die digitalen Technologien gesprochen, doch trotzdem ging es eine Weile bis man diese aussergewöhnliche Situation wahrgenommen hat und sich auf diese eingestellt hat.

Eine andere Schwierigkeit war die Arbeitszeiten einzuhalten. Von 8 Uhr bis 17 Uhr wirklich produktiv zu sein. Zwischendurch war man gar nicht produktiv und musste auch mal länger dranbleiben, sogar ab und an auch mal bis um 22 Uhr. Zudem ist man nicht mehr so flexibel. Der zeitlich zusammenhängende Mangel an Bewegung war auch so eine Belastung. Man bewegt sich viel weniger und das hat dann Auswirkungen auf die Psyche. Diese hohe Unproduktivität liegt vielleicht auch daran, dass man psychisch wirklich nicht mehr so mag.

Gab es für dich auch positive Aspekte an der speziellen Situation? Hattest du ganz speziell Freude an etwas?

Ich fand es wirklich super, dass es diese remote Umstellung geklappt hat. Ich war schon immer dafür, dass man im Home-Office arbeiten sollte. Diese aktuelle Umstellung gefällt mir sehr gut. Ich hatte früher schon gewissen Firmen gesagt, dass ich im Home-Office Modell arbeiten möchte. Somit konnte ich den Laptop bei der Arbeit, im Zug, usw. dabeihaben. Ich bin halt auch sehr viel unterwegs.

Sehr cool ist es auch, dass meine Familienmitglieder jetzt sehen können, was ich den ganzen Tag arbeite.

Andere Mitstudenten und Dozenten in virtuellen Meetings zu sehen war auch ganz cool. Vor allem wenn man bei ihnen im Hintergrund die Kinder gehört hat. Das war sehr süss! Alle holen wirklich das Beste aus der neuen Situation heraus. Aber man merkt, dass diese technischen Tools wirklich für uns Menschen sind. Wir müssen auch keine Angst vor Robotern haben oder dass jetzt alles digital umgestellt ist. Nein, es ist wirklich nur eine Hilfe für uns.

Was sind deine wichtigsten Erkenntnisse aus der Corona-Zeit? Was hast du gelernt und was würdest anderen weiterempfehlen?

Ich muss schon sagen, in der Schweiz ging es uns schon gut. Klar, wir hatten auch unsere Unsicherheiten und man wusste nicht, wie das ganze weiter geht. Aber es ist auch relativ schnell wieder gut gewesen. Aber was ich momentan allen empfehlen würde ist, die Kommunikation weiterhin digital umzustellen. Ein Austausch zwischen Dozenten und Studierenden sollte weiterhin gefördert werden. Es gibt auch Zoom Meetings in denen man nur einen Kaffee trinkt. Diese könnte man einfach etwas stärker und öfter betreiben. Man lernt so auch extrem viele neue Leute kennen und ist vernetzter.

Ich spüre schon, dass ich im richtigen Studium bin. Wir arbeiten ja ausschliesslich mit Computern. Es hat noch viel Potential in der digitalen Welt und deshalb möchte ich mich auch im Digitalen noch weiter weiterbilden.

Was nimmst du aus dieser speziellen Zeit mit für die Zukunft? Oder was wünscht du dir?

Also für den zukünftigen «Normalzustand» wünsche ich mir längerfristig steigende Akzeptanz für das Home-Office Modell und das Weiterentwickeln vom remote Learning. Sonst vom Wissensstand her finde ich es super. Ich habe wirklich viel gelernt. Deshalb habe ich mich auch für diesen Master entschieden. Ich bin wirklich gespannt, was uns erwartet!

Gibt es etwas, das du dir von der ZHAW für die Zeit nach Corona wünschst?

Ich finde, dass die ZHAW weiterhin Aufnahmen vom Unterricht bereitstellen kann.  Weitere Möglichkeiten sehe ich in Online-Kurse, da sie viel Flexibilität anbieten. Die technische Unterstützung weiterhin anbieten und eine sog. IT-Helpline für technische / digitale Fragen erstellen.

„Man muss einfach realistisch sein mit einem selbst“

Alea Roth-Douglas studiert Umweltingenieurwesen an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. In einem Interview berichtet Alea, wie sie das vergangene Semester erlebt hat.

Aleas Arbeitsplatz

Liebe Alea, erzähl uns doch, wie du das letzte Semester unter diesen doch eher ungewöhnlichen Umständen erlebt hast und wie es dir im Moment geht.

Wichtig zu wissen: Ich habe vorher schon meine Matura zwei Jahre lang im Fernstudium gemacht. Durch das hatte ich schon einiges an Erfahrung, was den Umgang mit der Corona-Situation anging, vor allem im Hinblick aufs Lernen. Damals war insbesondere der Mangel an Kontakt und Austausch mit den Klassenkameraden sowie mit den Lehrern schwierig, alles Lernen fand via Bücher etc. statt. Jetzt geniesse ich sehr, dass es von Seiten der ZHAW Vorlesungen gibt, selbst wenn diese aufgezeichnet sind oder via Zoom stattfinden.

Damals beim Fernstudium war es jeweils sehr schwierig abzuschätzen, wie es den anderen Studierenden geht, wie sie damit klarkommen, man hat sich fast ein wenig alleine gefühlt mit den Umständen und hatte immer das Gefühl, dass man als Einzige nicht nachkommt mit dem Stoff. In der jetzigen Situation weiss ich, dass ich nicht alleine bin, wir reden miteinander. Ich habe sogar eine Umfrage gestartet, um Studentinnen und Studenten zu fragen, ob sie nachkommen mit dem Stoff und wie sie sich selbst einschätzen. Man hat keine Ahnung, wo man steht, wenn man nicht miteinander redet. Unter diesen Umständen ist einfach fast niemand nachgekommen, das ist Fakt. Aber es ist gut zu wissen, dass es allen so geht.

Mir geht’s also ganz gut, diese Umstände waren wie gesagt nichts völlig Neues für mich. Ich war zwar nicht besonders glücklich, sowas nochmals zu machen, aber meine Erfahrungen haben mir sehr dabei geholfen, damit es mir die ganze Zeit relativ stabil gut ging mit der Situation.

Wie hat sich dein Tagesablauf aufgrund des Lockdowns verändert?

Mein Tagesablauf hat sich eigentlich nicht gross verändert. Ich schaue, dass ich am Morgen zeitig aufstehe und geniesse dann die Zeit, die man z.B. spart, weil man nicht pendeln muss, mit einem Kaffee oder ich sitze auf den Balkon und geniesse das Wetter. Dann fange ich jedoch jeweils direkt mit dem Lernen an.

Die grösste Änderung meines Tagesablaufs kommt vom Wegfallen des Pendelns. Zuvor hatte ich, bedingt durch meinen Wohnort im Kanton Zug, 1h10min Weg. Das ist Zeit, die ich jetzt z.B. mit Musik machen verbringen kann. Auch lerne ich meist nach dem Mittag nicht wirklich, sondern dann eher wieder vor dem Abendessen, dafür dann aber auch am Abend noch länger.

Was waren im letzten Semester die grossen Herausforderungen, wenn es ums Lernen ging?

Kommunikation für Teamarbeit war nur online und damit eher schwierig. Manchmal hat es da Spannungen gegeben, einfach weil man sich nie gesehen hat. Manchmal ist die Verbindung nicht stabil, eine Kamera funktioniert nicht oder Ähnliches. Ich habe oft gedacht, wären wir gemeinsam im Klassenzimmer, wir hätten dieses Problem sofort gelöst.

Wie habt ihr euch unter diesen Umständen organisiert?

Hauptsächlich haben wir MS Teams genutzt, nützlich war vor allem, dass man da direkt Files teilen konnte. Nicht zu vergessen ist hier WhatsApp, ein grosser Teil der Kommunikation läuft hier ab, sowohl für Persönliches als auch bezogen aufs Studium und das Lernen.

Gab es für dich auch positive Aspekte an der speziellen Situation?

Das Beste ist, dass man den Dozenten «pausieren» kann, um sich Notizen zu machen. In einer normalen Vorlesung geht das manchmal etwas zu schnell, das ist online ein Vorteil.

Ich habe auch gemerkt, dass ausserhalb der Schule mein Familienleben intensiver geworden ist. Ich besuche meine Mutter häufiger, man hat einfach mehr Zeit für anderes, wenn man nicht pendeln muss.

Was sind deine wichtigsten Erkenntnisse aus der Corona-Zeit? Was hast du gelernt?

Wichtig für mich war, meine eigenen Ansprüche an mich selbst klar zu definieren. Vier Stunden konzentriertes Lernen am Tag finde ich z. B. schon gut, das reicht meistens auch, damit man dabeibleibt. Ich habe mir von Anfang an gesagt 8h am Tag sind unrealistisch, mit allen Ablenkungen und der höheren Intensität des Alleine-Lernens. Das war eine der grössten Lektionen, die ich von meinem vorherigen Fernstudium mitgenommen habe: Man muss einfach realistisch sein mit einem selbst, sich im Klaren sein, was man selbst unter diesen Umständen leisten kann.

Ich machte mir auch keine detaillierten Wochenpläne, höchstens Ziele, was ich bis Ende Woche erreichen will. Ich behalte so die Flexibilität, wann ich was bearbeiten will, so hat man nicht immer ein schlechtes Gefühl, wenn man am Abend mal nicht alles erreicht hat, was man sich vorgenommen hatte. Wichtig ist, sich aufzuschreiben, was man erreichen möchte, z.B. an einem Tag oder in einer Woche. Auch die Frage, warum man etwas (z.B. das Studium) macht, ist wichtig, man sollte nicht vergessen, dass man das im Idealfall für sich selbst macht.

Ich schaue auch, dass ich jeweils nicht nur ein Fach für eine lange Zeit bearbeite, sondern ich brauche hier die Pomodoro-Technik, jeweils 25min konzentriertes Arbeiten, danach eine kurze Pause. Dabei schaue ich, dass ich auch mal rausgehe und die frische Luft geniesse.

Ich habe auch aufgehört, To-Do Listen zu machen. Die werden schnell ziemlich lang, und am Ende des Tages ist man dann gestresst, weil man sieht, was alles noch gemacht werden muss. Ich mache inzwischen «have-done» Listen, wo ich alles aufschreibe, was ich an einem Tag erreicht oder erledigt habe, sowohl in der Schule als auch ausserhalb. Das gibt einem am Ende des Tages ein ganz anderes, positiveres Gefühl.

Was nimmst du aus dieser speziellen Zeit mit für die Zukunft?

Ich nehme einige Tools mit, z.B. Mindmaps oder die Pomodoro-Technik. Das würde ich gerne auch in Zukunft weiter beibehalten, da mir diese Tools in der Corona-Zeit geholfen haben.

Was wünscht du dir von der ZHAW für die Zeit nach Corona, dem «neuen Normalzustand»?

Ich würde es schätzen, wenn an der ZHAW viele Angebote auch weiterhin online angeboten würden. So kann man, wenn es einem z.B. mal nicht so gut geht, problemlos zu Hause bleiben und trotzdem nichts verpassen. Oder wenn man etwas nicht verstanden hat, kann man sich das in der Aufzeichnung nochmals anschauen.

Lockdown, die Erleuchtung nach der Krise

Andry Ehrhart studiert Biotechnologie an der ZHAW Life Sciences und Facility Management und erzählt von seinen Erfahrungen im Lockdown.

In dieser herausfordernden Situation werden wir alle gefordert und dies gleich auf mehreren Ebenen. Es entstehen viele neue Möglichkeiten, es öffnen sich neue Türen und gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen und Unsicherheiten. Für mich war es zunächst schwierig mich mit dieser Situation zurecht zu finden, mittlerweile bin ich dieser Chance dankbar und genau darüber möchte ich berichten.

Die Chancen und Schwierigkeiten des Online-Studiums

Online-Studium

Mein erster Gedanke, als ich den Entscheid des Bundesrates vom 16. März 2020 hörte, war, dass ich extrem viel Zeit sparen werde (Bundesrat beschliesst Lockdown der Schweiz, 2020). Um nach Wädenswil zu kommen, muss ich nämlich zweieinhalb Stunden Zug fahren, einfache Fahrt versteht sich. Durch die Online-Vorlesungen konnte ich mir diesen Weg jeden Morgen sparen. Ich sah darin eine grosse Chance, mehr Zeit für das Selbststudium investieren zu können. Es stellte sich aber heraus, dass ich die zusätzliche Zeit anderweitig verwendete. Netflix, X-Box, aber auch das Velo standen immer griffbereit und dadurch habe ich meinen vorgesehen Lern-Zeitplan nicht ein- gehalten.

Weg mit den Ablenkungen und her mit der Arbeit

Nach ein paar Wochen Eingewöhnungszeit fand ich aber ein gutes Mass zwischen Ablenkung und Konzentration. Ich plane nun meine Woche vor und teile mir Zeiten zum Lernen, aber auch Zeiten zum Entspannen ein. Das schafft einen guten Ausgleich und motiviert. Mit dem Wechsel auf das Online-Studium finde ich mich mittlerweile grösstenteils zurecht. Am meisten Mühe hatte ich mit den Praktika, da ich ein praxisbezogener Mensch bin. Ich halte mich sehr gerne im Labor auf und sehe grosse Chancen im «Lernen durch Versuch und Irrtum» von E. L. Thorndike (Operante Konditionierung nach Thorndike, ohne Datum) Dieser Theorie-Praxis-Transfer fehlte mir sehr. Am herausforderndsten fand ich die Gruppenarbeiten. Viele meiner Mitstudenten arbeiten neben dem Studium, es ist dadurch schwierig gemeinsame Termine zu finden. Ausserdem fehlte mir der persönliche Kontakt und Austausch. Durch die – nicht immer optimale – Internetverbindung war es zum Teil eine Herausforderung, alles richtig zu verstehen. Dennoch bleibe ich der Meinung, dass es gewinnbringend sein kann, gewisse Module weiterhin online anzubieten. Module, in welchen keine praktischen Übungen stattfinden, wie Mathematik, Physik oder auch Informatik, ist es meiner Meinung nach sogar sinnvoller, die Module weiterhin online abzuhalten und lediglich die Prüfungen vor Ort stattfinden zu lassen. Ausserdem sind hier die Aufgaben gut geeignet, um sie im Selbststudium zu ergründen.

Arbeit, Hund, Studium und nebenbei noch Zeit zum Erholen?

Multitasking

Um mein Vollzeitstudium finanzieren zu können, muss ich, wie viele andere Studierende auch, arbeiten gehen (Bundesamt für Statistik, 2010). Als Nebenjob arbeite ich normalerweise in einem Wellnessbad als Badmeister und im Sommer in einem Freibad. Da beides zurzeit ins Wasser fällt, wurde mir eine Stelle in der Entsorgungsstelle meiner Gemeinde angeboten. Ich arbeite deswegen von Montag bis Samstag jeweils vier Stunden am Tag. Dadurch sind meine finanziellen Sorgen abgedeckt. Seit etwa einem Monat habe ich den Hund eines Familienmitglieds übernommen. Der Hund ist pflegeleicht, braucht aber viel Auslauf, gleichzeitig spendet er viel Trost und Freude. Alles unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach, wird aber trotzdem von mir erwartet. Ich habe hohe Ansprüche an mich selbst und bin bestrebt, mein Studium mit guten Noten abzuschliessen. Es wurde mir jedoch bewusst, dass ich nicht überall 100% geben kann. Deswegen entschied ich mich, mein Arbeitspensum zu reduzieren. Ausserdem habe ich mir SMART formulierte Ziele gesetzt, um meine Erfolge messen zu kön- nen. Dabei habe ich darauf geachtet, dass ich meine Grobziele in mehrere Feinziele unterteile, um in kleinen Schritten das Semester bestehen zu können (Reichel, 2017). Das strukturierte Vorgehen schenkte mir mehr Erholungszeit, die sich positiv auf meinen Gemütszustand auswirkt.

Weniger Sport durch den Lockdown oder wiederentdecken einer altgeliebten Sportart?

Fahrrad fahren

Der Weg zur ZHAW LSFM fiel weg, die langen Spaziergänge zwischen den Gebäuden und dem Bahnhof ebenfalls. Das re- gelmässige Schwimmengehen konnte auch nicht mehr stattfinden. Dafür sah ich mich eingeschlossen in der Woh- nung. Durch den Hund konnte ich weiterhin spazieren gehen, ansonsten gab es nur wenig zu tun. So kam es, dass ich eine alte, schon fast vergessene Liebe neu aufflammen lassen konnte: das Velofahren. Ich schnappte mir mein
Rennvelo und machte zunächst eine kleine Runde. Dabei merkte ich, wie sehr ich das vermisst hatte. Es war ein tolles Gefühl, wieder Vollgas zu geben und einfach zu fahren. Nun verstehe ich das Zitat von J. F. Kennedy: „Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren“ (Fahrrad Sprüche: 20 wunderbare Fahrrad-Zitate, 2012-2019).

Kein Ende, sondern ein Anfang

Save the world

Es ist und bleibt eine schwierige Zeit, dennoch bleibe ich der Meinung, dass ich viel Neues lernen konnte. Ich hoffe, dass wir am Ende dieser Zeit viele positive Erfahrungen mitnehmen, um gemeinsam in eine andere, neuere Lebensart starten zu können.

Quellen

Abbildungsverzeichnis

Homestudying – Erfahrungen eines Morgenmuffels

Pascal Käslin studiert im Bachelor Umweltingenieurwesen an der ZHAW Life Sciences und Facility Management und gibt Tipps, wie man im Homestudying diszipliniert arbeiten kann.

Wahrscheinlich hast du schon vor Corona davon gehört. Doch erst jetzt, in der Zeit, wo viele Studierende und Angestellte gezwungen sind von zu Hause aus zu arbeiten, wurde es für viele auch zur Realität: Das Homeoffice bzw. das Homestudying. Für die einen ein Fluch, für die anderen ein Segen. Zu welcher Gruppe gehörst du?

Stehst du am Morgen munter auf und setzt dich kurz nach dem Frühstück diszipliniert hinter dein Notebook, um die heutigen Vorlesungen zu bearbeiten? Oder bist du eher wie ich? Ein klassischer Morgenmuffel. Das wäre ja gar nicht so schlimm, wenn da nicht noch tausend andere Dinge auf mich warten, die mir mehr Spass bereiten als die Matheaufgaben von heute. Eigentlich egal zu welcher Gruppe du gehörst, ein paar Tipps können nie schaden. Hier meine Erfahrungen und Tipps und Tricks für diszipliniertes Arbeiten von zu Hause.

Strukturiere deinen Alltag

Nicht an einen Stundenplan gebunden zu sein, bedeutet mehr Freiheit im eigenen Zeit-Management. Dies birgt aber auch Gefahren, die wir wohl alle kennen. Es ist voll und ganz jedem selbst überlassen, wann und sogar ob wir uns die Vorlesungen überhaupt ansehen. Viel Selbstdisziplin, die von uns gefragt ist. Dabei den Überblick zu behalten ist gar nicht so einfach.

Tipp Nr. 1

  • Entwickle eine gute Struktur, die den eigenen Bedürfnissen angepasst ist. Das kann dir dabei helfen, diszipliniert zu bleiben – du schaffst eine Routine, an die du dich gewöhnst. Nach einer gewissen Zeit läuft es dann praktisch von allein.
  • Erstelle beispielsweise einen Lernplan oder noch einfacher: Richte dich nach dem offiziellen Stundenplan. Der muss ja nicht zeitlich auf die Minute eingehalten werden, aber er gibt dir eine gewisse Struktur und du weisst, welche Fächer du täglich bearbeiten solltest.

Arbeite mit Checklisten

Auch wenn ich mich +/- nach dem Stundenplan richte, kann es manchmal überwältigend sein zu wissen, was ich alles zu tun habe. Es sind ja nicht nur Vorlesungen. Nein, auch Teamarbeiten, Präsentationen und Projekte müssen gemacht, besprochen und bearbeitet werden. Ein Mount-Everest von Arbeit. Wo soll ich da nur anfangen? Da geh ich heute doch lieber an den See bei dem schönen Wetter. Schon viele Male habe ich das Motto «Was ich heute kann besorgen, das kann ich auch morgen» praktiziert. Und schon viele Male musste ich am nächsten Tag feststellen: Heute ist es noch schlimmer als gestern. Der Berg wächst, wie bei einer tektonischen Plattenkollision. Zwischen den zwei Platten finde ich mich wieder. Der Druck steigt. Wenn ich jetzt nichts in Angriff nehme, werde ich noch ganz zerquetscht. Und wenn ich ehrlich bin, konnte ich die Zeit am See gar nicht wirklich geniessen.

Tipp Nr. 2

  • Mach dir eine Checkliste. Du verlierst dann den Überblick über deine Arbeiten nicht so schnell. Zusätzlich gibt es dir ein gutes Gefühl, wenn du etwas erledigt hast und auf der Checkliste abhaken kannst. Jedes Mal ein kleines Erfolgserlebnis. «Es ist wie mit dem physikalischen Gesetz der Trägheit: Ist ein schwerer Körper erst in Bewegung, wird es leichter ihn in Fahrt zu halten. „Auch die längste Reise beginnt mit einem einzelnen Schritt“, lautet ein chinesisches Sprichwort. Also beginnen Sie mit kleinen Schritten.» (Mai, 2018)

Trenne Arbeit von Privatem

Wenn ich nach einem langen Tag an der Hochschule den Campus verlasse, fällt es mir leicht mit dem Schultag abzuschliessen und abzuschalten. Das Verlassen des Campus und der Nachhause-Weg bilden eine psychologische Grenze zwischen Schule und Freizeit. Beim Arbeiten von zu Hause ist das nicht immer so einfach. Gemäss dem AOK-Fehlzeiten-Report (Badura et al., 2019) fällt es 38% der Befragten, die mehrheitlich von zu Hause arbeiten, schwer nach der Arbeit abzuschalten. Während nur 25% der Arbeitenden, die hauptsächlich in der Firma arbeiten, Mühe haben abzuschalten. Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Am Abend noch einen Text fertig schreiben oder eine Teams-Sitzung nach dem Abendessen, praktisch «always-on»!

Tipp Nr. 3

  • Richte dir einen Arbeitsplatz ein. Dieser sollte dann auch wirklich nur zum Arbeiten benutzt werden, wenn möglich nicht im Schlaf- oder Wohnzimmer.
  • Trenne deine Freizeit von der Schule klar ab. Das wirkt sich positiv auf dein Wohlbefinden, deine Produktivität und deine Disziplin aus.
  • Achte auf regelmässige Pausen. Den Gedankenstrom stündlich, wenn auch nur für fünf bis zehn Minuten zu unterbrechen, steigert Produktivität, Kreativität und verbessert die Fähigkeit am Abend abzuschalten.

Finde die richtige Balance

Für unser Wohlbefinden und Selbstdisziplin sind also weder stetiges Aufschieben der Aufgaben noch pausenloses Arbeiten hilfreich.

Tipp Nr. 4

  • Finde eine gute Balance. Nach einem ausgeglichenen Tag, an dem ein paar Punkte abgehakt werden konnten, kannst du mit einem guten Gefühl Feierabend machen. Du kannst dann die schönen Dinge im Leben geniessen und Energie für den nächsten Tag tanken.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Studieren im Homeoffice!

Quellenverzeichnis

Badura, B., Ducki, A., Schröder, H., Klose, J. & Meyer, M. (Hrsg.) (2019). Fehlzeiten-Report 2019. Digitalisierung – gesundes Arbeiten ermöglichen. Heidelberg: Springer-Verlag GmbH.

Mai, J. (2018). Disziplin lernen: 10 Tipps für mehr Selbstdisziplin. Abgerufen am 14.05.2020 von karrierebibel.de. https://karrierebibel.de/disziplin-selbstdisziplin/

Bild:       https://www.colourbox.de/bild/zuhause-online-unsauber-bild-27983396

Ein Team durch Teams: Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter

Dorothea Geeler studiert im Bachelor Facility Management an der ZHAW Life Sciences und Facility Management und gibt einige Tipps, wie man die digitale Zusammenarbeit im Studium meistern kann.

In der momentanen Lage, in der für die Studierenden der Kontaktunterricht ausfällt, verändert sich auch die Lernumgebung und die Art, Arbeiten zu schreiben. Besonders die Gruppenarbeiten sorgen für Schwierigkeiten und brauchen kreative Lösungen. Denn #stayathome ist auch jetzt noch ein wichtiger Slogan für uns alle. Nachfolgend stelle ich eine Applikation vor, welche die Zusammenarbeit wesentlich vereinfacht.

Microsoft Teams

Microsoft Teams ist eine Plattform, die den ZHAW-Angehörigen gratis zur Verfügung steht, denn sie ist in Office-365 integriert. Über dieses Programm können, wie der Name schon aussagt, Teams gegründet werden und es kann in diesen Teams gearbeitet werden. Die Handhabung ist eigentlich sehr einfach und wie viele Applikationen selbsterklärend. Für Probleme jeglicher Art gibt es entweder den guten Doktor Google oder direkt die Microsoft Teams-Hilfe und E-Learning Angebote. Wenn ihr ein neues Team eröffnet, solltet ihr die Vorlage «Andere» wählen. Gerne möchte ich hier ein paar Tipps und Anmerkungen mit euch teilen, die mir bei der Arbeit mit Teams aufgefallen sind.

Einführung in MS Teams

Digitales Treffen

Da ein analoges Treffen zurzeit nicht wirklich verantwortungsvoll ist, bleiben nur noch die Videokonferenzen. Über MS Teams kann man in der gegründeten Gruppe einen Videoanruf machen und diesen bei Bedarf auch aufzeichnen. Gerade für Gruppenarbeiten ist dies genial. Wem die Kamera nicht so liegt, der kann natürlich auch auf den Chat wechseln und sich so mit seinen Teammitgliedern unterhalten. Den Hintergrund kann man bei MS Teams übrigens weichzeichnen oder neu auch durch ein frei wählbares Hintergrundbild ersetzen, damit niemand das Chaos im Zimmer sieht (Video-Tutorial).

Termine regeln

Ein hauseigener Kalender ist für eine unkomplizierte Planung immer ein Segen. Auch MS Teams ist damit ausgestattet und gibt somit eine Hilfe zur Planung der Gruppenaktivitäten. Videokonferenzen, Chaträume und auch gemeinsame Arbeitszeiten können somit geplant und die Termineinladung gleich an alle Teammitglieder versendet werden (Video-Tutorial).

Dokumentenablage

Über MS Teams lässt sich nicht nur chatten, telefonieren und planen, sondern auch Dokumente können dort gespeichert und kollaborativ bearbeitet werden. Die Ordner auf MS Teams lassen sich mit dem OneDrive-Ordner synchronisieren, so dass alle Dokumente über den Explorer abgerufen werden können. Somit hat man immer noch alles an einem Ort und behält den Überblick.

Verknüpfungen

Die Plattform lässt sich übrigens auch mit anderen Applikationen verknüpfen. Dafür musst du nur bei dem Team auf das + klicken und eine neue Registerkarte mit dem beliebigen App hinzufügen. Was sich gerade für Gruppenarbeiten besonders eignet, ist «Meister Task». Damit lässt sich eine To-Do-Liste erstellen. Bei meinen ehemaligen Gruppenarbeiten haben wir dies oft genutzt, um Aufgaben zu erfassen und sie der Person zuzuteilen. Wenn jede und jeder dann den Stand der Aufgaben aktualisiert, behält man auch bei grösseren und komplexen Aufträgen den Überblick.

Das kann in etwa so aussehen:

Beispiel einer „To-Do-Liste“ in Meister Task

Alternativ zu Meister Task könnt ihr auch den Microsoft Planner nutzen, der bei Office 365 ebenfalls mit dabei ist.

Teams mit externen Gästen

Wenn man sich mit dem ZHAW-Login auf MS Teams registriert, hat man automatisch auch Zugriff auf alle anderen Nutzer/-innen mit einem ZHAW-Konto und kann mit jeder beliebigen Person innerhalb der Organisation ein Team gründen. Wenn die Plattform für ausserschulische Aktivitäten genutzt werden soll, kann man allerdings auch Gäste zu einem Team hinzufügen. Dafür einfach die Mailadresse der gewünschten Person eingeben und schon steht der Zusammenarbeit nichts mehr im Weg.

Ich hoffe, durch den Artikel konntet ihr einige neue Dinge über MS Teams erfahren und könnt dadurch auch den vollen Nutzen aus dieser Plattform ziehen. Allen da draussen eine gute Zeit und bleibt gesund!

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Nützliche Links

Leben an der ZHAW LSFM in Zeiten des Coronavirus: Gemeinsam voneinander lernen

Seit einigen Wochen prägt nun schon eine globale Pandemie unseren Alltag. In kurzer Zeit hat sich das Leben fundamental verändert, sei es im Beruf, an der Hochschule oder zu Hause. “Social distancing” ist angesagt, Geschäfte sind geschlossen, Freizeitaktivitäten eingeschränkt und vieles hat sich gezwungenermassen in den digitalen Raum verlagert, so auch am Departement Life Sciences und Facility Management der ZHAW. Studierende lernen von ihrem Wohnzimmer aus, Vorlesungen und Lernmaterialien werden online angeboten, Austausch findet über Telefon oder Videokonferenzen statt. Eine grosse Umstellung für alle Beteiligten, die mit einer unvorhersehbaren Geschwindigkeit vonstatten ging und Flexibilität von allen Seiten erfordert.

Obwohl nun einige Massnahmen schrittweise gelockert werden, ist zurzeit noch nicht von einem Zurück in den Zustand zuvor zu reden, es wird einige Zeit dauern bis etwas wie ein Normalzustand hergestellt werden kann. Nichtsdestotrotz haben sich viele Menschen langsam an die Situation angepasst und neue Wege und Ideen gefunden, ihren Alltag, ihr Berufsleben und ihr Studium unter diesen Umständen weiterzuführen. Wir glauben, dass wir dabei viel voneinander lernen können.

Was gibt es für Tipps und Tricks, Ideen und Verhaltensweisen, die in der aktuellen Lage hilfreich sind?

Wie gehen die Studierenden der ZHAW LSFM mit der aktuellen Situation um?


Was sind die grossen Herausforderungen?


Was lässt sich von der jetzigen Situation lernen und für die Zeit danach mitnehmen?

Für diese Fragen gibt es keine allgemeingültigen Antworten, aber viele verschiedene Perspektiven und interessante Ansätze, die es wert sind, geteilt und diskutiert zu werden.

Für diesen Zweck möchte das Team von DigitalTransformation@LSFM zusammen mit Spark Works in den folgenden Wochen acht Studierende interviewen und porträtieren und so unterschiedliche Perspektiven und Ideen aufzeigen, mit der aktuellen Situation umzugehen. Dabei interessiert uns insbesondere auch, wie trotz auferlegter physischer Isolation der digitale Austausch mit Familie, Freunden, Mitstudierenden und Dozierenden weitergehen kann. Wir freuen uns auf spannende Geschichten, kreative Ideen und nützliche Tipps und Tricks.

Gib der Corona-Zeit an der ZHAW in Wädenswil ein Gesicht!

Hast du etwas Interessantes gelernt von der aktuellen Situation? Dein Home-Office besonders schön oder kreativ eingerichtet, eine Quelle der Motivation gefunden, ein neues Tool für den Austausch oder einen lustigen Spieleabend mit deinen Freunden entdeckt? Teile deine Erfahrungen, Geschichten und Ideen mit uns, damit wir auch jetzt voneinander lernen können.

Gib der Corona-Zeit an der ZHAW in Wädenswil ein Gesicht und melde dich für ein Interview unter: digitaltransformation.lsfm@zhaw.ch. Wir belohnen die Teilnahme an einem Interview mit einem Coop-Gutschein in Höhe von CHF 50.-.

DigitalTransformation@LSFM

Wir sind ein Team von vier Mitarbeitenden des Departements Life Sciences und Facility Management der ZHAW, welches die strategische Förderung der digitalen Transformation in Lehre und Weiterbildung koordiniert: Beatrice Dätwyler, Jos Hehli, Daniela Lozza und Thomas Ott

Nützliche Links und Angebote für Studierende

Tipps für die Teilnahme an Videokonferenzen mit Zoom.us

Seit einer Woche können Mitarbeitende, Studierende und Weiterbildungsteilnehmende auf https://zhaw.zoom.us/ an Online-Unterricht, Webinaren und Online-Sprechstunden teilnehmen. Das Tool wird rege genutzt und viele konnten bereits erste Erfahrungen damit sammeln. Anbei ein paar wichtige Hinweise zur Netiquette und Tipps für Studierende.

Mit Vornamen und Name einloggen

Melden Sie sich bei Zoom.us immer mit Ihrer ZHAW-E-Mail-Adresse und Passwort an und stellen Sie sicher, dass Ihr Vorname und Name im virtuellen Raum ersichtlich sind. Anonyme Teilnehmende oder Fantasienamen werden aus Sicherheitsgründen konsequent aus den Meetings entfernt. Lehrpersonen empfehlen wir, für Ihre Meeting-Räume ein Zugriffspasswort zu setzen, um unerwünschte Gäste und Störungen im Meeting zu verhindern.

Sobald Sie zum ersten Mal eine Sitzung mit Zoom.us starten, werden Sie aufgefordert, die Zoom-App zu starten (falls nicht bereits installiert).  Loggen Sie sich in der Zoom-App mit dem ZHAW-Login ein. Wenn Sie Probleme mit der Zoom App haben, können Sie auf https://zhaw.zoom.us/ auf «Join» klicken und dort die Meeting-ID eingeben. Die Meeting-ID entspricht der Zahlenkombination in der URL.

Zu Beginn die Videokamera aktivieren

Aktivieren Sie zu Beginn der Sitzung, wenn möglich, die Videokamera, damit die Lehrperson sieht, dass Sie anwesend sind. Sie können über die Kontoeinstellungen in Zoom einen virtuellen Hintergrund einblenden, um zu vermeiden, dass andere einen intimen Einblick in Ihre Wohnung erhalten.

Headset nutzen und Mikrofon stumm schalten

Nutzen Sie bitte ein Headset oder Kopfhörer und nicht das eingebaute Mikrofon Ihres Notebooks. Loggen Sie sich vor dem Start der Online-Vorlesung/Webinars ein und testen Sie Ihre Audioeinstellungen. Schalten Sie Ihr Mikrofon anschliessend auf stumm, um störende Hintergrundgeräusche zu vermeiden. Aktivieren Sie Ihr Mikrofon nur, wenn Sie etwas sagen möchten.

Ein Bild, das Screenshot, Monitor, Bildschirm enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Chat nutzen

Es gibt einen Chat in Zoom, den Sie verwenden können, um Fragen zu stellen, Kommentare abzugeben oder nützliche Informationen zu teilen, während jemand anderes spricht. Bedenken Sie bitte, dass die Lehrperson den Chat-Verlauf nicht ständig im Auge behalten kann, während Sie etwas präsentiert. Halten Sie sich an die Netiquette für Chats; beleidigende oder anderweitig unangemessene Kommentare haben in den Chats nichts verloren. Den Lehrpersonen empfehlen wir in den Einstellungen private Chats zwischen Teilnehmende oder Gruppen zu deaktivieren.

Wortmeldungen nutzen

Nutzen Sie die Möglichkeiten, Feedback ohne Worte zu geben, in dem Sie die Icons in der Steuerung nutzen. Lehrpersonen können diese Funktion in den Kontoeinstellungen unter «Feedback ohne Worte» aktivieren.

Hinweis zur Aufzeichnung von Webinaren

Ihre Privatsphäre ist uns wichtig. Die Lehrperson wird zu Beginn des Webinars informieren, falls das Meeting aufgezeichnet wird. Aufnahmen von Zoom-Meetings werden über Moodle auf SWITCHCast zur Verfügung gestellt und sind nur für eingeschriebene Nutzerinnen und Nutzer des Moodle-Kurses zugänglich. Die Links auf die Videos sind mit einem Sicherheitscode versehen und können weder heruntergeladen noch mit Externen geteilt werden. Ihr Name und Vorname werden in der Aufzeichnung nicht erscheinen. Falls Sie nicht möchten, dass Ihr Videobild ersichtlich ist, deaktivieren Sie bitte Ihr Videobild vor dem Start der Aufzeichnung.

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Tipps zum digitalen Studium: Mach dir das Leben einfacher

Dorothea Geeler studiert im Bachelor Facility Management an der ZHAW Life Sciences und Facility Management und gibt in diesem Beitrag einige Tipps, wie man die digitale Herausforderung im Studium meistern kann.

Als ich mein Studium im 2017 anfing und hörte das es papierlos sei, stöhnte ich erst mal. Als papierliebende, handschriftliebende und kreative Person graute es mir schon vor der Digitalisierung im Unterricht. Ich nahm mir fest vor dies nicht mitzumachen. Ich wollte die Skripts ausdrucken, alles Wichtige – also alles – highlighten und Notizen einfügen. Dieser Vorsatz hielt aber nicht lange. Wir Studierenden kennen doch alle die ewig langen Dossiers, die nicht aufhörenden Aufgabenblätter und die ständig aktualisierten Unterrichtsfolien. Wenn ich all dies ausdrucken würde, würden viele Bäume sterben, Unmenge an Druckerfarbe verbraucht und schlussendlich würde alles wieder im Papierabfall landen. Deshalb lasst es. Denkt nicht so wie ich zu Beginn und lasst euch auf die digitale Welt ein.

Der richtige Laptop

Das erfolgreiche papierlose Leben beginnt mit einem Computer. Nicht mit einer XXL-Maschine aus der Steinzeit, sondern mit einem handlichen, leichten und kleinen Laptop. Wenn ich mich in meiner Klasse umschaue gibt es zwei vorherrschende Modelle: Das Microsoft Surface Pro und das Microsoft Surface Book. Über die Vor- und Nachteile lässt sich streiten, schlussendlich kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Ein kurzer Tipp von mir; wenn ihr viel unterwegs seid und im Zug arbeiten möchtet, dann nehmt das Microsoft Surface Book. Mit dem anderen lässt es sich ohne Tisch nicht so gut arbeiten.

Das richtige PDF-Programm

Wie an einer Hochschule Pflicht, erhalten wir von den Dozierenden immer PDFs mit unzähligen Seiten und einer grossen Menge an Unterrichtsstoff. Wenn man im Unterricht, oder neu in einem Webinar oder Screencast, aufmerksam zuhört, muss man natürlich auch Notizen in das PDF einfügen und dafür braucht man ein gutes Programm. Viele benutzen Adobe Acrobat Reader, andere benutzen den Foxit Reader oder XODO und wieder andere OneNote. Ich habe all die vorherigen natürlich auch ausprobiert, aber der wahre Gewinner ist für mich Drawboard PDF. Es ist leider nicht gratis (CHF 15.-), aber dafür umso genialer. Allerdings macht dieses Programm nur dann Sinn, wenn euer Laptop eine Touch-Funktion und einen Stift hat.

Die richtige Zusammenarbeit

Die meisten Studierenden hassen Gruppenarbeiten und die meisten Dozierenden lieben sie. Und da wir hier an der Hochschule nicht das Sagen haben, müssen wir durch diese Arbeiten hindurch und uns die nötigen Kompetenzen aneignen. Dies heisst auch, dass gemeinsam an einem Dokument gearbeitet wird, alle dieselben Informationen zur Verfügung haben müssen und so weiter und so fort. Auch wer OneDrive nicht mag, muss für Arbeiten wohl darauf umsteigen. Ein wirklich gutes Tool für die Zusammenarbeit ist das Programm MS Teams. Dort könnt ihr Gruppen erstellen, Video-Konferenzen halten – was ja in Zeiten von Online-Unterricht super ist – und ihr könnt dort auch gleich Dokumente abspeichern. Was wir alten Hasen aber mittlerweile gemerkt haben; gleichzeitig an einem Dokument zu arbeiten ist immer wie Roulette spielen. Manchmal gewinnt ihr und manchmal verliert ihr. Ich wünsche euch Nerven aus Stahl für die anstehenden Arbeiten.

Die richtige Ordnung

Ein Mantra, welches ein Stück weit mein Lebensmotto ist, ist «Ordnung, Struktur und Planung machen das Leben einfacher». Das stimmt auch bei der digitalen Ordnung auf deinem Laptop. Überlege dir ein System, wie du die ganzen Dokumente ablegen willst und wie du den Überblick über alles behältst. Nichts ist mühsamer, als wenn du ewig nach einem Dokument suchst. Zeichne dir vielleicht mal auf einem Blatt Papier auf, wie du alles haben möchtest. Flussdiagramme sind dafür immer gut.

Soweit meine Erfahrungen aus dem papierlosen Studium. Es ist eine Gewöhnungssache, aber es macht das Leben tatsächlich auch einfacher, wenn man den Dreh raus hat. Jetzt, wo wir alle Zuhause bleiben müssen und auch digitalen Unterricht haben, ist doch die Zeit perfekt um sich neue Kenntnisse und Tricks anzueignen.

Geniesst die Sonne und das Home Schooling!

Moodle-Kurse haben einen neuen Link

Aufgrund der Umstellung auf Online-Unterricht wurde Moodle an der ZHAW auf mehrere Instanzen verteilt, damit genügend Kapazität zur Verfügung steht.

Als Folge haben alle Moodle-Kurse am Departement Life Sciences und Facility Management NEU eine 0 in der URL: moodle0.zhaw.ch….
(z.B. https://moodle0.zhaw.ch/course/view.php?id=29631)

Die ID der Kurse bleibt unverändert. Die Verlinkung von Kursen, Abschnitten usw. innerhalb von Moodle funktioniert. Allerdings werden Favoriten und manuell gesetzte Links in E-Mails, Intranet usw. nicht mehr funktionieren bzw. auf moodle.zhaw.ch (Startseite) umgeleitet.

Für unser Departement LSFM haben wir Ihnen folgenden Tipp:
In der URL moodle.zhaw.ch… durch moodle0.zhaw.ch ersetzen!

Wir wünschen allen Studierenden und Lehrpersonen am Montag einen guten Start in den Online-Unterricht!

Zoom.us für Videokonferenzen

Neu können Lehrpersonen und Studierende an der ZHAW für Webinare und Online-Sprechstunden Zoom.us nutzen.
Der Einstieg erfolgt über: https://zhaw.zoom.us/

Zoom.us ist ein Videokonferenzsystem für Online-Meetings und Webinare. Wir empfehlen Zoom.us für Live-Interaktionen in der Lehre zu nutzen, z.B. Webinare, Online-Sprechstunden oder Präsentationen und Besprechungen von Gruppenarbeiten.

Erste Schritte mit Zoom.us

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