Tipps für die Teilnahme an Videokonferenzen mit Zoom.us

Seit einer Woche können Mitarbeitende, Studierende und Weiterbildungsteilnehmende auf https://zhaw.zoom.us/ an Online-Unterricht, Webinaren und Online-Sprechstunden teilnehmen. Das Tool wird rege genutzt und viele konnten bereits erste Erfahrungen damit sammeln. Anbei ein paar wichtige Hinweise zur Netiquette und Tipps für Studierende.

Mit Vornamen und Name einloggen

Melden Sie sich bei Zoom.us immer mit Ihrer ZHAW-E-Mail-Adresse und Passwort an und stellen Sie sicher, dass Ihr Vorname und Name im virtuellen Raum ersichtlich sind. Anonyme Teilnehmende oder Fantasienamen werden aus Sicherheitsgründen konsequent aus den Meetings entfernt. Lehrpersonen empfehlen wir, für Ihre Meeting-Räume ein Zugriffspasswort zu setzen, um unerwünschte Gäste und Störungen im Meeting zu verhindern.

Sobald Sie zum ersten Mal eine Sitzung mit Zoom.us starten, werden Sie aufgefordert, die Zoom-App zu starten (falls nicht bereits installiert).  Loggen Sie sich in der Zoom-App mit dem ZHAW-Login ein. Wenn Sie Probleme mit der Zoom App haben, können Sie auf https://zhaw.zoom.us/ auf «Join» klicken und dort die Meeting-ID eingeben. Die Meeting-ID entspricht der Zahlenkombination in der URL.

Zu Beginn die Videokamera aktivieren

Aktivieren Sie zu Beginn der Sitzung, wenn möglich, die Videokamera, damit die Lehrperson sieht, dass Sie anwesend sind. Sie können über die Kontoeinstellungen in Zoom einen virtuellen Hintergrund einblenden, um zu vermeiden, dass andere einen intimen Einblick in Ihre Wohnung erhalten.

Headset nutzen und Mikrofon stumm schalten

Nutzen Sie bitte ein Headset oder Kopfhörer und nicht das eingebaute Mikrofon Ihres Notebooks. Loggen Sie sich vor dem Start der Online-Vorlesung/Webinars ein und testen Sie Ihre Audioeinstellungen. Schalten Sie Ihr Mikrofon anschliessend auf stumm, um störende Hintergrundgeräusche zu vermeiden. Aktivieren Sie Ihr Mikrofon nur, wenn Sie etwas sagen möchten.

Ein Bild, das Screenshot, Monitor, Bildschirm enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Chat nutzen

Es gibt einen Chat in Zoom, den Sie verwenden können, um Fragen zu stellen, Kommentare abzugeben oder nützliche Informationen zu teilen, während jemand anderes spricht. Bedenken Sie bitte, dass die Lehrperson den Chat-Verlauf nicht ständig im Auge behalten kann, während Sie etwas präsentiert. Halten Sie sich an die Netiquette für Chats; beleidigende oder anderweitig unangemessene Kommentare haben in den Chats nichts verloren. Den Lehrpersonen empfehlen wir in den Einstellungen private Chats zwischen Teilnehmende oder Gruppen zu deaktivieren.

Wortmeldungen nutzen

Nutzen Sie die Möglichkeiten, Feedback ohne Worte zu geben, in dem Sie die Icons in der Steuerung nutzen. Lehrpersonen können diese Funktion in den Kontoeinstellungen unter «Feedback ohne Worte» aktivieren.

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Tipps zum digitalen Studium: Mach dir das Leben einfacher

Dorothea Geeler studiert im Bachelor Facility Management an der ZHAW Life Sciences und Facility Management und gibt in diesem Beitrag einige Tipps, wie man die digitale Herausforderung im Studium meistern kann.

Als ich mein Studium im 2017 anfing und hörte das es papierlos sei, stöhnte ich erst mal. Als papierliebende, handschriftliebende und kreative Person graute es mir schon vor der Digitalisierung im Unterricht. Ich nahm mir fest vor dies nicht mitzumachen. Ich wollte die Skripts ausdrucken, alles Wichtige – also alles – highlighten und Notizen einfügen. Dieser Vorsatz hielt aber nicht lange. Wir Studierenden kennen doch alle die ewig langen Dossiers, die nicht aufhörenden Aufgabenblätter und die ständig aktualisierten Unterrichtsfolien. Wenn ich all dies ausdrucken würde, würden viele Bäume sterben, Unmenge an Druckerfarbe verbraucht und schlussendlich würde alles wieder im Papierabfall landen. Deshalb lasst es. Denkt nicht so wie ich zu Beginn und lasst euch auf die digitale Welt ein.

Der richtige Laptop

Das erfolgreiche papierlose Leben beginnt mit einem Computer. Nicht mit einer XXL-Maschine aus der Steinzeit, sondern mit einem handlichen, leichten und kleinen Laptop. Wenn ich mich in meiner Klasse umschaue gibt es zwei vorherrschende Modelle: Das Microsoft Surface Pro und das Microsoft Surface Book. Über die Vor- und Nachteile lässt sich streiten, schlussendlich kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Ein kurzer Tipp von mir; wenn ihr viel unterwegs seid und im Zug arbeiten möchtet, dann nehmt das Microsoft Surface Book. Mit dem anderen lässt es sich ohne Tisch nicht so gut arbeiten.

Das richtige PDF-Programm

Wie an einer Hochschule Pflicht, erhalten wir von den Dozierenden immer PDFs mit unzähligen Seiten und einer grossen Menge an Unterrichtsstoff. Wenn man im Unterricht, oder neu in einem Webinar oder Screencast, aufmerksam zuhört, muss man natürlich auch Notizen in das PDF einfügen und dafür braucht man ein gutes Programm. Viele benutzen Adobe Acrobat Reader, andere benutzen den Foxit Reader oder XODO und wieder andere OneNote. Ich habe all die vorherigen natürlich auch ausprobiert, aber der wahre Gewinner ist für mich Drawboard PDF. Es ist leider nicht gratis (CHF 15.-), aber dafür umso genialer. Allerdings macht dieses Programm nur dann Sinn, wenn euer Laptop eine Touch-Funktion und einen Stift hat.

Die richtige Zusammenarbeit

Die meisten Studierenden hassen Gruppenarbeiten und die meisten Dozierenden lieben sie. Und da wir hier an der Hochschule nicht das Sagen haben, müssen wir durch diese Arbeiten hindurch und uns die nötigen Kompetenzen aneignen. Dies heisst auch, dass gemeinsam an einem Dokument gearbeitet wird, alle dieselben Informationen zur Verfügung haben müssen und so weiter und so fort. Auch wer OneDrive nicht mag, muss für Arbeiten wohl darauf umsteigen. Ein wirklich gutes Tool für die Zusammenarbeit ist das Programm MS Teams. Dort könnt ihr Gruppen erstellen, Video-Konferenzen halten – was ja in Zeiten von Online-Unterricht super ist – und ihr könnt dort auch gleich Dokumente abspeichern. Was wir alten Hasen aber mittlerweile gemerkt haben; gleichzeitig an einem Dokument zu arbeiten ist immer wie Roulette spielen. Manchmal gewinnt ihr und manchmal verliert ihr. Ich wünsche euch Nerven aus Stahl für die anstehenden Arbeiten.

Die richtige Ordnung

Ein Mantra, welches ein Stück weit mein Lebensmotto ist, ist «Ordnung, Struktur und Planung machen das Leben einfacher». Das stimmt auch bei der digitalen Ordnung auf deinem Laptop. Überlege dir ein System, wie du die ganzen Dokumente ablegen willst und wie du den Überblick über alles behältst. Nichts ist mühsamer, als wenn du ewig nach einem Dokument suchst. Zeichne dir vielleicht mal auf einem Blatt Papier auf, wie du alles haben möchtest. Flussdiagramme sind dafür immer gut.

Soweit meine Erfahrungen aus dem papierlosen Studium. Es ist eine Gewöhnungssache, aber es macht das Leben tatsächlich auch einfacher, wenn man den Dreh raus hat. Jetzt, wo wir alle Zuhause bleiben müssen und auch digitalen Unterricht haben, ist doch die Zeit perfekt um sich neue Kenntnisse und Tricks anzueignen.

Geniesst die Sonne und das Home Schooling!

Moodle-Kurse haben eine neuen Link

Aufgrund der Umstellung auf Online-Unterricht wurde Moodle an der ZHAW auf mehrere Instanzen verteilt, damit genügend Kapazität zur Verfügung steht.

Als Folge haben alle Moodle-Kurse am Departement Life Sciences und Facility Management NEU eine 0 in der URL: moodle0.zhaw.ch….
(z.B. https://moodle0.zhaw.ch/course/view.php?id=29631)

Die ID der Kurse bleibt unverändert. Die Verlinkung von Kursen, Abschnitten usw. innerhalb von Moodle funktioniert. Allerdings werden Favoriten und manuell gesetzte Links in E-Mails, Intranet usw. nicht mehr funktionieren bzw. auf moodle.zhaw.ch (Startseite) umgeleitet.

Für unser Departement LSFM haben wir Ihnen folgenden Tipp:
In der URL moodle.zhaw.ch… durch moodle0.zhaw.ch ersetzen!

Wir wünschen allen Studierenden und Lehrpersonen am Montag einen guten Start in den Online-Unterricht!

Zoom.us für Videokonferenzen

Neu können Lehrpersonen und Studierende an der ZHAW für Webinare und Online-Sprechstunden Zoom.us nutzen.
Der Einstieg erfolgt über: https://zhaw.zoom.us/

Zoom.us ist ein Videokonferenzsystem für Online-Meetings und Webinare. Wir empfehlen Zoom.us für Live-Interaktionen in der Lehre zu nutzen, z.B. Webinare, Online-Sprechstunden oder Präsentationen und Besprechungen von Gruppenarbeiten.

Erste Schritte mit Zoom.us

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ANKI das Lernkarteikartenprogramm mit dem gewissen Extra

Ein Beitrag von Lukas Schaub.

Lernkarteikarten-Systeme sind schon immer ein beliebtes Tool für das Lernen von Definitionen, Formeln oder sonstigen Lerninhalten gewesen. Unser Biotechnologie Student, Lukas Schaub, hat uns kürzlich auf das Lernkarteikartenprogramm ANKI aufmerksam gemacht und seine Empfehlung für uns zusammengefasst.

Intelligenter Lernmodus

Das Lernkarteikartenprogramm ANKI nutzt die Lernmethode der „Spaced Repetition„, sog. verteilte Wiederholung, bei der Inhalte über einen längeren Zeitraum in unterschiedlichen Intervallen wiederholt werden und dadurch besser im Gedächtnis hängen bleiben. Damit können viele Informationen durch mehrere kleine Lerneinheiten mit kurzen Lernzeiten ins Langzeitgedächtnis überführt werden. ANKI bietet nur einen Lernmodus, bei dem man eine Lernkarte anzeigt und sie für die Überprüfung der Lösung umkehrt. Anschliessend gibt man an, ob die Antwort fehlgeschlagen ist oder wie schwierig sie war (einfach, gut, schwer). Probleme gibt es erst dann, wenn die Menge an Karteikarten riesig oder die verbleibende Zeit vor einer Prüfung zu knapp ist, um nochmals alle Karten durch zu lernen. Doch auch hier kann ANKI mit der Verwendung von Tags und extra Lerneinheiten Abhilfe schaffen. Gleichzeitig kann die aufgewendete Lernzeit getrackt werden, was manchmal auch das schlechte Gewissen beruhigt.

Eigene Lernkarten erstellen, teilen und importieren

Die Lernkarten können auf beiden Seiten beschriftet werden, dabei können im Editor nebst Text auch Bilder oder Audio (z.B. Aussprache von Fremdwörtern) hinterlegt werden. Die eigenen Lernkarten können mit Mitstudierenden geteilt werden und bereits existierende Lernkartensets z.B. von Quizlet können gesucht und heruntergeladen werden. Für Fortgeschrittene ist auch das Erstellen personalisierter HTML und CSS Layouts möglich.

Erweiterung mit praktischen Add-Ons

Mit Add-Ons können weitere Lernkartentypen oder sonstige Zusatzfunktionen hinzugefügt werden.

Video von Glutanimate (YouTube)

Meine Favoriten Add-Ons:

Was benötigt man, um ANKI nutzen zu können?

ANKI läuft auf den Betriebssystemen Windows, Mac, Linux, iOS und Android. Das Programm ist kostenlose „Freeware“, für das iPhone existiert zusätzlich eine kostenpflichtige Pro Version. Die Karteikarten können durch das Erstellen eines Online-Accounts auf unterschiedlichen Geräten synchronisiert werden. Um ANKI zu installieren, klickt man auf https://apps.ankiweb.net/ den Download-Button an und installiert das Programm auf dem entsprechenden Betriebssystem. Während das Programm installiert kann auf https://ankiweb.net/account/register ein AnkiWeb-Account erstellt werden, welcher für das Abspeichern der Karten in der Cloud und das Synchronisieren auf anderen Geräten notwendig ist.
Jetzt kanns losgehen! Das erste Deck und die ersten Karteikarten erstellen und lernen.

Tipps und Tricks im Umgang mit ANKI

  • Um eigene Karteikarten zu erstellen klickt man unten in der Mitte auf Stapel erstellen und erfasst einen Namen (z.B. erstes Semester). Die Karteikarten haben eine Vorder- und Rückseite, die Vorderseite wird später die Frage darstellen, die Rückseite die Antwort. Die Zeile „Schlagwort“ stellt den sog. Tag der Karteikarte dar. Es empfiehlt sich hier zum Beispiel das Fach anzugeben, zu welchem diese Karteikarte gehört. Dadurch können man Ende des Semesters alle Karten mit einem Tag in einen separaten Stapel überführt werden und fachspezifisch gelernt werden. Wenn die Karteikarte fertig ist, kann sie durch „Hinzufügen“ dem Stapel hinzugefügt werden.
  • Um die Karte im Lernmodus aufzudecken klickt man entweder mit der Maus oder presst die Leertaste. Nun muss man seine Antwort selbst bewerten: War die Lösung korrekt und einfach, wählt das System im Hintergrund einen langen Zeitpunkt bis diese Karte wieder abgefragt wird. Dadurch wird es mit ANKI möglich jede Karteikarte individuell zu verwalten.
  • Bilder können bei der Erstellung von ANKI Karteikarten ebenfalls einbezogen werden. Dafür schneidet man das Bild z.B. mit dem Snipping Tool aus und fügt es über Einfügen (CTRL+V) in ANKI ein.
  • Um Audioaufnahmen aufzuzeichnen drückt man auf F5 oder den grauen Kreis mit dem rotem Punkt.
  • Schreibfehler können beim Lernen durch Drücken von «e» verbessert werden.
  • Wenn man nur noch einen Tag lernen möchte (zum Beispiel vor der Prüfung 😉) kann man das in der Stapelansicht durch klicken auf «Benutzerdefiniertes Lernen» machen. Dafür wählt man Karten mit bestimmtem Status oder Schlagwort aus, gibt eine maximale Anzahl Karten an (z.B. 1000) und wählt „Alle Karten in zufälliger Reihenfolge (Pauken)“ aus. Anschliessen werden die gewünschten Tags ausgewählt (z.B. Chemie1) und das intensive Lernen kann beginnen. Anki erstellt so eine benutzerdefinierte Sitzung in der Stapelübersicht. Das praktische dabei ist, dass Karten die man richtig beantwortet hat wieder ins Ursprungsdeck zurück kehren und Problemkarten in der benutzerdefinierten Sitzung verweilen bis man auch diese richtig gelöst hat.

Alternativen

Quizlet bietet nebst der Lernmethode der „Spaced Recognition“ auch noch einige spielerische Ansätze mit Games und verschiedene Lernmethoden, bei denen man z.B. auch Antworten eintippen muss. Dafür bietet Quizlet keine personalisierbaren Add-Ons und der Editor kommt bei komplexen Formeln an seine Grenzen.

Einführung in das papierlose Studium

Im September beginnen zahlreiche Studierende mit einem Studium an der ZHAW in Wädenswil. Für vier der fünf Bachelorstudiengänge ist der Unterricht papierlos. Dieser Beitrag richtet sich an die zukünftigen Studierenden der Studiengänge Biotechnologie, Facility Management, Lebensmitteltechnologie und Umweltingenieurwesen. Studierende des Studiengangs Chemie werden ab dem Frühlingssemester 2020 ebenfalls keine Lehrunterlagen auf Papier mehr erhalten.

Papierlos – was heisst das?

Im papierlosen Studium werden alle Lehrunterlagen online auf Moodle zur Verfügung gestellt. Sie können die Unterlagen jeweils vor dem Unterricht herunterladen und sie auf Ihrem persönlichen Notebook oder Tablet annotieren. Es steht Ihnen frei, die Unterlagen auszudrucken, aber wir ermutigen alle unsere zukünftigen Studierenden, diese Gelegenheit zu nutzen und im Studium vermehrt digital zu arbeiten. Das Arbeiten mit digitalen Werkzeugen ist eine gute Gelegenheit, sich digitale Kompetenzen anzueignen.

Online-Kurs zur individuellen Vorbereitung

Um Ihnen den Einstieg in das papierlose Arbeiten zu erleichtern, bieten wir einen Online-Kurs zur individuellen Vorbereitung an. Der Kurs ist als Selbstlerneinheit konzipiert und führt Sie durch verschiedene Aktivitäten, die Sie später auch im Studium antreffen werden, dazu gehören:

  • Unterrichts- und Lernmaterialien annotieren
  • Digitale Notizen und Skizzen erfassen
  • Datei Management in der Cloud
  • Digitale Dokumente teilen und mit anderen zusammenarbeiten

Bitte nehmen Sie sich mind. 3h Zeit und absolvieren Sie die Aktivitäten im Online-Kurs vor der Startwoche, damit Sie von den Unterstützungsangeboten in der Startwoche profitieren können. Für einige Aktivitäten benötigen Sie ein Login der ZHAW, dieses erhalten Sie, sofern Sie alle Immatrikulationsbedingungen erfüllt haben, bereits Ende August per Post zugeschickt, ansonsten spätestens am Montag in der Startwoche.

Digitale Werkstatt in der Startwoche

Hier erhalten Sie Unterstützung bei Fragen rund um das digitale Arbeiten. Sie können die Aufgaben aus dem Online-Kurs nochmals durcharbeiten oder Ihre Apps und Programme fertig einrichten. Unsere digital kompetenten Studierenden stehen Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Der Besuch der Werkstatt wird insbesondere Studierenden der Studiengänge Biotechnologie, Facility Management, Lebensmitteltechnologie und Umweltingenieurwesen empfohlen.

  • Di, 10. September 2019 von 11:30 – 13:00 Uhr, Campus Seifensträuli, RA 02.47
  • Mi, 11. September 2019 von 11:00 – 13:00 Uhr, Campus Reidbach, RS 05

Wir freuen uns, Sie auf Ihrem Weg zum papierlosen Studium online und in der Startwoche begleiten zu dürfen und wünschen Ihnen viel Freude beim Erkunden der digitalen Möglichkeiten!

Foxit Reader

In der letzten Auswertung der Apps haben wir gesehen, dass einige Studierende mit dem kostenlosen Foxit Reader arbeiten.

Der Foxit Reader ist eine gute Alternative zu den kostenlosen PDF-Readern Adobe Reader und PDF X-Change Editor. Die Vollversion läuft nur auf Windows, es gibt allerdings einen Foxit MobilePDF für Mac, iOS und Android mit weniger Funktionen. Die hier erwähnten Funktionen beziehen sich auf die Version 9.2 für Windows.

PDF-Reader mit vielen Personalisierungsmöglichkeiten

Der Foxit ist wahrscheinlich der PDF-Reader mit den meisten Einstellungsmöglichkeiten. Unter Datei -> Einstellungen können Sie den PDF-Reader gemäss individueller Bedürfnisse konfigurieren.

Ein Blick in diese Einstellungen lohnt sich auf jeden Fall, da man dort unter Allgemein -> Anwendungsstart die Anzeige von Werbung deaktivieren kann. Praktisch ist auch der Touch-Modus, bei dem die Schaltflächen etwas weiter auseinander dargestellt werden, damit man sie bei der Bedienung mit dem Finger einfacher auswählen kann. Die Symbolleiste für den Schnellzugriff kann übrigens individuell angepasst werden.

Schaltfläche im Schnellzugriff für das Wechseln zwischen Touch- und Mausmodus

Einstellungen zur Barrierefreiheit

Besonders erwähnenswert sind die Einstellungen zur Barrierefreiheit. So kann man in den Einstellungen beispielsweise das verwendete Farbschema, den Kontrast, das Seitenlayout sowie die Zoom-Einstellungen individuell einstellen. Unter Ansicht – > Assistent gibt es zudem eine integrierte Sprachausgabe, welche die Inhalte des PDFs vorliest. Die verwendete Stimme lässt sich in den Einstellungen ebenfalls anpassen.

Assistent für barrierefreies Lesen aktivieren

Druck-sensitive Stifterkennung

Ein weiterer Vorteil des Foxit Readers ist die druck-sensitive Stifterkennung, diese kann man in den Einstellungen (Datei -> Einstellungen -> Tablet) aktivieren oder deaktivieren. Es gibt auch einen Radiergummi, um Zeichnungen wieder zu löschen. Notizen und Skizzen mit dem Stift zu erfassen funktioniert im Foxit Reader oft besser als im Adobe Reader oder dem PDF X-Change Editor.

Kommentare, Skizzen und Stempel

Die Annotationsfunktionen sind vergleichbar mit anderen PDF-Readern. Man kann Texte hervorheben oder bearbeiten sowie eigene Kommentare oder Textfelder einfügen. Zusätzlich kann man einen ganzen Bereich hervorheben oder etwas im PDF ausmessen. Nützlich könnten auch die individualisierbaren Stempel sein. Wie wär’s z.B. mit einem Stempel «Prüfungsrelevant»?

Kommentarfunktionen im Foxit Reader mit individualisierbaren Stempeln

Kommentare und Highlights zusammenfassen

Wer viel mit PDFs lernt weiss vor allem eine gute Exportfunktion zu schätzen. Nichts ist mühsamer, als wenn man die wichtigen, markierten Inhalte aus dem PDFs manuell herauskopieren muss, um sie weiterbearbeiten zu können. Hier schafft die praktische Kommentarzusammenfassung Abhilfe. Man kann entweder alle Annotationen oder nur einzelne Kommentartypen wie z.B. Highlights exportieren. Zudem kann man wählen, ob diese mit einer nummerischen oder optischen Referenz zum Originaltext exportiert werden sollen.

Etwas unpraktisch ist allerdings, dass man die Annotationen nur als PDF und nicht als Text z.B. ins OneNote exportieren kann. Man kann allerdings über Ansicht – > Dokumentenansicht – > Textbetrachter die exportierten Kommentare unformatiert darstellen lassen und sie so kopieren.

Exportierte Kommentare mit Sequenznummern auf Einzelseiten

Fenster teilen

Um mehrere unterschiedliche Seiten im einem PDF gleichzeitig anzuzeigen, kann man in der Seitenansicht das Fenster entweder horizontal oder vertikal teilen (Ansicht -> Seitenansicht -> Teilen). Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn man z.B. ein Arbeitsblatt ausfüllt und sich die Lösungen auf der letzten Seite befinden. Durch die geteilte Ansicht erspart man sich beim Überprüfen der Antworten das hoch- und runterscrollen im Dokument.

Geteilte Fensteransicht

Keine optische Zeichenerkennung

Im Vergleich zum ebenfalls kostenlosen PDF X-Change Editor fehlt dem Foxit Reader die OCR-Texterkennung für eingescannte Unterlagen. Auch können Texte im PDF nicht bearbeitet werden, diese Funktion sind nur im kostenpflichtigen PhantomPDF (125$) verfügbar.  

Plug-Ins

Werfen Sie beim Download auch einen Blick auf die verfügbaren Add-Ons, z.B. für die Rechtschreibprüfung in anderen Sprachen oder für eine nahtlose Integration in den Firefox Browser.

Foxit Reader AddOns

Weitere Informationen

Alternativen

Lehrunterlagen für das papierlose Arbeiten optimieren

Das digitale Annotieren von Lehrunterlagen hat so seine Tücken; insbesondere, wenn die Lehrunterlagen ursprünglich für die Nutzung in ausgedruckter Form konzipiert wurden. Zwar werden die Touchscreens und Stifte der Geräte sowie die Notizen-Applikationen immer besser, mit ein paar Tricks lassen sich die Unterlagen aber noch explizit für das digitale Arbeiten optimieren.

Warum braucht es eine Optimierung der Unterlagen?

Dass noch Optimierungspotenzial besteht, zeigt die unten stehende Auswertung zur Eignung der Lehrunterlagen.

Ein Grossteil der Lehrunterlagen wird als PDF über das Learning Management System Moodle zur Verfügung gestellt. PDFs haben den Vorteil, dass sie plattformunabhängig annotiert und mit handschriftlichen Notizen ergänzt werden können.

Wir haben unsere Studierenden natürlich gefragt, wie die Situation ihrer Meinung nach verbessert werden könnte und haben viele gute Rückmeldungen erhalten. Anbei ein kleiner Auszug:

Unterlagen klar benennen, strukturieren und nur eine Version zur Verfügung stellen

  • Einheitliche Handhabung betreffend Benennung des Unterrichtsmaterials über alle Fächer hinweg, d.h. entweder Wochennummer, Datum, etc. Dies erlaubt es den Studenten, das Material richtig abzulegen. Bisher musste man die Files z.T. selber benennen, um die Chronologie zu gewährleisten. Dann stimmt dar Filename aber nicht mehr mit Moodle überein und man ist nie sicher, dass man alles hat.
  • Die Dozenten sollten unbedingt ihre Vorlesungsfolien und Unterlagen auf Moodle nach einem einheitlichen Schema benennen. Zum Beispiel: Kurs_Thema der Vorlesung_Datum (oder ähnlich).
  • PDF-Dateien mit Fragestellungen/Übungen sollten nicht 2x hochgeladen werden (wurde z.T. so gemacht vor der Vorlesung ohne und nach der Vorlesung mit). Da hat man von vor/während der Vorlesung eine Datei mit Annotationen aber ohne Lösungen und nachher eine mit Lösungen aber ohne Annotationen.

Einheitliche Struktur auf Moodle anbieten

  • Einige Vorlesungen waren auf Moodle nicht gut organisiert.
  • Eine gute Strukturierung hilft sehr viel beim Selbststudium und in der Lernphase.
  • Einheitliche Struktur aller Module: Es wäre sehr hilfreich, wenn es eine einheitliche Beschriftung der Files gäbe (nicht nur innerhalb des einzelnen Moduls, sondern gesamthaft gemäss Vorschrift!).
  • Jeder Dozent macht es Irgendwie. Man sollte Ordner erstellen mit SW1, SW 2, ..SW14 arbeiten und jedes Mal alles was an dieser Woche stattfand dort rein werfen. So ist es viel übersichtlicher und sinnvoll. Für die Lernphase auch viel leichter sich zu orientieren.
  • Die Daten sollten pro Woche hochgeladen werden und nicht pro Thema. So muss man nicht jedes Mal die gesamte Seite nach neuen Daten absuchen.
  • Es wäre hilfreich, eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn überarbeitete Files im Nachhinein noch hochgeladen werden.

PowerPoint Präsentation nicht als Skript nutzen

  • Das Arbeiten mit Präsentationen führt dazu, dass man keine umfangreicheren Papierunterlagen (Bücher) benutzt. Die Präsentationen sind gemäss meiner Erfahrung keine gute Vorstellung des Stoffs. Die Folien sollten im Prinzip das darstellen, was der Dozent nicht sagen kann (Bilder, Grafik usw.) aber in unserem Fall wird häufig der ganze Stoff in die Folien rein gepresst.
  • Falls man die Folien ausdrucken möchte, muss man sich immer überlegen: macht es Sinn, 50 Seiten auszudrucken, wenn die Mehrheit des Platzes für Hintergrund, Rahmen und Text mit Schrittgrösse 26 benutzt wird?

Unterlagen so gestalten, dass genügend Platz für Annotationen besteht

  • Die Unterlagen von gewissen Fächern besser gestalten damit genug Platz ist um hineinzuschreiben.
  • Mehr Platz zwischen den Aufgaben für die Eingabe der Antwort.
  • In jeder Vorlesung Skripts mit Platz zum reinschreiben.

Neue Möglichkeiten nutzen

  • Einige Dozenten nutzen das papierlose System optimal, während der Vorlesung + Fragen auf Moodle mit entsprechender Lösung. Für andere ist es die Bequemlichkeit, ein Skript auf Moodle zu stellen und damit fertig zu sein, folglich sind sie nicht interessiert an der papierlosen Möglichkeit. Wenn nicht alle mitziehen ist ein flächendeckender Erfolg leider nicht erreichbar.
  • Dozierende sollten sich auch daran halten. Viele haben hin und wieder Skripte etc. ausgedruckt, obwohl dies problemlos auch digital möglich wäre. Dann wird es halt mühsam, einiges auf Papier, einiges auf Computer

Tipps zur Optimierung der Lehrunterlagen und der online Kursoberflächen

Die Rückmeldungen haben wir in folgende Tipps für die Optimierung der Lehrunterlagen zusammengefasst:

  1. Benennen Sie Dokumente einheitlich, verständlich und klar.
  2. Optimieren Sie eingescannte PDFs mit OCR, damit die Studierenden Texte darin durchsuchen und annotieren können.
  3. Optimieren Sie grosse PDF’s für die Anzeige auf dem Web und auf mobilen Geräten.
  4. Bieten Sie nach Möglichkeit barrierefreie PDF’s an.
  5. Erstellen Sie aus den Überschriften im Word Lesezeichen für die Navigation im PDF.
  6. Vergrössern Sie die Seitenränder in Skripten und Präsentationen.
  7. Nutzen Sie Online-Quiz statt statische Arbeitsblätter.
  8. Verlinken Sie Online-Ressourcen (z.B. Literatur, e-Books, Webseiten, Videos, Quiz).
  9. Gestalten Sie übersichtliche Kursoberflächen in der online Lernumgebung.
  10. Laden Sie Unterlagen spätestens 24h vor dem Unterricht hoch.
  11. Stellen Sie sicher, dass Studierende wissen, für welche Lektion sie welche Unterlagen benötigen.
  12. Bieten Sie immer eine digitale Variante an, auch wenn Sie Papier verteilen.

Anleitung für das Optimieren der Lehrunterlagen

Wir haben für unsere Lehrpersonen eine Anleitung für das Optimieren der Lehrunterlagen erstellt. Gerne teilen wir diese Infos hier mit unseren Leserinnen und Lesern.

Download Handbuch: Lehrunterlagen und Moodle-Kurse für das papierlose Studium optimieren

Digitale Lehrunterlagen funktionieren wie Hypertext

Beim Erstellen von digitalen Lehrunterlagen hilft es zudem, sich die Prinzipien des Hypertextes zu verinnerlichen. Zwar sind PDFs kein Hypertext, aber digitale Unterlagen teilen mehr als eine Gemeinsamkeit mit Hypertext:

  • Links führen auf weitere Ressourcen.
    Anders als bei einem analogen Dokument, können Sie auf weitere Ressourcen verlinken. Benennen Sie die Links klar, damit die Studierenden nicht nur sehen, wohin der Link führt, sondern auch verstehen warum dieser für sie relevant sein könnte.
    Links wie „Weitere Informationen finden sie hier sind weniger aussagekräftig als z.B. „Informationen zum zur Totalrevision des CO2-Gesetzes finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Umwelt“.
  • Inhalte sind interaktiv und multimedial
    Nutzen Sie die Möglichkeiten der digitalen Unterlagen und verlinken Sie im Text z.B. auf ein Video um Inhalte zu veranschaulichen oder auf ein Quiz zur Selbstevaluation.
  • Der Einstieg kann überall erfolgen
    Digitale Dokumente werden oft fragmentarisch gelesen. Ähnlich wie beim Texten fürs Web ist es daher sinnvoll, den Inhalt in gut strukturierte Absätze mit Überschriften zu unterteilen. Dabei sollte jeder Absatz einen Gedanken verfolgen und eine aussagekräftige Überschrift haben.
    Achten Sie besonders darauf, dass wichtige Stichworte in den Überschriften vorkommen, damit Ihre Leserinnen und Leser über die Suche oder die Navigation rasch zu den richtigen Inhalten gelangen.
  • Die Übersicht fehlt
    Für Studierende ist es oft schwierig, den Umfang, bzw. die Bearbeitungszeit von digitalen Unterlagen abzuschätzen. Wenn man ein 300-seitiges Buch in den Händen hält, kann man den Inhalt alleine schon aufgrund des Gewichtes abschätzen.
    Fügen Sie zur Verbesserung der Übersicht daher immer ein Inhaltsverzeichnis als Lesezeichen ein und nummerieren Sie die Seiten. Eine tolle Hilfe ist auch ein Hinweis zur Bearbeitungszeit, z.B. eines Skriptes, sofern Sie diese korrekt einschätzen können.

Eine gute Hilfe für die Gestaltung von Lehrunterlagen sind die Grundprinzipien des Universal Design for Learning (UDL), insbesondere die Guidelines 2 zu den verschiedenen Formen der Darstellung. Leider sind diese Informationen zurzeit nur in Englischer Sprache verfügbar. 

Warum keine eBooks?

Multimediale eBooks wären grundsätzlich eine bessere Option als die statischen PDFs, weil sich das Layout dynamisch der Bildschirmgrösse anpasst. Zudem unterstützt das EPUB 3.0 Format, welches auf HTML5 basiert, nebst Text und Bild auch Notizen, Audio- und Videodateien sowie JavaScript und eingebettete Schriften. In einem eBook kann man z.B. die Schriftgrösse anpassen, was das Lesen angenehmer gestaltet.

Mit Software wie z.B. dem Apple iBooks Author können auch Laien eBooks mit multimedialen und interaktiven Inhalte erstellen. Allerdings können diese iBooks nur auf Mac und iOS gelesen werden, wodurch sie für uns nicht nutzbar sind. Leider könnten sich die Anbieter von eBooks noch nicht auf einen Standard einigen.

Unsere letzten Erfahrungen mit dem EPUB eBook Editor Sigil liegen schon eine Weile zurück, aber die Entwicklung und Lizenzierung eines interaktiven und multimedialen eBooks im offenen EPUB 3.0 Format scheint nach wie vor entweder eine technische, rechtliche oder finanzielle Herausforderung zu sein. Zwar gibt es vielversprechende Anbieter wie z.B. Publiwide oder edubase, aber die Kosten für die Entwicklung von eBooks sind um ein Vielfaches höher als das Erstellen von PDFs.

Welche Geräte und Apps haben sich bewährt?

Im Frühling 2018 haben wir unsere rund 400 Erstsemestrigen der Bachelorstudiengänge Biotechnologie, Facility Management, Lebensmitteltechnologie und Umweltingenieurwesen zu ihren Erfahrungen mit dem papierlosen Arbeiten im Studium befragt. 37% der befragten Studierenden haben sich an der Umfrage beteiligt. Als Vorbereitung auf das nächste Semester werden wir im Sommer die wichtigsten Ergebnisse aus dieser Umfrage publizieren.

Den Start machen wir mit einem Einblick in die Zufriedenheit mit den Geräte und die Applikationen, die unsere Studierenden im Unterricht und dem Selbststudium nutzen.

Hybridgeräte mit Touchscreen auf dem Vormarsch

Letztes Jahr haben wir in den Anforderungen für die Hard- und Software ein Gerät mit Touchscreen empfohlen. Dies, weil wir festgestellt hatten, dass Studierende mit Geräten ohne Touchscreen mit ihrer Wahl weniger zufrieden waren und sie teilweise Mühe hatten Skizzen und Notizen in den Unterlagen zu erfassen. 

Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo noch fast 60% ein Gerät ohne Touchscreen besassen, überwiegen neu die Windows-Geräte mit Touchscreen (57.5%). Das Microsoft Surface Pro ist mit 32% das beliebteste Hauptgerät. Das etwas neuere Microsoft Surface Book ist mit 11.5% noch weniger verbreitet. Unter den Studierenden, die andere Windows-Notebooks mit Touchscreen nutzen, sind das Lenovo Yoga und das Lenovo ThinkPad beliebt. Rund 26.5 % der Umfrageteilnehmenden nutzen ein Notebook ohne Touchscreen als Hauptgerät. Davon haben sich 16.5% für ein Gerät mit Windows-Betriebssystem und 10% für ein Mac Book (Air/Pro) entschieden.

Die Nutzung von iPads oder Android Tablets ist im Vergleich zum letzten Jahr auf tiefem Niveau stagniert: Rund 11% nutzen ein iPad und 2% nutzen ein Android-Tablet als Hauptgerät. Interessant ist, dass die Tablets auch als Zweitgeräte nicht sonderlich verbreitet sind. Dafür wird das Smartphone von über 33% der Studierenden als Zweitgerät für das Studium genutzt.

Zufriedenheit

Über 73% der Studierenden, die an der Umfrage teilgenommen haben, haben sich ein Gerät speziell für das Studium angeschafft. Die Mehrheit gab zwar an, dass sie die Unterlagen auf ihrem Gerät gut bearbeiten können; nicht alle würden sich jedoch wieder für dasselbe Gerät entscheiden. Mässig zufrieden mit ihrer Gerätewahl sind vor allem Studierende aus dem Studiengang Umweltingenieurwesen (UI). In diesem Studiengang sind verhältnismässig viele Mac Books (Air/Pro) vorhanden.

Zufriedenheit mit der Gerätewahl nach Studiengang: UI = Umweltingenieurwesen, FM = Facility Management, BT = Biotechnologie, LM = Lebensmitteltechnologie

Zufriedenheit nach Gerätetyp

Sehr zufrieden mit ihrer Wahl scheinen die Nutzer/innen des Microsoft Surface Book zu sein. Der neue „Notebook-Bruder“ des Microsoft Surface Pro hat einen grösseren, abnehmbaren und umklappbaren Bildschirm. Die Kommentare zeigen, dass sich das Surface Book besser für das mobile Arbeiten eignet, da es im Gegensatz zum Surface Pro keine feste Unterlage für die Tastatur benötigt. Allerdings schneidet auch das Microsoft Surface Pro bei der Zufriedenheit sehr gut ab.

Klappcovertastatur kaum geeignet um im Zug oder sonst auf den Beinen (Laptop) zu arbeiten.
(Microsoft Surface Pro Nutzer/in)

Zufrieden mit ihrer Wahl sind auch die Nutzer/innen eines iPads. Vor allem jene Studierende die ein neueres Gerät mit Apple Pencil besitzen. Die Android-Tablets haben sich offensichtlich weniger bewährt. Negativ abgeschnitten haben vor allem Android Tablets die keinen aktiven Stift für das Erfassen von Notizen und Skizzen besitzen. Zudem sind die ansonsten sehr beliebten Microsoft Office Apps auf den Android Tablets nur eingeschränkt nutzbar.

Das Tablet Samsung Galaxy S2 ist nicht optimal für das Schreiben von Hand geeignet, da man die Hand nicht richtig ablegen kann. Ausserdem lassen sich die One Note App und One Drive sowie die Outlook App nur im beschränkten Rahmen nutzen.
(Android Nutzer/in)

Ebenfalls eher negativ abgeschnitten haben die Windows-Notebooks ohne Touchscreen sowie die Mac Books (Air/Pro). Wobei man anmeken muss, dass ein Teil der Studierenden damit doch sehr zufrieden ist. Als Nachteil wird vor allem der fehlende Touchscreen aufgeführt, was dazu führt, dass Skizzen und Notizen entweder auf Papier oder etwas umständlich mit der Maus erfasst werden müssen. Bei den Mac-Modellen kommt noch etwas erschwerend hinzu, dass Studierende eine Windows-Partition via Bootcamp installieren müssen, um in MINT-Fächern windowsbasierte Software nutzen zu können.

Kein Touchscreen, daher unmöglich, Zeichnungen und handschriftliche Notizen zu machen. Ausserdem alter und langsamer Computer, immer wieder Komplikationen mit dem Bootcamp.
(Mac Nutzer/in)

Computer ist sehr schwer und hat keinen Touchscreen, dafür ist er sehr leistungsstark und bietet eine gute Übersicht.
(Notebook Nutzer/in)

Windows auch bei den Apps führend

Die Hitliste der meistverwendeten Applikationen führen die zwei Microsoft Office Programme OneNote und Word sowie der PDF-Reader Drawboard PDF an. In Anbetracht der vielen Windows-Geräte überrascht dies nicht.

Etwas mehr Variation ist bei den PDF-Readern vorhanden: Am beliebtesten sind die kostenpflichtige Drawboard App und der kostenlose Adobe Acrobat Reader. Verwendet werden auch die kostenlosen PDF-Reader PDF X-Change Editor, Xodo-Reader und Foxit Reader sowie der kostenpflichtige PDF-Expert für iPad und Mac.  

Meistverwendete Apps im Unterricht

Im Unterricht nutzt die Mehrheit der Umfrageteilnehmenden OneNote, Word und einen PDF-Reader.

Studierende mit Touchscreen bevorzugen dabei für das Erfassen von Skizzen und Notizen in den Unterlagen die kostenpflichtige Drawboard App, während Nutzer/innen von Notebooks ohne Touchscreen den kostenlosen Adobe Acrobat Reader oder eine der anderen kostenlosen Alternativen nutzen. Erwähnenswert ist auch die relativ häufige Nennung der diversen Browser, um während des Unterrichts auf die Lernplattform Moodle und das Internet zuzugreifen.

Meistverwendete Apps im Selbststudium

Vergleicht man die Nutzung der Apps im Selbststudium mit der Nutzung während des Unterrichtes fällt auf, dass im Selbststudium etwas häufiger mit Word gearbeitet wird. Dies könnte mit dem Schreiben von Zusammenfassungen und Arbeiten zusammenhängen.

Zudem wird während des Selbststudiums häufig das Internet genutzt. Ob die Studierenden mit dem Browser auf die Lernplattform Moodle oder auf andere Internetressourcen zugreifen ist unklar. Einige Lernressourcen wie das Videoportal YouTube und die Lernkarten-App Quizlet wurden explizit genannt. Die Nutzung der PDF-Reader scheint im Selbststudium weniger ausgeprägt zu sein als im Unterricht, das überrascht etwas, da man annehmen könnte, dass die PDF-Reader im Selbststudium zum Lesen häufiger verwendet werden.

Drawboard bei Touch-Geräten beliebt

Schaut man sich die gesamthafte Nutzung pro Gerätetyp an, fällt auf, dass Studierende mit Windows-Geräten vor allem mit Word und OneNote Arbeiten. Die Nutzer/nnen eines Gerätes mit Touchscreen nutzen zudem regelmässig den PDF-Reader Drawboard um handschriftliche Notizen und Skizzen in den Lehrunterlagen zu erfassen. Studierende, die ein Gerät ohne Touchscreen besitzen, nutzen hingegen eher den Adobe Acrobat Reader und den Xodo Reader. Den Xodo Reader haben wir ursprünglich für Android Tablets empfohlen, die App ist aber auch für Windows und iOS verfügbar und scheint beim aktuellen Studienjahrgang an Beliebtheit gewonnen zu haben.

Tablets zum Lesen und Recherchieren

Beim iPad ist der Safari Browser die häufigste verwendete App. Microsoft Word und OneNote, sowie die Notizen-Apps Notability und Good Notes sind ebenfalls beliebte Apps auf dem iPad.

Die Android Nutzer/innen scheinen auf den ersten Blick mit ihren Geräten weniger im Internet zu surfen und dafür mehr zu lesen. Sie nutzen vor allem den Xodo Reader und Microsoft OneNote, sowie Word.

Mac Books mit Windows-Betriebssystem

Die Angaben zu Mac sind leider verwässert, da die Mac-Nutzer/innen aufgrund der Anforderungen im Informatikunterricht Windows auf ihrem Gerät installiert haben.

Dies führt dazu, dass viele zwar einen Mac als Hauptgerät nutzen, darauf aber nicht mit dem OS-, sondern mit dem Windows-Betriebssystem arbeiten. Folglich wurden auch zahlreiche Windows-Applikationen genannt und die Ergebnisse sind nicht sehr aussagekräftig.

Speicherdienste

Die Studierenden speichern ihre Lehrunterlagen mehrheitlich auf dem Cloud-Dienst Microsoft OneDrive for Business. Für die Dauer des Studiums steht ihnen dort im Rahmen von Office 365 kostenlos 1 TB Datenspeicher zur Verfügung.

Allerdings gibt es mit OneDrive for Business auch ab und zu Probleme, vor allem Nutzer/innen, die bereits einen privaten OneDrive Account besitzen und auf ihrem Gerät zusätzlich den OneDrive for Business Account synchronisieren möchten sollten prüfen, ob die Synchronisation der unterschiedlichen Accounts korrekt funktioniert.

Zahlreiche Studierende speichern ihre Daten auch auf einer externen Festplatte. Ein Backup auf einer externen Festplatte empfiehlt sich für alle Studierende.

Genutzte Speicherdienste pro Studiengang

LiquidText

Wir sind immer auf der Suche nach Apps, die unsere Studierenden beim Lernen unterstützen können. LiquidText für iOS ist eine solche App, die das Arbeiten mit digitalen Texten revolutionär verändern könnte.

Die App wurde ursprünglich von Mitarbeitenden und Studierenden der Georgia Tech entwickelt, um das aktive Lesen zu unterstützen. Die Pro-Version ist mit CHF 29.- allerdings verhältnismässig teuer, die kostenlose Version bietet aber auch schon einige praktische Funktionen und eine Version für Windows ist für 2019 geplant.

Texte annotieren

Wie in jedem guten PDF-Reader können Sie mit LiquidText Textstellen farblich hervorheben, unterstreichen oder kommentieren. In der Pro-Version stehen ein zusätzlicher digitaler Stift und ein Marker für handschriftliche Notizen oder Skizzen zur Verfügung. Damit können Sie beliebige Elemente im Text und im Arbeitsbereich von Hand miteinander verlinken. LiquidText ist allerdings nicht nur auf PDFs beschränkt, sondern erlaubt auch das Annotieren von Word und PowerPoint Dokumenten.

Textstellen als Randnotizen extrahieren und neu verknüpfen

Das Besondere an LiquidText ist der zusätzliche Arbeitsbereich, der je nach Bildschirmausrichtung auf der rechten Seite oder unterhalb des Textes erscheint. Hier können Sie während des Lesens Textstellen mit dem Stift oder Finger direkt aus dem Text extrahieren und sie individuell anordnen und ergänzen. Mit diesen Randnotizen können Sie wichtige Aussagen aus dem Text neu organisieren, verknüpfen und kommentieren ohne auf Platzprobleme zu stossen. Der Kontext der Randnotizen bleibt sichtbar, so dass Sie Ihre Gedankengänge jederzeit nachvollziehen können.
In der Pro-Version können Sie zusätzlich Grafiken oder andere Elemente ausschneiden und in den Arbeitsbereich einfügen, sowie Elemente im Arbeitsbereich von Hand annotieren.

Textstellen und Dokumente vergleichen

Die sog. Highlight View erlaubt es, Texte dynamisch zu bearbeiten, in dem Sie gewisse Seiten vorübergehend zusammenziehen, damit sie ausgeblendet werden. Dadurch können Sie einzelne Textstellen in einem Dokument direkt miteinander vergleichen. In der Pro-Version können zudem in der sog. MultiView mehrere Dokumente oder Webseiten eingeblendet werden, dadurch können Sie Textstellen aus mehreren Dokumenten interaktiv miteinander verglichen.

Anmerkungen exportieren

Ein weiterer Vorteil von Liquid Text sind die zahlreichen Exportoptionen der Annotationen und Randnotizen. Sie können eine automatische Zusammenfassung ihrer Annotationen erstellen und wählen, ob Sie z.B. nur die Highlights, die Randnotizen oder Kommentare für die Weiterbearbeitung als Word-Dokument exportieren wollen.

Synchronisation nur manuell verfügbar

Noch verbesserungswürdig sind allerdings die Möglichkeiten zur Synchronisation der Dateien in der Cloud. Man kann zwar Dokumente von allen gängigen Cloud-Diensten herunterladen, inkl. OneDrive für Business der ZHAW, aber eine automatische Synchronisation der Dokumente mit dem Cloud-Server ist zurzeit nicht verfügbar. Damit müssen Dokumente jeweils manuell wieder auf den Server hochgeladen werden, was nicht nur mühsam und ineffizient ist, sondern bei vielen Dokumenten auch sehr unübersichtlich werden kann.

Weitere Informationen

Liquid Text Features

Video Demo von LiquidText (Englisch)

Alternative

Die App MarginNote funktioniert nach demselben Prinzip wie LiquidText und bietet ebenfalls ein Arbeitsbereich in dem man seine Notizen visuell als MindMap anordnen kann. Im Gegensatz zu LiquidText setzt MarginNote etwas weniger auf handschriftliche Notizen. Dafür erkennt es Verweise im Dokument automatisch und zeigt eine Vorschau davon an, wodurch das mühsames Scrollen im Dokument wegfällt. MarginNote kennt ebenfalls eine sog. SplitView mit der man mehrere Dokumente gleichzeitig öffnen und vergleichen kann. Weitere Vorteile von MarginNote sind die Auto-Synchronisierung via iCloud, die Exportmöglichkeit nach Evernote und vor allem die zusätzliche Desktop-Version für Mac. Die Pro-Version von MarginNote ist zudem mit CHF 10.- bedeutend günstiger als die Pro-Version von LiquidText. Wer viel mit wissenschaftlicher Literatur arbeitet und auf Windows oder Mac Publikationen verfasst, für den könnte Docear eine lohnsenswerte, kostenlose Alternative darstellen.

Letzte Aktualisierung: 28.06.2019

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