LiquidText

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Wir sind immer auf der Suche nach Apps, die unsere Studierenden beim Lernen unterstützen können. LiquidText ist eine solche App, die das Arbeiten mit digitalen Texten revolutionär verändern könnte.

Die App wurde ursprünglich von Mitarbeitenden und Studierenden der Georgia Tech entwickelt, um das aktive Lesen zu unterstützen. Die Pro-Version ist mit CHF 20.- verhältnismässig teuer, die kostenlose Version bietet aber auch schon einige praktische Funktionen.

Texte annotieren

Wie in jedem guten PDF-Reader können Sie mit LiquidText Textstellen farblich hervorheben, unterstreichen oder kommentieren. In der Pro-Version stehen zusätzlich ein digitaler Stift und ein Marker für handschriftliche Notizen oder Skizzen zur Verfügung. LiquidText ist allerdings nicht nur auf PDFs beschränkt, sondern erlaubt auch das Annotieren von Word und PowerPoint Dokumenten.

Textstellen als Randnotizen extrahieren und neu verknüpfen

Das Besondere an LiquidText ist der zusätzliche Arbeitsbereich, der je nach Bildschirmausrichtung auf der rechten Seite oder unterhalb des Textes erscheint. Hier können Sie während des Lesens Textstellen mit dem Stift oder Finger direkt aus dem Text extrahieren und sie individuell anordnen und ergänzen. Mit diesen Randnotizen können Sie wichtige Aussagen aus dem Text neu organisieren, verknüpfen und kommentieren ohne auf Platzprobleme zu stossen. Der Kontext der Randnotizen bleibt sichtbar, so dass Sie Ihre Gedankengänge jederzeit nachvollziehen können.
In der Pro-Version können Sie zusätzlich Grafiken oder andere Elemente ausschneiden und in den Arbeitsbereich einfügen, sowie Elemente im Arbeitsbereich von Hand annotieren.

Textstellen und Dokumente vergleichen

Die sog. Highlight View erlaubt es, Texte dynamisch zu bearbeiten, in dem Sie gewisse Seiten vorübergehend zusammenziehen, damit sie ausgeblendet werden. Dadurch können Sie einzelne Textstellen in einem Dokument direkt miteinander vergleichen. In der Pro-Version können zudem mehrere Dokumente oder Webseiten eingeblendet und so auch Textstellen aus mehreren Dokumenten gesucht und interaktiv miteinander verglichen werden.

Anmerkungen exportieren

Ein weiterer Vorteil von Liquid Text sind die zahlreichen Exportoptionen der Annotationen und Randnotizen. Sie können eine automatische Zusammenfassung ihrer Annotationen erstellen und wählen, ob Sie z.B. nur die Highlights, die Randnotizen oder Kommentare für die Weiterbearbeitung als Word-Dokument exportieren wollen.

Synchronisation nur manuell verfügbar

Noch verbesserungswürdig sind allerdings die Möglichkeiten zur Synchronisation der Dateien in der Cloud. Man kann zwar Dokumente von allen gängigen Cloud-Diensten herunterladen, inkl. OneDrive für Business der ZHAW, aber eine automatische Synchronisation der Dokumente mit dem Cloud-Server ist zurzeit nicht verfügbar. Damit müssen Dokumente jeweils manuell wieder auf den Server hochgeladen werden, was nicht nur mühsam und ineffizient ist, sondern bei vielen Dokumenten auch sehr unübersichtlich werden kann.

Weitere Informationen

Liquid Text Features

Video Demo von LiquidText (Englisch)

Erste Erfahrungen mit Bring Your Own Device

Seit Herbst 2016 studieren unsere angehenden BiotechnologInnen, Facility ManagerInnen und UmweltingenieurInnen papierlos mit ihren eigenen Notebooks und Tablets. Diese Neuausrichtung des papierlosen Studium war nötig, um das frühere Pilotprojekt in den Normalbetrieb zu überführen. Zudem hat das Pilotprojekt gezeigt, dass die Studierenden sehr individuelle Anforderungen an ihre Arbeitsgeräte haben. Als Hochschule können wir dieser Vielfalt aufgrund der komplexen und aufwändigen Ausschreibungsverfahren nicht gerecht werden und hinken dem technologischen Fortschritt immer etwas hinterher.

Wir haben unsere Erstsemestrigen und deren Lehrpersonen nach den ersten vier Monaten mit Bring Your Own Device befragt und ziehen nun hier mit einer Serie von Beiträgen eine erste Bilanz. Den Anfang machen wir mit der Hard- und Software sowie mit der Infrastruktur.

Bei den Studierenden haben 131 Personen aus dem 1. Semester der Studiengänge in Biotechnologie, Facility Management und Umweltingenieurwesen an der Umfrage teilgenommen. Die Rücklaufquote lag bei 35%. Bei den Lehrpersonen haben 52 Personen an der Umfrage teilgenommen und die Rücklaufquote betrug 68%.

Geräte

Über 70% der Studierenden haben sich speziell ein Gerät für das Studium angeschafft. zusammengefasst machen normale Notebooks und Macs mit 59% die Mehrheit der Geräte aus, gefolgt von Hybridgeräten mit Touchscreen und dem Surface Pro mit 51%. Nur eine Minderheit von 13% arbeitet mit Tablets, wobei dort vor allem das Apple iPad dominiert. Damit besitzen 64% der Studierenden entweder ein Notebook, Hybridgerät oder Tablet mit Touchscreen. Rund 1/4 der Studierende gab zudem an, dass sie das Smartphone zum Lernen nutzen, vielleicht ein mobiler Ersatz für das Tablet?

Touchscreen wichtiger als erwartet
Zufrieden mit ihrer Wahl sind vor allem die NutzerInnen eines Microsoft Surface Pro und weiterer Hybridgeräte mit Touchscreen, wie z.B. das Lenovo Yoga. Auch die wenigen Studierenden, die ein Apple iPad nutzen sind sehr zufrieden mit ihrem Gerät.

Ich arbeite im Studium mit folgenden Geräten

Studierende mit einem Mac finden ihr Gerät zwar nach wie vor gut, sie haben aber teilweise Mühe mit der Bedienung, weil sie oft mit der Windows-Partition arbeiten müssen und dann z.B. einige Tasten auf der Tastatur nicht mehr übereinstimmen:

Grundsätzlich würde ich mich wieder für Apple entscheiden. Da aber jedoch mit Windows gearbeitet wird, wäre ein Surface wohl die bessere Option.

Eher unzufrieden mit ihrem Gerät sind Studierende, die mit einem handelsüblichen Notebook ohne Touchscreen arbeiten:

Wir zeichnen sehr viel im Unterricht, was vorher nicht bekannt war. Hätte ich das gewusst, hätte ich ein Laptop mit Touchscreen gekauft.

Es ist schwer, ich muss den Akku zu häufig aufladen, es hat keine Maus, es ist schwierig Notizen zu machen.

Ich würde mich wieder für das gleiche Gerät entscheiden

Empfehlung
Zusammengefasst kann man sagen, dass der Touchscreen und die damit verbundene Möglichkeit, handschriftliche Annotationen und Skizzen in den Unterlagen zu erfassen vor allem im Unterricht wichtig ist. Wir empfehlen daher zukünftigen Studierenden, sich nach Möglichkeit ein Gerät mit abnehmbarem/drehbarem Touchscreen und Eingabestift zu kaufen, damit das Gerät als Papierersatz genutzt werden kann und beim Arbeiten nicht ständig zwischen Papier und Notebook hin- und hergewechselt werden muss.

Programme

Windows dominiert das Feld
Bei den genutzten Applikationen hat die Vielfalt im Unterschied zu den Pilotklassen mit Tablets stark abgenommen.Microsoft OneNote dominiert sowohl im Unterricht als auch im Selbststudium, gefolgt von Microsoft Word und dem kostenlosen Adobe Acrobat Reader. Diese Dominanz deR Microsoft Produkte hängt sicherlich auch damit zusammen, dass Office 365 mittlerweile auf allen Betriebssystemen genutzt werden kann, wenn auch mit weniger Funktionen als auf Windows.

Das Office 365 Pro Plus Angebot der ZHAW wird von 77% der Studierenden genutzt. Einige dürften auch Office Professional 2016 installiert haben und einige wissen offenbar nicht, dass es Office 365 auch für das iPad und Android gibt.

Drawboard als beliebte Alternative zum Adobe Reader
Mehrere Studierende haben angemerkt dass ihnen die Kombination aus OneNote und Adobe Reader für das Bearbeiten der PDF-Unterlagen nicht ausreicht und sie daher die kostenpflichtige App Drawboard nutzen.

Die Nutzung der bisher sehr beliebten iPad Apps wie PDF ExpertGood Notes oder Notability ist stark zurückgegangen, da im Vergleich zum Pilotprojekt viel weniger mit Tablets gearbeitet wird. Auch der früher sehr beliebte PDF X-Change Editor wurde seltener genannt. Dafür wird Drawboard vermehrt genutzt. Die Browser (IE/Firefox) werden sowohl im Unterricht als auch im Selbststudium oft genutzt. Spezifische Android Apps wurden keine genannt.

Genutzte Applikationen im Unterricht und Selbststudium, visualisiert nach Häufigkeit der Nennung.

Cloud Dienste
Die Mehrheit der Studierenden (66%) speichert die Daten auf OneDrive for Business.Damit haben Dropbox und Google Drive stark an Beliebtheit eingebüsst und auch der akademische Cloud-Dienst SWITCHdrive spielt mit 3% nur noch eine sehr untergeordnete Rolle. 36% gaben zudem an, dass sie ihre Daten auch auf lokalen Speichern, externen Festplatten oder USB Sticks speichern.

Infrastruktur

Studierende möchten (noch) mehr Steckdosen
Das WLAN und die Stromversorgung wurden in den vergangenen drei Jahren massiv ausgebaut. Das hat sich offenbar gelohnt, denn mittlerweile sind über 80% der Studierenden mit der Ausstattung der Unterrichtsräume im Hinblick auf Steckdosen und WLAN zufrieden. In einigen Räumen sind die Steckdosen allerdings schlecht zugänglich oder es sind nicht genügend Steckdosen vorhanden. Zudem wünschen sich die Studierenden auch an den Lernplätzen mehr Steckdosen.

Bewertung der Infrastruktur durch Studierende und Lehrpersonen.

Gesundheitliche Bedenken ernst nehmen
Eine Person hat sich über gesundheitliche Bedenken geäussert und gefordert, dass wegen der Geräteemissionen in den Unterrichtsräumen für eine bessere Abluft und eine höhere Luftwechselrate gesorgt werden sollte. Sie schlug auch vor, dass die Hochschule technologiefreie Zonen schaffen sollte – wie das an anderen ZHAW-Standorten z.B. mit einem „Raum der Stille“ bereits gemacht wird. Die Hochschule in Wädenswil hat mit den Gärten im Grüental eine technologiefreie Zone die sich ideal für einen achtsamen Spaziergang und eine technologiefreie Pause eignet.

Didaktischer Rückschritt durch verkabelte Tische
Etwas anders sieht die Situation bei den Lehrpersonen aus. Die Montage der Steckdosen an den Tischen hat dazu geführt, dass viele Tische in den Gruppenräumen fix verkabelt sind und nicht mehr verstellt werden können. Das stellt die Lehrpersonen vor neue Herausforderungen und schränkt die didaktischen Möglichkeiten während des Unterrichts ein. Unterrichtsszenarien, welche die aktive Partizipation der Studierenden und das kollaborative Lernen in den Vordergrund stellen, werden dadurch erschwert:

Der didaktische Fortschritt mit dem papierlosen Studium wurde durch das Zusammen“binden“ der Bänke gleich wieder ins Minus gebracht (Gruppenarbeiten sind so fast nicht möglich.)  Auch sonst ist die Infrastruktur noch nicht auf der Höhe, z.B. fristen die Visualizer eher ein Schattendasein.

Teilweise veraltete, mangelhafte Beamer und Mikrofone
Bemängelt wird zudem die AV-Technik in den Unterrichtsräumen. Die Beamer haben teilweise eine schlechte Auflösung oder funktionieren nicht zuverlässig:

Technik in den GA-Räumen hatte Kinderkrankheiten. Ich stand 3-mal in einem Unterrichtsraum, wo die Technik nicht funktionierte und das Problem konnte von den Technikern nicht innerhalb von Minuten behoben werden.

Der Beamer funktioniert manchmal nicht und ich habe Mühe mit den Settings für Sound auf meinem Notebook: benutze daher meinen eigenen Lautsprecher.

Auch die Mikrofone scheinen teilweise nicht zu funktionieren, wodurch Studierende in den hinteren Reihen dem Referenten nur schwer folgen können:

Es hat nicht in jedem Zimmer funktionstüchtige Mikrofone. Die in den mittleren Reihen bis hintere Reihen verstehen nicht alles wenn der Dozent vorne was erzählt.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass mit dem Ausbau der Infrastruktur die Bedürfnisse der Studierenden hinsichtlich WLAN und Steckdosen mit einigen wenigen Ausnahmen erfolgreich abgedeckt werden konnten. Allerdings zeigt sich auch, dass die verkabelten Tische für den didaktischen Fortschritt eher kontraproduktiv sind, da dadurch die didaktischen Szenarien im Präsenzunterricht eingeschränkt werden. Gerade beim aktiven Lernen im Rahmen von Gruppenarbeiten, Debatten und Diskussionsrunden wird die Interaktion im Raum auch durch die Bestuhlung mitgesteuert.

Leider besitzen noch nicht alle Studierenden Geräte mit einer Akkulaufzeit von 8 oder mehr Stunden. Gerade handelsübliche Notebooks laufen oft nur 4h am Stück und verbrauchen im Vergleich zu Tablets sehr viel Strom. Die Verkabelung in den Unterrichtsräumen bleibt somit bis auf weiteres ein notwendiges Übel, um die Tische mit Strom zu versorgen.

Andererseits darf man sich durchaus fragen, warum die Gruppenräume nach dem traditionellen Hörsaalprinzip mit Tischen in Reih und Glied bestuhlt sind. Man könnte in Gruppenräumen auch eine andere Bestuhlung vorgeben und die Verkabelung entsprechend anpassen. Das würde dann aber bedeuten, dass in diesen Räumen tatsächlich nur noch aktive Lernsettings wie Gruppenarbeiten, Diskussionen und Übungen und keine Vorlesungen mehr stattfinden.

Rückblick auf den Paperless Parcours

App-Karten von Studierenden

Die Studierenden, die in der diesjährigen Startwoche den Paperless Parcours besucht haben mussten als Abschlussaufgabe eine Zusammenstellung der Applikationen erstellen, die sie für das papierlose Studium nutzen.

Diese Aufgabe wurde von 50 Studierenden absolviert und wir haben daraus einige gute Beispiele ausgewählt. Anbei präsentieren wir Ihnen vier Arbeiten von Studierenden, die eingewilligt haben, dass ihre App-Karte hier auf dem Blog veröffentlicht wird:

Meisterverwendet: MS Office und PDF-Reader

In den App-Karten sieht man, dass die Studierenden vor allem die Microsoft Office Produkte und den Adobe Reader nutzen. Einzig bei den iPads werden noch einige andere Apps aufgeführt. Auch OneDrive for Business scheint als Cloud-Dienst beliebt zu sein, da den Studierenden mit dem ZHAW-Account 1TB Speicherplatz zur Verfügung steht. Die Nutzung von OneDrive hat allerdings auch zu vielen Fragen und Unsicherheit geführt, da einigen Studierenden der Unterschied zwischen dem privaten OneDrive und OneDrive for Business nicht ganz klar war. Auch hätten sich einige Studierende eine kritischere Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht. OneNote wurde von den Studierenden überraschend gut aufgenommen, allerdings beobachten wir das etwas mit Besorgnis, da viele Studierende nun alle PDF’s in OneNote importieren und sie dort annotieren, was zu sehr grossen Dateien führt, da OneNote die PDFs als Bilder importiert. Wir empfehlen generell PDF-Dateien in einem PDF-Editor zu bearbeiten und OneNote für zusätzliche Notizen zu nutzen.

Zu wenig Zeit für den Parcours

Die Rückmeldungen auf den Paperless Parcours sind gemischt ausgefallen. Das Thema „digitales Arbeiten“ wurde von den Studierenden allgemein als wichtig befunden, allerdings hatten sie für das Lösen der Aufgaben zu wenig Zeit. Zudem waren sie so auf das Lösen der Aufgabe fokussiert, dass sie sich gar nicht differenziert mit den verschiedenen Apps auseinandersetzen und die Informationen und Anleitungen auf dem Blog mehrheitlich ignorierten. Aufgrund des sehr heterogenen Vorwissens und der vielen unterschiedlichen Geräte der Teilnehmenden konnten die zwei Betreuungspersonen pro Posten auch kaum auf individuelle Bedürfnisse und Probleme eingehen.

Überarbeitung des Paperless Parcours fürs 2017

Wir werden den Paperless Parcours deshalb fürs nächste Jahr überarbeiten. Eine Möglichkeit wäre, dem Thema in der Startwoche bedeutend mehr Raum einzuräumen, was allerdings für uns ein Ressourcenproblem darstellt und in Konkurrenz zu den anderen Inhalten steht. Eine andere Möglichkeit wäre, den Paperless Parcours teilweise online anzubieten, da damit viel besser auf die unterschiedlichen Vorkenntnisse und Geräte eingegangen werden kann. Zudem könnten die Studierenden online und evtl. an einem Help Point vor Ort individuell jene Hilfe in Anspruch nehmen, die sie benötigen.

Langfristige Förderung digitaler Kompetenzen

Klar ist allerdings auch, dass wir die Erwartungen an eine solche Einführungsveranstaltung nochmals überdenken müssen. Die Digitalisierung in der Lehre ist ein langfristiger und anspruchsvoller Prozess und die dafür nötigen digitalen Kompetenzen können sich die Studierenden nicht schnell innerhalb von 2-3 Stunden in der Startwoche aneignen. Hierfür braucht es weiter greifende Konzepte die in den Curricula der Studiengänge verankert sind.

iPad Essentials für Mitarbeitende

Unsere Dozierenden stecken mitten in den Vorbereitungen für das neue Semester und einige von ihnen haben sich vorgenommen, nicht nur papierlose Klassen zu unterrichten, sondern auch gleich selber papierlos zu arbeiten. Wir haben daher hier eine Liste von App-Empfehlungen speziell für Dozierende mit einem iPad zusammen gestellt, da sich die Informationen teilweise von denjenigen der Studierenden unterscheiden. Insbesondere weil für Mitarbeitende bei der Wahl der Tools und der Datenablage andere Rahmenbedingungen gelten.

Dateimanagement

Sharepoint-LogoIdealerweise nutzen Sie mit dem iPad SharePoint (https://collab.zhaw.ch) als Dateiablage. Damit können Sie Dateien direkt aus den Microsoft Office Apps Word, PowerPoint, Excel und OneNote aus öffnen, bearbeiten und synchronisieren. Um eine SharePoint Projekt- oder Eventseite zu verbinden kopieren Sie den Link aus dem Browser und fügen ihn wie folgt in die entsprechende Office App ein, z.B. https://collab.zhaw.ch/projekte/1234 (die Endung ändert sich je nach Seite, löschen Sie den Zusatz SitePages/Home.aspx).

Mit dem FileExplorer könne Sie auf das Pool Laufwerk S und das persönliche Laufwerk U zuzugreifen. Von extern benötigen Sie hierfür allerdings eine VPN-Verbindung via Cisco Any Connect App. Mit dem File Explorer können Sie nur Dateien herunterladen und über „Öffnen in“ in einer anderen App öffnen. Danach müssen Sie die bearbeitete Datei manuell wieder hochladen, wenn sie später auf dem Laufwerk wieder zur Verfügung stehen soll. Eine Anleitung für das Verbinden der ZHAW-Laufwerke finden Sie in Kürze auf dem Intranet.

SWITCHdriveDer akademische Cloud-Dienst SWITCHdrive ist eine Option für die Ablage persönlicher Dokumente. Der Dienst kann nur via WebDAV verbunden werden und es gibt relativ wenig Apps auf iOS, welche die Synchronisation mit diesem Dienst unterstützen. Ausnahmen sind PDF Expert, GoodReader, Notability, Outline+ sowie Pages, Numbers und Keynote von Apple. Die Microsoft Apps unterstützen WebDAV nicht.

OneDriveNeu ist an der ZHAW OneDrive frei geschaltet und Mitarbeitende können ab dem 12. September 2016 auf dem iPad OneDrive for Business mit Office 365 nutzen. Dieser Dienst unterscheidet sich vom persönlichen OneDrive, da die Dateien verschlüsselt auf einem SharePoint Server gespeichert werden. Der Zugang funktioniert damit ähnlich wie bei SharePoint und OneDrive for Business ist ebenfalls aus allen Microsoft Apps auf iOS sowie aus dem PDF Expert aus verknüpfbar.

Office

Die kostenlosen Microsoft Office Apps bieten volle Kompatibilität mit den Office Dokumenten, die Sie auf Ihrem ZHAW-Notebook mit Windows erstellen. Für Notizen eignet sich OneNote gut, da Sie die Notizen von mehreren Geräten aus bearbeiten können. SharePoint und OneDrive for Business sind nahtlos in die Microsoft Apps integriert, so dass Sie direkt von den Apps aus auf die Dateien zugreifen können. Die Office Apps synchronisieren die Dateien bei bestehender WLAN-Verbindung laufend auf dem SharePoint Server.
Einige Funktionen wie Änderungen nachverfolgen und prüfen sind nur mit einem Office 365 Abo verfügbar. Ab dem 12. September 2016 können Mitarbeitende Office365 Pro Plus kostenlos via ZHAW beziehen.

PDF bearbeiten

Nebst dem kostenlosen iBooks von Apple ist auch der kostenlose Adobe Reader ein guter Startpunkt für das Lesen von PDFs. Wenn Ihnen die Möglichkeiten der beiden Apps aber nicht ausreichen und Sie Ihre annotierten PDFs auf SharePoint, OneDrive for Business oder SWITCHdrive synchronisieren möchten empfehlen wir den PDF Expert. Eine etwas günstigere Alternative zum PDF Expert ist der GoodReader.

Skizzen und Notizen

Wenn Sie oft handschriftliche Notizen und Skizzen erfassen und Ihnen die Zeichenfunktionen von OneNote zu eingeschränkt sind, könnte eine App wie GoodNotes oder Paper Abhilfe schaffen. GoodNotes ist ein digitaler Notizblock und bietet ein ausgezeichnetes Schriftbild. Ausserdem können wie bei OneNote handschriftliche Notizen durchsucht werden und Formen werden beim Zeichnen automatisch begradigt. Allerdings ist die Synchronisation nur mit gängigen Cloud-Diensten wie OneDrive, Dropbox, Google Drive und Box möglich. Weder SharePoint, OneDrive for Business noch SWITCHdrive werden unterstützt. Wer hingegen gerne digital zeichnet wird an Paper von Fifty Tree Freude haben, denn die App bietet kostenlos eine grosse Auswahl an Stiften und Farben für verschiedene Zeichenstile und Skizzen. Die Zeichnungen können direkt an OneNote gesendet werden.

Literaturverwaltung

Mendeley ist ein Literaturverwaltungsprogramm, das auf allen Betriebssystemen läuft und einen integrierten PDF-Reader bietet. Damit können Sie im Vergleich zu RefWorks Literatur nicht nur verwalten, sondern auch gleich in der App selber lesen und annotieren.

Kreatives Arbeiten

Das iPad eignet sich nebst dem Lesen, Redigieren und Recherchieren vor allem auch für kreative Arbeiten. Nutzen Sie z.B. SimpleMind um während eines Brainstormings rasch ein MindMap zu erstellen oder erstellen Sie mit PureFlow einfache Flussdiagramme. Mit Prezi können Sie Ihre Studierenden mit einer anderen Art von Präsentation überraschen. Als digitales Whiteboard eignen sich leere Seiten im PowerPoint, OneNote oder GoodNotes oder spezielle Apps wie Explain Everything und ShowMe.

Praktische Helfer

Das Arbeiten mit einem iPad bedeutet für viele ein Umdenken. Nicht nur werden die Dateien anders abgelegt, es braucht auch andere Tools, um Arbeitsschritte zu erledigen. Pocket erlaubt z.B. das Sammeln und Speichern interessanter Artikel während Sie im Internet recherchieren. Mit der App toPDF können Sie aus einer Webseite ein PDF generieren und mit Scanbot können Sie QR-Codes scannen und handschriftliche Skizzen oder Dokumente auf Papier mit der Kamera abfotografieren und weiterbearbeiten. Die App ist kostenlos, das Upgrade mit einer OCR-Texterkennung kostet allerdings CHF 6.-. Ein praktischer Helfer ist auch der Puffin Browser, sollten Sie mal eine Flash-Webseite antreffen. Videos für den Unterricht können Sie in der Regel mit Documents 5 und savefrom.net auf dem iPad speichern. Beachten Sie bei Downloads bitte das Merkblatt zum Urheberrecht im Moodle.

Weitere Informationen

Blogbeiträge

Kursangebote, Anleitungen und Handbücher

GoodNotes

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GoodNotes BeitragsbildGoodNotes 4 für CHF 8.- ist die Empfehlung für iPad NutzerInnen, die in einem digitalen Notizbuch handschriftliche Notizen und Skizzen erstellen möchten und Ihre Daten mit OneDrive, OneDrive for Business, Dropbox oder Google Drive synchronisieren.

Import und Export

GoodNotes unterstützt den Import von PDF- und Word-Dateien sowie Bilder aus den verknüpften Cloud-Diensten oder direkt von der Kamera. Die Notizen können entweder als PDF, Bild oder GoodNotes Dokument exportiert werden.

Handschriftliche Notizen

GoodNotes bietet umfangreiche Formatierungsmöglichkeiten für handschriftliche Notizen mit einem schönen Schriftbild dank Digital-Ink Technologie. Der praktische Zoom-Modus ermöglicht präzises und platzsparendes Schreiben. Bei älteren iPads ohne Apple Pencil können Sie bei Bedarf einen Handballen-Schutz aktivieren, damit Sie die Hand beim Schreiben auf den Bildschirm ablegen können. Das Erfassen von Text mittels Tastatur ist ebenfalls möglich über das Kontextmenü „Text“.

Handschrift und Text durchsuchen

Der echte Mehrwert von GoodNotes liegt in der Suchfunktion und der damit verbundenen OCR- und Handschrifterkennung. Sie können sowohl Text in einem importierten PDF oder Word als auch Ihre handschriftlichen Notizen durchsuchen. Es dauert jeweils einen Moment, bis GoodNotes die Handschrift entziffert und für die Suche indexiert hat. Die Handschrift kann auch in Text konvertiert werden, das funktioniert aber je nach Handschrift und Sprache nicht immer zuverlässig.

Formen begradigen

Formen können beim Zeichnen automatisch begradigt werden, wenn Sie z.B. von Hand ein Viereck zeichnen, werden die Linien automatisch gerade gezeichnet.

Weitere Informationen

GoodNotes User Guide

PDF-Dokumente auf dem iPad mit GoodNotes annotieren
Video von Lars Bobach

Alternative

  • Notability
    Die Notizen App kostet CHF 10.- und lässt sich ebenfalls mit OneDrive for Business synchronisieren. Sie bietet noch zusätzliche Funktionen wie z.B. das Erfassen von Audionotizen oder das Einfügen von Haftnotizen oder eines Screenshots einer Webseite. Notability kann allerdings die Handschrift nicht durchsuchen.
  • Nebo
    Diese App kostet CHF 3.- und wurde speziell für das iPad Pro und Apple Pencil entwickelt. Auf älteren iPads ist die App unbrauchbar. Nebo ist eine reine Notizen App, PDFs können keine importiert werden. Dafür können Gleichungen in LaTeX konvertiert und die Handschrift kann als Text exportiert werden, wobei Deutsch (Schweiz) als Sprache allerdings noch nicht verfügbar ist. Die Synchronisation funktioniert zudem zurzeit nur mit Dropbox.

PDF Expert

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PDF Expert BeitragsbildDer PDF Expert ist mit CHF 10.- die Premium-App unter den empfohlenen Apps für die Bearbeitung von PDFs auf dem iPad.

Handschrift und Bearbeitungsmodus

Die Stärken des PDF Expert liegen in der sehr guten Stifthandhabung mit Zoom-Funktion für handschriftliche Skizzen und Notizen in PDFs und dem praktischen Bearbeitungsmodus, mit dem Sie PDF-Dokumente sehr effizient redigieren können. Diese Funktion ist vor allem auch für Dozierende praktisch, die studentische Arbeiten im PDF-Format redigieren.

Anmerkungen exportieren

Praktisch ist zudem die Möglichkeit, alle Annotationen wie Markierungen und Kommentare als Zusammenfassung als PDF zu exportieren oder per E-Mail zu versenden.

Synchronisation mit SWITCHdrive und OneDrive for Business

Ein weiteres Plus sind die zahlreichen Synchronisationsmöglichkeiten. PDF Expert unterstützt nebst gängigen Cloud-Diensten wie Dropbox, Google Drive und OneDrive auch SWITCHdrive (WebDAV) und OneDrive for Business. Sie wählen die Ordner oder Dateien auf dem gewünschten Cloud-Dienst aus und synchronisieren sie lokal auf das iPad, danach können Sie auch offline daran arbeiten.

Mitarbeitende, die einen Ordner von SharePoint synchronisieren möchten, wählen im PDF Expert den Netzwerkdienst WebDAV aus, erfassen die entsprechende URL https://collab.zhaw.ch/… zu ihrer Projekt- oder Eventseite und loggen sich mit ihrem ZHAW-Login ein. Die Anleitung für die Verbindung von OneDrive for Business der ZHAW finden Sie hier (Login erforderlich).

Weitere Informationen

In der Knowledge Base von Raddle oder im Handbuch finden Sie ausführliche Informationen und Anleitungen zu jeder Funktion des PDF Expert (in Englisch).

Weitere Informationen

PDF Expert User Guide
Readdle PDF Expert Knowledge Base

Schlussevaluation papierloses Studium: Software und Apps

Im dritten Teil der Schlussevaluation haben wir die rund 160 Studierenden des Bachelorstudiengangs in Biotechnologe gefragt, welche Apps und Programme sie für das papierlose Studium auf ihrem Tablet am häufigsten nutzen.

Cloud-Speicher

Die Daten werden von rund 65% der Studierenden auf Dropbox gespeichert. Dropbox hält sich seit Jahren auf dem 1. Platz, obwohl wir den Studierenden den akademischen Cloud-Dienst SWITCHDrive mit 25 GB empfehlen.

Die Windows-NutzerInnen arbeiten zu 37% mit dem Cloud-Dienst von SWITCHDrive, wo hingegen die iPad-NutzerInnen mit über 50% Dropbox bevorzugen. Das hat teilweise auch damit zu tun, dass sich die Synchronisation mit Dropbox von allen Apps aus sehr komfortabel einrichten lässt. SWITCHDrive lässt sich hingegen nur via WebDAV verbinden und diese Option ist nicht in allen Apps verfügbar.

Cloud SpeicherOffice 365

Die jüngste Klasse BT15 hat ein Office 365 Abo zur Verfügung und damit Zugriff auf 1 TB Microsoft One Drive for Business. Microsoft OneDrive wird mittlerweile ebenfalls von sehr vielen Apps unterstützt und ist vor allem für die Verwendung von Office auf dem iPad sehr praktisch. Bei BT15 nutzten gesamthaft rund 44% das Office 365 Abo, überraschenderweise machten die Dell-NutzerInnen mit 54,5% häufiger davon Gebrauch als die iPad-Nutzerinnen mit 42%.

Meistverwendete Apps

Bei den meistverwendeten Apps zeigen sich interessante Unterschiede zwischen den Betriebssystemen. Während die Windows-NutzerInnen vor allem mit Microsoft Word, OneNote und dem kostenlosen Adobe Reader arbeiten, nutzen die iPad-NutzerInnen den PDF Expert, den Safari Browser und Good Notes am häufigsten.

Windows – Office Programme und Adobe Reader

Die Windows-NutzerInnen mit dem Dell Venue 11 Pro nutzen in erster Linie Microsoft Word und OneNote, gefolgt vom kostenlosen Adobe Reader für die Bearbeitung von PDFs. Diese drei Programme kommen in allen Lernphasen vor; sowohl im Unterricht und in den Labors als auch im Selbststudium und in der Prüfungsvorbereitung.

Mit dem Adobe Reader kann man keine handschriftlichen Notizen und Skizzen in den PDFs erfassen, daher greifen viele Studierende für Notizen auf Word und OneNote zurück. NutzerInnen mit Office 2016 können die PDFs auch in Word öffnen und sie wie eine Word-Datei weiter bearbeiten.

In OneNote können zwar PDFs importiert und mit handschriftlichen Notizen ergänzt werden, allerdings werden die OneNote-Dateien relativ gross und belasten damit die Speicherkapazität. Aus diesem Grund greifen einige Studierende auf spezifische Notizen-Apps wie Drawboard und MetaMoJi Lite oder den PDF X-Change Editor zurück, damit können handschriftliche Skizzen und Notizen direkt in den PDFs erfasst werden.

Beim Browser bevorzugen die Windows-NutzerInnen den Internet Explorer gefolgt von Google Chrome.

Windows

Verwendete Applikationen auf Windows mit mind. 4 Nennungen

iPad – PDF Expert, Safari und eine kunterbunte Mischung

Bei den iPad-NutzerInnen ist die App PDF Expert in allen Lernphasen vom Unterricht und im Labor bis hin zum Selbststudium und der Prüfungsvorbereitung die meistverwendete App. Einige nutzen auch den etwas günstigeren GoodReader, MobiFolders oder den kostenlosen Adobe Reader.

Nebst den PDF-Bearbeitungsprogrammen werden auf dem iPad auch häufig die Internetbrowser Safari und Google Chrome sowie der Cloud-Dienst Dropbox verwendet.

Die App Good Notes für handschriftliche Notizen wurde ebenfalls häufig genannt. Die App von Microsoft Word hat mittlerweile die Apple eigene App Pages überholt und wird ebenfalls gerne im Unterricht und im Labor genutzt. Das erklärt auch, warum de iPad-NutzerInnen Dropbox bevorzugen; Good Notes und Word können nämlich nicht mit SWITCHDrive (WebDAV) synchronisiert werden.

Spannend ist, dass die Studierenden mit dem iPad häufiger die Kamera und das Mail-Programm nutzen als die Windows-NutzerInnen. Die Verwendung des Mail-Programms überrascht allerdings nicht, da viele NutzerInnen von iOS Bilder und Dateien per E-Mail verschicken, statt sie auf einen Cloud-Dienst hochzuladen.

iOS

Verwendete Applikationen auf iOS mit mind. 5 Nennungen

Mehr bildungsrelevante Apps auf dem iPad

In der Evaluation vom 2014 hatten 77% der Studierenden angegeben, dass das Tablet für sie eine neue Form des Lernens darstellt. Dabei waren diejenigen Studierenden, die dem nicht zugestimmt haben allesamt Windows-NutzerInnen.

Was hier diesbezüglich auffällt ist, dass die iPad-NutzerInnen mit einer grösseren Vielfalt von neuen Applikationen arbeiten, während die Windows-NutzerInnen dazu tendieren, mit bereits vertrauten Applikationen wie Microsoft Office und Adobe Reader zu arbeiten.

So haben die iPad-NutzerInnen in der Befragung z.B. für den Unterricht vereinzelt Apps wie GeoGebra, ScannerApp, Paper von Fifty Three, Penultimate, Pocket, Pons Wörterbuch, StudentLife und Wonderlist genannt. Im Labor kommen nebst dem Rechner und Excel auch das Merck Periodensystem und die Suchmaschine Wolfram Alpha zum Einsatz.

Im Selbststudium wird unter anderem mit iBooks und Videos der Khan Academy gelernt, während für die Prüfungsvorbereitung auf Lernkarten-Apps wie card2brain und Flascards Deluxe zurückgegriffen wird.

Bei den Windows-NutzerInnen haben hingegen mehrere Studierende angegeben, dass sie mit Papier arbeiten. GeoGebra, Flashcards Pro, die Kamera und YouTube wurden nur ganz vereinzelt genannt.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass es Studierenden mit einem iPad einfacher fällt, neue digitale Hilfsmittel in den Lernprozess einzubinden, da ihnen eine breitere Palette von bildungsrelevanten Apps zur Verfügung steht.

Kein Literaturverwaltungssystem

Überrascht hat mich, dass keine/r der Studierenden eine Literaturverwaltungssoftware wie z.B. Mendeley oder das an der ZHAW übliche RefWorks erwähnt hat. Eine solche Applikation ist im Studium äusserst hilfreich und es haben auch Studierende aus höheren Semester an der Umfrage teilgenommen. Da besteht offenbar noch Optimierungspotential.

ZHAW-Dateimanagement in der Cloud

Wer papierlos arbeitet muss sich früher oder später mit der Frage nach dem Dateimanagement auseinander setzen.

Während die Studierenden in der Wahl des Cloud-Dienstes relativ frei sind und der Grossteil der Studierenden Dropbox verwendet, sind die Mitarbeitenden der ZHAW bei der Wahl der Dateiablage etwas eingeschränkter.

Schützenswerte Daten bitte nicht auf externe Cloud-Dienste stellen

Wie wir im Beitrag „Welche Tools darf man im Unterricht eigentlich verwenden?“ bereits erwähnt haben, dürften Daten, die der Geheimnis- oder Schutzpflicht unterliegen nicht auf externe Cloud-Dienste gespeichert werden. Dazu gehören Dateien die dem Persönlichkeitsrecht, dem Datenschutz und dem Amtsgeheimnis unterliegen (z.B. Notenlisten, Klassenlisten usw.) aber auch vertrauliche Daten aus Forschungsprojekten.

Sharepoint-LogoSharePoint: Die plattformübergreifende Dateiablage

Als Cloud-Dienst für Mitarbeitende der ZHAW LSFM empfehlen wir zurzeit SharePoint: https://collab.zhaw.ch. SharePoint hat gegenüber den Pool Laufwerken den Vorteil, dass es auf allen Betriebssystemen sehr gut in die Office-Programme integriert ist und nicht über VPN angesteuert werden muss. Sie können z.B. von der Office 2016 Version (Anwendungskatalog) von Word, PowerPoint, Excel auf Windows, iOS, Mac und Android direkt auf Dateien auf SharePoint zugreifen. Die Synchronisation der Daten läuft sehr zuverlässig, schnell und automatisch.

Zudem lassen sich SharePoint Seiten auch von einigen anderen wichtigen Apps, z.B. dem PDF Expert, GoodReader oder Explain Everything aus via WebDAV verbinden. Damit können Sie beispielsweise Ihre PDFs, die Sie im PDF Expert auf dem iPad erstellt annotiert haben, automatisch auf SharePoint synchronisieren.

Wenn Sie eine SharePoint Seite aus einer App heraus verbinden möchten, kopieren Sie bitte immer den direkten Link auf die Projekt- oder Eventseite. z.B. https://collab.zhaw.ch/projekte/1234/ und nicht nur collab.zhaw.ch.

In der Regel haben bei SharePoint immer mind. 2 Personen die vollen Zugriffsberechtigungen auf eine Seite. Bei sensiblen Daten können Sie auch sich selber als Stellvertretung erfassen, allerdings raten wird davon ab, da Sie damit Ihrer Stellvertretung bei einem Ausfall doppelte Mühe bereiten.

SWITCHdriveSWITCHDrive

SWITCHDrive eignet sich als persönliche Ablage für ZHAW-Mitarbeitende. Die App läuft zwar auf allen Betriebssystemen, sie eignet sich aber vor allem für Windows-NutzerInnen, da die Synchronisation mit SWITCHdrive (WebDAV) auf dem iPad von vielen Apps, wie z.B. OneNote, Word, PowerPoint und Excel, die von Dozierenden bevorzugt genutzt werden, nicht unterstützt wird. SWITCHdrive kann man auf dem iPad nur mit Apps synchronisieren, die WebDAV unterstützen. Das sind z.B. PDF Expert, Good Reader, Notability und Outline+. Teilweise kann man aber Dateien aus anderen Apps über die Funktion „Öffnen in“ manuell auf SWITCHdrive hochladen.

Für die Zusammenarbeit in Teams ist der Dienst von SWITCH ebenfalls weniger gut geeignet. Ein Grund hierfür ist, dass die differenzierte Freigabe von Dateien (lesen, bearbeiten, löschen) z.B. nur über den Web-Browser und nicht über die App möglich ist. Auch ist nicht einfach ersichtlich, ob jemand anderes gerade an der Datei arbeitet. Viel wichtiger aber ist, dass die Gefahr besteht, dass Daten z.B. aus Projekten für die Kolleginnen und Kollegen nicht mehr zugänglich sind, wenn eine Person die Hochschule verlässt. Im schlimmsten Fall wird das SWITCHDrive Konto gelöscht und die Daten gehen verloren.

Papierloses Studium Dozierende

In der oben stehenden Grafik sehen Sie die Kompatibilität der verschiedenen ZHAW-Dateiablagen. Für den Zugriff auf die Pool Laufwerke benötigen Sie eine VPN Verbindung, wenn Sie nicht im WLAN der ZHAW eingeloggt sind.

OneDriveOneDrive for Business

OneDrive stellt zurzeit einen Sonderfall dar, da die ZHAW Office 365 evaluiert. Sollte Office 365 eingeführt werden würde den Mitarbeitenden das sichere OneDrive for Business als Dateiablage zur Verfügung stehen. OneDrive for Business vereinfacht zwar die Synchronisation und hat das Potenzial, SWITCHdrive für Mitarbeitende abzulösen. Allerdings unterstützen zurzeit nebst den Microsoft Apps nur sehr wenige iOS Apps die neue Microsoft API für OneDrive für Business.

Weitere Informationen

Testlauf mit Office 365

Endlich ist es soweit, einige ausgewählte Studierende können an der ZHAW jetzt kostenlos Office 365 Pro Plus testen.

Diese Nachricht dürfte vor allem auch unsere iPad NutzerInnen freuen, da sie mit Office 365 die kostenpflichtige Pro Version der Office Apps (Word, Excel, PowerPoint) für iOS freischalten können.

Welche Vorteile bietet Office 365?

Die Vollversion von Office auf bis zu fünf Geräten
Mit Office 365 können Sie von bis zu fünf Geräten aus an Office Dokumenten arbeiten; egal, ob Sie gerade unterwegs auf dem Smartphone etwas prüfen müssen, mit dem Tablet im Unterricht sitzen oder zu Hause vor dem Computer oder Mac arbeiten.
Office 365 ist auf Windows, Mac, iOS und Android verfügbar.

Office online
Sollten Sie mal keines Ihrer Geräte dabei haben und eines Ihrer Office-Dokumente bearbeiten müssen, können Sie Office Online nutzen und Word-, OneNote-, PowerPoint- sowie Excel-Dokumente direkt im Browser erstellen und bearbeiten.

One Drive for Business mit 1 TB
Mit Office 365 Pro Plus erhalten Sie 1 TB Cloudspeicher, auf dem Sie Ihre Dokumente von allen Geräten aus speichern und synchronisieren können. Sie können via One Drive for Business Dokumente mit anderen NutzerInnen teilen und steuern, wer die Dokumente bearbeiten kann.

Skype for Business
Die Business Version erlaubt Online-Besprechungen, Chats, Audio- und Videoanrufe mit bis zu 250 Personen. Ausserdem können Sie mit Skype Ihren Bildschirm übertragen und Gespräche werden durch eine leistungsfähige Authentifizierung und Verschlüsselung geschützt. Der Dienst steht im Testbetrieb noch nicht zur Verfügung, folgt aber in Kürze.

Neue Tools
Office 365 Pro Plus bzw. Office Online bieten Zugang zu neuen Tools, wie z.B.

  • Sway: Präsentations-App, mit der Sie interaktive Präsentationen erstellen können.
  • Yammer: unternehmensinternes, soziales Netzwerk.
  • Video: Videoplattform, auf der Sie Video speichern, anschauen und teilen können.
  • Delve: eine intelligente Assistentin, die analysiert, wer mit wem zusammen arbeitet und Inhalte vorschlägt, die interessant sein könnten.

Wer kann Office 365 Pro Plus an der ZHAW nutzen?

Der Testbetrieb ist zurzeit auf die papierlose Klasse BT15 beschränkt und dauert bis Ende Frühlingssemester 2016. Es handelt sich um ein ICT Projekt unter der Leitung von Christian Schneider. Nach dem Test wird die ZHAW entscheiden, ob das Angebot für alle Studierende eingeführt wird.

Und wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Die Vereinigung der kantonalen Datenschutzbeauftragen (Privatim) und der Eidgenössischen Datenschutz-und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) haben in Zusammenarbeit mit SWITCH, die Datenschutzbestimmungen des Campus and School Agreement (CASA) für die Hochschulen geprüft und angepasst.

Es gilt dadurch, im Gegensatz zu Office 365 Angeboten für Privatpersonen, ein datenschutzkonformer Rahmen beim Einsatz von Microsoft Office 365 Education durch Bildungsinstitutionen:

  • Es gilt Schweizerisches Recht.
  • Der Gerichtsstand ist Zürich.
  • Dies unabhängig von den allen anderen Datenschutzvereinbarungen.
  • Standort der Datenhaltung ist die Europäische Union.
  • Es besteht eine Informationspflicht gegenüber Behördenanfragen.
  • Microsoft verarbeitet und nutzt Kundendaten nur für die Erbringung der vereinbarten Onlinedienste, jedoch nicht für Werbung oder ähnliche Dienste.

Es bestehen weiterhin Risiken bei Nutzung von Cloud Computing, daher möchten wir Sie unter Berücksichtigung der Reglemente auf folgendes hinweisen:
Besonders schützenswerte Personendaten (z.B. Gesundheitsdaten, Arztzeugnisse, Noten von Studierenden) und sensitive Daten, welche besonderen Geheimhaltungspflichten unterliegen (z.B. Forschungsdaten, die einer Geheimhaltungsvereinbarung der ZHAW unterliegen) dürfen nicht in Microsoft Office 365 genutzt werden.

Starter Kit für das papierlose Studium

Wir konnten in den letzten drei Jahren viel Erfahrung mit dem papierlosen Arbeiten auf dem iPad und den Windows-Tablets sammeln. Nun haben wir für die neu eintretenden Studierenden die wichtigsten Empfehlungen sowie Tipps und Tricks für das papierlose Studium mit dem Dell Venue 11 Pro und dem iPad in je einem Handbuch zusammengefasst.

Papierloses Studium mit dem iPad

Papierloses Studium mit Windows

Das iBook können Sie mit der iBook App auf dem iPad öffnen.
Für die Ansicht des E-Books im ePub-Format auf dem Dell Venue 11 Pro empfehlen wird den Book Bazaar Reader.

Online Forum für Fragen

Studierende nutzen bitte bei Fragen oder Anregungen zum papierlosen Studium diesen Blog oder das Forum im Moodle.