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Lohnt sich Weiterbildung für Kommunikationsprofis?

von Deborah Harzenmoser, Kommunikations- und Eventmanagerin am IAM

Diese Frage haben wir an der IAM-Informationsveranstaltung vergangenen Dienstag dem Bildungsexperten Prof. Dr. Stefan Wolter gestellt. Der Direktor der Schweizer Koordinationsstelle für Bildungsforschung geht wissenschaftlich an diese Frage heran: „Ich habe keine Ahnung.“ – Denn sowohl das Weiterbildungsangebot als auch die individuellen Bedürfnisse der Leute seien zu heterogen, um eine allgemein gültige Aussage treffen zu können. Klar ist: die Schweizerinnen und Schweizer geben jährlich 2,5 Milliarden für ihre Weiterbildung aus, während die Arbeitgeber 1,5 Milliarden pro Jahr für die Förderung ihrer Mitarbeitenden einsetzen. Bei einer solch hohen Summe muss sich Weiterbildung einfach lohnen, oder?

Prof. Dr. Stefan Wolter
Prof. Dr. Stefan Wolter

Wolter jongliert gekonnt mit farbigen Kurven und Prozentzahlen während er aufzeigt, dass diese komplexe Frage nicht einfach beantwortet werden kann. Ob sich Weiterbildung lohnt, ist abhängig vom Zusammentreffen einzelner, nur auf den ersten Blick banal erscheinenden, Faktoren:

  • Grund für die Weiterbildung
  • Zeitpunkt der Weiterbildung

Gründe für eine Weiterbildung sind so vielfältig, wie die Lebensentwürfe unterschiedlich sind. Grob können sie jedoch folgendermassen eingeteilt werden:

  • (hierarchischer) Aufstieg
  • Neue Berufung
  • (lineare) Position verbessern
  • Abstieg verhindern

Eine Antwort nach dem Ertrag einer Weiterbildung im Zusammenhang mit den Beweggründen zu generieren, ist simpel: Verfolgt man mit der Weiterbildung ein spezifisches Ziel, wird sich die zeitliche als auch die finanzielle Investition früher oder später rentieren. Nicht zu empfehlen sei es, eine Weiterbildung ohne konkrete Absicht anzugehen: „Weiterbildung auf Vorrat bringt nichts“, betont Wolter.

Weiterbildung erfolgt zu früh

Der zweite Aspekt, nämlich jener des Zeitpunkts der Weiterbildung, sei nicht zu unterschätzen. Die Statistiken zeigen, dass sich Schweizerinnen und Schweizer tendenziell im Alter zwischen 20-29 Jahren weiterbilden. „Das ist viel zu früh“, sagt Wolter und erklärt, dass der optimale Zeitpunkt für die Weiterbildung im Grenzbereich zwischen dem „Aufbau des on-the-job Wissens“ (quasi kostenlos direkt im Anschluss an die Ausbildung) und der Reduktion der Amortisationszeit (das erworbene Wissen verliert an Wert aufgrund der Veränderung des Arbeitsumfeldes) liegt.

Weiterbildung lohnt sich, wenn…

Gelingt es einem, diesen Zeitpunkt zu erkennen und verfolgt man ein konkretes Ziel, lohnt sich Weiterbildung auf der ganzen Linie.

Das IAM erbringt wissenschaftlich verankerte Weiterbildungsleistungen für die Berufsfelder Organisationskommunikation und Journalismus. Die Weiterbildungsangebote beleuchten das Zusammenspiel der beiden Berufsfelder primär aus der Perspektive der Organisationskommunikation.

Die Weiterbildungsangebote des IAM befähigen zur zielgerichteten und strategischen Kommunikation, durch ein System von aufeinander abgestimmten Kursen, das sich konsequent an den Bedürfnissen heutiger Organisationen orientiert. Erfahrene Berufsprofis garantieren den essentiellen Praxisbezug der Angebote, den theoretischen Rahmen stecken ausgewiesene Dozierende aus Wissenschaft und Forschung.

Der Master of Advanced Studies (MAS) in Communication Management and Leadership stärkt Kommunikationsexpertinnen und -experten für die Herausforderungen strategischer Kommunikation und qualifiziert sie zur Übernahme einer Leitungsfunktion in der Organisationskommunikation.

Mehr zum Thema:
Weiterbildung am IAM: MAS in Communication Management and Leadership
Weiterbildung an der ZHAW: Weiterbildungsangebot
Weiterbildung in der Schweiz: weiterbildung.ch

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