Social Media als Maskenball

Besorgnis in der Wortmeldung aus dem Publikum im Literaturhaus Stuttgart, Podium zu Schreiben und Professionalität: “Wir verstecken uns hinter Pseudonymen in anonymen Chats, spielen mit Identitäten und steigen ein und aus, wann es uns gerade passt. Keiner weiss, was das mit uns macht. Das gabs noch nie in der Geschichte der Kommunikation.”

Schreiben Professionalität
Daniel Perrin, José Oliver und Katharina Hacker (Bild-Copyright Yves G. Noir)

Doch. Der gute, böse alte Maskenball. Wir verstecken uns hinter Masken in anonymen Rahmen, spielen mit Identitäten und steigen ein und aus, wann es uns gerade passt. Mancher weiss, was das mit uns macht. Das gibts seit fast ewig in der Geschichte der Kommunikation. – Alles kommt wieder, immer wieder in neuer Form, neuen Medien. Der Wandel fällt auf, die Konstanten dahinter weniger.

Darum ging es unter anderem im Literaturhaus, im Gespräch dreier professionell, viel und gern Schreibender: Katharina Hacker, José Oliver, Daniel Perrin. Wie uns der Medienwandel beim Schreiben beeinflusst und was die Schreibforschung der Schreibpraxis nützt, waren weitere Gesprächspunkte. Radio SWR hat das Podium begleitet.

Katharina Hacker wurde 2006 für ihren Roman “Die Habenichtse” mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet; Daniel Perrin erforscht berufliches Schreiben und leitet das IAM; José Oliver, der Moderator des Gesprächs, erhielt 2015 den Basler Lyrikpreis.

Mehr zum Thema

  • “Schreiben ist Inspiration und Transpiration, Fleiss und Eingebung, Routine und Fantasie … und das Zusammenspiel dieser scheinbar unvereinbaren Kräfte machen das Besondere aus […]” – Radiobeitrag auf SWR2 Journal, 2. Februar 2015.
  • Flyer zum Programm “Literatur und ihre Vermittler” des Literaturhauses Stuttgart, Ausgabe Februar 2015: “Literatur und Professionalität: Wer nicht mitmischt, bleibt auf der Strecke. Katharina Hacker trifft Daniel Perrin.“

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