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Kommunikation, Maschinenbau und Teamführung – und produktiv von Beginn weg

Vom Sprachstudium zum Anlagenbau: Larissa Minder hat im Sommer 2013 ihr Studium abgeschlossen und arbeitet seither als Technikredakteurin in einem international ausgerichteten Industrieunternehmen. Im Interview berichtet sie von ihren Aufgaben und davon, warum sie nicht Maschinenbau, sondern den Bachelor Angewandte Sprachen mit Vertiefung Technikkommunikation studiert hat.

Wo arbeiten Sie und welches sind Ihre Aufgaben?

Ich arbeite als Technikredakteurin in der Dokumentationsabteilung eines international tätigen Maschinen- und Anlagenbauunternehmens in Langenthal. Unser Team besteht aus insgesamt acht Personen. Bereits während dem letzten halben Jahr des Studiums habe ich dort Teilzeit gearbeitet. Direkt nach dem Studienabschluss erhöhte ich dann mein Pensum auf 100 Prozent.

Meine Hauptaufgaben bestehen darin, Modul- und Anlagendokumentationen zu erstellen. Ich verfasse Betriebsanleitungen und erstelle Grafiken, Zeichnungen, Ersatzteillisten. Auch bin ich dafür zuständig, die entsprechenden Drittfirmenunterlagen zu organisieren und Übersetzungen bei unserem Dienstleister in Auftrag zu geben. Das Schöne daran ist neben der Vielseitigkeit der Aufgaben auch die Zusammenarbeit mit Leuten aus den unterschiedlichsten Abteilungen.

Im Juli 2014 erhielt ich die Chance, die Teamleitung unserer Abteilung zu übernehmen. Deshalb fallen zusätzlich zum Daily Business nun auch Führungsaufgaben an.

Wie haben Sie Ihre Stelle gefunden?

Da ich bereits während meiner Lehre und auch später ausschliesslich gute Erfahrungen in der Maschinenbauindustrie gemacht habe, wollte ich die erlernten Fähigkeiten aus dem Studium auch in Zukunft in dieser Arbeitsumgebung anwenden. Bei der Stellensuche war für mich ausserdem massgebend, dass ich in einer gut aufgebauten Dokumentationsabteilung in einem sympathischen Team arbeiten würde. Im Stellenpool der Vertiefung Technikkommunikation fand ich eine Anzeige, welche genau meinen Vorstellungen entsprach. Ich bewarb mich und erhielt die Stelle nach einem Vorstellungsgespräch auf Anhieb.

Warum haben Sie sich für die Vertiefung Technikkommunikation entschieden?

Als ich meine Lehre zur Konstrukteurin und die technische Berufsmaturität erfolgreich abgeschlossen hatte, wollte ich ursprünglich Maschinenbau studieren. Nachdem ich mich genauer darüber informiert hatte, wurde mir aber bewusst, dass dieses Studium für mich persönlich zu mathematik- und physiklastig sein würde. Daher schaute ich mich im Internet nach Alternativen um. Als ich dann auf den Bachelorstudiengang Übersetzen (heutiger Name: Angewandte Sprachen) mit der Vertiefung Technikkommunikation stiess, war mir klar, dass die Kombination von Sprache und Technik genau das richtige für mich sein würde. Ausserdem wusste ich dank meiner Arbeitserfahrung, dass Leute mit den Kenntnissen, die in diesem Studium vermittelt werden, in der Praxis äusserst gesucht sind.

Welchen Nutzen hat Ihnen das Studium gebracht?

Dank dem Studium kann ich in meinem Traumberuf arbeiten, und das bereits kurz nach Studienabgang kompetent und produktiv. Ich wurde sehr gut auf die Bedürfnisse in der Praxis vorbereitet und mir wurde das einschlägige Wissen so beigebracht, dass ich es in der Industrie anwenden und vertiefen kann.

Was hat Ihnen an der Studienatmosphäre gefallen?

Ich genoss es, dass der Unterricht ab dem zweiten Semester oft in kleineren Gruppen stattfindet. So kam ein richtiges Klassengefühl auf, speziell in der Technikkommunikation. Ausserdem ist das Departement Angewandte Linguistik nicht so gross und daher auch familiär: Man kennt seine Kommilitonen und Kommilitoninnen sowie die Dozierenden und die sonstigen Mitarbeiter. Der Mäander ist auch ein schönes Gebäude, in dem man angenehm lernen kann. Die Klassenzimmer sind – abgesehen von der Aula – sehr hell und freundlich und in der Cafeteria gibt es grundsätzlich alles, was das Studentenherz begehrt, obwohl es dort, vor allem im Winter, manchmal ein bisschen eng wird.

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