Von Start-up-Vibes zum Tech-Giganten: Ein Blick hinter die Kulissen von Stadler Signalling

Gastbeitrag: Alumni des VS-Zirkel

Was passiert, wenn eine Rekordzahl an MobilityScience/Verkehrssysteme-Alumni auf geballte Innovationskraft trifft? Es entsteht ein Abend voller Aha-Momente, technischer Finessen und – ganz wichtig – einer richtig guten Stimmung.

Nach einem lockeren Einstieg mit frühlingshaften Ice-Breaker-Fragen tauchten wir tief in die Welt von Stadler Signalling ein. Und eines vorweg: Die Reise dieses Unternehmens ist mehr als beeindruckend.

Unabhängigkeit durch Innovation

Was 2014 unter fast schon klassischen Start-up-Bedingungen begann, hat sich zu einem echten Powerhouse entwickelt. Heute beschäftigt Stadler Signaling rund 850 Mitarbeitende. Das ursprüngliche Ziel? Die Abhängigkeit von Konkurrenzprodukten bei der Fahrzeugherstellung zu beenden, indem man das Feld ETCS-Signaling (European Train Control System) selbst besetzt.

Heute können wir sagen: Mission erfüllt! Mit Standorten bis nach Nordamerika bietet das Unternehmen Lösungen für:

  • Mainline (Fernverkehr)
  • Lightrail (Stadtbahnen)
  • Metro
  • Branchline (Nebenbahnen)

Der Markt der Zukunft: Refit und Integration

Während die Entwicklung der ETCS-Lösungen bei Stadler auf Hochtouren läuft, hinkt die Infrastruktur in Europa stellenweise noch hinterher. Doch wo andere Probleme sehen, sieht Stadler Marktchancen: Neben der Ausrüstung von Neufahrzeugen sind vor allem die Integration von Altsystemen sowie Refit-Lösungen zentrale Geschäftsfelder, um das europäische Schienennetz fit für die Zukunft zu machen.

Wenn der Zug alleine „parkt“: Autonomes Fahren auf Schienen

Während wir uns beim Auto längst an Einparkassistenten gewöhnt haben, ist das auf der Schiene eine echte Revolution. Stadler Signaling setzt hier Massstäbe:

Mittels modernster Lidar-Technologie hat Stadler im Depotbereich das Level GoA-4 (Grade of Automation) erreicht.

Das bedeutet konkret: Personalintensive Rangierprozesse werden automatisiert und Betriebsabläufe massiv optimiert. Wie das in der Realität aussieht, durften wir im Showroom live erleben. An einer Modellanlage steuerten die BLT-Züge völlig selbstständig vom Perron ins Depot und zurück. Wer das Ganze „in echt“ sehen will, muss nur ins Waldenburgertal schauen – dort ist das System bereits erfolgreich im Einsatz!

Kulinarischer Ausklang

Nach so viel technischem Input durfte der gemütliche Teil natürlich nicht fehlen. Stadler Signalling lud uns im Anschluss zu einem erstklassigen Apéro mit Grill ein. Bei kühlen Getränken und gutem Essen wurden die Eindrücke des Tages vertieft und neue Kontakte geknüpft.

Ein riesiges Dankeschön an Stadler Signalling für diese spannenden Einblicke und die Gastfreundschaft!


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