Prix LITRA 2018: Verkehrssysteme-Studierende für Cargo-Hitching-Studie ausgezeichnet


Von links rechts: David Richner (Preisträger), Vincent Kaufmann (Jurymitglied), Martin Candinas (LITRA-Präsident), Jonas Matter (Preisträger), Claudio Büchel (Betreuer), Bundesrat Ueli Maurer, Christoph Sutter und Nicola Sonego (Preisträger), Florian Fuchs (Betreuer ZHAW).

Und sie haben es erneut geschafft. Im dritten Jahr in Folge gehören Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme in der Kategorie Bachelorarbeiten zu den Gewinnern des Prix LITRA. Angesichts des diesjährigen Teilnehmerrekords und der hohen Qualität der Einreichungen ist die Leistung der VS-Absolventen Nicola Sonego und Christoph Sutter besonders hoch einzustufen.

Erfolgreich waren die beiden VS-Alumni mit Ihrer Arbeit „Cargo Hitching im Linien- und Bedarfsverkehr im Kontext des autonomen Fahrens: Ein Konzept und Optimierungstool zur intelligenten Planung und Betriebsoptimierung“. Mit der zunehmenden Bevölkerungsdichte im urbanen Raum und mit dem Wachstum des e-Commerce müssen zunehmend mehr Personen und Güter transportiert werden. Für die städtischen Zentren bedeutet diese Entwicklung eine besondere Belastung. Nicola Sonego und Christoph Sutter erforschten in ihrer Bachelorarbeit im Bereich Verkehrssysteme der zhaw die Möglichkeit, Personen- und Güterverkehr in einer mittelgrossen Stadt zu verknüpfen, das sogenannte Cargo Hitching. Dadurch soll die Transportkapazität erhöht werden, ohne dass die Verkehrsbelastung steigt. Die Autoren entwickelten ein zweiteiliges Konzept zur Zustellung von Paketen und den Personentransport. Stadtbusse verteilen die Paketpost über mobile Paketstationen. Expresslieferungen werden durch Shuttles direkt an die Kunden geliefert. Diese Shuttles dienen gleichzeitig als Taxi. Aufgrund von Kennzahlen der Schweizer Post konzipierten Nicola Sonego und Christoph Sutter ein Simulationstool und bestimmten für das Beispiel Frauenfeld die notwendige Anzahl Paketstationen, die Touren der Expressshuttles und die Ausgestaltung der Fahrzeuge.

Die Autoren treffen mit ihrer Studie zum Cargo Hitching den Nerv der Zeit und greifen mit der Verknüpfung von Personentransport und Warenlieferung ein aus der Mode gekommenes Modell wieder auf. Mit ihrer Simulation zeigen sie das Potenzial und die Attraktivität von Cargo Hitching als Mobilitätslösung der Zukunft.

Die Arbeit wurde betreut von Dr. Olga Fink und Florian Fuchs am Institut für Datenanalyse und Prozessdesign (IDP).

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