Daten spielen in allen Lebensbereichen eine immer grössere Rolle – auch im Bereich Mobilität & Logistik. Der Studiengang Verkehrssysteme hat daher im Herbstsemester 2019 das virtuelle Labor «Digital Mobility Lab» gegründet. Dieses wird zukünftig quasi den digitalen Maschinenraum des Studiengangs bilden. Dank des interdisziplinären Projekts werden die Fachmodule dann mit einem abgestimmten Softwarepaket auf eine gemeinsame Datenbasis zugreifen.

Bislang arbeiten die einzelnen Fachmodule des Studiengangs Verkehrssysteme in den Übungsanteilen der Veranstaltungen jeweils mit eigenem Datenmaterial. In Zukunft soll der überwiegende Anteil der Praxiseinheiten auf einer gemeinsamen Datengrundlage basieren. Ziel ist es, von der Raumentwicklung über die Netzplanung bis zum Flottenmanagement aus den Basisdaten die modulspezifisch notwendigen Kennzahlen abzuleiten und diese in den Folgemodulen weiter zu nutzen und zu entwickeln. Dabei kommt vorhandene und zusätzlich eingeführte Standardsoftware der Verkehrsbranche wie Visum, Viriato oder Open Track zum Einsatz.

Durch die datenseitige Verknüpfung der Module werden die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Planungsschritten im Verkehrsbereich bedeutend deutlicher sichtbar. Zugleich zwingt es zu einer intensiveren Abstimmung der Module und vermeidet unnötige Redundanzen. Das Labor ist dabei bewusst virtuell angelegt, d.h. die Studierenden können auf die leistungsstarken Hardware-Infrastruktur mit dem eigenen Computern ortunabhängig zugreifen.

Treiber der Entwicklung sind das Institut für Datenanalyse und Prozessdesign (IDP) und das Institut für Nachhaltige Entwicklung (INE). Bis Ende 2020 werden die Grundstrukturen komplett aufgebaut und das Digital Mobility Lab voll einsatzfähig sein.