Alumni-Porträt #7: Gregor Schibig – Der Prozessoptimierer

In den kommenden Wochen stellen zahlreiche Alumni sich und ihr Tätigkeitsfeld im VS-Blog vor. Heute porträtieren wir Gregor Schibig.

Mit welcher Vorbildung hast Du das Verkehrssysteme-Studium begonnen?
Ich habe eine 4-jährige Lehre als Elektroinstallateur bei der Firma Kreha Elektro AG mit anschliessender 1-jähriger technischer Matura gemacht. Ich habe nach der Lehre keine weitere Praxiserfahrung gesammelt, jeweils aber im Sommer während der Semesterferien als Elektroinstallateur gearbeitet.

Wie sieht Deine berufliche Zukunft aus?
Ich habe im Januar 2017 meinen Job bei der Firma ENOTRAC in Thun begonnen. Die Firma ENOTRAC ist im Bahnbereich im Engineering und Consulting tätig. Es gibt die vier Fachbereiche Fahrzeugtechnik, Bahnstrom, RAMS/EMV sowie Organisation und Prozesse. Ich arbeite überwiegend im Bereich Operation und Prozesse, der unter anderem folgendes beinhaltet: Optimierung der Organisation und der Prozesse, Effizienzsteigerung, Qualitätsverbesserung, Asset Management, LCC-Minimierung, Energieeffizienz.

Warum sollte man heute Verkehrsingenieur(in) werden?
Die Schweiz ist das Land der Eisenbahn. Es ist sehr entscheidend, dass es Fachleute gibt, welche eine ingenieurtechnische Ausbildung haben, um die heutigen und zukünftigen Probleme lösen zu können. Umso besser ist es, wenn diese Ingenieure das nötige Fachwissen zur Bahn schon im Studium lernen. Zum Beispiel der Bereich RAMS, welcher in der Schweiz meiner Meinung nach nirgends studiert/gelernt werden kann, aber eine sehr entscheidende Rolle spielt, um einen sicheren Bahnbetrieb zu gewährleisten oder überhaupt zuzulassen. Darum ist es wichtig, dass nicht nur das ingenieurtechnischen Knowhow sondern auch das Hintergrundwissen im Bahnbereich nach dem Studium vorhanden ist. Aus diesem Grund sind Verkehrsingenieure auch gefragt und das Studium Verkehrssysteme sollte vermehrt studiert werden.

Was hat Dir am VS-Studium besonders gefallen?
Mir hat der Mix aus theoretischen Fächern wie beispielsweise. Naturwissenschaften und praktischen Fächern sehr gefallen. So konnte vielfach das theoretische Wissen in praktischen Arbeiten angewendet werden. Insbesondere haben mich die fachspezifischen Fächer wie z.B. Verkehrsmanagement, RAMS oder EMI interessiert.

Mit welchen Themen hast Du Dich in Projekt- und Bachelorarbeit besonders beschäftigt?
In beiden Arbeiten habe ich mich mit Kollisionen zwischen zwei Zügen oder zwischen einem Zug und einem Fahrzeug beschäftigt. Es ging darum, das Risiko (Schadensausmass x Eintrittswahrscheinlichkeit) für die Passagiere im Zug im Falle einer Kollision genau abzuschätzen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit kann berechnet werden. Anhand eines physikalischen Modells war es das Ziel, auch das Schadensausmass möglichst genau zu bestimmen. Damit sollen wirtschaftliche wie auch sicherheitstechnische Aspekte berücksichtigt werden. Wird das Schadensausmass zu optimistisch eingeschätzt, können die Passagiere im Zug gefährdet werden. Wird das Schadensausmass zu pessimistisch bestimmt, ist der wirtschaftliche Aufwand für die unnötigen zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen sehr hoch.

Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?
Ich sehe mich in 10 Jahren als Projektleiter in einem Team, das grosse Bahnprojekte erfolgreich managen kann.

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