Kurze Wege, konzentriertes Arbeiten: Erste Bilanz zum ZHAW-Shared Space

Eine erste Befragung im Rahmen des ZHAW-Pilotprojekts «SmartSpace» zeigt: Wer im Shared Space an der Lagerstrasse arbeitet, kommt vermehrt mit dem Velo oder zu Fuss zur Arbeit und schätzt den Ort vor allem für konzentriertes Arbeiten und seine gute Lage.

Wie wirken sich Shared Space Angebote auf Mobilität, Produktivität und Wohlbefinden von Mitarbeitenden aus? Diese Frage versuchte ein interdisziplinäres Team aus Forschenden am Beispiel des ZHAW-Shared Spaces an der Lagerstrasse im Mai 2026 zu beantworten. Das Ergebnis: Die Motivation, den Space zu nutzen, ist hoch – und eng mit der Mobilität verknüpft. Wer hierherkommt, tut dies oft mit dem Velo oder zu Fuss. Durch die Nähe zum Wohnort oder zu anderen ZHAW-Standorten verkürzt sich der Arbeitsweg spürbar; viele verlagern ihr Mobilitätsverhalten vom öffentlichen Verkehr auf Velo oder Fussweg. Die Folge: weniger Emissionen und ein aktiverer Start in den Tag.

«Die Nutzenden des Shared Space an der Lagerstrasse kommen häufig mit dem Velo oder zu Fuss und schätzen diesen kurzen, aber aktiven Arbeitsweg», sagt Evelyn Lobsiger, Projektleiterin der Befragung.

Fokus statt Ablenkung: Warum der Ort überzeugt

Neben dem Arbeitsweg ist es vor allem die Arbeitsumgebung selbst, die den Shared Space attraktiv macht: Die Befragten schätzen die Möglichkeit, konzentriert zu arbeiten, sowie das Ambiente. Mehr als die Hälfte nutzt den Standort regelmässig. Als Gründe nennen sie eine höhere Konzentrationsfähigkeit im Vergleich zu Büro oder Homeoffice sowie die Flexibilität: Der Space ergänzt den persönlichen Arbeitsplatz und das Homeoffice sinnvoll.

Die Sensoren zur Messung der Belegung sind kompakt, schlicht und sehr energieeffizient.

Ein Living Lab für die Flächenplanung

Hinter der Untersuchung steht das Projekt «SmartSpace». Ziel des Projekts ist es, die Belegung zu messen und damit Flächen langfristig effizienter nutzen zu können. Dafür wurde der Shared Space an der Lagerstrasse zum Living Lab: Kamerabasierte Sensoren mit lokaler Bildverarbeitung erfassen datenschutzkonform die Raumbelegung. Der Pilotversuch zeigt: Mit relativ wenig Aufwand kann die Belegung einer Fläche erfasst werden. Eine Ausweitung auf weitere Standorte könnte so die Departemente bei einer bedarfsgerechten Flächenplanung und das Facility Management bei einem energieeffizienten Gebäudebetrieb unterstützen.

Wie es weitergeht

Das SmartSpace-Projekt läuft bis Ende 2026. Im Zentrum stehen nun Weiterentwicklung, Testbetrieb und Evaluation der Sensorik. In Zukunft sollen zudem auch die Perspektiven der «Nicht-Nutzenden» und des Managements einbezogen werden, um ein noch vollständigeres Bild zu erhalten. Die Diskussionen rund um den Shared Space, sowie die Resultate der Befragung haben zudem Überlegungen angestossen, wie flexible Telefon- und Videokonferenzräume künftig zur besseren Nutzung gemeinsamer Arbeitsflächen beitragen könnten. Das Projekt soll somit insgesamt zu einem nachhaltigen Management und einer optimalen Nutzung der Räumlichkeiten der ZHAW beitragen.


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